Lateinamerika
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This 2013 photo provided by the Argentina Navy shows an ARA San Juan, a German-built diesel-electric vessel, near Buenos Aires, Argentina. Argentina's Navy said Friday, Nov. 17, 2017, it has lost contact with its ARA San Juan submarine off the country's southern coast. (Argentina Navy via AP )

Die ARA San Juan bei einer Übung.  Bild: AP/Argentina Navy

Argentinische Marine: «Keine Spur des verschollenen U-Boots» und die Luft wird knapp

22.11.17, 16:19 22.11.17, 20:40


Eine Woche nach der letzten Funkverbindung mit dem verschollenen argentinischen U-Boot «ARA San Juan» gibt es keine neue Spur zu dem Schiff. Dies erklärte am Mittwoch Marinesprecher Enrique Balbi in Buenos Aires.

epa06344076 Argentinian Naval force spokesman Captain Enrique Balbi (C) delivers a statement to the media in Buenos Aires, Argentina, 22 November 2017. The Argentine Navy warned, that the submarine declared missing on 17 November with 44 people on board, entered a phase 'critical' in terms of oxygen availability and informed that, for the time being, no 'contact' was made with the crew. Navy ships and aircraft are searching the area of last known location.  EPA/DAVID FERNANDEZ

Marinesprecher Enrique Balbi am Mittwoch in Buenos Aires. Bild: EPA/EFE

Während der Nacht hatten lokale Medien über eine Radaraufnahme berichtet, die auf ein Metallobjekt in 70 Metern Tiefe auf der vorgesehenen Route des U-Boots im Südatlantik hinwies. Nach gründlicher Absuche in der Zone sei ausgeschlossen worden, dass es sich um die «ARA San Juan» handelte.

Sauerstoff wird knapp

«Am siebten Tag stehen wir in einer kritischen Phase», sagte Balbi. Die Sauerstoffreserven des U-Boots mit 44 Menschen an Bord reichten für sieben Tage aus, wenn das U-Boot nicht auftauchen und über den Schnorchel die Luft an Bord erneuern konnte.

A woman wraps a rosary on the link of a fence blanketed with national flags in support of the crew members of the lost submarine, on the perimeters of the naval base in Mar del Plata, Argentina, Tuesday, Nov. 21, 2017. The ARA San Juan Argentine submarine has been lost at sea last week with 44 crew members on board as it was on a voyage from the extreme southern port of Ushuaia to the city of Mar del Plata.(AP Photo/Vicente Robles)

Ganz Argentinien betet für die 44 Crewmitglieder. Bild: AP/AP

Der Kapitän des U-Boots hatte bei der letzten Funkverbindung am 15. November gemeldet, dass es eine Batterien-Panne an Bord gegeben hatte. Sie sei aber behoben worden, hiess es nach Angaben der Marine. Die Zeitung «La Nación» berichtete aufgrund von Marinequellen, dass sich ein Kurzschluss ereignete, als Wasser bei hohem Wellengang über den Schnorchel in das U-Boot gelangte.

Weitere Suchschiffe versendet

Ein norwegisches Schiff mit einem ferngesteuerten Unterwasserfahrzeug (ROV) und weiterer Ausstattung der US-Navy zur Tiefseebergung an Bord soll noch am Mittwoch in die Gegend gelangen, in der das verschollene U-Boot vermutet wird. Ein weiteres Schiff soll mit einem Mini-U-Boot an Bord folgen, das ebenfalls von der US-Marine für eventuelle Bergungsversuche am Meeresgrund eingesetzt werden soll.

In der patagonischen Hafenstadt Comodoro Rivadavia wurde das regionale Spital auf Anforderung der argentinischen Kriegsmarine in Bereitschaft versetzt. Alle geplanten Operationen wurden verschoben und vier Säle frei gehalten, um die Besatzungsmitglieder des U-Boots gegebenenfalls einliefern zu können.

Die «ARA San Juan», ein U-Boot des Typs TR 1700, wurde von den damals dem Thyssen-Konzern gehörenden Nordseewerken in Emden gebaut und 1985 der argentinischen Kriegsmarine übergeben. «Unsere Gedanken gelten nun der Besatzung und ihren Familien. Wir hoffen inständig, dass das U-Boot zügig gefunden wird», erklärte ein Werftsprecher der Nachrichtenagentur dpa

(kün/whr/sda/dpa)

Kampf gegen die Zeit: Der Sauerstoff wird knapp

Video: srf

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