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Den Achtelfinal im Blick: Roger Federer überstand sein Auftaktspiel in Paris mit mehr Mühe als ihm lieb war.
Den Achtelfinal im Blick: Roger Federer überstand sein Auftaktspiel in Paris mit mehr Mühe als ihm lieb war.Bild: AFP
Sieg im Auftaktspiel

Federer schlägt Chardy nach langem Kampf: «Je länger das Spiel dauerte, desto besser fühlte ich mich»

Nach Novak Djokovic und Stan Wawrinka gewann auch Roger Federer sein Auftaktspiel in Paris. Doch der Maestro musste hart dafür beissen: Sein Gegner Jérémy Chardy zeigte phasenweise grosses Tennis. Federer siegte 7:6, 6:7, 6:4.
29.10.2014, 20:22

Roger Federer tat sich zu Beginn äusserst schwer mit den Bedingungen in der Halle von Paris-Bercy. Er verlor gegen Jérémy Chardy (ATP 30), der ihm in Rom die einzige Auftaktniederlage des Jahres zugefügt hatte, gleich sein erstes Aufschlagspiel. «Zu Beginn hatte ich Mühe mit dem Rhythmus», stellte der Basler fest.

Der 33-Jährige geriet 0:3 und später 2:5 ins Hintertreffen und leistete sich deutlich mehr Fehler als bei seinen Turniersiegen in Schanghai und Basel. Die entscheidenden Punkte gewann Federer aber. Er wehrte im ersten Durchgang vier Satzbälle ab und gewann schliesslich sein elftes Tiebreak in Serie. «Chardy hätte es verdient gehabt, den ersten Satz zu gewinnen», meinte Federer. «Dass er es nicht schaffte, war wohl eine Vorentscheidung, auch wenn er dann den zweiten für sich entschied.»

Am Ende war Roger Federer vielleicht auch einfach der glücklichere von zwei Tennisspielern.
Am Ende war Roger Federer vielleicht auch einfach der glücklichere von zwei Tennisspielern.Bild: Michel Euler/AP/KEYSTONE

Chardy: «Er war einfach ein kleines bisschen besser als ich»

Ab dem zweiten Satz spielte die Weltnummer 2 deutlich besser, doch auch Chardy vermochte sich zu steigern. Diesmal war es Federer, der bei 5:4 und Aufschlag Chardys zwei Matchbälle nicht nützen konnte. Prompt riss wenig später die Serie gewonnener Tiebreaks. Wie bei den ersten beiden Begegnungen in Brisbane und Rom gingen die beiden in einen Entscheidungssatz. Dort gelang Federer sofort das Break zum 1:0, welches der 27-jährige Franzose nicht mehr kontern konnte.

«Ich habe ein sehr gutes Match gespielt», durfte Chardy zurecht feststellen. «Selbst als ich in Rücklage war, zeigte ich kein schlechtes Spiel. Federer war einfach ein kleines bisschen besser als ich, das war der Unterschied.»

Chardy forderte Federer während zweieinhalb Stunden.
Chardy forderte Federer während zweieinhalb Stunden.Bild: AFP
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Satzverlust im Startspiel als gutes Omen?

Der Schweizer  wirkte nach dem anspruchsvollen Programm der letzten Wochen nicht so frisch und spritzig wie gewöhnlich. Mit dem Selbstverständnis eines Spielers in Topform, der nun 13 Partien hintereinander gewonnen hat, fand er aber einen Weg zum Sieg. Nach gut zweieinhalb Stunden verwertete er seinen dritten Matchball mit einem Vorhand-Passierball zum Einzug in die Achtelfinals. Federer sagte, er fühle sich erstaunlich gut. «Je länger das Spiel dauerte, desto besser fühlte ich mich.»

Nun trifft er morgen auf Lucas Pouille (ATP 176), einen weiteren Franzosen. Der Qualifikant schaltete den Italiener Fabio Fognini (ATP 20) aus, gewann 7:6, 7:6. Federer hat damit weiterhin die Chance, Novak Djokovic an der Spitze der Weltrangliste abzulösen. Vielleicht ein gutes Omen: Bei den letzten beiden Masters-1000-Events in Cincinnati und Schanghai brauchte Federer in der ersten Runde ebenfalls drei Sätze – und gewann dann jeweils das Turnier. (ram/si)

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