DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Die nächste Apple-Keynote dreht sich um neue Software.
Die nächste Apple-Keynote dreht sich um neue Software.
Bild: apple.com

Was ändert sich bei Apple?: Der Riese wirft die populäre Schweizer Schrift raus – und 9 andere «Fakten» zu iOS 9

Am 8. Juni enthüllt Apple die neue System-Software für iPhones und Macs. Wir verraten schon heute die wichtigsten Neuerungen.
28.05.2015, 20:1529.05.2015, 09:35

In den vergangenen Tagen sind einige bemerkenswerte Informationen aus dem Apple-Hauptquartier «geleakt». Wir haben die knackigsten Gerüchte zur neuen System-Software zusammengefasst:

Die Apple-Geräte werden noch sicherer

Sowohl für OS X als auch für iOS arbeiten die Apple-Ingenieure an einem neuen Sicherheitssystem namens «Rootless», das die Zugriffsrechte strenger regelt. Dies soll einen (noch) besseren Schutz vor Malware ermöglichen. Sensible Nutzerdaten sollen besser vor fremden Augen geschützt sein und das Arbeiten mit Software-Erweiterungen von Drittfirmen wird ebenfalls sicherer.

WWDC 2015
Vom 8. bis 12. Juni treffen sich Tausende Programmierer an der Apple-Entwicklerkonferenz WWDC in San Francisco. Zur Eröffnung werden die Kalifornier an der Keynote am Montag (8. Juni, abends) das neue iPhone-System iOS 9 enthüllen und eine Vorschau auf das nächste Mac-Betriebssystem OS X 10.11 geben. watson wird live berichten.

Schluss mit Jailbreaks?

Weil Apple die Sicherheitsmechanismen beim Dateisystem verstärkt, könnten Jailbreaker das Nachsehen haben. Mit iOS 9 dürfte es deutlich schwieriger (oder gar unmöglich) werden, das System aufzubohren. 

Das wäre ein schwerer Schlag für die grosse Community von unabhängigen Software-Entwicklern, die sich Apples strengen Vorgaben entziehen und ihre Programme in alternativen App Stores anbieten.

Die neue Software läuft auf uralten Geräten

iOS 9 soll laut verlässlichen Quellen auch auf Geräten mit in die Jahre gekommenen Prozessoren laufen. Dazu gehören das iPhone 4S sowie die erste Generation des iPad Mini.

Zugegeben, die Bezeichnung «uralt» mag übertrieben erscheinen. Jedoch ist das 4S bald vier Jahre alt – und das ist in der Branche eine gefühlte Ewigkeit. (Das erste iPad Mini kam 2012 heraus.)

Mit iOS 9 laufen iPhones, iPads und iPods flotter

Die nächste iOS-Version soll auch auf älteren Geräten wie dem iPhone 5C oder dem iPod Touch flüssig laufen: besser als mit iOS 8. Bei früheren iOS-Updates wurde kritisiert, dass die neue System-Software nur auf neueren Geräten mit leistungsstarker Hardware gut lief.

Auch das Desktop-System OS X 10.11 soll stabiler und leistungsfähiger laufen und wird damit ältere Geräte aufwerten.

Kalifornien statt Schweiz: Apple ersetzt die Standardschrift

Optisch werden sich die neuen Betriebssysteme vor allem durch eine neue Standardschrift von ihren Vorgängerinnen unterscheiden. Laut unbestätigten Meldungen kommen iOS 9 und OS X 10.11 mit «San Francisco»: Diese noch junge Schriftart ist 2014 von Apple entwickelt worden und wird bereits als Standardschrift für die Apple Watch und auf der MacBook-Tastatur (2005) verwendet.

Wenn «San Francisco» auf allen Apple-Systemen Einzug hält, dann bedeutet das den Abschied von «Helvetica Neue», einer der am weitesten verbreiteten serifenlosen Schriftarten mit Schweizer Wurzeln. 

Die ursprüngliche Helvetica-Schriftart wurde 1956 vom Zürcher Grafiker und Typografen Max Miedinger entworfen.

Der Rauswurf der legendären Schweizer Schrift ist nicht auf eine Anti-Schweiz-Haltung bei Apple zurückzuführen, sondern hat vielmehr praktische Gründe, wie etwa die gute Lesbarkeit (auf kleinem Display). 

Die iCloud wird schneller

Apple will noch mehr Nutzer dazu bringen, ihre eigenen Daten dem (kostenpflichtigen) Online-Speicherdienst iCloud anzuvertrauen, zwecks Backup und Synchronisierung. Ob Notizen, Erinnerungen oder Kalendereinträge: Mit der neuen System-Software sollen sich Daten schneller zwischen verschiedenen Geräten abgleichen lassen.

Apps benötigen weniger Speicherplatz

Gute Nachricht für Nutzer und Software-Entwickler: Mit iOS 9 sollen Apps um rund acht Megabyte verkleinert werden können. Dies soll angeblich mithilfe einer neuen Version der Apple-Programmiersprache Swift erreicht werden können. Die erste Version wurde an der WWDC 2014 im vergangenen Sommer eingeführt.

Siri wird viel schlauer (und aufdringlicher?)

Angeblich arbeiten die Apple-Ingenieure an einem mächtigen Assistenz- und Suchdienst namens Proactive. Ähnlich wie Google Now soll Proactive auf Kontakte, Termine, Passbook, Apps von Drittanbietern und auch auf Daten von Siri zugreifen können, um schnell die gewünschten Informationen zu liefern. Der Dienst soll auch automatisch die Gewohnheiten des Nutzers analysieren, um passende Funktionen anzubieten. Trotzdem soll der Datenschutz gewährleistet sein.

Noch ist unklar, ob Proactive als eigenständiger System-Dienst oder als Upgrade für bestehende Dienste wie Spotlight (Suche) oder Siri vorgestellt wird.

Die Karten-App erhält neue Funktionen

Eigentlich war schon 2014 mit neuen Funktionen für Apple Maps gerechnet worden. Nun sollte es definitiv so weit sein. Denn hinter den Kulissen arbeitet ein stark vergrössertes Team an Verbesserungen des eigenen Kartendienstes. Mit iOS 9 sollen ÖV-Informationen (Fahrpläne etc.) abgerufen werden können, wenn auch zunächst nur für ein paar wenige Grossstädte. Ausserdem sollen die Apple-Ingenieure an der Indoor-Navigation arbeiten. In Zukunft kann man sich also mit dem iPhone auch innerhalb von fremden Gebäuden zurechtfinden.

Die «Home»-App kommt

Mit iOS 9 bringt Apple die «Home»-App auf iOS-Geräte. Damit soll sich diverse Haustechnik ansteuern lassen. Man kann beispielsweise mit dem iPhone die Heizung einschalten oder die Garage öffnen.

Apple hatte die Homekit-Plattform, über die der Datenaustausch zwischen iOS-Geräten und der Hardware der Drittfirmen läuft, bereits an der WWDC 2014 präsentiert. Doch bis heute sind im Handel keine Geräte verfügbar, die Apples Heimsteuerung unterstützen.

Apple nennt die neuen Systeme intern «Monarch» und «Gala»

Apple hat iOS 9 unter dem Codenamen «Monarch» entwickelt. Ob das neue iPhone-System seine königliche Bezeichnung verdient, werden wir in den nächsten Wochen erfahren. Es ist davon auszugehen, dass Apple die (noch nicht 100 Prozent fertigen) Beta-Versionen zu Testzwecken zur Verfügung stellt. Der definitive Release erfolgt im Herbst.

Ach ja, das neue Mac-System OS X 10.11 wird bei Apple intern «Gala» genannt.

Wann kommt die neue Software?

Offiziell ist noch kein Termin bekannt. Inoffiziell ist davon auszugehen, dass iOS 9 im Herbst mit den neuen iPhones kommt. Zuletzt war über einen leicht vorgezogenen Start im August spekuliert worden.

Wann OS X 10.11 kommt, ist offen.

Und was ist mit Apples eigenem Musik-Streaming-Dienst, aka Spotify-Killer?

Seit Monaten kursieren Gerüchte, dass Apple einen eigenen Musik-Streaming-Dienst an den Start bringt. An der WWDC-Keynote wird es sicherlich News zu «Apple Music» geben. Die Gerüchteküche vermutet, dass der Dienst bereits mit iOS 8.4 im Juni verfügbar sein wird.

Alle wichtigen Gerüchte zum iPhone 6S und 6S Plus

1 / 35
Alle wichtigen Gerüchte zum iPhone 6S und 6S Plus
quelle: epa/epa / franck robichon
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer
No Components found for watson.appWerbebox.
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Es wird ein QR-Code! Bund zeigt erstmals auf, wie das Covid-Zertifikat aussieht

Der Bund steht einmal mehr unter Zeitdruck: Es gilt möglichst schnell ein sicheres Covid-Zertifikat für die Bevölkerung zu lancieren. Nun kennen wir wichtige Details zum geplanten System und zur Umsetzung.

Momentan sieht es ganz danach aus, dass der Bund sein Versprechen halten wird: Das Schweizer Covid-Zertifikat soll in den kommenden Wochen an geimpfte, getestete und genesene Menschen im Land ausgeliefert werden.

Die Pilotphase soll in einer Woche beginnen. Das wäre dann etwas mehr als ein Jahr nach dem Start der Pilotphase von SwissCovid. (Eine Testversion für iPhones und Android-Handys war Ende Mai 2020 in den App-Stores verfügbar.)

Das Bundesamt für Informatik und Telekommunikation (BIT) …

Artikel lesen
Link zum Artikel