Gesellschaft & Politik
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«Auseinanderdriften von Wirtschaftsentwicklung und Lohnentwicklung» – Travail.Suisse warnt



ARCHIVBILD ZUM WACHSTUM DER SCHWEIZER WIRTSCHAFT UM 0.3 PROZENT IM 2. QUARTAL, AM DIENSTAG, 5. SEPTEMBER 2017 - A retail trade apprentice of the Swiss Post counts money at the post office Basel 3 Spalen, Switzerland, on January 18, 2016. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Bild: KEYSTONE

Die diesjährige Lohnrunde ist für den Arbeitnehmerverband Travail.Suisse ungenügend ausgefallen. Für den Grossteil der Arbeitnehmenden würden die Löhne zwischen 0,5 und 1,5 Prozent steigen, gefordert worden waren zwei Prozent. Sorgen bereitet die anhaltende Individualisierung der Lohnerhöhungen.

Zwar sei positiv, dass es für die Arbeitnehmenden nur ganz selten Nullrunden gebe, hiess es an einer gemeinsamen Medienkonferenz von Travail.Suisse und den angeschlossenen Verbänden Syna und transfair vom Montag. Lohnerhöhungen von deutlich über einem Prozent hätten aber Seltenheitswert, sagte der Leiter Wirtschaftspolitik von Travail.Suisse, Gabriel Fischer.

Das erzielte Ergebnis sei mit Blick auf die Wirtschaftsentwicklung der letzten Jahre ungenügend. Mit einem Wachstum von 1,6 Prozent im 2017 und 2,5 Prozent im 2018, sowie einem prognostizierten Wachstum von 0,8 Prozent für 2019 und von 1,7 Prozent für 2020 habe die Schweizer Wirtschaft erfreuliche Jahre hinter sich und solide Perspektiven vor sich. Umso krasser sei der Kontrast zu der Entwicklung der Löhne der Arbeitnehmenden.

Vom Wirtschaftsboom der letzten Jahre hätten die Arbeitnehmenden bisher zu wenig profitieren können. In den Jahren 2017 und 2018 hätten sie gar erstmals seit zehn Jahren wieder Reallohnverluste hinnehmen müssen. Auch im laufenden Jahr habe die Teuerung einen beträchtlichen Teil der Lohnerhöhungen weggefressen und auch die diesjährige bescheidene Lohnrunde werde kaum für Reallohnerhöhungen ausreichen.

Hohes Wirtschafts-, tiefes Lohnwachstum

«Wir beobachten in den letzten Jahren ein Auseinanderdriften von Wirtschaftsentwicklung und Lohnentwicklung», sagte Fischer weiter. Während die Wirtschaft seit 2016 kumuliert um 6,6 Prozent gewachsen sein werde, stiegen die Nominallöhne lediglich um drei Prozent, wobei sich die Arbeitnehmenden aufgrund der Teuerung mit einem kumulierten Reallohnwachstum von lediglich 0,6 Prozent hätten begnügen müssen.

Ein anderes Problem sei die Individualisierung der Lohnerhöhungen. Während noch vor zehn Jahren zwei Drittel der Lohnerhöhungen als generelle Massnahmen allen Arbeitnehmenden zugute gekommen sei, liege insbesondere seit 2013 der Fokus zu stark auf individuellen Massnahmen.

Dadurch könnten nicht alle Arbeitnehmenden von Lohnerhöhungen profitieren – es drohten Intransparenz, Willkürlichkeit und Kaufkraftverlust. «Gerade Wenigverdienende, Teilzeitarbeitende und Frauen werden von der individuellen Verteilung benachteiligt», so Fischer.

Auch Syna beklagt ungenügendes Ergebnis

Auch die Gewerkschaft Syna stuft das Ergebnis als ungenügend ein. Die Lohnabschlüsse seien zwar leicht besser als im Vorjahr ausgefallen, aber auch, weil die Arbeitnehmenden auf die Strasse gegangen seien.

Syna-Präsident Arno Kerst verwies auf die Protestaktionen auf dem Bau und die Proteste der Angestellten des Gesundheitswesens im Waadtland, die beide erfolgreich verlaufen seien. Syna stehe aber weiterhin für eine konstruktive Sozialpartnerschaft und die Lösungsfindung am Verhandlungstisch.

Unzufrieden ist Syna vor allem mit der individuellen Verteilung der Löhne, bei der die teilzeitarbeitenden Frauen oft leer ausgehen würden. Und die ungenügenden Lohnabschlüsse in der MEM-Industrie, also der Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie, gefielen überhaupt nicht.

Der wirtschaftliche und politische Druck auf die Finanzierung des Service Publik halte weiterhin an, beklagte Albane Bochatay, wissenschaftliche Mitarbeiterin von Transfair. Die bis heute feststehenden Lohnresultate hinterliessen ein zwiespältiges Gefühl.

Während einige Resultate positiv zu werten seien, würden andere den Erwartungen der Mitarbeitenden nicht gerecht. Es sei schwierig, die Resultate 2020 definitiv zu beurteilen. Bedauert wird, dass derzeit trotz einiger Ausnahmen individuelle Massnahmen die Norm sind. Im öffentlichen Verkehr seien die Resultate der Lohnrunde durchzogen, in der Öffentlichen Verwaltung stelle die generelle Lohnerhöhung von einem Prozent einen zufriedenstellenden Kompromiss dar. (aeg/sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • zadek 17.12.2019 00:20
    Highlight Highlight Mal ganz ehrlich: Meine Mutter arbeitet seit 10 Jahren bei der gleichen Firma. Ihre Lohnerhöhungen während diesen Jahren kumulieren sich auf 1.7%. Wenn sie das Gespräch sucht, droht man ihr sie auch einfach outzusourcen... Wohl bemerkt, sie ist 55 und kann sich keine Kündigung erlauben... Dazu arbeitet sie bei einer der renomiertesten Anwaltskanzleien in Zürich... Die Liberalen immer mit diesen Selbstregulierungen...
  • sobre 16.12.2019 18:58
    Highlight Highlight 0.10% lohnerhöhung. Noch fragen?
    • Sakura84 17.12.2019 05:07
      Highlight Highlight Ich hatte seit 4.5 Jahre keine Lohnerhöhung mehr. Nur die Abgaben steigen stetig. Leider wahr.
  • Mügäli 16.12.2019 18:20
    Highlight Highlight Generell lässt sich das nicht so Sagen. Ich kenne beide Seiten. Einerseits arbeite ich in einem Konzern, welcher systematisch Kostenoptimierung zu Ungunsten des kleinen AN betreibt. Anderseits habe ich einen Schwager welcher ein kleines KMU führt (5 Mitarbeiter) und diese am Erfolg teilhaben lässt. Die Gier der grossen Akteure ist das eigentliche Problem und da muss unbedingt Gegensteuer gegeben werden. Sollten wir das Rahmenabkommen ratifizieren, werden diese Akteure noch mehr Macht erhalten und diese ohne Bedenken einsetzen. Die Schweiz ist heute ein Erfolgsmodell für Alle, bleibt das so?
  • wolge 16.12.2019 16:22
    Highlight Highlight Die Produktivität nimmt stetig zu...

    Die Psychosomatischen Krankheiten nehmen stetig zu...

    Die Lohnschere öffnet sich immer weiter...

    Und die Angestellten gehen ständig leer aus...

    http://wtfhappenedin1971.com/
    Benutzer Bild
  • Donny Drumpf 16.12.2019 16:11
    Highlight Highlight Mein Vater ist Chef von einem KMU mit ca 15 Nasen, die Möbelbranche ist ein hartes Pflaster, kurz gesagt, wir kämpfen jedes Jahr ums Überleben. Die Gewerkschaft fordert dennoch 2% Obwohl wirs kaum schaffen den 13. Lohn auszuzahlen. Irgendwie keine einfache Situation, auf der einen Seite verstehe ich, dass es für Arbeitnehmen nicht einfach ist und auch nicht einfacher wird. Aber auf der Unternehmerischen Seite ist es auch verständlich, dass jede Lohnerhöhung das Budget noch stärker belastet, dazu kommen noch die steigenden Krankentaggeld beiträge.
  • Nik G. 16.12.2019 14:45
    Highlight Highlight Die individuelle Lohnerhöhung ist nur eine Pharse. Eine Person kriegt es der Rest erhält die 0.5 %. So kann man den Leuten sagen ihr könnt 1,5% erhalten. Dies ist aber nur möglich wenn ihr ein extrem Übertroffen habt im Dialog. Das kriegt man aber nur wenn du 12 Stunden durcharbeitest und am besten auch am Wochenende und Ferien und beim Schlafen. Hauptsache die Manger erhalten immer mehr.
    • zadek 17.12.2019 00:28
      Highlight Highlight Meine Mutter: im unteren Mittelsektor der Arbeitnehmenden - letzte 10 Jahre: 1.7% Erhöhung...

      Mein Vater: im mittleren Obersektor - letzte 10 Jahre: ca. 7.5% Erhöhung...

      Mein Bruder: im unteren Obersektor (ab 10'000 Brutto) - letzte 10 Jahre: ca. 15% Erhöhung...

      Ich: oberer Mittelsektor - letzte 10 Jahre: ca. 2.5% Erhöhung...

      The bigger the salary the bigger the growth


  • Töfflifahrer 16.12.2019 13:19
    Highlight Highlight Das wundert jetzt aber nicht wirklich oder? Die Wirtschaft versucht alles um die Löhne zu drücken und den Gewinn zu maximieren. Da passt das Märchen vom Fachkräftemangel ebenso dazu.
    Ein 5-jähriges deutsches Video dazu unter
    Play Icon
    ist leider auch bei uns sehr aktuell.
  • Fairness 16.12.2019 12:58
    Highlight Highlight Ja zur Begrenzungsinitiative, sonst ändert sich die Wirtschaft nie.
    • Liselote Meier 16.12.2019 13:28
      Highlight Highlight Na klar doch. Bitte erläutern inwiefern die Begrenzungsinitiative etwas in dieser Hinsicht verändern würde.
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 16.12.2019 15:57
      Highlight Highlight Blocher und Gizedanner werden trotzdem weiterhin ihre billigen Arbeitskräfte aus dem Ausland holen können.
      Daran wird sich null und nichts ändern.
    • Fairness 16.12.2019 17:21
      Highlight Highlight @Liselotte Meier
      Weniger Entlassungen von ü45, die durch günstige MA aus der EU ersetzt werden
      Vielleicht endlich mal wieder ein Arbeitnehmermarkt nach weit über 20 Jahren Arbeitgebermarkt
      Usw.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Sir Konterbier 16.12.2019 12:55
    Highlight Highlight Meiner Meinung nach hinkt der Vergleich mit dem Wirtschaftswachstum, da wir ja auch immer mehr Menschen im Land sind und dadurch der Wohlstand auch durch mehr Leute geteilt werden muss.

    Die Aufgabe ist aber komplexer, als einfach Wirtschaftswachstum auf Löhne umzuwälzen. Globalisierung und Automatisierung verändern die Lohnstruktur und wir sind als kleines Land auch stark dem internationalen Markt ausgesetzt.

    In der Schweiz ist der Mittelstand glücklicherweise noch intakt und die Lohnschere hat sich vergleichsweise sehr wenig geöffnet. Beide Seiten sollten dazu weiterhin Sorge tragen.
    • Fairness 16.12.2019 13:28
      Highlight Highlight Die Wahrheit ist, dass der Mittelstand stark am Schrumpfen ist!
    • Sir Konterbier 16.12.2019 13:49
      Highlight Highlight Gut, hier sehen wir die Entwicklung der letzten 40 Jahre in der Schweiz.

      Zugegebenermassen keine erfreuliche Entwicklung der Lohnschere, aber auch nichts drastisches.
      Benutzer Bild
    • Sir Konterbier 16.12.2019 13:54
      Highlight Highlight Zum Vergleich noch die Entwicklung in den USA, wo der Mittelstand tatsächlich stark am schrumpfen ist.

      Schaut man jetzt an, wie stark sich die Schweiz dieser Entwicklung entziehen kann, glaube ich doch, dass wir einiges richtig machen. Ich sage nicht dass alles gut läuft und wir aufhören sollten Lösungen zu suchen. Auch wir haben zu tun. Man muss hier aber klar unterscheiden was aus den USA und co., und was aus der Schweiz kommt.
      Benutzer Bild
  • Dr. Unwichtig 16.12.2019 12:53
    Highlight Highlight „Syna-Präsident Arno Kerst verwies auf die Protestaktionen auf dem Bau und die Proteste der Angestellten des Gesundheitswesens im Waadtland, die beide erfolgreich verlaufen seien.“
    So, so. Die lächerlichen „Bauprotesttage“ hätte es nun wirklich nicht gebraucht, da der Baumeisterverband bereits von Seiten der Mitglieder Druck hatte, mit den Gewerkschaften eine Einigung zu erzielen. Zudem mussten sich Bauunternehmen, die z. B. für den Kanton ZH tätig waren verpflichten, die „Streiks“ ihrer Arbeiter zu akzeptieren. Gewerkschaftliche Möchtegern-Kampfmassnahmen im 21. Jhd....
  • Gubbe 16.12.2019 12:36
    Highlight Highlight Eine logische Erklärung der etwas verkalkten Travail Suisse. Habe ich auch AHV gelesen, nicht, dann haben das die Verkalkten wieder mal vergessen.
  • TanookiStormtrooper 16.12.2019 12:36
    Highlight Highlight Da regt man sich auf wenn die Linken das Vermögen umverteilen möchten, dabei ist die Umverteilung schon in vollem Gang. Einfach in die andere Richtung. 🤷‍♂️
    • Maedhros Niemer 16.12.2019 14:26
      Highlight Highlight Genau!
      Und jedesmal wenn mir irgendein Vorgesetzter vom "Trickle Down Effekt" erzählt, habe ich Mühe meine Ruhe zu bewahren.

      Dieses Alibi der Reichen ist schon lange enttarnt. 100Mio Franken auf einem Konto hilft weniger Menschen, als 100000 Franken auf den Konten von 1000 Menschen.
    • Eskimo 16.12.2019 14:29
      Highlight Highlight Dank den bilateralen Verträgen müssen wir das Lohnniveau der EU anpassen. Ich denke unsere Linken haben damit schon genug umverteilt..
  • Maedhros Niemer 16.12.2019 12:28
    Highlight Highlight Tja, mein Chef hat sich ein neues Haus in Spanien gekauft.
    Seine Angestellten bekommen seit ca 10 Jahren exakt den gleichen Lohn.
    • molekular 16.12.2019 14:06
      Highlight Highlight Same here: mein Chef geht im Dezember immer für 3 Wochen mit der Familie in die Karibik, danach heisst‘s dann immer, das Jahr sei leider nicht so gut gelaufen, aber es tue ihm leid, gibt’s dieses Jahr weder Bonus noch 13...
  • WID 16.12.2019 12:01
    Highlight Highlight Lohnwachstum < Wirtschaftswachstum = Kapitalbesitzer werden reicher.
  • Tekk 16.12.2019 11:26
    Highlight Highlight Lohnerhöhung? Noch nie was von gehört oder gesehn! 😉😅
  • Bambusbjörn aka Planet Escoria 16.12.2019 11:10
    Highlight Highlight Oooohhh echt jetzt?
    Travaillesuisse ist plötzlich auch auf die Idee gekommen, dass die Arbeitnehmer zu wenig verdienen?
    Wow. Das könnte man ja schon fast als Wunder bezeichnen.
  • Stefan Morgenthaler-Müller 16.12.2019 09:55
    Highlight Highlight In schlechten Zeiten verlangt man von den Arbeitnehmenden (geben wir nicht die Arbeit und das Unternehmen nimmt sie?) gratis Überzeit und in guten Zeiten ist nein Geld für Lohnerhöhungen, weil man investieren muss.

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