Davis Cup
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Swiss Davis Cup team player Stan Wawrinka (R) speaks beside teammates during a press conference on November 18, 2014 in Villeneuve-d'Ascq, northern France, prior to the Davis Cup tennis tournament final against France on November 21-23, 2014. Switzerland's hopes of a first ever Davis Cup win lay in the balance as the team awaited word on just how badly Roger Federer had injured his back ahead of this week's final against France in Lille.  AFP PHOTO / PHILIPPE HUGUEN

Stan Wawrinka gibt nach dem Davis-Cup-Triumph vor allem über Alkohol Auskunft. Bild: AFP

Ausgelassene Pressekonferenz

«Ja, ich spreche besser Französisch, aber ich bin betrunken»

Eineinhalb Stunden nach der Pokalübergabe trudeln die frischgebackenen Davis-Cup-Sieger zur Pressekonferenz ein. Nicht mehr ganz nüchtern, aber bei bester Laune.

philipp reich, lille



Dass das Schweizer Team ihren Davis-Cup-Triumph in der Garderobe schon mächtig gefeiert hat, ist bei der Pressekonferenz nicht zu übersehen und – hören. Schon nach der ersten Frage brechen die fünf Davis-Cup-Helden Roger Federer, Stan Wawrinka, Marco Chiudinelli, Michael Lammer und Severin Lüthi in schallendes Gelächter aus.

Dabei wollte der Journalist von Federer doch nur wissen, wie weit dieser Triumph vor einer Woche bei der Aufgabe bei den World Tour Finals weg war. «Gute Frage», antwortet Federer und macht dabei keine Anstalten, sich aus der Stuhllehne zum Mikrofon zu beugen. Als immer noch nichts passiert, verliert Wawrinka die Geduld: «Gute Frage, aber du musst sie beantworten». «Ich weiss», sagt Federer und wieder bricht lautes Gelächter aus.

23.11.2014; Lille; Tennis - Davis Cup Final - Frankreich - Schweiz; Marco Chiudinelli (SUI), Stanislas Wawrinka (SUI), Captain Severin Luethi (SUI), Stanislas Wawrinka (SUI) und Michael Lammer (SUI) jubeln mit dem Pokal (Valeriano Di Domenico/freshfocus)

Wawrinka guckt sich die Salatschüssel ganz genau an. Bild: Valeriano Di Domenico/freshfocus

Die Schweizer versuchen sich zwar zusammenzureissen, aber vor allem Wawrinka gelingt dies kaum. Als er zu erklären versucht, wie er sich während Federers Spiel gegen Gasquet fühlte, gerät er ins Schwärmen, was für ein grossartiger Spieler Roger sei und sagt dann «Yeah Roger, ich liebe dich noch immer».

Auch die Frage nach der Anzahl Flaschen Champagner, die sie bereits getrunken hätten, bleibt unbeantwortet. «Wir sind immer noch beim Wasser», sagt Wawrinka lächelnd. Und als es um die Zukunftspläne der beiden Schweizer im Davis Cup geht, gesteht Stan, was längst schon alle gemerkt haben. 

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So sehen Sieger aus: Die Schweizer Davis-Cup-Helden haben an der Pressekonferenz ein Riesen-Gaudi. video: youtube/RMC Sport

«Chance, dass wir Alkohol trinken, ist sehr hoch»

Federer leitet die Frage eines belgischen Reporters, der wissen will, wie hoch die Prozentzahl sei, dass die beiden im Erstrundenmatch 2015 gegen Belgien dabei sind, an Wawrinka weiter. Er spreche ja besser Französisch.

Der Romand, der keinen grossen Hehl daraus macht, dass er eigentlich keine Lust auf den Pressetermin hat, entgegnet nur: «Ja, ich spreche besser Französisch, aber ich bin betrunken. Wie hoch die Prozentzahl ist? Ich glaube die Prozentzahl, dass wir heute Abend Alkohol trinken werden, ist sehr hoch.»

LILLE, FRANCE - NOVEMBER 23:  Roger Federer of Switzerland, Stanislas Wawrinka of Switzerland , Marco Chiudinelli of Switzerland, Michael Lammer of Switzerland and Captain Severin Luthi of Switzerland celebrate winning the Davis Cup against France during day three of the Davis Cup Tennis Final between France and Switzerland at the Stade Pierre Mauroy on November 23, 2014 in Lille, France.  (Photo by Julian Finney/Getty Images)

Noch ohne Alkohol: Wawrinka und seine Teamkollegen. Bild: Getty Images Europe

So richtig auf den Putz hauen können Wawrinka und seine Kumpels noch nicht. Streng nach Protokoll steht nämlich noch das offizielle Dinner auf dem Programm. Danach soll die Feier aber weitergehen. «Zum Glück ist es noch so früh», sagt Federer. «Wir hatten in der Garderobe bereits eine tolle Zeit und ich bin sicher, das war's noch nicht. Wir haben noch viele Stunden übrig.» Unser Tipp an Stan: Einteilen!

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