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epa06629974 A protestor with a cardboard reading 'the freedom of the Catalan citizens counts in Schleswig-Holstein as well' stands in front of the  'Justizvollzugsanstalt (JVA) Neumuenster' prison, where the former Catalan leader, Carles Puigdemont, is detained in Neumuenster, Germany, 26 March 2018. German police on 25 March 2018 detained former Catalan leader Puigdemont after he crossed into Germany from Denmark. Puigdemont is sought by Spain who issued an European arrest warrant against the former leader who is living in exile in Belgium.  EPA/SRDJAN SUKI

Ein Demonstrant protestiert gegen die Inhaftierung vor dem Regionalgefängnis in Schleswig-Holstein. Bild: EPA/EPA

Deutschland will erst nach Ostern über die Auslieferung Puigdemonts entscheiden

Kataloniens Ex-Regionalpräsident Carles Puigdemont wird einen Tag nach seiner Verhaftung in Schleswig-Holstein dem zuständigen Amtsgericht vorgeführt. Vor Ostern wird nicht mit einem Entscheid zur möglichen Auslieferung des Katalanen gerechnet.



Es sei eher unwahrscheinlich, dass die deutsche Justiz noch diese Woche über eine Auslieferung Puigdemont entscheiden werde, sagte eine Sprecherin der zuständigen Generalstaatsanwaltschaft Schleswig am Montag.

Es gibt eine nicht-verbindliche Frist von 60 Tagen, die ein Festgenommener bei einer Auslieferungsfrage in Haft bleiben darf. Es gebe viele Auslieferungsverfahren, die länger dauerten, sagte die Sprecherin. Im Fall Puigdemont wird aber bisher nicht damit gerechnet, dass die Frist ausgeschöpft wird.

Puigdemont war am Sonntag auf der Rückreise von Finnland nach Belgien auf einer Autobahnraststätte im norddeutschen Bundesland Schleswig-Holstein gestoppt und festgenommen worden.

Anschliessend wurde der 55-Jährige in ein Gefängnis in Neumünster gebracht. Grundlage ist ein europäischer Haftbefehl. In Spanien wird ihm unter anderem Rebellion vorgeworfen.

Es wurde erwartet, dass er am Montagnachmittag dem dortigen Amtsgericht vorgeführt wird. Dieses muss Puigdemont nach Justizangaben unter anderem eröffnen, warum genau er festgehalten wird. (dwi/sda/dpa)

Tausende protestieren gegen Festnahme Puigdemonts

Als Puigdemont noch Präsident Kataloniens war:

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    Alle Leser-Kommentare
  • FrancoL 26.03.2018 14:28
    Highlight Highlight Das Plakat gefällt mir nun gar nicht! Sind es die Schleswig-Holsteiner die die Spanische Justiz spielen? Muss sich nun die spanische Justiz zuerst in Deutschland rechtfertigen?

    Ich denke nicht, Spanien ist ein demokratischer souveräner Staat mit einer eignen Justiz.
    • ujay 26.03.2018 17:42
      Highlight Highlight @FrancoL. 100% richtig. Nur zählt das für die Abspaltungsromantiker nicht. Die begreifen noch nicht mal, dass in jedem demokratischen Land Politik und Rechtsprechung streng getrennt sind. Für die lässt sich locker Verfassungsbruch und Demokratie unter einen Hut bringen.
    • Mario Kesselring 26.03.2018 18:10
      Highlight Highlight Ja sie muss sich rechtfertigen. Zum Beispiel warum der Menschenrechtsrat der uno spanien aufgefordert hat die politischen Rechte des Kandidaten Jordi Sanchez zu respektieren und Spanien nicht mal antwortet. Es sollte sich auch für das Gesetz Mordaza rechtfertigen. Oder warum es Rapper ins Gefängniss steckt für die frei Meinungsäusserung. Usw. Usw.
    • FrancoL 26.03.2018 22:48
      Highlight Highlight Nähme mich wunder, wenn die Schweiz einen Haftbefehl für einen fehlbaren Schweizer Politiker erlassen würde und Deutschland würde diesen in Deutschland weilenden Schweizer Politiker nicht festnehmen, sondern einfach unbehelligt lassen was da in der Schweiz los wäre.
      Was die Blitzer sich genau denken wenn sie eine klare Zuweisung der Justizebenen einfach ausblenden ist mir mehr als schleierhaft. Aber eines ist sicher, die Blitzer halten nichts von souveränen Staaten die ihre Gesetze eingehalten wissen wollen und darum es erwarten können dass andere souveräne Staaten sich an Abmachungen halten.
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