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Mit seinem Rücktritt hat Zinédine Zidane auch Real-Präsident Florentino Perez überrascht.
Mit seinem Rücktritt hat Zinédine Zidane auch Real-Präsident Florentino Perez überrascht.Bild: EPA/EFE

Das sind die 9 heissesten Kandidaten für Zidanes Nachfolge bei Real Madrid

Nach dem überraschenden Rücktritt Zinédine Zidanes als Trainer von Real Madrid beginnen auch die Spekulationen über seine Nachfolge. Neun Namen sind im Gespräch – doch wirklich realistisch ist nur einer davon.
01.06.2018, 11:5501.06.2018, 13:03

Das Trainerkarussell dreht sich. Mit dem plötzlich freigewordenen Posten bei Real Madrid muss eine hochkarätige Trainerstelle neu besetzt werden. Neun Namen geistern seit gestern durch die europäischen Sportgazetten – die Analyse hebt jedoch einen klaren Favorit hervor.

Die Heissbegehrten

Jürgen Klopp

Bild: EPA/EPA

Der Deutsche wäre der Wunschtrainer der meisten Real-Fans. In Umfragen der beiden madrilenischen Tageszeitungen «Marca» und «AS» setzte sich Klopp gegen all seine Konkurrenten durch. Der 50-Jährige steht aktuell mit Liverpool für begeisternden Offensivfussball. Diesen könnte er mit Real Madrid sicherlich auch spielen lassen.

Doch der Wunsch der Real-Fans dürfte ein eben solcher bleiben. Klopp hat bei Liverpool noch einen Vertrag bis 2022. Sein erklärtes Ziel ist es, mit den «Reds» einen Titel zu holen. Deshalb wird er die englische Hafenstadt kaum diesen Sommer verlassen.

Wahrscheinlichkeit: Tief

Jogi Löw

Bild: EPA/EPA

Der Name des deutschen Bundestrainers Joachim Löw fiel in Zusammenhang mit den Madrilenen bereits vor einigen Monaten. Doch die Antwort, ob Löw die Nachfolge von Zidane antritt, gab der 58-Jährige vor wenigen Wochen eigentlich gleich selbst.

Der Bundestrainer verlängerte den Vertrag beim DFB bis 2022 und wird so vorerst kaum in Frage kommen, Real Madrid zu übernehmen. Ganz zur Freude von DFB-Manager Oliver Bierhoff, der gegenüber Spiegel Online sagte: «Ich bin gespannt, welchen Trainer sie finden. Es ist gut, dass der DFB mit Jogi kürzlich verlängert hat.»

Wahrscheinlichkeit: Tief

Maurizio Pocchettino

Bild: AP/AP

Der Spielleiter der Tottenham Hotspurs ist so etwas wie der (nicht mehr so) heimliche Star der Trainerszene, obwohl er bislang keine internationalen Erfolge vorweisen kann. Der Argentinier führte die Spurs in den letzten vier Jahren drei Mal in die Champions League. Kaum war der Rücktritt Zidanes bestätigt, wurde der 46-Jährige als möglicher Nachfolger genannt.

Angeblich soll es sogar schon Kontakt zwischen der Madrider Klubführung und dem Tottenham-Coach gegeben haben. Doch die «Real-Klausel», die ihm erlauben sollte seinen Vertrag in England aufzulösen, wenn Real ihm ein Angebot macht, erwies sich als Falschmeldung. Pocchettino hat seinen Vertrag bei den «Spurs» erst gerade bis 2023 verlängert. Da wird man ihn nicht einfach so ziehen lassen.

Wahrscheinlichkeit: Tief

Die Italiener

Massimiliano Allegri

Bild: EPA/ANSA

Glaubt man der spanischen Zeitung «Sport», könnte an Pocchettinos Stelle ein Italiener zum Zuge kommen. Der momentane Juve-Trainer Massimiliano Allegri sei der «Plan B» von Real-Präsident Florentino Perez. Es ist nicht das erste Mal, dass der Name des 50-Jährigen bei den Madrilenen ins Spiel kommt. Die erste Wahl war er allerdings noch nie.

Dazu kommt, dass der Allegri über einen gültigen Vertrag bei Juventus verfügt. Eine Ausstiegsklausel beinhaltet dieser nicht, aber Real soll bereit sein, eine allfällige Vertragsauflösung zu bezahlen. Vor wenigen Wochen hat Allegri selbst die Chance, dass er auch nach dem Sommer noch Trainer von den Turinern ist, allerdings als «sehr hoch» eingeschätzt. Zudem hat der Italiener noch nie ausserhalb seines Heimatlandes gearbeitet.

Wahrscheinlichkeit: Mittel

Antonio Conte

Bild: AP/AP

Wie geht es mit Antonio Conte und dem FC Chelsea weiter? Dies dürfte die entscheidende Frage sein, wenn über die Zidane-Nachfolge diskutiert wird. Conte konnte nach dem Meistertitel im ersten Jahr bei Chelsea nicht mehr an diese Leistung anknüpfen und beendete die abgelaufene Saison auf Platz 5. Mit dem Gewinn des FA Cups feierten die Blues zwar ein versöhnliches Saisonende, trotzdem wird seit einiger Zeit in den internationalen Medien vom Abgang Contes gesprochen.

Falls der 48-jährige Italiener bei Chelsea tatsächlich einen Schlussstrich zieht, wird Conte mit seinem Palmarès sicherlich ein Thema sein bei Madrid. Ob er ins System der Spanier passen würde, ist eine andere Frage.

Wahrscheinlichkeit: Mittel

Die internen Lösungen

Guti

Der am meisten gehandelte Name betreffend interner Zidane-Nachfolge ist José María Gutiérrez Hernández. Besser bekannt als «Guti», trainiert der 41-Jährige derzeit die U19 der «Königlichen». Die Fans dürften den ehemaligen Publikumsliebling mit offenen Armen willkommen heissen. Der Spanier absolvierte 387 Spiele für die Madrilenen und gewann fünfmal die spanische Meisterschaft, viermal den spanischen Supercup, dreimal die Champions League, zweimal den Weltpokal und einmal den Uefa-Super-Cup.

Die interne Lösung dürfte Real Madrid entgegen kommen. Guti kennt den Verein, steht schon unter Vertrag und weiss, was es heisst, für Real Madrid Titel zu gewinnen. Zudem zeigen ältere Beispiele von ehemaligen Spielern, wie erfolgreich dieses Konzept aufgehen kann. Vicente del Bosque bestritt über 300 Spiele in Weiss, bevor er als Trainer das Team zu Champions League und Meistertiteln verhalf. Was der frühere Captain Zinédine Zidane als Trainer vollbrachte, müssen wir hier nicht mehr aufzeigen.

Wahrscheinlichkeit: Hoch

Santiago Solari

Bild: EPA/EFE

Die zweite interne Lösung heisst Santiago Solari. Ebenfalls 41-jährig, war der Argentinier bisher für die B-Mannschaft der Madrilenen (Castilla) verantwortlich. Solari stand zwischen 2000 und 2005 mit Zinédine Zidane zusammen auf dem Platz, seit 2016 trainiert er die Real Madrid Castilla in der Segunda Division B. Trotz zwei Mittelfeld-Platzierungen hintereinander, wird er eine dritte Saison im B-Team verbringen – sofern Madrid-Präsident Florentino Perez ihm nicht den Job des Headcoaches anbietet.

Wahrscheinlichkeit: Mittel

Die alten Herren

Arsène Wenger

Bild: EPA/EPA

Der Abschied bei Arsenal soll noch nicht das Ende seiner Trainerkarriere gewesen sein. Der 68-Jährige sagt über sich selbst, er sei immer noch voller Tatendrang. Doch Real Madrid? Das ist nicht so unwahrscheinlich wie es auf den ersten Blick klingt. Bei den englischen Buchmachern ist der Franzose gar Favorit auf den Job.

Für Wenger spricht seine langjährige Erfahrung. Dass er mit Stars und diversen Charakteren umgehen kann, hat er bei Arsenal bewiesen. Zudem wäre es für ihn die Chance, den langersehnten Champions-League-Titel doch noch zu gewinnen.

Wahrscheinlichkeit: Mittel

Luis Felipe Scolari

Bild: EPA/EPA

Der grosse, alte Mann des Weltfussballs wurde vom italienischen Transfer-Guru Gialnuca Di Marzio ins Spiel gebracht. Zuletzt war Scolari in China Trainer. Als Nationaltrainer von Portugal und Brasilien hat er so ziemlich alles erlebt, was man im Fussballgeschäft erleben kann. Doch er wäre die konservativste Wahl der Real-Verantwortlichen.

Wahrscheinlichkeit: Mittel

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Video: srf

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19 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Nelson Muntz
01.06.2018 13:48registriert Juli 2017
Wieso ist Rolf Fringer nicht auf der Liste?
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why_so_serious
01.06.2018 15:56registriert April 2015
Christian Streich!
Das sind die 9 heissesten Kandidaten für Zidanes Nachfolge bei Real Madrid
Christian Streich!
840
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Der Pinguin
01.06.2018 12:08registriert September 2016
Für mich gibt es nur zwei realistische Namen: Guti oder Arsène. Je nach dem ob sie den Neuanfang lieber gleich mit einem jungen Trainer beginnen möchten, oder lieber einem mit Erfahrung, sodass er die neue Mannschaft stabilisiert und noch 1,2 Jahren weitergibt.
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