DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
FILE - In this Aug. 17, 2016 file photo, Democratic presidential candidate Hillary Clinton speaks at campaign event at John Marshall High School in Cleveland.  (AP Photo/Carolyn Kaster, File)

Die E-Mails aus ihrer Zeit als US-Aussenministerin verfolgen sie im Wahlkampf: Hillary Clinton, demokratische Kandidatin für die US-Präsidentschaft. Bild: Carolyn Kaster/AP/KEYSTONE

Neue Clinton-Mails zeigen, was Bono und der Prinz von Bahrain von ihr wollten

Neu veröffentlichte E-Mails von Hillary Clinton und ihrem Umfeld geben ihren Kritikern neue Munition: Sie zeigen, wie Spender der Clinton-Stiftung um Gefallen baten. Wenn es um mehr als ein Treffen ging, bissen sie aber auf Granit.



Die Verbindungen zwischen Hillary Clinton und der Stiftung, die ihr Ehemann und Ex-Präsident gründete, sind gefundenes Fressen für Kritiker der demokratischen US-Präsidentschaftskandidatin. Reiche Spender hätten sich über die Stiftung Zugang zur damaligen US-Aussenministerin erkauft, lautet der Vorwurf.  

Neue E-Mails aus Clintons Zeit als Aussenministerin, welche die konservative Organisation Judicial Watch am Montag veröffentlichte, nähren diesen Verdacht weiter. Die Mails stammen unter anderem von der engen Clinton-Vertrauten Huma Abedin, die demnach in häufigem Kontakt mit Mitarbeitern der Clinton-Stiftung stand und sich tatsächlich mit Termin- und anderen Anfragen konfrontiert sah.

U.S. Democratic presidential candidate Hillary Clinton and her aide Huma Abedin walk away after an off-schedule stop at the

Huma Abedin (l.) gilt als eine der engsten Vertrauten von Hillary Clinton. Bild: BRIAN SNYDER/REUTERS

So wandte sich der Kronprinz von Bahrain im Mai 2009 mit der Bitte um ein Treffen mit Clinton an die Stiftung, nachdem er auf dem üblichen Weg eine Absage erhalten hatte. Die Anfrage war von Erfolg gekrönt: Clinton traf sich mit dem Kronprinzen, wie die «Washington Post» berichtete.

Bono wollte eine Verbindung ins All

In vielen weiteren Fällen zahlte sich die Beziehung zur Stiftung jedoch nicht aus. Ein Spender aus Kalifornien erhoffte sich beispielsweise Hilfe für einen britischen Fussballer, der wegen seiner kriminellen Vergangenheit kein US-Visum erhielt – erfolglos. U2-Sänger Bono gelangte über die Stiftung mit der Bitte an Clinton, sie möge ihm während eines Konzerts eine Live-Verbindung mit der Internationalen Raumstation ISS ermöglichen. Abedin antwortete darauf lediglich, sie habe «keine Ahnung», wie das zu bewerkstelligen wäre.

Auch beim Kronprinzen ist unklar, ob die Beziehung zur Stiftung ausschlaggebend war. Seine Regierung spendete zwar über 50'000 Dollar an die Clinton-Stiftung. Er stellte aber auf Anfrage der «Washington Post» jede Verbindung in Abrede und sagte, wegen seiner Stellung in einem Partnerland der USA treffe er sich häufig mit hohen US-Offiziellen. 

Weitere 15'000 Mails aufgetaucht

Dennoch dürften die Berichte über das unvorsichtige Gebaren von Clinton und ihren Helfern mit der Clinton-Stiftung bis zur Wahl am 8. November nicht abreissen. Laut der US-Bundespolizei FBI existieren nämlich weitere 15'000 bisher unveröffentlichte Nachrichten, die auf Clintons privatem E-Mail-Konto gelöscht und nun wiederhergestellt wurden.

Die Mails sollen im Zuge einer früheren Vereinbarung mit Judicial Watch veröffentlicht werden, sagte der Sprecher des US-Aussenministeriums, Mark Toner, am Montag in Washington. Zunächst sollen private Mails aussortiert und vertrauliche Stellen geschwärzt werden. Die Auswertung solle bis Ende September abgeschlossen sein.

Konservative schlachten die Affäre aus

Clinton steht seit langer Zeit in der Kritik, weil sie als US-Aussenministerin dienstliche E-Mails über einen privaten Server verschickt hatte. Das FBI untersuchte den Fall, empfahl aber nach Abschluss der Untersuchungen, Clinton nicht anzuklagen.

Judicial Watch pochte vor Gericht auf die Veröffentlichung der E-Mails. FBI-Direktor James Comey hatte bereits vor Wochen von «mehreren Tausend weiteren E-Mails» gesprochen, die gelöscht worden seien, aber wiederhergestellt werden konnten.

Clintons Widersacher im Rennen um das Weisse Haus, Donald Trump, forderte eine Schliessung der Clinton-Stiftung. Sie selbst wies die Vorwürfe zurück. Clinton bezeichnete die Organisation Judicial Watch als «Rechtsaussen-Organisation», die seit den 1990er Jahren den Clintons schaden wolle und für ihre Attacken Fakten verzerrt darstelle.

Mit Material der Nachrichtenagenturen

(trs)

Mehr zu den US-Wahlen 2016

Robert De Niros Hasstirade gegen Trump: «Ich möchte ihm eine reinhauen»

Link zum Artikel

Clintons sonderbare Nähe zur Wall Street – Wikileaks veröffentlicht Redeauszüge

Link zum Artikel

Trump hatte Recht: Veranstalter räumt Mikrofon-Panne bei TV-Debatte ein 

Link zum Artikel

Trump rutscht auf der «Forbes»-Liste ab – er ist doch nicht so reich

Link zum Artikel

Hacker-Magazin setzt «Kopfgeld» für Donald Trumps Steuererklärung aus

Link zum Artikel

Donald Trumps kreativer Umgang mit der Wahrheit: 5 krasse Lügen aus der TV-Debatte

Link zum Artikel

Clinton erringt Punktsieg gegen Trump: Die 16 wichtigsten Fragen und Antworten zur TV-Debatte

Link zum Artikel

Schlechter Verlierer: So versucht Trump seine Niederlage schönzureden

Link zum Artikel

Exklusiv! Donald J. Trump spricht mit watson

Link zum Artikel

Aggressiv vs. gelassen: Hitzige erste TV-Debatte zwischen Trump und Clinton

Link zum Artikel

«Was ist Aleppo?» Libertärer US-Präsidentschafts-Kandidat blamiert sich am TV bis auf die Knochen

Link zum Artikel

«Ein Sack von Kläglichen»: Clinton sorgt mit Attacken gegen Trump-Anhänger für Aufregung

Link zum Artikel

Donald Trump preist die Führungskraft von Kreml-Chef Putin

Link zum Artikel

Trump will Einreiseverbot für Muslime – Obama nominiert islamischen Richter für Bundesgericht

Link zum Artikel

«The Donald» im Aufwind – Trump überholt in Umfrage Clinton

Link zum Artikel

Genug von Trump und Hillary? Dieser dritte Kandidat hat ein Wörtchen mitzureden – obwohl er chancenlos ist

Link zum Artikel

Clinton erklärt sich: Weshalb sie ihre Erkrankung vorerst verschwiegen hat

Link zum Artikel

Hillary Clinton bricht Auftritt bei 9/11-Feier wegen Kreislaufproblemen ab

Link zum Artikel

Hillary Clinton gerät ins Wanken – jetzt muss sie in den Debatten glänzen

Link zum Artikel

Die Rechtsextremen entdecken die Comedy

Link zum Artikel

Pivot, bigot und alt-right: Diese drei Begriffe müsst Ihr kennen, wenn ihr die US-Wahlen verstehen wollt

Link zum Artikel

Seit 40 Jahren wird Hillary Clinton niedergemacht – der Grund ist stets derselbe: Sie hat keinen Penis 

Link zum Artikel

Obama warnt: Trump ist nicht imstande, «den Job zu machen»

Link zum Artikel

Meg Whitman, Milliardärin und Republikanerin, wechselt die Seite und stimmt für Clinton   

Link zum Artikel

Die Angestellten grosser Schweizer Firmen unterstützen Donald Trump

Link zum Artikel

«Hast du die Verfassung überhaupt gelesen?» – Dieser muslimische Vater fertigt Trump so richtig ab

Link zum Artikel

US-Demokraten schreiben Geschichte: Hier kürt Sanders eine Frau zur Präsidentschaftskandidatin

Link zum Artikel

Dieses clevere Cartoon beschreibt den Unterschied zwischen Clinton und Trump perfekt

Link zum Artikel

Entfesselter Obama am Parteikongress: «Ja, sie kann es»

Link zum Artikel

Die Trump-Show in Cleveland beginnt mit Chaos und Peinlichkeiten

Link zum Artikel

Melania Trump hält ihre erste grosse Rede – und klaut mehrere Absätze von Michelle Obama

Link zum Artikel

Tennisbälle sind am Republikaner-Parteitag verboten – einmal dürft ihr raten, was erlaubt ist

Link zum Artikel

100 nackte Frauen gegen Donald Trump

Link zum Artikel

Präsident Trump? 11 Mythen zum US-Wahlkampf – und was von ihnen zu halten ist

Link zum Artikel

Warum ist Hillary Clinton eigentlich so unbeliebt? 7 Gründe und wie plausibel sie sind

Link zum Artikel

Der neue Wohlstands-Faschismus ist da – und auch die alte Unfähigkeit, dagegen anzukämpfen

Link zum Artikel

Nach Trump-Sieg treten prominente Republikaner aus und sagen #ImWithHer (ja, mit Hillary ...)

Link zum Artikel

Worst of Donald Trump: Die irrsten Sprüche des künftigen (?) US-Präsidenten

Link zum Artikel

Donald Trump rettet die US-Medien – und was ist mit Roger Köppel bei uns?

Link zum Artikel

Wie zwei Brüder die mächtigste Propaganda-Maschine der USA schufen – und Trump jetzt daran rüttelt

Link zum Artikel

Du glaubst, am Ende wird schon alles gut und Trump verliert gegen Hillary? Hmm ...

Link zum Artikel

US-Wahlen: Trump bezeichnet Irak-Krieg als «dicken, fetten Fehler»

Link zum Artikel

Ein «politisches Erdbeben im Wahlkampf»: Der oberste US-Richter Antonin Scalia ist gestorben 

Link zum Artikel

Junge Frauen verschmähen Hillary Clinton – weil «die Jungs bei Bernie sind»?

Link zum Artikel

Wir sind mitten in den US-Vorwahlen und du verstehst nur Bahnhof? Dann schau dir dieses Video an

Link zum Artikel

Hillary Clinton im 50:50-Glück: Münzwurf sichert der Demokratin knappen Vorsprung

Link zum Artikel

Donald Trump macht Ted Cruz salonfähig – das macht ihn so gefährlich

Link zum Artikel

Donald Trump öffnet (erst jetzt) sein Portemonnaie: «Wir werden 2 Millionen Dollar pro Woche in den Wahlkampf stecken»

Link zum Artikel

Die wirklich gefährliche Revolution findet in den USA statt – und Ted Cruz ist ihr «Robespierre»

Link zum Artikel

«Ich bin ein wütender, alter, reicher Mann!» – Wer hat's gesagt? Trump oder Burns?

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Hillary Clinton – ihr Leben in Bildern

1 / 23
Hillary Clinton – ihr Leben in Bildern
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Hipstory – Politiker als Hipster

1 / 21
Hipstory – Politiker als Hipster
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

2/3 aller Anti-Impf-Theorien stammen von denselben 12 Personen

Die Corona-Impfung gilt für viele als der Hoffnungsträger für den Weg aus der Pandemie. Zeitgleich gibt es vehemente Impfgegner und Stimmen, die vor dem Pieks warnen. Eine Studie deckt auf, woher die Falschinformationen stammen.

Gemäss einer aktuellen Studie hat die grosse Polemik um Verschwörungstheorien zur Corona-Impfung einen kleinen Ursprung: Anti-Impf-Verschwörungen auf Social Media führen fast immer auf dieselben einzelnen Konten zurück, welche prominente Anti-Impf-Persönlichkeiten repräsentieren.

Konkret: 65 Prozent der irreführenden Anti-Impf-Propaganda, die auf Twitter oder Facebook zu finden ist , stammt von denselben 12 Personen oder Organisationen. Von den Forschenden wird es das «Desinformations-Dutzend» …

Artikel lesen
Link zum Artikel