DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

BDP-Präsident postet Hakenkreuz: Wirbel um Tweet zu Durchsetzungs-Initiative

15.02.2016, 18:1316.02.2016, 06:08

BDP-Präsident Martin Landolt hat am Montag mit einem Tweet zur Durchsetzungs-Initative harsche Kritik auf sich gezogen. Er veröffentlichte auf Twitter ein Bild, auf dem ein zu einem Hakenkreuz entstelltes Schweizerkreuz zu sehen ist.

Das Poster mit dem Titel «Nein zur Zwei-Klassen-Justiz» wirbt für ein Nein zur Durchsetzungs-Initative und verweist dabei auf Nazi-Deutschland und die Apartheid in Südafrika. Auf Twitter löste Landolts Tweet heftige Reaktionen aus, viele davon negativ.

Zum zunächst kommentarlos getwitterten Poster verwies Landolt in der Folge auf ein Interview mit dem britisch-schweizerischen Werber Parvez Sheik Fareed, der das Poster entworfen hatte.

Dieser hatte gegenüber persoenlich.com gesagt, er vergleiche mit dem Poster «die Schweiz nicht per se mit dem Dritten Reich und dem Apartheidregime». Vielmehr vergleiche er die Konsequenzen, die die Umsetzung der Durchsetzungs-Initiative mit sich bringen würde, mit den Auswüchsen in Nazi-Deutschland und dem Südafrika während der Apartheid, die ihren Rechtsstaat demontierten.

Landolt sagte auf Anfrage, er habe die Provokation nicht aktiv gesucht. Das Bild bringe «die Sache aber auf den Punkt». Die zentrale Aussage sei, dass die Durchsetzungs-Initiative eine Zweiklassenjustiz schaffen würde.

Die Bildsprache sei provokativ, sagte Landolt. Einen Nazi-Vorwurf an die SVP sieht der BDP-Präsident darin aber nicht. Über den Wirbel, den er damit ausgelöst hat, zeigte er sich überrascht – das Poster sei ja nicht neu.

(sda/meg)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Jüngste Umfrage zeigt: Die Durchsetzungsinitiative dürfte abgelehnt werden

Die Durchsetzungsinitiative dürfte gemäss jetzigem Stand an der Urne abgelehnt werden, dies ergibt die letzte Umfrage von «20 Minuten» vor der Abstimmung am 28. Februar. 

Seit Anfang Jahr habe die Durchsetzungsinitiative stetig an Zustimmung verloren, schreibt «20 Minuten». Zu Beginn des Jahres planten noch 61 Prozent der Befragten ein Ja an der Urne einzulegen.

Der Rückgang der Befürworter hat gemäss der Zeitung vor allem auch mit einem Meinungsumschwung der Mitte-Wählern zu tun. 

Wenig …

Artikel lesen
Link zum Artikel