Saudi-Arabien
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epaselect epa07267840 Saudi Arabia teenager Rahaf Mohammed al-Qunun (C) leaves as Thai police escorts her from the hotel at Suvarnabhumi international airport in Samut Prakan province, on the outskirts of Bangkok, Thailand, 07 January 2019. The Saudi teen was stopped at the airport as she was traveling to Australia for asylum after she claimed that she was abused by her family, media reports. According to latest reports, Thailand will not deport Rahaf Mohammed al-Qunun due to safety concerns. The UNHCR is assessing al-Qunun need for international refugee protection to find an immediate solution for her situation.  EPA/STR THAILAND OUT

Rahaf Mohammed al-Kunun hat es geschafft, Thailand sicher zu verlassen. Bild: EPA

Vor ihrer Familie geflohene junge Saudi-Araberin ist in Sicherheit 😍



Die Flucht der jungen Saudi-Araberin Rahaf Mohammed al-Kunun vor ihrer Familie hat vorerst ein Ende genommen. Die 18-JÀhrige traf am Samstag in Kanada ein, wo sie Asyl erhÀlt. Am Flughafen von Toronto wurde sie von Aussenministerin Chrystia Freeland in Empfang genommen.

Die junge Saudi-Araberin posierte mit Baseballkappe und Jacke mit «Kanada»-Schriftzug fĂŒr die am Flughafen wartenden Fotografen, Ă€usserte sich aber nicht.

«Sie hat eine sehr lange Reise hinter sich, sie ist erschöpft und möchte im Augenblick lieber keine Fragen beantworten», erklĂ€rte Freeland den zahlreichen Reportern. Al-Kunun wolle aber, «dass die Kanadier sehen, dass sie gut in Kanada angekommen ist». Freeland lobte den Mut der jungen Frau und begrĂŒsste sie in ihrem «neuen Zuhause».

Der Fall der jungen Saudi-Araberin hatte international fĂŒr Aufmerksamkeit gesorgt. Die 18-JĂ€hrige war am vergangenen Wochenende mit einer Maschine aus Kuwait auf dem internationalen Flughafen von Bangkok gelandet und dort gestoppt worden.

ZunĂ€chst drohten die thailĂ€ndischen Behörden, sie gegen ihren Willen wieder nach Saudi-Arabien zurĂŒckzuschicken. Daraufhin machte al-Kunun ĂŒber Twitter auf ihr Schicksal aufmerksam. Rasch bildete sich eine «SaveRahaf»-Bewegung von UnterstĂŒtzern.

«Körperlich und seelisch misshandelt»

Al-Kunun war nach eigenen Worten von ihrer Familie körperlich und seelisch misshandelt und am Studium gehindert worden. Demnach fĂŒrchtete sie eine Zwangsverheiratung. Laut der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch will sich die 18-JĂ€hrige vom Islam abwenden, weshalb ihr Leben in Gefahr sei. Al-Kunun fĂŒrchtete, bei einer Abschiebung durch die thailĂ€ndischen Behörden von ihrer Familie eingesperrt oder getötet zu werden.

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Am Mittwoch sprach das Uno-FlĂŒchtlingshilfswerk UNHCR al-Kunun den FlĂŒchtlingsstatus zu und bat mehrere LĂ€nder, die junge Frau aufzunehmen. Am Freitag erklĂ€rte sich Kanada dann dazu bereit.

Al-Kununs Vater war eigens nach Thailand gereist, um eine Weiterreise seiner Tochter zu verhindern. Die 18-JĂ€hrige weigerte sich jedoch, ihn zu treffen.

Aufmerksamkeit nach Mord an Khashoggi

Der Fall der jungen Frau erregte wenige Monate nach dem offenbar von Kronprinz Mohammed bin Salman in die Wege geleitete Mord am saudi-arabischen Journalisten Jamal Khashoggi in Istanbul besondere Aufmerksamkeit.

Das autoritÀr-konservative Königreich steht seit Langem wegen seines restriktiven Umgangs mit Frauen in der Kritik. So stehen diese in Saudi-Arabien ihr Leben lang unter Vormundschaft ihrer mÀnnlichen Verwandten oder ihres Mannes, die an ihrer Stelle wichtige Entscheidungen fÀllen.

Die Aufnahme der 18-JĂ€hrigen dĂŒrfte die ohnehin bereits seit Monaten angespannten Beziehungen zwischen Kanada und Saudi-Arabien weiter verschlechtern. Im August hatte Riad den kanadischen Botschafter ausgewiesen, nachdem Kanada die Menschenrechtssituation in Saudi-Arabien kritisiert hatte.

Freeland kritisierte damals unter anderem die Festnahme von Samar Badawi, Schwester des ebenfalls inhaftierten saudi-arabischen Bloggers Raif Badawi. Dessen Ehefrau Ensaf Haidar lebt mit ihren drei Kindern ebenfalls in Kanada. Sie haben auch die StaatsbĂŒrgerschaft des Landes erhalten. Raif Badawi war in Saudi-Arabien zu tausend Peitschenhieben und zehn Jahren GefĂ€ngnis verurteilt worden.

(dsc/sda/afp/dpa)

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