Analyse
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Motorradgangs, Drogendealer, korrupte Militärs – wer Maduro die Macht (noch) sichert

In Venezuela tobt der Machtkampf zwischen Staatschef Maduro und dem selbst ernannten Interimspräsidenten Guaidó. Der Schlüssel zum Erfolg liegt beim Militär. Noch hat Maduro die Unterstützung – weil einige ganz viel zu verlieren haben.



Nicolás Maduro steuert ein Militärboot durch die Karibik, joggt Seite an Seite mit Verteidigungsminister Vladimir Padrino durch die Festung Paramacay und inspiziert bei einem Manöver der 41. Brigade die Truppen.

epa07326223 A handout photo made available by the Miraflores Press, shows Venezuelan President Nicolas Maduro (C) as he leads a military exercise, in Caracas, Venezuela, 27 January 2019. Maduro led on Sunday military maneuvers with soldiers, as the opposition went to barracks to deliver to the uniformed of the country the text of a law with which they seek to get them to disown the president.  EPA/MIRAFLORES PRESS / HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Die Nähe zum Militär hält Maduro bislang an der Macht. Bild: EPA/MIRAFLORES PRESS

Der venezolanische Staatschef will keine Zweifel daran aufkommen lassen, wer der wahre Oberbefehlshaber der Nationalen Bolivarischen Streitkräfte ist. «Immer loyal», ruft er den Soldaten zu. «Niemals Verräter», schallt es zurück.

Das Buhlen um die Unterstützung des Militärs ist kein Zufall. Im eskalierenden Machtkampf zwischen Maduro und dem selbst ernannten Interimspräsidenten Juan Guaidó ist das Militär der Schlüssel zum Erfolg. Internationale Anerkennung hin oder her – durchsetzen wird sich letztlich nur derjenige, der die Streitkräfte hinter sich weiss.

Diese Karte zeigt, welche Länder noch hinter Maduro stehen.

«Das Einzige, was zählt, ist: Wie viele Soldaten stehen auf der Seite von Maduro und wie viele auf der Seite von Guaidó», sagt Phil Gunson vom Forschungsinstitut Crisis Group. Entsprechend werden die Militärs in diesen Tagen umworben.

«Danke für eure Professionalität und euren Patriotismus», schmeichelt Maduro den Soldaten einer Marineeinheit, als er mit ihnen nach der Übung Arm in Arm für ein Foto posiert. «Ihr könnt immer auf mich zählen.»

Guaidó verspricht Straffreiheit

Auch Guaidó lässt nichts unversucht, um die Militärs für sich zu gewinnen. «Soldaten, stellt euch auf die Seite des Volkes», ruft er bei einer Kundgebung. Ein Amnestiegesetz, das den Soldaten Straffreiheit verspricht, wenn sie sich an der Wiederherstellung der demokratischen Ordnung beteiligen, soll ihnen das Überlaufen zur Opposition schmackhaft machen.

Im Kampf um die Herzen wendet sich Guaidós Ehefrau Fabiana Rosales direkt an die Frauen der Soldatenfamilien. Sie will sie bei der Ehre packen.

epa07325895 The President of the National Assembly (Parliament) of Venezuela and self-proclaimed interim President of the country Juan Guaido (C), attends a mass in the company of his mother Norka Márquez (L), and his wife Fabiana Rosales (R), in the San Jose de Chacao Church, in Caracas, Venezuela, 27 January 2019.  EPA/Miguel Gutiérrez

Juan Guaidó und seine Ehefrau Fabiana Rosales am Sonntag, 27. Januar, in einer Kirche in Caracas: Buhlen um die einfachen Soldaten. Bild: EPA/EFE

«Mütter, Töchter und Ehefrauen der Militärs, findet ihr es gerecht, dass die Regierung die Reputation und das Prestige der Uniform beschmutzt hat?», fragt sie in einem Video. «Erinnert ihr euch noch, als Offiziere in Galauniform ihre Töchter zum Altar führten, stolz darauf, Teil der Streitkräfte zu sein?»

Der selbst ernannte Interimspräsident und seine Frau suchen nicht von ungefähr die Nähe zu den einfachen Soldaten und den Frauen.

Ranghohe Militärs sacken Gewinne ein

Denn zumindest die Führungsriege des Militärs steht bislang treu an Maduros Seite. «Die Streitkräfte werden niemals einen Präsidenten akzeptieren, der von dunklen Mächten eingesetzt wird oder sich abseits des Rechts selbst einsetzt», versichert Verteidigungsminister Padrino. «Wir erkennen unseren Oberbefehlshaber Nicolás Maduro als legitimen Präsidenten an.»

epa07315818 Venezuela's Defense Minister Vladimir Padrino Lopez (C) speaks at a press meeting in Caracas, Venezuela, 24 January 2019. Defense Minister Vladimir Padrino said that the 'soldiers of the Fatherland' would not accept a president imposed 'under the shadow of dark interests.' Other officers are not identified.  EPA/MIGUEL GUTIERREZ

Verteidigungsminister Padrino sichert Präsident Maduro am Donnerstag, 24. Januar, vor den Medien seine Unterstützung zu. Bild: EPA/EFE

Die Loyalität dürfte allerdings weniger der sozialistischen Gesinnungen der Generäle geschuldet sein, sondern vielmehr handfesten wirtschaftlichen Interessen. Während das einst reiche Land im Elend versinkt, machen die ranghohen Militärs noch immer gute Geschäfte.

Sie sitzen an den wichtigen Schaltstellen der Macht, kontrollieren das Ölgeschäft, den Import von Lebensmitteln, Banken und Bergbaufirmen. Grosse Teile der Gewinne – Venezuela zählt zu den korruptesten Staaten der Welt – dürften in den Taschen der Generäle verschwinden.

Illegaler Bergbau und Drogenhandel

Zudem sollen zahlreiche Militärs in kriminelle Geschäfte wie illegalen Bergbau und Drogenhandel verwickelt sein. Maduros rechte Hand Diosdado Cabello, Ex-Militär und Vizepräsident der Sozialistischen Partei, gilt als einer der grössten Drogenhändler Südamerikas. Er soll das Cartel de los Soles (Kartell der Sonnen) führen – ein Verbrechersyndikat aus Offizieren.

Venezuelan President Nicolas Maduro, center, listens to Constitutional Assembly President Diosdado Cabello at the Supreme Court during an annual ceremony that marks the start of the judicial year in Caracas, Venezuela, Thursday, Jan. 24, 2019. Cabello and other high-ranking allies pledged to stand behind Maduro and denounced Juan Guaido who declared himself interim president on Wednesday. (AP Photo/Ariana Cubillos)

Präsident Maduro (rechts) und Diosdado Cabello, der als einer der grössten Drogenhändler Südamerikas gilt. Bild: AP/AP

«Der steckt bis zum Hals in allen illegalen Aktivitäten in Venezuela. Aber er weiss, wie man sich schützt und Abstand zu den schmutzigen Geschäften hält», zitiert das auf Sicherheitsthemen spezialisierte Portal Insight Crime einen Mitarbeiter des US-Justizministeriums.

Maduro habe kriminelle Offiziere gezielt auf die höchsten Ebenen befördert, in der Hoffnung, dass sie im Falle eines Regierungswechsels am meisten zu verlieren hätten und deshalb umso entschlossener für den Status quo kämpfen würden, heisst es in der Analyse

Motorradgangs als Stütze Maduros

Maduros Gefolgsleute haben bei einem Regimewechsel viel zu verlieren. Anders sieht es in den niedrigen Rängen aus: Dort dürfte deutlich mehr Unzufriedenheit mit Maduros sozialistischer Regierung herrschen. Die einfachen Soldaten und ihre Familien leiden ebenso an den Versorgungsengpässen wie die Zivilbevölkerung. Es sind vor allem jene Soldaten, die Guaidó zum Überlaufen animiert.

Um einen Putsch zu verhindern, werden sie allerdings mit Hilfe kubanischer Militärgeheimdienstler streng kontrolliert. Dennoch kommt es immer mal wieder zu kleineren Aufständen. Erst vor einer Woche lehnte sich eine Gruppe Nationalgardisten gegen Maduro auf.

Eine weitere Stütze von Maduros Macht sind die «Colectivos». Diese bewaffneten Motorradgangs wollen ebenso, dass alles so bleibt, wie es ist.

Wo die Colectivos in der Hauptstadt herrschen:

Die Gruppen beherrschen ganze Stadtviertel, kontrollieren die Verteilung subventionierter Lebensmittel und gehen unbehelligt von der Polizei ihren illegalen Geschäften nach. Im Gegenzug erledigen sie die Drecksarbeit und prügeln bei Protesten gegen die Regierung auf die Demonstranten ein.

Erster Erfolg für Guaidó

Wenn der selbst ernannte Interimspräsident Guaidó die Militärs und Milizen auf seine Seite ziehen will, muss er ihnen etwas bieten: Nur wenn sie keine Zukunft für Maduros Regierung mehr sehen und gleichzeitig eine sichere Ausstiegsoption haben, dürften sie die Seiten wechseln.

Einen ersten Erfolg seiner Charmeoffensive konnte er schon verbuchen: Der Militärattaché an der venezolanischen Botschaft in Washington sagte sich am Wochenende von Maduro los und stellte sich in den Dienst von Guaidó. «Es reicht», sagte Oberst José Luis Silva in einer Botschaft an seine Kameraden. «Keine Gewalt gegen die Bürger mehr.» (meg/sda/dpa)

Juan Guaidó erklärt sich zum Staatschef Venezuelas

abspielen

Video: srf

Das könnte dich auch interessieren:

Nach Maurers Englisch-Desaster: Jetzt nimmt ihn Martullo in die Mangel (You Dreamer!😂)

Link zum Artikel

13 Cartoons, die unsere Gesellschaft auf den Punkt bringen

Link zum Artikel

Super-GAU für Huawei? Das müssen Handy- und PC-User jetzt wissen

Link zum Artikel

Perlen aus dem Archiv: So (bizarr) wurde 1991 über den Frauenstreik berichtet

Link zum Artikel

Strache-Rücktritt: Europas Nationalisten haben einen wichtigen General verloren

Link zum Artikel

Steakhouse serviert versehentlich 6000-Franken-Wein – die Reaktionen sind köstlich

Link zum Artikel

Das Huber-Quiz: Dani ist zurück aus den Ferien. Ist er? IST ER?

Link zum Artikel

Instagram vs. Realität – 14 Vorher-nachher-Bilder mit lächerlich grossem Unterschied

Link zum Artikel

8 Gerichte, die durch die Beigabe von Speck unwiderlegbar verbessert werden

präsentiert vonMarkenlogo
Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

39
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
39Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Foxcroft 30.01.2019 00:15
    Highlight Highlight Liebe Watson Team,

    Es würde mich sehr interessieren on die aktuelle wirtschafliche Lage in Venezuela nur durch Chavez/Maduros Führung verursacht worden ist? Seit Jahren versucht ja die USA mit Sanktionen bewusst in eine Krise zu stürzen, damit ein Machtwechsel überhaupt möglich ist.
    Bin jetzt kein Maduro Fan, aber das die westlichen Länder jetzt alle so tun, als ob Ihnen die Bürger in Venezuela wirklich wichtig wären irritiert mich etwas!
    Wäre wirklich interessant hier einen Beitrag zu lesen, welche Vorteile die westlichen Länder bzw. die USA bei einem Machtwechsel hätten?
  • Makatitom 29.01.2019 09:58
    Highlight Highlight Wenn ihr auf Input nicht reagiert, kommt es halt in die Kommentare:
    "Der venezolanische Staatschef will keine Zweifel daran aufkommen lassen, wer der wahre Oberbefehlshaber der Nationalen Bolivarischen Streitkräfte ist. «Immer loyal», ruft er den Soldaten zu. «Niemals Verräter», schallt es zurück."
    Venezolanischer Staatschef Oberbefehlshaber über bolivarische Streitkräfte? Wie geht das?
    • D0n_08scur0 29.01.2019 11:25
      Highlight Highlight Das ist nicht auf den Staat Bolivien sondern auf den Nationalheld Simon Bolivar bezogen.
  • Markus97 28.01.2019 19:52
    Highlight Highlight Die Schweizer welche sich eine Berufsarmee wünscht sollten diesen Artikel gut lesen. Das Militär ist scheinbar die alles-entscheidende Gewalt. Ist doch gut das diese in der CH von allen Bevölkerungsschichten durchdrungen wird.
  • Leon1 28.01.2019 19:38
    Highlight Highlight Die im Artikel verlinkte Karte ist mindestens in Bezug auf die Schweiz völliger Blödsinn.

    Die Schweiz anerkennt (seit 1945) nur Staaten, keine Regierungen. Hat Cassis vor wenigen Tagen auch klar so bestätigt. Die Position der Schweiz ist also weder für noch gegen Maduro. Man anerkennt den Staat Venezuela, zu inneren Angelegenheiten haben wir aber keine offizielle Position. Das wird als Einmischung gewertet und ist mit dem schweizerischen Neutralitätsgedanken nicht vereinbar.

    Faktisch ist man mit jenen in diplomatischem Kontakt, die die effektive Hoheit ausüben.
  • Dong 28.01.2019 18:25
    Highlight Highlight Erinnert unangenehm an Syrien: Man muss kein Unterstützer der Regierung sein um festzustellen, dass eine Machtergreifung durch die Opposition die Lage wahrscheinlich verschlimmern wird.
    Ich wäre auch vorsichtig in der Annahme, eine grosse Mehrheit der Bevölkerung stünde hinter einem „beschleunigten“ Machtwechsel - hat sich auch schon als Trugschluss erwiesen.
    Ich finde das letztlich verantwortungslos, wie unsere West-Politiker hier wieder mal mitspielen möchten, die müssen ja allesamt nicht in Venezuela leben.
    • Shelley 28.01.2019 21:18
      Highlight Highlight Schlimmer gehts nimmer! Dein Kommentar ist ideologisch verbrämt, und spottet dem Leid der Bevölkerung. Chavez, Maduro und ihre Hintermänner haben das reichste Land Lateinamerikas zu dessen Kloake gemacht. Geh jetzt mal nach Caracas, du wirst weinen. Armut und absolute, unkontrollierte Gewalt, Staatsterror, nichts zu Essen, keine Medizin, Was soll daran gut sein? Millionen von geflohenen Bürgern sind ein eindeutiges Zeichen.
      Und ja, eine grosse Mehrheit ist für den Machtwechsel, notfalls auch mit US Hilfe. Ich bin ein Linker, aber Maduro und seine Kumpanen sicher nicht.
    • Dong 29.01.2019 09:43
      Highlight Highlight @Shelley: Ich bin eben KEIN ideologe!

      Ich war damals im arabischen Frühling euphorisch, seither bin ich vorsichtig. Und seither traue ich auch der Mainstream-Berichterstattung nicht mehr so ganz.
      Ich hab die linke Gegenversion dazu auch gesehen - das ist auch einseitig, aber ich kann das auch nicht widerlegen - finde es schwierig, ein neutrales Gesamtbild zu bekommen.
      Dass die Sozialisten in Venezuela das Ablaufdatum überschritten haben scheint immerhin klar, ich würde mir aber das ganze eben schon ohne Putsch wünschen, weil actio = reactio, da kann man nicht vorsichtig genug sein.
    • loquito 29.01.2019 15:05
      Highlight Highlight Shelley
      Ehemals Reichstes Land? WTF? Wenezuela hatte zwei verlorene Jahrzehnte 1980-1999. Die Armut war dramatisch, Hungersnöte und fehlende Gesundheit bei über 50% der Bevölkerung an der Tagesordnung. Wer etwas anderes behauptet hat nicht mal den Wikipedia Artikel zu Venezuela gelesen, gesxhweigedennein geschuchtsbuch. Und komm mir nicht mit BIP. Denn das BIP sagt nichts aus, Carlos Slim mit 100 000 000 000 USD macht die 50 000 000 armen Mexikaner auch nicht weniger arm, doch die Statistik zeigt diea nicht. Google mal Hambruna Venezuela 1980s. Oder las decadas perdidas Venezuela
  • Livia Peperoncini 28.01.2019 14:31
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte beachte die Kommentarregeln.
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 28.01.2019 13:57
    Highlight Highlight Dementsprechend stehen die ersten Sieger der aktuellen Krise schon mal fest, die Militärs und die Schlägertruppen.
    Um dessen Gunst darf jetzt gebuhlt werden und der Sieger wird sich im nachhinein mit einer gesalzenen Rechnung konfrontiert sehen.
  • tzhkuda7 28.01.2019 13:57
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
  • Tanuki 28.01.2019 13:26
    Highlight Highlight was mich ärgert bei Berichten über Venezuela ist die Bezeichnung "sozialistisch". Genauso gut könnte man dann bei Berichten über Nordkorea von "demokratisch" sprechen (Offizieller Name: Demokratische Volksrepublik Korea).
    • Livia Peperoncini 28.01.2019 15:05
      Highlight Highlight Die Partido Socialista Unido de Venezuela ist nun halt mal die grösste linke Partei in Südamerika, ihre verstorbene Lichtgestalt Hugo Chávez hätte ja sogar am 1. Mai 2006 in Zürich eine Rede halten können... wenn er dazu Lust gehabt hätte.
    • Gretzky 28.01.2019 15:46
      Highlight Highlight Und was genau soll daran falsch sein? Die Chavistas sind eine sozialistische Partei mit einem sozialistischen Parteiprogramm. Sie wurden und werden von sozialistischen Parteien unterstützt und indoktriniert (im übrigen auch von linken Exponenten aus der Schweiz). Also was genau soll den an der Bezeichnung "sozialistisch" falsch sein?
    • Fabio74 28.01.2019 19:16
      Highlight Highlight @livia. Das war vor 13 Jahren. Manche der hier kommentierende lebte damals kaum.
    Weitere Antworten anzeigen
  • FrancoL 28.01.2019 13:24
    Highlight Highlight Ich bin gar kein Freund von Maduro, aber ich bin Realist. Venezuela gehört zu den korruptesten Ländern der Welt und ob nun Maduro der die Opposition an der Macht ist wird die Korruption nicht von heute auf morgen weg sein. Sie wird das Geld nur in andere Taschen fliessen lassen, "verarscht" wird immer noch das Volk.
    • loquito 29.01.2019 15:06
      Highlight Highlight Wäre es das? Auch wenn sie jiemand kaufen kann, wie es vor den Sozialisten war?
  • RandomNicknameGenerator 28.01.2019 13:09
    Highlight Highlight Liebes Watson-Team,
    Es wäre sehr interessant, wenn ihr die von Chavez eingeführten Veränderungen beleuchten könntet - mir Vorteilen wie der gesunkenen Armut und Nachteilen wie dem gesunkenen BIP und der Abhängigkeit vom Erdölpreis. Diese bilden schliesslich die Grundlage zum System Maduro und dementsprechend zum Grund der wirtschaftlichen Problemen.
    Danke!
    • Toerpe Zwerg 28.01.2019 16:14
      Highlight Highlight Einnahmen aus Öl -> Verteilen an Günstlinge und die eigenen Wähler.

      Et voila.
  • Wenn Åre = Are dann Zürich = Zorich 28.01.2019 13:05
    Highlight Highlight Der Bürgerkrieg wird leider immer Wahrscheinlicher
    Mit Freundlichem CIA Support
    • Hierundjetzt 28.01.2019 13:27
      Highlight Highlight Jetzt gibt es sicher noch Fakten zu Deiner Meinung. Herzlichen Dank.

      Wo warst Du übrigens *bevor* die USA den Interimspräsidenten anerkannt hatten? Ach so. Eben
    • DerewigeSchweizer 28.01.2019 15:32
      Highlight Highlight @reconquista's creed :

      Äähh ???
      Hier hat wohl nur einer die letzten 20 Jahre gelangweilt weggeklickt und zwar DU.

      "Am 11. April 2002 wurde Venezuelas Präsident Hugo Chavez mit Unterstützung der CIA (=USA Auslandsgeheimdienst) von wohlhabenden Oppositionskräften aus dem Amt geputscht"
      https://www.gegenfrage.com/cia-putsch-venezuela/

      Weshalb wohl ?
      Denn damals gab's noch keine Krise, keine tiefen Erdölpreise, keine Versorgungskrise,
      ... und trotzdem wollten wohlhabende konservative Kreise - damals wie heute - ZUSAMMEN MIT DEN USA die demokratisch gewählte Regierung stürzen.
    • Toerpe Zwerg 28.01.2019 16:18
      Highlight Highlight "Denn damals gab's noch keine (...) tiefen Erdölpreise,"

      Ölpreis 2002 - $20
      Ölpreis 2019 - $60

      Was genau ist Ihre Aussage?



    Weitere Antworten anzeigen

Die Schweiz hat bald ein Hebammen-Problem – und das verwundert

In Deutschland betreut eine Hebamme im Schnitt 90 Geburten pro Jahr. Zu viel, sagen die Verantwortlichen. Auch in der Schweiz zeichnet sich ein Hebammenmangel ab. Und das, obwohl die Hochschulen mit Interessentinnen überrannt werden.

In Deutschland herrscht Hebammenmangel. Auf eine Hebamme kommen 90 Geburten pro Jahr, berichtete kürzlich t-online. Immer mehr Hebammen arbeiten wegen der hohen körperlichen und psychischen Belastung Teilzeit.

In der Schweiz ist die Situation etwas komplizierter. Weil national keine Zahlen erhoben werden, sei es schwierig, eine eindeutige Einschätzung zur hiesigen Situation der Hebammen abzugeben, erklärt Andrea Weber, Geschäftsführerin des Schweizerischen Hebammenverbands.

«Klar ist: Die …

Artikel lesen
Link zum Artikel