Gesellschaft & Politik
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa07576060 US President Donald J. Trump (L) greets the president of the Swiss Confederation, Ueli Maurer (R), outside the West Wing of the White House in Washington, DC, USA, 16 May 2019. The two are expected to discuss increased tensions between the US and Iran.  EPA/JIM LO SCALZO

Ein Herz und eine Seele: Donald Trump und Ueli Maurer. Bild: EPA/EPA

Avenir suisse will ein Freihandelsabkommen mit den USA

Die Denkfabrik der Wirtschaft verspricht sich von einem solchen Abkommen 40’000 neue Jobs und mehr Wohlstand für alle.



Trump hin, Handelskriege her: Für avenir suisse wäre jetzt der ideale Zeitpunkt, mit den USA ein Freihandelsabkommen abzuschliessen. «Die Regierung Trump hat ein grosses Interesse daran, zu beweisen, dass sie nach wie vor am freien Handel interessiert ist», erklärt Direktor Peter Grünenfelder. «Die Schweiz wäre da ein idealer Partner.»

Zusammen mit dem konservativen und Trump nahe stehenden US-Thinktank Heritage Foundation hat avenir suisse berechnet, was die Vorteile eines solchen Abkommens sind:

Avenir suisse hat bereits einen 10-Punkte-Plan ausgearbeitet, wie ein solches Freihandelsabkommen der Schweizer Bevölkerung schmackhaft gemacht werden kann. Es gilt vor allem, den Widerstand der Bauern zu überwinden. Sie haben bereits einen ersten Anlauf vor rund zwölf Jahren zu Fall gebracht.

Wie stehen die Chancen für ein solches Abkommen? Gibt es tatsächlich ein «window of opportunity», wie das avenir suisse behauptet?

Auf höchster Ebene mag dies zutreffen. Auch wenn unser Bundespräsident Ueli Maurer bei seinem Besuch im Weissen Haus gewisse Schwierigkeiten mit der englischen Orthographie bekundete, haben sich die beiden Staatsoberhäupter bestens verstanden. Und Trump könnte tatsächlich ein solches Abkommen im Moment wahrscheinlich gut gebrauchen.

Greenpeace activists dressed as Uncle Sams pour grains of maize onto

Demo: Greenpeace-Aktivisten zwingen Menschen, amerikanischen Genmais zu essen. Bild: KEYSTONE

Innenpolitisch sieht es allerdings weniger rosig aus. Die Angst vor Frankenstein-Food und Chlorhühnchen ist in der Bevölkerung nach wie vor weit verbreitet, auch wenn sie gemäss der Studie von avenir suisse unberechtigt ist. Nicht nur die Bauern, auch die Konsumenten werden sich daher gegen den Import von amerikanischen Agrarprodukten heftig zur Wehr setzen.

Zudem ist der Freihandel in Verruf geraten. Das gilt gerade im Hinblick auf die USA. Schliesslich ist Präsident Trump selbst in konservativen Kreisen hierzulande unbeliebt. Die Frage stellt sich: Welcher vernünftige Mensch würde mit diesem Präsidenten einen wichtigen Vertrag abschliessen wollen? Aber immerhin will Trump die Schweiz nicht kaufen. Vorläufig.

Ueli Maurer - Landwirt und Erfinder

Ueli Maurer diskutiert mit Magdalena Martullo-Blocher

Play Icon

Das könnte dich auch interessieren:

Die amerikanische Agentin, die Frankreichs Résistance aufbaute

Link zum Artikel

Die Geschichte von «Ausbrecherkönig» Walter Stürm und seinem traurigen Ende

Link zum Artikel

Warum wir bald wieder über den Schweizer Pass reden werden

Link zum Artikel

Der Kampf einer indonesischen Insel gegen den Plastik

Link zum Artikel

YB droht Bickel mit Gericht, nachdem er als Sportchef 40 Mio. verlochte

Link zum Artikel

«Ich bin … wie soll ich es sagen … so ein bisschen ein Arschloch-Spieler»

Link zum Artikel

Röstigraben im Bundeshaus: «Sobald ich auf Deutsch wechsle, sinkt der Lärm um 10 Dezibel»

Link zum Artikel

CVP fährt grosse Negativ-Kampagne gegen andere Parteien – die Reaktionen sind heftig

Link zum Artikel

«Informiert euch!»: Greta liest den Amerikanern bei Trevor Noah die Leviten

Link zum Artikel

Migros Aare baut rund 300 Arbeitsplätze ab

Link zum Artikel

15 Bilder, die zeigen, wie wunderschön und gleichzeitig brutal die Natur ist

Link zum Artikel

So erklärt das OK der Hockey-WM in der Schweiz die Ähnlichkeit zum Tim-Hortons-Spot

Link zum Artikel

«Ich hatte Sex mit dem Ex meiner besten Freundin…»

Link zum Artikel

So schneiden die Politiker im Franz-Test ab – wärst du besser?

Link zum Artikel

Keine Angst vor Freitag, dem 13.! Diese 13 Menschen haben bereits alles Pech aufgebraucht

Link zum Artikel

«In der Schweiz gibt es zu viel Old Money und zu wenig Smart Money»

Link zum Artikel

Matheproblem um die Zahl 42 geknackt

Link zum Artikel

Wie gut kennst du dich in der Schweiz aus? Diese 11 Rätsel zeigen es dir

Link zum Artikel

Wo du in dieser Saison Champions League und Europa League sehen kannst

Link zum Artikel

Shaqiri? Xhaka? Von wegen! Zwei Torhüter sind die besten Schweizer bei «FIFA 20»

Link zum Artikel

Eine Untergrund-Industrie plündert Banking-Apps wie Revolut – so gehen die Betrüger vor

Link zum Artikel

Alles, was du über die neuen iPhones und den «Netflix-Killer» von Apple wissen musst

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

29
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
29Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Ha End 24.08.2019 12:29
    Highlight Highlight Na, logisch ist das Abkommen o.k
    Nur Idioten schlagen ein gutes Geschäft aus.

    Chears
  • FITO 23.08.2019 16:05
    Highlight Highlight Wenn man auf jeder Hochzeit Ringelreihen tanzt und sich zwecks Profitoptimierung mit jedem Unrechtsstaat ins Bett legt und sich dabei auch noch durch die Wirtschaftslobby manipulieren lässt, muss sich am Ende nicht wundern wenn man mit abgesägten Hosen dasteht.
    Menschenrechtsverletzungen, Umweltzerstörung und Kriegstreiberei zugunsten eines Handelsabkommens auszublenden, zeugt nicht gerade von politischer Weitsicht und dient vor allem dazu sein eigenes Ego und das seiner Entourage zu befriedigen.
    Nei, kä Luscht Ueli!
    Benutzer Bildabspielen
  • Black Cat in a Sink 23.08.2019 15:42
    Highlight Highlight No! Non! Njet! Und um es in den Worten unserer SVP zu sagen; NEIN!
  • THEOne 23.08.2019 15:19
    Highlight Highlight "Aber immerhin will Trump die Schweiz nicht kaufen. Vorläufig."
    made my weekend watson😁
  • Bird of Prey 23.08.2019 14:14
    Highlight Highlight Jedes Mal wenn ich Denkfabrik, Think Tank ect. lese, wird mir bewusst, wie schön es ist, frei denken zu dürfen.
    Von avenir kam bisher nur, was dem oberen 1% zu mehr Reichtum verholfen hätte. Daher kann der Plan für ein Freihandelsabkommen nicht für uns einfache 99% sein.
  • Abu Nid As Saasi 23.08.2019 13:53
    Highlight Highlight Withe Publicity und Chosen One werden früher oder spāter abtreten, ob es dann besser wird? Steht in den Sternen geschrieben.
  • Güzmo 23.08.2019 13:48
    Highlight Highlight Sollten wir der US-Regierung nicht mindestens die kalte Schulter zeigen, dafür, dass sie Immigrantenkinder von ihren Familien trennen, in Lager stecken und weniger Rechte zusprechen als ihren Haustieren, mal abgesehen von X anderen Gründen?
    Nein, lieber alle Moral für den selbsternannten Fruchtfleisch-Messias über Bord werfen, nur weil die hausinternen "Berechnungen" wirtschaftliche Vorteile versprechen.
    Was für Obst sitzt den bei der Avenir ey?
    • sheshe 23.08.2019 14:19
      Highlight Highlight https://www.avenir-suisse.ch/unsere-foerderer/

      Na wenn hauptsächlich die grössten der grossen Namen unserer heimischen Wirtschaft Förderer sind, wird wohl auch zum Wohlwollen der Förderer gethink-thanked.

      @watson, bei solchen Artikel wäre es doch der Transparenz willen schön, wenn unten an der "Geschichte" eine kleine Box mit Infos über die Beteiligten (hier: Avenir Suisse) stehen würde. Dann könnte sich der gemeine User auf einen Blick eine etwas tiefere Meinung bilden und die "Geschichte" etwas kritischer hinterfragen. Ich fände das einen Mehrwert.
  • Paddiesli 23.08.2019 13:47
    Highlight Highlight Einfach Nein! Schon gar nicht mit einem vertragsbrüchigen, erpresserischen, orangen Präsidenten. Damit er das für sich noch als Greatest Deal verkaufen kann? Abgesehen vom Billigfleisch und -huhn, und und und, will ich auch keinen Arbeitsstellenzerstörer, wie Amazon hier.
    Wir müssen unseren Konsum reduzieren, und dass, was wir konsumieren muss nachhaltig und möglichst lokal sein. Das geht nicht mit den USA, wie u.A. auch mit Brasilien nicht.
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 23.08.2019 13:37
    Highlight Highlight Grundsätzliche Zustimmung, es kommt halt darauf an, ob Trump und seine Regierung das wirklich als Handelsabkommen zu gegenseitigen Vorteil sehen, oder aber das es einseitig zugunsten der USA ausgelegt ist.
    Das wird sich weisen müssen.
    Und es ist zu hoffen, dass das ganze nicht wieder auf dem Altar des Landwirtschaftsprotektorismus geopfert wird....
    • bebby 23.08.2019 21:00
      Highlight Highlight Wenn ich die USA wäre, würde ich mit einem Abkommen abwarten, bis die Schweiz mit dem Rücken zu Wand steht, wie jetzt Grossbritannien. Dann lässt sich viel mehr herausholen. Die jetzige Regierung in den USA sieht Handelsverträge eh nach dem Prinzip I win, you loose. Merkantilismus pur.
  • Hü Hopp Hü 23.08.2019 13:34
    Highlight Highlight Auch wenn Bauern und Konservative sich wehren werden. Ein Freihandelsabkommen wäre für die die Schweiz insgesamt nicht schlecht. Allerdings möchte ich Transparenz und (insbesondere bei Lebensmitteln) entsprechend deklariert werden.
    • FrancoL 23.08.2019 13:46
      Highlight Highlight Also Sie möchten den USA unsere Sichtweise aufzwingen und genau das ist doch das Problem, die USA macht da nicht mit und dann können wir nach dem Prinzip "friss oder stirb" mitmachen.
    • sheshe 23.08.2019 13:51
      Highlight Highlight Yay, noch mehr Konsum. Danke, kei Luscht!
    • Güzmo 23.08.2019 13:52
      Highlight Highlight Wollen Sie wirklich, dass wir diese Produkte hier haben? Unsere Gesetze zur zB Tierhaltung sind hart, bei uns gibt's Kontrollen bei der Herstellung bis hin zur Auslage.
      Und trotzdem ist unser Essen mit Pestiziden und Medizinrückständen verseucht.
      Wollen Sie das WIRKLICH?
    Weitere Antworten anzeigen
  • DerTaran 23.08.2019 13:16
    Highlight Highlight Orthographie (Wicki sagt: Allgemein übliche Schreibweise der Wörter einer Sprache in der verwendeten Schrift)?
    Wenn man sich schon über mangelhafte Sprachkenntnisse amüsiert, dann sollte man keinen solchen Patzer begehen.
    • Hü Hopp Hü 23.08.2019 13:23
      Highlight Highlight Sagt das Wicki oder Wiki oder Wikipedia oder ist in solchen Fragen einfach der Duden relevant? Unabhängig davon, dass du recht hast, aber wer im Glashaus sitzt...

      Und ja das gilt auch für mich.
    • DerTaran 23.08.2019 13:34
      Highlight Highlight Es sollte ein Wortspiel sein, eine Mischung aus Wikipedia und Wickie (und die starken Männer) und ist wohl in die Hose gegangen.
    • Philipp Löpfe 23.08.2019 13:35
      Highlight Highlight Er hat meines Wissens White House falsch buchstabiert. Das ist meines Wissens Orthographie, oder?
    Weitere Antworten anzeigen
  • redeye70 23.08.2019 12:59
    Highlight Highlight Grundsätzlich sind solche Abkommen zu begrüssen. Aber ist ein faires Abkommen möglich mit dieser USA? Ausserdem werden die ihre landwirtschaftlichen Produkte verkaufen wollen. Da müsste die SVP Fliegen fressen. Die Bauernlobby wird Sturm laufen.
  • Arneis 23.08.2019 12:45
    Highlight Highlight Was, die Essen kein Chlorhuhn?
    Wir sind die fetteste Industrienation, was für uns gut ist, muss doch für die Schweiz reichen - NEIN.

    Handelsabkommen in Ehren, aber jeden Sch$$ss unterschreiben, das brauchts nicht.
  • DemonCore 23.08.2019 12:34
    Highlight Highlight In den USA sterben pro Jahr etwa 600 Personen an Salmonellen, in Europa, bei fast doppelt so hoher Bevölkerungszahl 200. Freihandel, gerne. Von mir aus mit Chlorhühnchen. Es muss aber immer angeschrieben sein, auch wenn es in Kantinen oder Restaurants aufgetischt wird. Bei der gegenwärtigen laxen Lebensmittelhygiene, v.a. in der CH Gastronomie habe ich da nicht wirklich Vertrauen in unsere Verwaltung und die Politik.

Parlament stimmt für zweiwöchigen Vaterschaftsurlaub – SVP und Bundesrat waren dagegen

Der Nationalrat hat sich wie der Ständerat für zwei Wochen Vaterschaftsurlaub ausgesprochen. Ob die vier Wochen fordernden Initianten ihr Volksbegehren nun zurückziehen, ist offen. Im Parlament wird der Ruf nach grosszügigeren Elternzeitmodellen lauter.

Ein einziger Tag wie heute? Künftig zwei, vier, acht Wochen bezahlter Urlaub für Väter? Oder doch ein Elternurlaub, eine Elternzeit nach dem Vorbild umliegender und skandinavischer Länder - je nach Modell zwischen 28 und 52 Wochen? Bei der …

Artikel lesen
Link zum Artikel