20.07.2017, 13:2024.07.2017, 08:53
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Heute ist zwar vieles bequemer, schneller und sicherer geworden, aber dafür hat uns der Fortschritt auch ein paar schöne Dienste geraubt.
Zum Beispiel die Pferde. Auf den Strassen sind sie kaum mehr zu sehen.
Dabei haben sie einst tatkräftig mitgeholfen bei der Strassenreinigung.

Eine Strassenreinigungskutsche in New York, ca. 1910.
Die Postkutsche zogen sie auch, und brachten die Männer mitsamt ihren schicken Zylindern an ihr Ziel.

Eine Postkutsche in London, 1865. Sie beförderte Postsendungen und zahlende Passagiere.
Das waren Zeiten, als man für ein Foto noch ins Studio ging – und stundenlang stillsitzen musste.

Berlin, 1893: Ein Fotograf fotografiert sich selbst, eine Satire auf die frühe Fotografiepraxis, die mit ellenlangen Belichtungszeiten kämpfen musste.
Gleich geht's weiter mit den historischen Diensten, vorher ein kurzer Hinweis:
Und nun zurück in die Vergangenheit:
Früher hatte man noch reichlich Platz im Flugzeug ...
Eine Boeing 377 Stratocruiser der Pan American World Airways überfliegt San Francisco, ca. 1948. Von diesen Langstrecken-Passagierflugzeugen wurden nur 56 Stück gebaut, von 1947-1950. Der Luxus, der die Maschine bot, konnte sich kaum einer leisten.
... für Betten ...

Betten in der Boeing 377, die auch über eine Bar für ca. 8 Personen im Unterdeck verfügte.
... und Bars!
Luxusversion einer Boeing 747 der australischen Fluglinie Qantas: Im Oberdeck der ersten Klasse werden Drinks ausgeschenkt, 1971.
Und die Zigarettenautomaten zündeten dir einst automatisch den Glimmstängel an.

Zumindest in den 30er Jahren in London. Da kamen die «Black Cat»-Zigaretten bereits angezündet aus dem Automaten.
Nichts musste man im Internet bestellen, denn der Hausierer kam bei dir vorbei.

Auch in die entlegensten Ecken: Hausierer im Emmental, 1956.
Und er führte dir den Staubsauger auch gleich vor.

Typischer Staubsauger-Vertreter aus den 50ern und 60ern: Je mehr Saugkraft, umso besser.
Der Milchmann brachte dir die Flaschen ...

Ein Milchmann auf seiner Tour in Hampshire, England.
... und für all die stumpfen Messer hatte man einen Scherenschleifer.

Ein Berliner Scherenschleifer, bewundert von Kindern, 1904.
bild:
pinterest, Fotografie willy römer
Den kaputten Schirm reparierte der Schirmflicker.

Den «Ombrellaio» gab es vor allem in Italien.
Schuhe gab's in winzigen Strassenshops zu kaufen.

Der kleinste Schuhshop in London, 1,2 Quadratmeter gross, 1900.
Der Bücherwagen rollte noch regelmässig durchs Quartier.
Der Bücher-Truck in Dayton, Ohio, 1924.
Die Bauchladen-Verkäuferinnen boten Zeitungen, Souvenirs, Süssigkeiten oder Lösli an.

Bauchladenverkäuferin in Stockholm, 1930.
Und wo ist eigentlich der Stadtschreier abgeblieben? Alles muss man heutzutage selbst im Internet nachschauen ...

Er hat laut rausgeschrien, wann der Flohmarkt stattfindet und was in der Zeitung steht. Im Bild: Der Stadtschreier von Provincetown, Massachusetts, im späten 19. Jahrhundert.
(rof)
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