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Hirn-Tote gebärt Kind in Tschechien – sie wurde 117 Tage künstlich am Leben gehalten



epa04340341 A Thai surrogate mother, Pattharamon Janbua (L), 21, holds the hand of her seven-month-old Down's Syndrome baby, Gammy or Naruebet Mincharoen at a hospital in Chonburi province, Thailand, 04 August 2014. The Australian father of a baby with Down's syndrome born to a surrogate in Thailand has denied abandoning the child while taking home his healthy twin sister. Gammy is one of twins born to Thai woman Pattharamon Janbua who said she was paid by the unidentified Australian couple to deliver an in vitro fertilized baby. The case sparked a public outcry and put a spotlight on transnational commercial surrogacy laws in Thailand and Australia.  EPA/RUNGROJ YONGRIT

Bild: EPA/EPA

Nach der erfolgreichen Geburt eines Kindes einer hirntoten Mutter in Tschechien haben die Ärzte neue Einzelheiten bekanntgegeben. Die schwangere Frau sei 117 Tage lang künstlich beatmet und am Leben gehalten worden, berichteten die Mediziner der Universitätsklinik in Brünn (Brno) am Montag bei einer im Fernsehen übertragenen Pressekonferenz.

Das sei hinsichtlich der Dauer «wohl einzigartig» für einen solchen Fall. Das Mädchen mit dem Namen Eliska sei Mitte August in der 34. Schwangerschaftswoche per Kaiserschnitt entbunden worden. Es sei bei der Geburt 2.1 Kilogramm schwer und 42 Zentimeter gross gewesen.

Es sei ein harter Kampf gewesen, hiess es. Um die Entwicklung des ungeborenen Kindes zu fördern, hätten Krankenpflegerinnen und Verwandte zu ihm gesprochen. «Die Grossmutter hat Eliska die ganze Zeit über Märchen vorgelesen», sagte der Intensivmediziner Robert Gal. Die Beine der Mutter seien bewegt worden, um Gehen nachzuahmen. Die 27-Jährige hatte in der 16. Schwangerschaftswoche eine Hirnblutung erlitten. Nach der Geburt des Mädchens wurden die lebenserhaltenden Massnahmen für die Mutter eingestellt.

Die Angehörigen hätten die Fortsetzung der Schwangerschaft unterstützt, sagte Alena Tobiasova von der Rechtsabteilung der Klinik. Nach dem, was der Ehemann und andere Familienangehörige über die Lebenseinstellung der Patientin mitgeteilt hätten, hätte sie sich auch so entschieden.

In Deutschland hatte 1992 das sogenannte Erlanger Baby für ethische und rechtliche Diskussionen gesorgt. Der Fötus einer nach einem Autounfall hirntoten Schwangeren starb damals trotz wochenlanger intensivmedizinischer Bemühungen. (aeg/sda/dpa)

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