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epa04380005 Former Dutch national soccer team head coach Louis van Gaal (R) receives a lifetime achievement award by Michael van Praag (L), chairman of the Royal Dutch Football Association (KNVB), during the Dutch Footballer of the Year 2014 Gala in Hilversum, Netherlands, 01 September 2014.  EPA/BAS CZERWINSKI

Van Praag zusammen mit Louis van Gaal. Bild: EPA/ANP

Kandidatur von Van Praag 

Jetzt sind es bereits vier: Blatter erhält einen zusätzlichen Herausforderer

Mit dem holländischen Verbandspräsidenten Michael van Praag erhält FIFA-Präsident Sepp Blatter einen vierten Herausforderer für die Wahl um das Präsidium des Weltverbands.



In einem Interview mit dem US-Sender CNN hatte Sepp Blatter der UEFA und deren Präsidenten Michel Platini vorgeworfen, «nicht den Mut zu haben», einen Kandidaten aus den eigenen Reihen zu nominieren. Am Abend wurde der Ruf des 78-jährigen Wallisers erhört.

Der Holländer Michael van Praag fordert den Amtsinhaber bei der Wahl des FIFA-Präsidenten in vier Monaten heraus. Er werde dem Weltverband am Dienstag die benötigten Unterstützungsschreiben von fünf Verbänden schicken, teilte der Präsident des holländischen Fussball-Verbands KNVB gestern Montag nach der Sitzung des UEFA-Exekutivkomitees in Nyon mit.

Van Praag ist der vierte Kandidat

«Ich habe eine Zeit lang gehofft, dass ein glaubwürdiger Gegenkandidat kommen würde, aber das ist schlicht nicht passiert.»

Michael van Praag

Der 67-Jährige ist ausgesprochener Kritiker Blatters. «Es ist allgemein bekannt, dass ich mir grosse Sorgen um die FIFA mache», sagte van Praag. «Es ist höchste Zeit, dass die Organisation sich normalisiert und wieder völlig im Zeichen des Fussballs steht. Ich habe eine Zeit lang gehofft, dass ein glaubwürdiger Gegenkandidat kommen würde, aber das ist schlicht nicht passiert.»

Neben Blatter und van Praag haben FIFA-Vizepräsident Prinz Ali bin al-Hussein, der frühere FIFA-Funktionär Jérôme Champagne und der ehemalige französische Internationale David Ginola ihre Kandidaturen für die Wahl am 29. Mai angekündigt. Zuletzt hatte sich auch der holländische Spielervermittler Mino Raiola ins Gespräch gebracht. Bis zum Donnerstag muss jeder Kandidat die Unterstützung von mindestens fünf der 209 FIFA-Mitgliedsstaaten vorweisen.

Blatter beklagte im CNN-Interview das Verhalten des europäischen Verbands: «Sie wollen mich loswerden. Die Opposition kommt, es ist schade, aus Nyon von der UEFA.» Er bekräftigte erneut, dass er eine fünfte Amtszeit anstrebe und nicht freiwillig abtreten wolle. «Es ist nicht mein erster Kampf um die Präsidentschaft. Ich habe immer noch die Überzeugung. Ich glaube an mich und an den Fussball», sagte der Schweizer.

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Blatter im Interview mit CNN. screenshot: youtube.com/news right

Kaum Chancen für van Praag

Auf die Frage, ob er vor der Abstimmung «nervös» sei, musste Blatter schmunzeln. Die bisherigen Bewerber jagen ihm keine Angst ein. Van Praag dürfte zwar zahlreiche Stimmen aus Europa auf sich versammeln, eine Wahl zum FIFA-Boss wäre aber eine grosse Überraschung. Am Mittwoch will er sein Programm in Amsterdam vorstellen.

Als Datum für die Veröffentlichung der definitiven Kandidatenliste nannte Blatter den 7. oder 8. Februar. Zuvor hatte Domenico Scala, der Vorsitzende der Wahlkommission, erklärt, dass das Gremium nach dem 29. Januar bis zur Bekanntgabe der Namen noch «etwas Zeit» brauche. (si/cma)

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