Justiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Jogger absichtlich angefahren: Fünfeinhalb Jahre Freiheitsstrafe für Autofahrer



Das Bundesgericht hat die Freiheitsstrafe von fünfeinhalb Jahren für einen heute 30-jährigen Mann bestätigt, der absichtlich einen Jogger anfuhr und schwer verletzte. Wie das Obergericht Aargau geht das Bundesgericht von mehrfacher versuchter vorsätzlicher Tötung aus.

Der Verurteilte hatte im August 2013 auf einem Feldweg in Hallwil AG eine mündliche Auseinandersetzung mit zwei Joggern. Wenig später fuhr er einen Umweg, um den beiden Männern nochmals zu begegnen. Mit mindestens 45 Kilometern pro Stunde fuhr er mit seinem Auto auf diese zu.

Zu spätes Ausweichmanöver

Erst im letzten Moment machte er ein Ausweichmanöver, erfasste dabei jedoch einen der beiden Jogger, gerade als dieser nach links neben den Weg sprang. Der Mann wurde schwer verletzt.

Das Bundesgericht hält in seinem am Dienstag publizierten Urteil fest, das Aargauer Obergericht habe überzeugend dargelegt, weshalb es das Verhalten des 30-jährigen Fahrers als Eventualvorsatz gewertet habe.

Mehrfache Pornographie

Der Fahrer habe damit rechnen müssen, dass es zu einer Kollision komme und der Jogger schwer verletzt werde. Auch bei der Bemessung der Strafe sei das Obergericht korrekt vorgegangen.

Der 30-Jährige muss dem Opfer den entstandenen Schaden und eine Genugtuung von 15'000 Franken bezahlen. Zudem muss er für die Verfahrenskosten von rund 45'000 Franken aufkommen.

Ebenfalls unverändert bleibt die zusätzlich ausgesprochene bedingte Geldstrafe von 60 Tagessätzen zu 120 Franken wegen mehrfacher Pornographie. Auf dem Handy des Mannes waren sodomistische Bilder gefunden wurden. (whr/sda)

Aktuelle Polizeibilder

Metzger geht mit Fleischstücken auf Veganer los

Play Icon

Video: watson/nico franzoni

Das könnte dich auch interessieren:

Mayotte – Europas zerrissenes Paradies am Ende der Welt

Link to Article

Ein junger Jude verliebt sich in eine Schickse – Orthodoxe fühlen sich im falschen Film

Link to Article

Hallo, Impfgegner – diese 7 Antworten zur Grippeimpfung sind speziell für euch

Link to Article

Die 11 schönsten Höhlen der Welt, in denen du dich vor der Fasnacht verstecken kannst

Link to Article

Die tiefe Spaltung der USA ist alarmierend – und ein Zeichen der Zeit

Link to Article

Wichtig: Eine Rangliste der 18 besten Drunk Foods aus aller Welt 🍺🍕🍻🍔🍺

Link to Article

Wie zwei Nerds die Welt eroberten – und ihre Ideale verrieten

Link to Article

Diese 10 Dinge kommen Ausländern als Erstes in den Sinn, wenn sie an die Schweiz denken

präsentiert vonBrand Logo
Link to Article

Eklat beim F1-Grand-Prix von Brasilien: Verstappen pöbelt Ocon nach dem Rennen an

Link to Article

Es ist Tag der schlechten Wortspiele oder wie wir vom Sport sagen: Heimspiel!

Link to Article
Alle Artikel anzeigen
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

Abonniere unseren Newsletter

Themen
12
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
12Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Magnum 14.08.2018 18:35
    Highlight Highlight Mit Verlaub: Diese Strafe ist zu gering. Wer sein Auto als Waffe missbraucht, sollte deutlich härter bestraft werden. Dieser Lenker hat genau dies getan und den Tod der Jogger billigend in Kauf genommen, um das letzte Wort in einem Disput zu haben. Dieser Typ sollte bis zum Ende seines Lebens nie mehr ein Auto lenken.
    0 1 Melden
  • DemonCore 14.08.2018 13:25
    Highlight Highlight Seit wann sind sodomistische Bilder illegal? Ich habe noch nie von Sodomie als strafrechtlicher Kategorie gehört. Sodomie ist ein Begriff aus der christlichen Moral und heisst heute meistens Analverkehr. Meint ihr Zoophilie oder explizite Gewaltdarstellungen? Die sind nämlich illegal.
    11 29 Melden
    • 00892-B 14.08.2018 14:41
      Highlight Highlight Wiki: "Während in anderen Sprachen die von Sodomia abgeleiteten Begriffe heute hauptsächlich den Analverkehr bezeichnen, steht Sodomie im modernen deutschen Sprachgebrauch hauptsächlich für sexuelle Praktiken mit Tieren (Zoophilie; lat.: Sodomia bestialis)."
      31 0 Melden
    • DemonCore 14.08.2018 15:36
      Highlight Highlight Ich nehme an du zitierst Wikipedia? Steht dort auch worauf der Autor seine Behauptung bezügl. des modernen dt. Sprachgebrauchs hat? Abgesehen davon, steht im Strafgesetz das Wort 'Sodomie' eben nicht, sondern 'sexuelle Handlungen mit Tieren', was deutlich klarer ist.
      9 9 Melden
  • chnobli1896 14.08.2018 12:34
    Highlight Highlight Ich hoffe der Ausweis ist fürs Leben lang weg..
    43 4 Melden
  • DerSimu 14.08.2018 12:10
    Highlight Highlight Nur 5 Jahre? Echt jetzt?

    Was ich auch nicht ganz verstehe ist die Busse wegen den Pornos. Seit wann sind pornografische Bilder verboten? Selbst wenn es sich um BDSM handelt. Wie krass müssen diese Bilder denn bitte sein?
    35 10 Melden
    • chnobli1896 14.08.2018 12:34
      Highlight Highlight [...]
      Auf dem Handy des Mannes waren sodomistische Bilder gefunden wurden
      [...]

      Sodomie ist doch verboten?!
      16 1 Melden
    • Olifant 14.08.2018 12:56
      Highlight Highlight Steht da: sodomistische Pornos. Das ist strafbar.
      16 0 Melden
    • don duende 14.08.2018 13:39
      Highlight Highlight Weil es sodomistische (sexuelle Handlungen mit Tieren) und nicht sadomasochistische Bilder waren.
      22 0 Melden
    Weitere Antworten anzeigen

«Angriff auf den Rechtsstaat!» – «Lügenkampagne!»: Das grosse Streitgespräch zur SBI

Am 25. November stimmen wir über die Selbstbestimmungs-Initiative (SBI) der SVP ab. Auf der watson-Redaktion trafen sich Initiativ-Gegnerin Laura Zimmermann von der Operation Libero und Jung-SVP-Präsident Benjamin Fischer zum hitzigen Schlagabtausch – und schenkten sich nichts.

«Direkte Demokratie vor gierigen Grosskonzernen!» Mit dieser Parole trat die Junge SVP auf dem Bundesplatz auf, als die Economiesuisse gegen die SBI warb. Herr Fischer, sind Sie im Herzen ein Jungsozialist?Benjamin Fischer: Nein, natürlich nicht. Wir wollten aufzeigen, wessen Interessen die Economiesuisse hier wirklich vertritt. Es sind jene der internationalen Grosskonzerne, deren Spitzen eigentlich nichts mehr mit der Schweiz zu tun haben und demzufolge auch kein Verständnis für die …

Artikel lesen
Link to Article