Gesundheit

Snus – das bessere Übel der Tabakindustrie?

Snus ist um 95 Prozent weniger gefährlich bezüglich Krebs als Rauchen. Das zeigen Studien aus Norwegen. Doch dass der Oraltabak die Zigarette auch in der Schweiz ersetzen würde, ist umstritten.

03.08.17, 06:41 03.08.17, 08:15

Riccardo Castellano 

Tabaksäckchen sind weniger schädlich als Glimmstängel. Das ist bekannt. Die neusten Zahlen, die am Meeting des Globalen Forums für Nikotin (GFN) in Warschau präsentiert wurden, bestärken nun das Argument für Snus als Nikotin-Alternative.

Rein damit: Snus ist unter anderem bei Eishockey-Spielern beliebt. Bild: shutterstock

Snus ist ein Oraltabak, der vor allem in Norwegen und Schweden verbreitet ist. Die kleinen Beutel mit Tabak und Salz werden in Dosen verkauft und hinter Ober- oder Unterlippe platziert.

Dort bleibt der Snus je nach Sorte bis zu einer Stunde. In der Eishockeyszene ist er sehr verbreitet – die Mehrheit der Spieler braucht den Tabak als stimulierendes Aufputschmittel. Über die Mundschleimhaut gelangt das Nikotin direkt in die Blutbahn, es erhöht den Puls, baut Stress ab und macht wach – aber auch süchtig, was nicht unbedingt dem Sportsgeist entspricht.

Die Forscher und Analysten des Globalen Forums für Nikotin hingegen finden fast nur positive Worte rund ums Thema Snus. Peter Lee, Epidemiologe und medizinischer Statistiker, lieferte am GFN Zahlen: Laut ihm ist Snus bezüglich Krebsrisiko zu 95% sicherer als die Zigarette.

Der schwedische Snus-Forscher Lars Ramstäm hat analysiert, was passieren würde, wenn Snus in ganz Europa erhältlich wäre. Snus hat es momentan schwer in Europa, der Verkauf ist überall verboten – ausser in Schweden. Trotzdem konsumieren laut dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) 0,5 Prozent der Bevölkerung den Oraltabak. Ramstäm findet, es sollten mehr sein. Er hat berechnet, dass rund 320'000 Tode verhindert werden könnten, falls ganz Europa einen ähnlichen Snus-Konsum wie Schweden hätte, und wichtiger: einen so tiefen Zigaretten-Konsum.

Lange Tradition in Schweden

In Schweden ist der Oraltabak populärer als die Zigarette. Es gibt dort viel weniger Raucher und weniger damit verbundene Krankheiten. Laut dem Eurobarometer, einer öffentlichen Meinungsumfrage in Europa, rauchen nur 5 Prozent aller Schweden täglich. Bei den durchschnittlichen Europäern sind es 24 Prozent, in der Schweiz rauchen 23,1 Prozent der Männer und 17,9 Prozent der Frauen täglich. Laut dem GFN sterben schwedische Männer daher im Vergleich zu Europa nur halb so oft an den Folgen von Tabak.

Das BAG aber glaubt nicht an das Potenzial der Alternative. Der hohe Snus-Konsum habe mit Schwedens Tradition zu tun: «In Schweden wird Snus vor allem aus historischen Gründen konsumiert und die Preise für Zigaretten sind hoch», sagt Sprecher Adrien Kay. Ausserdem liesse sich in anderen Ländern, wo Snus legal sei, nicht beobachten, dass die Menschen von Zigaretten auf Snus umstiegen.

Doch die Befürworter preisen weiter die Vorteile: Snus habe auch unter allen rauchlosen Tabaksorten (wie Kautabak, Schnupftabak) das kleinste oder gar kein Risiko bezüglich Lungen- und Herz-Kreislauf-Krankheiten. Ein weiterer Vorteil sei, dass Snus die Rauchgewohnheit abgewöhnen könne, heisst es seitens des GFN.

7 Millionen Rauchertote pro Jahr

Die «Tabak-Epidemie» ist eine der grössten Gefahren für die öffentliche Gesundheit. Weltweit mehr als 7 Millionen Menschen pro Jahr sterben an den Folgen des Tabakkonsums. Derzeit gibt es ungefähr 1 Milliarde Raucher, 80 Prozent davon leben in Ländern mit niedrigem oder mittlerem Einkommen, wo die Last von tabakbezogenen Krankheiten am grössten ist.

Das BAG ist auch vom gesundheitlichen Aspekt nicht überzeugt: «Snus enthält eine grosse Zahl von Schadstoffen, darunter 28 krebserregende Substanzen. Es ist nachgewiesen, dass Snus Speisenröhrenkrebs verursachen kann und die Mortalität nach Herzkreislauferkrankungen erhöht», so Kay. Es sei irreführend von Vorteilen zu sprechen. Dieser Meinung ist auch Markus Meury, Mediensprecher bei Sucht Schweiz: «Es besteht nachweislich ein Krebsrisiko, vor allem bei der Bauchspeicheldrüse und je nach Studie auch der Mundhöhle.» Ausserdem entstehe bei der Mehrheit der Konsumenten eine Nikotinabhängigkeit.

Fällt das Verbot in Europa?

Doch das europaweite Verbot ist unter Beschuss. Die Neue Nikotin Allianz NNA beantragt die Legalisierung, da sie Snus für eine lebensrettende Alternative zur Zigarette hält. Die NNA ist eine britische Verbrauchergruppe, die weniger gefährliche Nikotinprodukte unterstützt. Sie geht in einem Verfahren am Europäischen Gerichtshof gegen das Verbot vor. Gerry Stimson, Vorsitzender der NNA, sagt: «Ein Verbot gibt Rauchern weniger Möglichkeiten für gesündere Alternativen.»

Sucht Schweiz würde eine Legalisierung weder befürworten noch ablehnen. Meury hält es zwar für empfehlenswert, wenn Raucher auf Snus umsteigen. Doch er sieht bei einer Legalisierung eine Gefahr für die Jugendlichen – die der Einstiegsdroge: «Viele junge Leute fangen zuerst mit Snus oder der E-Zigarette an und steigen dann auf die konventionelle Zigarette um», sagt er. Der Jugendschutz sei kaum gewährleistet, denn in einigen Kantonen gebe es für solche Nikotinprodukte kein Abgabealter.

Das Parlament wird 2019 im Rahmen des Tabakproduktegesetzes über die Zulassung von Snus entscheiden. 

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    Alle Leser-Kommentare
  • andrew1 03.08.2017 13:56
    Highlight Und wer will umbedingt am verbot festhalten? Klar die nr. 1 bevormundungspartei sp. Dafür wollen die selben kiffen legalisieren. Viel wiedersprüchlicher gehts nun wirklich nicht mehr. Sinnbildlich für die ganze politik. Etwa wie arbeitnehmer schützen wollen oder die umwelt und gleichzeitig jährlich wohl am liebsten 200000 einwandern lassen.

    http://m.20min.ch/schweiz/news/story/30418776
    6 3 Melden
  • Walti Rüdisüli 03.08.2017 12:31
    Highlight Wer um Himmels Willen lässt den Snus eine ganze Stunde (!) unter der Lippe? Meine Güte
    3 8 Melden
    • Colluci5 03.08.2017 16:02
      Highlight Ist mir auch schon passiert, kann schnell mal der Fall werden das man den Snus sozusagen "vergisst"
      2 0 Melden
  • Ich mein ja nur 03.08.2017 11:08
    Highlight Suspekt an diesem Snus ist die massive Industrie, die dahinter steckt und ähnlich skrupellos argumentiert und handelt wie die Tabakindustrie.

    Fakt ist: Suns macht krank, Snus macht nikotinabhängig und Snus hilft nicht, von den Zigis wegzukommen. Und vielleicht macht Snus weniger krank, ok.
    3 4 Melden
    • Robson-Rey 03.08.2017 14:10
      Highlight Ich bin von Zigaretten auf Snus umgestiegen. Vom einen auf den anderen Tag. Als ich noch rauchte war ich oft krank d.h. Migräne, starker Reizhusten und hatte oft mit Übelkeit zu kämpfen. Ich bin 23 Jahre alt notabene. Das ich nun nur noch selten krank bin kann natürlich auch krasser Zufall sein.
      4 1 Melden
  • paburk 03.08.2017 10:36
    Highlight Ich bin vor 4 Jahren nach 30 "Päckli-Jahren" von der Zigarette auf Snus umgestiegen, da ich langsam Angst vor dem Lungenkrebs bekommen habe. Es geht mir jetzt so gut wie noch nie, Ruhepuls 45.

    So wie ich die Lage nach Studium diverse Studien einschätze ist Snus verglichen mit der Zigarette ein Witz. Meiner Meinung nach gründet das Verbot entweder auf Ahnungslosigkeit oder finanziellen Interessen.
    10 2 Melden
    • Bonzino 03.08.2017 11:34
      Highlight Was die Zigarette in der Lunge, kann Snus im Mund und Magen anrichten. Snusen kann auch eine Sucht wie das Rauchen auslösen. Ob Ihr Puls wegen dem Snus so tief ist, bezweifle ich.
      4 4 Melden
    • Bonzino 03.08.2017 11:47
      Highlight Das psychoaktive Nicotin wird über die Schleimhaut in den Blutkreislauf abgegeben. Snus wird als Genussmittel, als Alternative zu Rauchwaren und für die Raucherentwöhnung konsumiert. Populär ist es traditionell vor allem in Schweden. Es verbreitet sich mittlerweile aber auch im übrigen Europa. Zu den möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Mundgeruch, Verfärbungen und Erkrankungen der Zähne, Schleimhauterkrankungen, Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Erbrechen und Verdauungsstörungen. Snus kann abhängig machen und die Anwendung birgt gesundheitliche Risiken. Vom Konsum abzuraten.
      4 11 Melden
    • andrew1 03.08.2017 14:11
      Highlight @bonzino thx captain wikipedia!
      2 1 Melden
    • paburk 03.08.2017 14:51
      Highlight Bonzino, belege das bitte mit einem konkreten Verweis auf eine Studie und plappere nicht einfach was aus einem Klatschheftli nach. Mein Ruhepuls ist so tief weil ich dank dem Rauchstopp wieder Sport machen kann - das liegt ja irgendwie auf der Hand - nicht?
      3 2 Melden
    • Bonzino 03.08.2017 16:43
      Highlight Natürlich habe ich das Obige 11:47 copy paste. Ich kann ja nicht eine schwedische Studie bringen, die niemand versteht. Selbst spreche ich Schwedisch.
      Mein Kommentar stimmt auch so genau. Hier wird ja geschrieben, dass sie auf Snus umgestellt haben. Der Nikotineffekt ist da, aber der Krebs auch.
      2 4 Melden
  • Bonzino 03.08.2017 09:54
    Highlight Knutsche mal mit einem/er der/die vorher einen Snus unter der Oberlippe hatte. Herrlich wie der braune Speichel von den Zähnen tropft. Snus als nicht gefährlich zu taxieren, ist fahrlässig. Zudem eine/n Snusende/r mit "geschollener" Oberlippe, sieht nicht gerade attraktiv aus. Für die welche es noch nicht wissen, Snus kann Zungenkrebs erzeugen. Mein alter Kollege war davon betroffen. Übrigens hilft Snus dem Hockeyspieler nicht zu besserer Performance, unsere Rauchen, schwedische Snusen. Snus wird gesprochen zu Snüs. Eklig...
    10 24 Melden
    • andihel 03.08.2017 12:39
      Highlight Knutsche mal mit jemandem der vorher eine geraucht hat. Kann ich auch einfach einen Aschenbecher ablecken.
      17 0 Melden
  • Uslandschwiizer 03.08.2017 09:47
    Highlight Die indirekten Gesundheisvorteile sollte man auch nicht vergessen: Snus generiert keine Passivraucher rund um den Tabakkonsumenten.
    Gerade Kinder sind stark gefaehrdet wenn ihre Eltern rauchen (SIDS, Bronchitis, Pneumonia, Asthma) und die Wahrscheinlichkeit selber Raucher zu werden, ist 3 mal hoeher als bei Nichtrauchenden Eltern.
    11 3 Melden
  • l. a. stalder 03.08.2017 09:12
    Highlight Legalize it!
    27 2 Melden
  • der_senf_istda 03.08.2017 08:59
    Highlight Weshalb erzählen diese Leute immer noch das Märchen von der Einstiegsdroge ? Genauso wie Cannabis keine Einstiegsdroge für Heroin ist, ist Snus/E-Zigi keine Einstiegsdroche fürs Tabakrauchen.
    Snus und E-Zigarette könnte vielen Rauchern, die es nicht in die Tabak-Abstinenz geschafft haben, das Leben retten. Es ist unverantwortlich von Sucht Schweiz und dem BAG, diese weniger gefährlichen Alternativen zu verhindern.
    26 3 Melden
    • Ich mein ja nur 03.08.2017 11:00
      Highlight Es gibt dafür Belege*. Das Problem ist vor allem das Nikotin, sowohl bei E-Zigis als auch bei Snus und den anderen Produkten. Kaum jemand kennt die Wirkungsweise von Nikotin. Ausser natürlich die Tabakindustrie...

      *E-Cigarette Use Among Youth and Young Adults: A Report of the Surgeon General. 2016
      *A molecular basis vor nicotine as a gateway drug. N Engl J Med. 2014;371(10):932–43
      2 2 Melden
    • Pepsen 03.08.2017 12:49
      Highlight Absolut lächerlich und schlicht unwahr ist die Behauptung vom Herrn von Sucht Schweiz, "viele junge Leute fingen erst mit Snus oder der E-Dampfe an, um dann auf die Zigarette umzusteigen. Belege?
      3 1 Melden
    • der_senf_istda 03.08.2017 13:59
      Highlight @SapereAude: vielen Dank für den Link zu der sehr interessanten Studie, ich werde das noch genauer lesen. Was mir aber beim ersten lesen der Zusammenfassung jedoch auffiel:
      Die Autoren der Studie empfehlen eben gerade kein Verbot ( (z.Zt. dürfen bei uns keine Nicotin-Liquids importiert werden)) sondern eine staatliche Regulierung (wg. Qualität, Jugendschutz, Werbung etc.) und Information an die Konsumenten über die Folgen des Konsum von E-Zigi. Ich finde das sollten wir bei uns eben auch tun, anstatt zu verbieten. Dasselbe gilt m.E. auch für Snus. Verbote bringen nichts.
      2 0 Melden
  • Colluci5 03.08.2017 07:58
    Highlight Also ich muss ehrlich sagen, ich habe nie geraucht und habe auch nie vor damit anzufangen! aber ich snuse jetzt schon seit einem knappen jahr. Und muss Tobi23 vollkommen recht geben, das was am Kiosk momentan verkauft wird, kann man nicht als snus bezeichnen, bestelle auch immer von schweden jetzt und gebe mein geld halt dort aus.
    Die aussage mit der "Einstiegsdroge" ist lächerlich. Zu meiner Zeit haben auch die Jungen schon mit 14/15 begonne zu rauchen und wir haben dann weder Snus gekannt sonst noch was...
    36 3 Melden
  • Tobi23 03.08.2017 07:40
    Highlight Ich "snuse" nun seit mittlerweile 6 Jahren und kann mir beim besten Willen nicht vorstellen jemals beginnen zu rauchen. Die Vorteile des Snus' überwiegen dafür einfach viel zu sehr. Ich verstehe bis heute nicht warum der Verkauf in der Schweiz so limitiert wird, das was am Kiosk als snus (offiz. Lutschtabak in Beuteln) verkauft wird, konsumiert niemand der richtigen Snus mag. So generiere ich halt alle 2 Monate die Wertschöpfung in Schweden, ist besser und trotz Express Shiping massiv günstiger..
    43 3 Melden
    • s12_21 03.08.2017 10:23
      Highlight Auser dem währe es dumm vom
      Suns auf rauchen umzustellen da man den Nikotin "flasch" auch fast bis gar nicht mehr spüren würde da er bei Snus nun mal viel stärker ist.
      4 2 Melden
    • Walti Rüdisüli 03.08.2017 12:34
      Highlight Bei mir (AG) verkaufen sie auch Odens Extreme (mint & double mint) sowie den blauen Siberia, zeitweise auch den roten Siberia (42mg wenn ich mich richtig erinnere). Diese Snus finde ich, trotz anderem Verarbeitungsprozess, ziemlich anständig.
      1 0 Melden
    • Colluci5 03.08.2017 15:45
      Highlight @Walti Rüdisüli, ich selber konsumiere auch Odens und Siberia, aber genau diese sind solche, die ich nicht als Snus bezeichnen kann. Wenn Odens dann klassisch Cold Dry und wen Siberia, dann eben den roten, aber die Odens Extreme sind einfach schlächt aus meiner sicht.
      2 0 Melden
  • saukaibli 03.08.2017 07:28
    Highlight «Viele junge Leute fangen zuerst mit Snus oder der E-Zigarette an und steigen dann auf die konventionelle Zigarette um» So eine beschissene Lüge von einem, der es ganz sicher besser weiss, ich kotze gleich. JEDE Studie die genau das untersucht hat, kam zum Schluss dass E-Zigaretten eben NICHT zum Konsum von Tabak führen. Genau das Gegenteil ist der Fall, in den Ländern wo E-Zigaretten liberal geregelt werden nimmt die Zahl der jugendlichen Raucher massiv ab. Und Meury lügt uns hier einfach an. Wird Meury von der Tabak- oder der Pharmaindustrie bezahlt? Eine von beiden muss es wohl tun.
    40 5 Melden
    • Ich mein ja nur 03.08.2017 11:04
      Highlight Es gibt durchaus Studien die nahelegen, dass E-Zigis den Weg zum Tabakkonsum ebnen. Vor allem, wenn Nikotin in Spiel ist.

      Es wäre schön, wenn man die Sache nüchtern betrachten würde. Alle wollen doch Kinder und Jugendliche davor bewahren, von einer Industrie angefixt zu werden. Das geht auch ohne dass Erwachsenen der Konsum verboten wird...
      2 2 Melden
  • Reiser 03.08.2017 07:11
    Highlight Zu der Quelle von Mehry betr. Einstiegsdroge wäre es spannend eine evidenzbasierte Quelle zu bekommen. Denn so könnte man genauso gut dagegegn halten, dass Viele es schaffen z.B. mittels e-Zigarette vom konventionellen Rauchen loszukommen. Diese "Harm-Reduction" im Konsum könnte massive Einsparungen im Gesundheitswesen und eine Verbesserung der "Volksgesundheit" bringen, würde man nicht so stiefmütterlich damit umgehen und die absurde Verbotskultur auf verschiedenen Ebenen lockern.
    29 2 Melden
    • saukaibli 03.08.2017 07:44
      Highlight Eine Quelle dafür wird Meury nicht geben können, weil alle Studien das Gegenteil behaupten. Ich denke einfach, dass Herr Meury sehr viel Geld oder andere Goodies von der Pharmamafia bekommt, die natürlich erstens ihre eigenen Nikotinersatzprodukte verkaufen will und zweitens enorm viel Geld mit den Folgen des Tabakrauchens verdient. Schade dass sich Leute kaufen lassen und Propaganda gegen Produkte machen, die für die Volksgesundheit sehr positiv wären. Vor allem wenn sie sich noch als Verein wie "Sucht Schweiz" tarnen und den Anschein machen wollen den Menschen zu helfen anstatt der Pharma.
      22 4 Melden
    • A_C_Doyle 03.08.2017 09:45
      Highlight Auch wenn er diesbezüglich Mist erzählt ist es teotdem alles andere als Gesund. Nur weil es weniger schädlich ist als das Rauchen einer Zigarette, heisst das nicht das man es fördern muss.

      Das einzig wirklich positive dass ich an diesem Zeug sehe ist, dass es nur den Konsumenten betrifft und sich nicht umstehende auch zuqualmen lassen müssen.
      5 0 Melden
    • Pepsen 03.08.2017 12:58
      Highlight AC, dass Snus oder die E-Dampfe gesund oder unbedenklich seien, behauptet kein Mensch. Das Entscheidende hier ist gegenüber der analogen Zigi der massiv reduzierte Schaden. Stichwort 'harm reduction 95%' (!)
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