Basel
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Lärm, Schäden und viel Alkohol – in der Silvesternacht war (teilweise) die Hölle los



Bild

In der Silvesternacht haben Polizeien und Blaulichtorganisationen in der Schweiz einiges an Arbeit gehabt. Über gravierende Vorfälle wurde bis Dienstagmittag nichts bekannt.

Auf der Polizei-Einsatzzentrale in Basel-Stadt gingen bis zum Neujahrsmorgen rund 120 Notrufe ein. 55 davon führten zu einem Polizeieinsatz. Die Sanität hatte 29 Notfall-Einsätze zu bewältigen und die Basler Berufsfeuerwehr deren sieben; wegen kleineren Bränden.

Farbbeutel geworfen

Auf den Basler Strassen waren Polizeipatrouillen zu Fuss und im Auto ununterbrochen im Einsatz. Krakeelende Menschen, Lärm, Streit und Schlägereien beschäftigten die Ordnungshüter, wie das Justiz- und Sicherheitsdepartement Basel-Stadt am Dienstag mitteilte.

Sanitäterinnen und Sanitäter mussten mehrheitlich Menschen betreuen, die zu viel Alkohol oder Drogen intus hatten. In zwei Fällen leisteten sie Personen Hilfe, die in Schlägereien verwickelt gewesen waren. Das Gebäude der Polizeiwache Clara wurde mit Farbbeuteln beworfen.

Im Kanton Zürich beschäftigten Ruhestörungen, Unfug, Streitereien und einzelne Anrufe wegen Beschädigungen die Polizei. Im Hauptbahnhof wurden neun Personen verhaftet oder vorübergehend in Gewahrsam genommen. Gründe waren Alkoholkonsum, Gewalt und Drohung gegen Beamte sowie Diebstahl.

Unfall im Bahnhof

ALS VORSCHAU ZUM ERSATZ DES SBB-GENERALANZEIGERS DURCH EINE LED-ANZEIGE IM ZUERCHER HAUPTBAHNHOF, WELCHER HEUTE NACHT ERFOLGT, STELLEN WIR IHNEN AM MONTAG, 19. OKTOBER 2015, FOLGENDES ARCHIVBILD ZUR VERFUEGUNG -  Die mechanische Fallblattanzeige umgeben von Reisenden am Hauptbahnhof in Zuerich aufgenommen am 13. Oktober  2015. Die mechanische Anzeigetafel wird in der Nacht vom 19./20. Oktober 2015 im Zuercher Hauptbahnhof demontiert und durch LED-Technologie ersetzt. (KEYSTONE/Dominic Steinmann)

Bild: KEYSTONE

Die Polizei markierte wegen des «Silvesterzaubers» Präsenz im Hauptbahnhof. Dort ereignete sich zudem ein Unfall: Ein Mann, der auf einem Rolltreppengeländer runterrutschen wollte, verlor das Gleichgewicht und stürzte rund fünf Meter in die Tiefe auf ein Perron. Mit unbestimmten Verletzungen wurde er ins Spital gebracht.

Abgebranntes Feuerwerk führte zu kleineren Bränden mit Sachschaden. Die Feuer waren jeweils rasch gelöscht. Auch die Stadtpolizei Zürich hatte bis am Vormittag keine Kenntnis von gravierenden Vorfällen in der Silvesternacht. In Zürich schauten sich rund 150'000 Personen das «Silvesterzauber»-Feuerwerk über dem Seebecken an.

Die Berner Kantonspolizei meldete auf Twitter rund 100 Meldungen zwischen Montagabend und Dienstagmorgen. Polizistinnen und Polizisten hätten wegen Streitereien, unanständigen Benehmens und Lärms gegen 60 Mal ausrücken müssen.

Im Kanton St.Gallen musste die die Kantonspolizei insgesamt 55 Mal ausrücken, vor allem wegen Menschen, die zu viel Alkohol konsumiert hatten, wie die Kantonspolizei St.Gallen im Communiqué vom Dienstag schreibt. Ansonsten sei die Nacht verhältnismässig ruhig verlaufen.

Brand in Tiefgarage

Im Kanton Schwyz gingen bis am Neujahrsmorgen bei der Einsatzzentrale der Kantonspolizei Schwyz zwei Dutzend Meldungen ein, meist wegen Streitigkeiten, Nachtruhestörungen, abgeschossenem Feuerwerk oder angetrunkenen Personen. Eine Frau wurde in Goldau wegen übermässigen Alkoholkonsums in Gewahrsam genommen.

In Pfäffikon SZ musste die Feuerwehr in einer Tiefgarage einen Brand löschen und Rauch absaugen. Ursache war eine Feuerwerkspackung, die nach dem Abfeuern im Freien in der Garage deponiert worden war. Über 20 Autos müssen nach dem Feuerwehreinsatz gereinigt werden.

Mehrere Verletzte bei Knallkörper-Explosion im Wallis

Im Kanton Wallis sind in der Silvesternacht mehrere Menschen bei der Explosion eines Knallkörpers verletzt worden. Schwer verletzt wurde ein 17-Jähriger bei einem Sturz in Erde.

Die Explosion ereignete sich nach Angaben der Walliser Kantonspolizei gegen 4 Uhr am Dienstagmorgen in einem öffentlichen Gastbetrieb. Mehrere Menschen wurden durch wegen der Explosion herumfliegende Scherben verletzt.

Sie wurden in mehrere Spitäler gebracht. In Lebensgefahr sei niemand, schrieb die Polizei. Die Staatsanwaltschaft leitete eine Untersuchung ein.

In Erde oberhalb von Conthey zog sich ein 17-Jähriger bei einem Sturz kurz nach Mitternacht schwere Verletzungen zu. Der in Martigny VS wohnhafte Jugendliche stürzte mehrere Meter einen Abhang hinunter und musste danach nach Sitten ins Spital gebracht werden. Auch zu diesem Unfall leitete die Staatsanwaltschaft eine Untersuchung ein. (aeg/sda)

Das könnte dich auch interessieren:

«Es ist absurd» – der Chef erklärt, was er vom Feminismus hält

Link zum Artikel

Vorsicht, jetzt kommt die Wohnmobil-Rezession!

Link zum Artikel

Du bist ein Schwing-Banause? Wir klären dich rechtzeitig fürs Eidgenössische auf

Link zum Artikel

Zug steckt während 3 Stunden zwischen Grenchen und Biel fest – Passagiere wurden evakuiert

Link zum Artikel

Apples Update-Schlamassel – gefährliche iOS-Lücke steht zurzeit wieder offen

Link zum Artikel

So viel verdient dein Lehrer – der grosse Schweizer Lohnreport 2019

Link zum Artikel

Prügelt Trump die amerikanische Wirtschaft in eine Rezession?

Link zum Artikel

Schweizer Firmen wollen keine Raucher einstellen – weil sie (angeblich) stinken

Link zum Artikel

Liam und Emma sind die beliebtesten Namen der Schweiz – wie sieht es in deinem Kanton aus?

Link zum Artikel

AfD-Politikerin Alice Weidel ist heimlich wieder in die Schweiz gezogen

Link zum Artikel

Mein Horror-Erlebnis im Militär – und was ich daraus lernte

Link zum Artikel

2 mal 3 macht 4! – Das wurde aus den Darstellern von «Pippi Langstrumpf»

Link zum Artikel

Greta Thunberg wollte Panik säen, erntet nun aber Wut

Link zum Artikel

Pasta mit Tomatensauce? OK, wir müssen kurz reden.

Link zum Artikel

«Es war die Hölle» – dieser Schweizer war am ersten Woodstock dabei

Link zum Artikel

Oppos Reno 5G ist ein spektakuläres Smartphone – das seiner Zeit voraus ist

Link zum Artikel

MEI, Minarett und Güsel: Das musst du zum Polit-Röstigraben wissen

Link zum Artikel

Ich hab die 3 neuen Huawei-Handys 2 Monate im Alltag getestet – es gab einen klaren Sieger

Link zum Artikel

Keine Hoffnung auf Überlebende nach Unwetter im Wallis ++ Gesperrte Pässe in Graubünden

Link zum Artikel

Immer wieder Djokovic – oder Federers Kampf gegen die Dämonen der Vergangenheit

Link zum Artikel

QDH: Huber ist in den Ferien. Wir haben ihn vorher noch ein bisschen gequält

Link zum Artikel

YB-Fan lehnt sich im Extrazug aus dem Fenster – und wird von Schild getroffen

Link zum Artikel

10 Tweets, die zeigen, dass in Grönland gerade etwas komplett schief läuft

Link zum Artikel

Wahlvorschau: Die Zentralschweiz ist diesmal nicht nur für Rot-Grün ein hartes Pflaster

Link zum Artikel

Sogar Taschenrechner verwirrt: Dieses Mathe-Rätsel macht gerade alle verrückt

Link zum Artikel

Die bizarre Geschichte der Skinwalker-Ranch, Teil 4: Die Zweifel des Insiders

Link zum Artikel

Uli, der Unsportliche – warum GC-Trainer Forte in Aarau unten durch ist

Link zum Artikel

Die Bloggerin, die 22 Holocaust-Opfer erfand, ist tot, ihre Fantasie war grenzenlos

Link zum Artikel

Google enthüllt sechs Sicherheitslücken in iOS – das solltest du wissen

Link zum Artikel

Der neue Tarantino? Ist Mist. Aber vielleicht seht ihr das ganz anders

Link zum Artikel

Wohin ist denn eigentlich die Hitzewelle verschwunden? Nun, die Antwort ist beunruhigend

Link zum Artikel

Gewalt und Krankheiten – die Bewohner der ersten Steinzeit-Stadt lebten gefährlich

Link zum Artikel

Ab heute lebt die Welt auf Ökopump – und diese Länder sind die grössten Umweltsünder

Link zum Artikel

ARD-Moderatorin lästert über «Fortnite»-Spieler und erntet Shitstorm – nun wehrt sie sich

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

32
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
32Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • sowhat 02.01.2019 16:11
    Highlight Highlight Was ist denn bitte "unanständiges Benehmen" für ein Straftatbestand?
    Sind wir in die 60-er Jahre des vorigen Jarhundert zurück gerutscht?
  • FlextR 01.01.2019 22:25
    Highlight Highlight Wir haben auch party gemacht früher.. aber leider nehmen randalen zu wie ich finde..

    Ein riesen saulärm im quartier, meine katze war richtig in panik dennoch schlief mein neugeborenes sehr gut.

    Den Abfall werden wir wohl noch Monate später finden, in unseren Gärten..

    Als ich um ca 22. 00 uhr noch kurz mit dem auto unterwegs war, wurde ich mit knallteufeln beworfen.. die kinder mache das wohl nie mehr :'D

    Verbietet doch den verkauf von feuerwerk an privatpersonen und macht dafür spenden für ein grosses feuerwerk :)


  • MaskedGaijin 01.01.2019 17:55
    Highlight Highlight An Silvester saufen halt leider auch die Amateure.
  • Merida 01.01.2019 15:41
    Highlight Highlight In unserem Quartier wurde viel Feuerwek gezündet, notabene zwischen den Hochhäusern. Die Explosion der Kapseln war so ungefähr auf der Höhe des 6. Stockes. (Die Katzen im 4. Stock fanden es nicht so prickelnd...)
    Heute Morgen lagen die Überreste des Feuerwerks noch immer zwischen den Häusern.
    Schade! Das offizielle Feuerwerk der Stadt war nämlich sehr schön und die Stimmung friedlich.
    • Biertrinker 01.01.2019 18:55
      Highlight Highlight Hallo Merida

      ja, haben auch an der sehr interessanten Einstellung teilgehabt, erst mega Lärm über 30min. dann allen Dreck für alle Nachbaren dort lassen. Eine Freude solche Mitmenschen ;-)
    • Mia_san_mia 01.01.2019 21:38
      Highlight Highlight Bei uns haben die Leute zum Glück schön aufgeräumt...
  • Wine Spectator 01.01.2019 14:14
    Highlight Highlight Erstaunlich auch wie viele Leute den Silvester am Bahnhof verbringen und ich rede hier nicht von arbeitenden die einfach dort sein müssen, nein ganze Gruppen von jungen und teils auch Familien. Es würde mir nicht im Traum in den Sinn kommen im HB oder Altstetten auf dem Perron mein Silvester zu verbringen.
    • ostpol76 01.01.2019 19:20
      Highlight Highlight Am Bahnhof kann man immer noch am Besten seinen BMW M3 oder Mercedes AMG präsentieren :-)
  • lilas 01.01.2019 11:53
    Highlight Highlight Besinnlich war gestern. Zurückblicken, das alte Jahr ausklingen lassen, nach vorne blicken und mit guten Gedanken ins neue Jahr starten ist altmodisch und langweilig. Lieber dem Zeitgeist folgen, lärmen, saufen und kaputtmachen, zugedröhnt einpennen und mit Kopfschmerzen aufwachen und Bilder posten von sich selbst in möglichst besoffenem Zustand, wie cool und abgefahren sind wir doch, moll, passt zu einer aus den Fugen geratenen Welt.
    • Suppenkari 01.01.2019 12:55
      Highlight Highlight Dein Kommentar ist sehr generell, wenn man in Betracht zieht, wie viel Personen gestern gefeiert haben..
    • ConcernedCitizen 01.01.2019 13:08
      Highlight Highlight Zeitgeist folgen? Sich am Silvesterabend volllaufen zu lassen ist Tradition, nicht Zeitgeist.
    • Acacia 01.01.2019 13:12
      Highlight Highlight Chills.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Droo 01.01.2019 11:50
    Highlight Highlight Alli sin no am schlofe deswege keini kommentär 😂
    • Olmabrotwurst vs. Schüblig 01.01.2019 12:17
      Highlight Highlight Has scho lang glässä bi sitten 5i wach und gester um 10i is bett^^
    • Butschina 01.01.2019 12:34
      Highlight Highlight oder am Neujahrskonzert schauen. Zumindest die ü50er.
    • FrauMirach 01.01.2019 14:00
      Highlight Highlight @Butschina: ach Gottle, das war schon sowas von angestaubt, als diese Generation jung war ...
    Weitere Antworten anzeigen

Tiere «schwerwiegend vernachlässigt» – Strafanzeige wegen Tierquälerei gegen Zürcher Bauer

Einem Bauern im Zürcher Oberland wird Tierquälerei vorgeworfen. Die Staatsanwaltschaft hat ein Verfahren eröffnet. Eine Tierschutzorganisation spricht von einem «extremen Fall».

Zentimeterhoch türme sich der Mist, der Boden sei mit Kot und Urin bedeckt, die Tiere würden vernachlässigt: Es sind happige Vorwürfe, welche die Organisation «Tier im Fokus» (TIF) gegen Landwirt H.M.* erhebt. Dieser führt in einer Gemeinde im Zürcher Oberland einen Mutterkuh-Betrieb. Bilder aus dem Innern des Rinderstalls von Bauer H.M. sollen die Vorwürfe belegen. Sie stammen laut Angaben von «Tier im Fokus» aus dem Juni 2019 und wurden der Organisation auf einem USB-Stick zur …

Artikel lesen
Link zum Artikel