Interview
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Aktivisten mit Plakaten fotografiert waehrend einer Aktion gegen sexuelle Gewalt an Frauen in der Schweiz vor dem Bundeshaus in Bern, auf der Bundesterrasse, am Dienstag, 21. Mai 2019. Amnesty International lanciert mit einer Petition an Justizministerin Karin Keller-Sutter eine nationale Kampagne gegen sexuelle Gewalt an Frauen. (KEYSTONE/Anthony Anex)

«Nein heisst Nein» – Aktivisten mit Plakaten während einer Aktion gegen sexuelle Gewalt an Frauen in der Schweiz. Bild: KEYSTONE

Interview

«Vergewaltigungsmythen stellen die Glaubwürdigkeit der Frauen in Frage»

Mehr als jede zehnte Frau in der Schweiz erlebte Geschlechtsverkehr gegen ihren Willen. Aber nur ein Bruchteil davon erstattet Anzeige. Agota Lavoyer von der Opferberatungsstelle LANTANA erklärt, warum das so ist.



Frau Lavoyer, eine Studie vom gfs.bern zeigt, dass fast die Hälfte aller Frauen andere Frauen kennt, die sexuelle Gewalt erleben mussten. Hat Sie diese Zahl schockiert?
Die hohe Zahl ist erschütternd und zeigt, dass noch sehr viel geschehen muss.

13 Fakten zur Studie über sexuelle Gewalt an Frauen in der Schweiz

430'000 Frauen in der Schweiz mussten Sex gegen den eigenen Willen erleben. Zur Anzeige gebracht werden Vergewaltigungen aber nur sehr selten. Warum?
Diejenigen, die ihr Schweigen brechen, müssen sich oft enorm rechtfertigen. Opferfeindliche und den Täter entlastende Vergewaltigungsmythen stellen die Glaubwürdigkeit der Frauen in Frage und schreiben ihnen eine Mitschuld zu. Diese Mythen führen zu einer Abwertung der Opfer und hindern sie daran, Hilfe in Anspruch zu nehmen und Anzeige zu erstatten. Es ist erschreckend, wie wenig Fachwissen zu sexueller Gewalt bei Polizei, Behörden und Staatsanwälten vorhanden ist.

«Es ist erschreckend, wie wenig Fachwissen zu sexueller Gewalt bei Polizei, Behörden und Staatsanwälten vorhanden ist.»

Agota Lavoyer

Können Sie dazu konkrete Beispiele nennen?
Die Glaubwürdigkeit der Opfer wird oft reflexartig in Frage gestellt. Ich erinnere mich an einen Fall vor Gericht. Da berichtete eine vergewaltigte Frau, dass das Jahr nach der Vergewaltigung das schlimmste ihres Lebens war. Der Richter hakte nach und wollte von der Betroffenen wissen, warum denn genau das Jahr danach und nicht das Jahr, in dem die Vergewaltigung geschah, ihrer Meinung nach so schlimm war. Eine weitere Verhandlung ist mir ebenfalls in guter Erinnerung geblieben. Das Vergewaltigungsopfer verlangt vor Gericht vom Täter 100 Franken Entschädigung für das Kleid, das sie an jenem Abend trug und bei der Tat schmutzig wurde. Der Richter erkundigte sich danach bei der Frau, ob sie denn das Kleid nicht einfach waschen könne.

Bild

Agota Lavoyer arbeitet bei der Opferberatungsstelle LANTANA in Bern. bild: Amnesty International

Vergewaltigungsopfern wird oft auch vorgeworfen, sie hätten sich nicht genügend gewehrt.
Das sogenannte Freezing, also das Erstarren während einer Vergewaltigung, ist oft die einzige Möglichkeit, die physischen Schmerzen zu ertragen und das Trauma psychisch zu bewältigen.

Gibt es Fälle, wo Sie Frauen davon abraten, Strafanzeige zu erstatten?
Strafanzeigenberatung ist ein wichtiger Teil unserer Arbeit. Die Entscheidung dafür oder dagegen müssen die Frauen aber selbst fällen. Wir versuchen, sie über alle positiven und negativen Aspekte so gut wie möglich zu informieren. Beispielsweise kann ein Strafverfahren bis zu vier Jahre dauern. Zudem kann es für die Opfer sehr unangenehm sein, da sie bei den Einvernehmungen die Tat sehr detailliert schildern müssen.

«Das Vergewaltigungsopfer verlangt vor Gericht vom Täter 100 Franken Entschädigung für das Kleid, das sie an jenem Abend trug und bei der Tat schmutzig wurde. Der Richter erkundigte sich danach bei der Frau, ob sie denn das Kleid nicht einfach waschen könne.»

Agota Lavoyer

Was muss passieren, dass sich mehr Frauen trauen, darüber zu sprechen und Anzeige zu erstatten?
Sexuelle Gewalt muss als gesellschaftliches Problem anerkannt und als Priorität behandelt werden.

Eine Petition fordert von Justizministerin Karin Keller-Sutter, Vorschläge für eine Reform des Sexualstrafrechts vorzulegen. Alle sexuellen Handlungen ohne Einverständnis sollen künftig strafbar sein. Wird eine solche Verschärfung den Opfern helfen?
Die Verschärfung des Gesetzes ist ein wichtiger und richtiger Schritt. 9 von 10 Tätern kommen heute straffrei davon. Das muss man sich einmal vorstellen. Es darf nicht die Aufgabe der Frauen sein, sich vor sexueller Gewalt zu schützen. Das muss das Gesetz tun.

Petition an Bundesrätin Keller-Sutter

Amnesty International ruft in einer Petition Justizministerin Karin Keller-Sutter und das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement dazu auf, Vorschläge für eine Reform des Sexualstrafrechts vorzulegen, damit alle sexuellen Handlungen ohne Einverständnis strafbar sind. Weiter verlangt die Petition die obligatorische Ausbildung und kontinuierliche Schulung bei Justiz, Polizei sowie für Anwältinnen und Anwälte im Umgang mit Betroffenen von sexueller Gewalt sowie systematische Datenerhebungen und Forschung zur strafrechtlichen Verfolgung von Delikten gegen die sexuelle Integrität in der Schweiz. (ohe)

Facebook erklärt seine Spielregeln

Ein BH, der vor sexuellen Übergriffen schützt

Play Icon

Das könnte dich auch interessieren:

Die chinesische Hype-Firma Xiaomi kommt in die Schweiz – 7 Dinge, die du wissen musst

Link zum Artikel

Vergewaltigt, gebrochen, erneut vergewaltigt. Harvey Weinsteins sadistisches System

Link zum Artikel

Poulet sollte man waschen? Kaffee ist ungesund? 11 Food-Mythen im Faktencheck

präsentiert vonMarkenlogo
Link zum Artikel

Jetzt kommt die E-ID – und darum laufen Netz-Aktivisten dagegen Sturm

Link zum Artikel

Die neue Bedrohung – wer sind die Incels und woher kommen sie?

Link zum Artikel

Trumps rechte Hand bestätigt aus Versehen, was nie passiert sein soll

Link zum Artikel

«Dort wo ich wohne, braucht man ein Auto» – so denken Erstwähler über Politik

Link zum Artikel

Wir haben den Wahlplakaten das Sprechen beigebracht – es war wohl ein Fehler 🤣

Link zum Artikel

Grüne hinter der CVP: Die «ultimative» Wahlprognose von Claude Longchamp

Link zum Artikel

Die Wildlife Photographer of the Year Awards wurden vergeben – die Bilder sind DER HAMMER

Link zum Artikel

Wie Erdogan innenpolitisch vom Krieg profitiert

Link zum Artikel

Hyvä Suomi! Finnlands Fussballer stehen vor dem ersten Turnier ihrer Geschichte

Link zum Artikel

Diese 13 Bücher machen dich schlau(er)

Link zum Artikel

Armer Kanye! Seine Kim ist zu sexy für ihn und seine Seele, er will das alles nicht mehr

Link zum Artikel

Elizabeth Warren landet nächsten Treffer gegen Zuckerberg – mit genialem Facebook-Post

Link zum Artikel

23 vernichtende Cartoons, die Trumps «Verrat» an den Kurden perfekt auf den Punkt bringen

Link zum Artikel

Den Grün-Parteien könnte es ergehen wie der SVP vor vier Jahren

Link zum Artikel

Der Impeachment-Krieg ist da – so stehen Trumps Chancen

Link zum Artikel

Noch einmal: Was hat Putin gegen Trump in der Hand?

Link zum Artikel

Wohin steuert der Kapitalismus?

Link zum Artikel

Armuts-Studien: Der Wirtschafts-Nobelpreis geht an ein Trio

Link zum Artikel

Stell dir vor, das Bundesliga-Topspiel steht an und es spielen mehr Schweizer als Deutsche

Link zum Artikel

Die 21 Ladys für den Bachelor sind da: Eine von ihnen muss er nehmen ...

Link zum Artikel

Sportlerpics auf Social Media: Jack Sock hat ein süsses Date

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Das könnte dich auch interessieren:

Die chinesische Hype-Firma Xiaomi kommt in die Schweiz – 7 Dinge, die du wissen musst

144
Link zum Artikel

Vergewaltigt, gebrochen, erneut vergewaltigt. Harvey Weinsteins sadistisches System

99
Link zum Artikel

Poulet sollte man waschen? Kaffee ist ungesund? 11 Food-Mythen im Faktencheck

119
Link zum Artikel

Jetzt kommt die E-ID – und darum laufen Netz-Aktivisten dagegen Sturm

141
Link zum Artikel

Die neue Bedrohung – wer sind die Incels und woher kommen sie?

357
Link zum Artikel

Trumps rechte Hand bestätigt aus Versehen, was nie passiert sein soll

91
Link zum Artikel

«Dort wo ich wohne, braucht man ein Auto» – so denken Erstwähler über Politik

150
Link zum Artikel

Wir haben den Wahlplakaten das Sprechen beigebracht – es war wohl ein Fehler 🤣

28
Link zum Artikel

Grüne hinter der CVP: Die «ultimative» Wahlprognose von Claude Longchamp

81
Link zum Artikel

Die Wildlife Photographer of the Year Awards wurden vergeben – die Bilder sind DER HAMMER

41
Link zum Artikel

Wie Erdogan innenpolitisch vom Krieg profitiert

8
Link zum Artikel

Hyvä Suomi! Finnlands Fussballer stehen vor dem ersten Turnier ihrer Geschichte

22
Link zum Artikel

Diese 13 Bücher machen dich schlau(er)

65
Link zum Artikel

Armer Kanye! Seine Kim ist zu sexy für ihn und seine Seele, er will das alles nicht mehr

45
Link zum Artikel

Elizabeth Warren landet nächsten Treffer gegen Zuckerberg – mit genialem Facebook-Post

61
Link zum Artikel

23 vernichtende Cartoons, die Trumps «Verrat» an den Kurden perfekt auf den Punkt bringen

119
Link zum Artikel

Den Grün-Parteien könnte es ergehen wie der SVP vor vier Jahren

130
Link zum Artikel

Der Impeachment-Krieg ist da – so stehen Trumps Chancen

67
Link zum Artikel

Noch einmal: Was hat Putin gegen Trump in der Hand?

216
Link zum Artikel

Wohin steuert der Kapitalismus?

103
Link zum Artikel

Armuts-Studien: Der Wirtschafts-Nobelpreis geht an ein Trio

17
Link zum Artikel

Stell dir vor, das Bundesliga-Topspiel steht an und es spielen mehr Schweizer als Deutsche

25
Link zum Artikel

Die 21 Ladys für den Bachelor sind da: Eine von ihnen muss er nehmen ...

79
Link zum Artikel

Sportlerpics auf Social Media: Jack Sock hat ein süsses Date

321
Link zum Artikel

Das könnte dich auch interessieren:

Die chinesische Hype-Firma Xiaomi kommt in die Schweiz – 7 Dinge, die du wissen musst

144
Link zum Artikel

Vergewaltigt, gebrochen, erneut vergewaltigt. Harvey Weinsteins sadistisches System

99
Link zum Artikel

Poulet sollte man waschen? Kaffee ist ungesund? 11 Food-Mythen im Faktencheck

119
Link zum Artikel

Jetzt kommt die E-ID – und darum laufen Netz-Aktivisten dagegen Sturm

141
Link zum Artikel

Die neue Bedrohung – wer sind die Incels und woher kommen sie?

357
Link zum Artikel

Trumps rechte Hand bestätigt aus Versehen, was nie passiert sein soll

91
Link zum Artikel

«Dort wo ich wohne, braucht man ein Auto» – so denken Erstwähler über Politik

150
Link zum Artikel

Wir haben den Wahlplakaten das Sprechen beigebracht – es war wohl ein Fehler 🤣

28
Link zum Artikel

Grüne hinter der CVP: Die «ultimative» Wahlprognose von Claude Longchamp

81
Link zum Artikel

Die Wildlife Photographer of the Year Awards wurden vergeben – die Bilder sind DER HAMMER

41
Link zum Artikel

Wie Erdogan innenpolitisch vom Krieg profitiert

8
Link zum Artikel

Hyvä Suomi! Finnlands Fussballer stehen vor dem ersten Turnier ihrer Geschichte

22
Link zum Artikel

Diese 13 Bücher machen dich schlau(er)

65
Link zum Artikel

Armer Kanye! Seine Kim ist zu sexy für ihn und seine Seele, er will das alles nicht mehr

45
Link zum Artikel

Elizabeth Warren landet nächsten Treffer gegen Zuckerberg – mit genialem Facebook-Post

61
Link zum Artikel

23 vernichtende Cartoons, die Trumps «Verrat» an den Kurden perfekt auf den Punkt bringen

119
Link zum Artikel

Den Grün-Parteien könnte es ergehen wie der SVP vor vier Jahren

130
Link zum Artikel

Der Impeachment-Krieg ist da – so stehen Trumps Chancen

67
Link zum Artikel

Noch einmal: Was hat Putin gegen Trump in der Hand?

216
Link zum Artikel

Wohin steuert der Kapitalismus?

103
Link zum Artikel

Armuts-Studien: Der Wirtschafts-Nobelpreis geht an ein Trio

17
Link zum Artikel

Stell dir vor, das Bundesliga-Topspiel steht an und es spielen mehr Schweizer als Deutsche

25
Link zum Artikel

Die 21 Ladys für den Bachelor sind da: Eine von ihnen muss er nehmen ...

79
Link zum Artikel

Sportlerpics auf Social Media: Jack Sock hat ein süsses Date

321
Link zum Artikel

Abonniere unseren Newsletter

86
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
86Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Things will be different when I take over the worl 22.05.2019 21:05
    Highlight Highlight Ich finde es spannend und tragisch, wieso Männer und Frauen oft mit Unglaube auf Vergewaltigungen reagieren. Erzählt aber jemand er wurde überfallen oder bestohlen, ist dieser Unglaube nicht da. Wieso nur?
    Bei Diebstahl wird sicher mehr gelogen (z.B. Versicherungsbetrug für ein neues Fahrrad) als bei Vergewaltigungen.
  • asdf asdf 22.05.2019 16:33
    Highlight Highlight Ich denke 99.9% aller rechtfertigenden Kommentare von Männern, stammen von Männern die absolut gegen Vergewaltigungen sind.Diese Kommentare haben einen einfachen Grund. Alle haben Angst davor einmal aus Rache fälschlicherweise einer solchen Tat beschuldigt zu werden. Da alleine schon durch die blosse Anschuldigung das Leben zerstört werden kann. Da hilft es dann auch nichts mehr wenn vor Gericht die Unschuld des Mannes festgestellt wird. Dann ist das Kind schon in den Brunnen gefallen.
  • hauruck 22.05.2019 12:46
    Highlight Highlight Der Richter muss darüber entscheiden, ob dem Angeklagten eine erwiesene Schuld anzulasten ist.
    Das geht ganz besonders bei Sexaldelikten nicht ohne die Befragung des Opfers. Weil es meist keine dritten Zeugen gibt und Aussage gegen Aussage steht. Der Richter muss ausschliessen, dass es sich um eine Falschbeschuldigung handelt. Folglich muss er die Aussagen des Opfers hinterfragen und genauestens auf Widersprüche und Unwahrheiten überprüfen.
    Es wäre gegen das Gesetz und es wäre extrem ungerecht, wenn der Richter prinzipiell einzig der Frau glauben schenkt und das nur weil sie eine Frau ist.
    • Schlumpfinchen 23.05.2019 08:09
      Highlight Highlight Darum geht es aber nicht. Wenn weder Richter noch Polizisten eine Ahnung haben, was psychisch bei einem Opfer abgeht, dann braucht es Aufklärung. Auch Richter und Polizisten dürfen Einfühlungsvermögen haben. Sonst haben wir am Schluss Fälle wie in Irland, wo ein Mann freigesprochen wurde, weil sein Opfer ein angeblich zu aufreizendes Höschen trug.
      Es soll aber klar auch festgestellt werden, ob die Tat wirklich geschehen ist, aber nicht schon im vorherein denken, dass die Frau lügen könnte, ist der falsche Ansatz.
      Dein letzter Satz klingt so, als wäre es für Frauen einfach. Ist es aber nicht.
  • beaetel 22.05.2019 11:16
    Highlight Highlight Frauen wurden fast überall auf dieser Erde unterdrückt und als Besitz ihres Mannes oder ihrer Familie betrachtet. Wenn einer Frau Schmerz zugefügt wurde und sie aufmuckste, würde sie bestraft und nicht etwa der Täter. Nichtsdestotrotz sind mir einige Frauen bekannt, die sich einen Mann angeln um ein Kind zu bekommen und wenn dieses dann da ist, diesen loswerden, indem sie ihn als pädophil oder Vergewaltiger hinstellen. Dazu kommt, wie viele Frauen misshandeln ihre Kinder, oder ihre Männer psychisch, was übrigens vielfach schlimmer ist, als physische Gewalt. Ich verurteile übrigens beides.
  • GurMadh 22.05.2019 10:28
    Highlight Highlight Wow, 9 von 10 kommen frei, das für mich eine motivierte Erziehung zur Vergewaltigung. Ich bin ein Typ und mich betrifft der ganze Umgang mit den Frauen nicht, wie naiv ich bin merke ich wen ich solche Zahlen sehe, oder mir Frauen erzählen was man als Frau erlebt.
    • hauruck 22.05.2019 12:50
      Highlight Highlight 9 von 10 konnte nichts nachgewiesen werden und sie wurden von der Schuld freigesprochen. Das kann bedeuten, dass sie tatsächlich unschuldig sind.
    • GurMadh 23.05.2019 10:35
      Highlight Highlight Wir sprechen aber nicht von 2 von 10, wir sprechen von 9 von 10, und nein, das kann nicht bedeuten dass sie unschuldig sind, nicht bei dieser Zahl, den wen 9 von 10 freigesprochen werden, dann gibt es nur zwei mögliche Erklärungen dafür, entweder haben wir ein scheiss ernstes Problem mit unserer Rechtssprechung und Institution oder Frauen sind von natur aus böswillig und hinterlistig, wie es uns jahrhunderte beigebracht wurde, yey, thanks God !
  • Solar 22.05.2019 07:48
    Highlight Highlight An den Kommentaren, ist zu erkennen, warum es so ist wie es ist...
  • Eh Doch 22.05.2019 07:18
    Highlight Highlight 9 von 10 Tätern kommen heute straffrei davon.
    Wenn das stimmen sollte dann sind wir als Gesellschaft wirklich noch nirgends
    • hauruck 22.05.2019 12:52
      Highlight Highlight Falsch. Das ist das Zeichen eines funktionierenden Rechtsstaates, der dafür sorgt, dass niemand auf blosse Anschuldigung hin abgeurteilt wird.
    • Eh Doch 22.05.2019 16:05
      Highlight Highlight papperlapapp, das ist doch ein hauruck argument
  • Cédric Wermutstropfen 22.05.2019 03:33
    Highlight Highlight „Frau Lavoyer, eine Studie vom gfs.bern zeigt, dass fast die Hälfte aller Frauen andere Frauen kennt, die sexuelle Gewalt erleben mussten. Hat Sie diese Zahl schockiert?

    Die hohe Zahl ist erschütternd und zeigt, dass noch sehr viel geschehen muss.“

    Ehm, diese Zahl sagt genau gar nichts aus. Wenn nämlich die Hälfte aller Frauen Madame Extravertiert kennen und eben diese vergewaltigt wurde, dann würde die Aussage der Studie auch stimmen... daher ist dieser Befund völlig nutzlos. Mit der Zahl in der nächsten Frage, kann man hingegen schon viel mehr anfangen.

    • Peaches 22.05.2019 07:00
      Highlight Highlight Die hälfte der frauen!!!
    • Eh Doch 22.05.2019 07:20
      Highlight Highlight Du kannst es drehen wie du es willst. Fakt ist, dass die Höhe der Zahl nicht relevant sondern dass es überhaupt eine Zahl gibt. Cheggsh?
    • Cédric Wermutstropfen 22.05.2019 11:53
      Highlight Highlight @Peaches: Du hast es wohl nicht begriffen. Oder ist das Ironie?
  • Ökonometriker 22.05.2019 01:16
    Highlight Highlight Die Gerichte müssen Wahrheitsfindung betreiben und da klar die grösstmögliche Transparenz schaffen. Dies kann bei traumatisierten Opfern weiteren Stress auslösen und sie quasi zwingen, die Tat erneut zu durchleben. Doch was wären die Alternativen? Freispruch für den Täter oder den Rechtsgrundsatz in dubio pro reo abschaffen und Fehlverurteilungen riskieren? Auch keine tollen Optionen.
    • Der Soziale 22.05.2019 06:32
      Highlight Highlight „Im Zweifel für den Angeklagten’“ ist das einzige Richtige in unserem Rechtsstaat.
      Ich will jetzt die Vergewaltiger nicht in Schutz nehmen, aber die Frauen sollten auch nicht nach jedem Sex mit einem Typ, zur Polizei rennen und #MeeToo schreien...
    • Peaches 22.05.2019 07:01
      Highlight Highlight Die hälfte der frauen schreit also #metoo? Du könntest nicht mehr in ruhe arbeiten, wenn das alle machen würden...
  • DomKi 22.05.2019 01:00
    Highlight Highlight ich möchte gerne wissen wie viele der Vergewaltigungen von bekannten Personen ausgehen und wie viele von Unbekannten oder von eben erst kennengelernten sein. Zudem kann es auch sein dass hier das Wort Vergewaltigung benutzt wird wenn sagen wir zwei schon FREIWILLIG im Bett sind und dann plötzlich die Frau entscheidet sie will doch nicht, und aber beide schon eigentlich erregt sind. Und hier ist natürlich nur der Mann daran schuld und muss sich mit einer kalten Dusche begnügen
    • Na_Ja 22.05.2019 02:03
      Highlight Highlight 1. Egal ob Bekannter oder Fremder, eine Vergewaltigung ist für das Opfer (f & m) immer schlimm.
      2. Zur von Ihnen geschilderten Situation: Auch wenn jemand im Verlauf nicht mehr will, hat der andere kein Recht auf Vollzug des Aktes, nur weil zu Beginn beide wollten. Stellen Sie sich vor, Sie haben Sex und plötzlich fügt Ihnen der andere Schmerzen zu. In dieser Situation hat jeder das Recht abzubrechen. Wird dies nicht akzeptiert und weiter gemacht, ist es sexuelle Gewalt.
      3. Ist eine kalte Dusche mM nach nichts im Vergleich zu einer Vergewaltigung und eine Frechheit das als unfair zu sehen!
    • thelastpanda 22.05.2019 06:50
      Highlight Highlight Ist es denn keine Vergewaltigung, wenn eine Frau, mit der du im Bett liegst, plötzlich ihre Meinung ändert und Nein sagt, du aber weitermachst? Es gibt kein Recht auf Sex, und Nein heisst Nein, ganz egal, was vorher passiert oder gesagt wurde. Also ja, der Mann muss sich mit der kalten Dusche begnügen und sich eventuell selbst kritisch hinterfragen, weshalb aus einem Ja plötzlich ein Nein wurde.
    • Peaches 22.05.2019 07:02
      Highlight Highlight Stellen sie die männer nicht als solche mimimis hin. Wenn ein partner keinen sex mehr will ist das zu akzeptieren. Ende der geschichte.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Thomas Lieven 21.05.2019 23:29
    Highlight Highlight Zwar wäre die Gesetzesverschärfung grundsätzlich zu begrüssen. Ein entscheidendes Element des Opferschutzes wurde in der Vergangenheit jedoch sträflich vernachlässigt: Die Strafverfolgungsbehörden benötigen genügend Mittel, um ihrem Auftrag auch nachzukommen.
    @whatson: das wäre aus meiner Sicht ein Artikel wert!
  • Name ungültig 21.05.2019 22:17
    Highlight Highlight Der Fehler liegt grundsätzlich vor, sei es Betrug, Veruntreuung oder eben Straftaten mit psychischen Folgen. Der Kläger ist ein armes Schwein. Man kann sehen, dass bei offensichtlichen Taten nicht mal ermittelt wird. Unser Rechtsstaat ist komplett unterbesetzt was dem Täter zugute kommt. Darum ist für mich der Ansatz falsch weil die Probleme, welche viel grundsätzlicher sind nicht gelöst werden.
  • fandustic 21.05.2019 22:11
    Highlight Highlight Erschreckend ist ebenfalls wie Frau Lavoyer offensichtlich die Rolle der Polizei, Staatsanwaltschaft, etc. nicht kennt. Es ist deren Aufgabe zu Hinterfragen und Ermitteln, auch wenn es natürlich nicht immer angenehm ist für die Opfer. Es gibt leider auch immer wieder Fälle wo zu unrecht jemand beschuldigt wird eine Vergewaltigung begangen zu haben. Da oftmals dann Aussage gegen Aussage steht, kann es ja dann auch nicht sein einfach auf die „Glaubwürdigkeit“ des Opfers zu pochen. Die Opferhilfe darf dies gerne machen, aber eine Ermittlungsbehörde kann dies nicht.
  • Bruno Wüthrich 21.05.2019 22:04
    Highlight Highlight Einerseits ist das ganze Justizbrimborium extrem störend, das eine vergewaltigte Frau durchmachen muss, wenn sie die Tat zur Anzeige bringt.
    Doch es hilft alles nichts: In einem Rechtsstaat gilt so lange die Unschuldsvermutung, bis die Schuld erwiesen ist. Und das ist gut so. Angeklagte und Verdächtigte müssen das Recht haben, dass die angebliche und vermutete Tat kritisch hinterfragt wird, bevor ein Urteil gefällt wird. Und es muss festgestellt werden, wie es zu dieser Tat kommen konnte. Zwischen einzelnen Tathergängen können riesige strafrechtlich relevante Unterschiede bestehen.
  • Queen C 21.05.2019 21:37
    Highlight Highlight Ich finde sexuell motivierte Gewalt abscheulich. Ich kann mir nur leider nicht vorstellen, wie genau ein solches Gesetz aussehen soll, das Frauen noch besser vor der im Artikel geschilderten sexuellen Gewalt schützt.

    Noch was, ich verstehe nicht, was an der Frage des Richters, warum das Jahr nach der Vergewaltigung schlimm war, nicht opportun sein soll.
    • thelastpanda 22.05.2019 06:46
      Highlight Highlight Weil Trauma und so? Oder würdest du so ein Erlebnis innert kürzester Zeit wegstecken und einfach weitermachen können, als sei nichts geschehen?
    • Sagittarius 22.05.2019 11:19
      Highlight Highlight @thelastpanda, genau wegen dem Trauma und einem evtl. Anspruch auf Genugtuung ist diese Frage durchaus legitim, um das Ausmass der psychischen Einschränkungen/Folgen zu untersuchen.
    • Queen C 22.05.2019 11:22
      Highlight Highlight Er fragt ja nur. Keine Rede von ‚einfach weitermachen als sei nichts geschehen‘. Es ist eine einfache Frage ohne Wertung, mMn. Aber man kann überall eine Interpretation reinlegen, klar. Macht das Leben aber nicht einfacher.
  • Asho 21.05.2019 21:26
    Highlight Highlight Ich schätze das Engagement von Frau Lavoyer sehr, sie darf und soll sich parteilich für die Opfer einsetzen. Die Justiz hingegen hat die Aufgabe, sich unparteilich ein Bild zu verschaffen. Wenn sich der Richter nach dem Zustand des Kleides erkundigt, muss er abwägen können, ob das Kleid dauerhaft defekt ist oder ob es mit geringem Aufwand in den Originalzustand versetzt werden kann. Ganz nüchtern und emotionslos. Ich kann gut nachvollziehen, dass solche Fragen als Hohn verstanden werden können. Es fehlt mir die Idee, wie man Rechtsstaat und Opferschutz gleichermassen gerecht werden kann.
  • Biindli 21.05.2019 21:10
    Highlight Highlight Vor etwa 15 Jahren erlitt ich im öffentlichen Raum einen sekuellen Übergriff eines mir völlig unbekannten Mannes, den ich aber klar lokalisieren konnte (Angestellter eines Restaurants). Der Übergriff war keine Vergewaltigung, ging aber weit über ein "Küssli" oder anzügliche Blicke raus. Und es ist mir damals gar nicht in den Sinn gekommen, dass ich hätte Anzeige erstatten können. Deshalb finde ich eine Sensibilisierung sehr wichtig. So kommt es einem eher in den Sinn. Damals habe ich mich nur gewehrt, befreit und bin weg gerannt. Konsequenzen für den Typen = 0
  • milkdefeater 21.05.2019 20:44
    Highlight Highlight Ich denke eines der Probleme bezüglich der Nachvollziehbarkeit der emotionalen Belastung von Vergewaltigungsopfern ist genau das: Es ist eine extreme emotionale Belastung, die von einem Nichtvergewaltigten schwerlich einzuschätzen ist. Ich, als niemals vergewaltigter Mann, sehe zumindest den Skandal bei der Frage, ob das Kleid nicjt gewaschen werden könne, nicht. Bin auch nicht sicher ob diese Frage alle Vergewaltigungsopfer beantworten könnten.

    Eins ist jedoch sicher: Vergewltigung gehört angemessen bestraft, ohne die Betroffenen durch eine erneute emotionale Tortur zu jagen.
    • thelastpanda 22.05.2019 06:43
      Highlight Highlight Würdest du ein Hemd, welches du anhattest, als du vergewaltigt wurdest und dir jemand somit ein massives Trauma zugefügt hat, jemals wieder anziehen wollen? Damit du jedesmal, wenn du es trägst (oder auch nur im Schrank hängen siehst) wieder daran erinnert wirst? Ich denke ja eher nicht. Also ist die Frage des Richters sehr wohl ein Hohn, vor allem wenn es nur um läppische hundert Franken geht.
    • Asho 22.05.2019 10:53
      Highlight Highlight @panda: kein normaler Mensch möchte das und jeder versteht das Anliegen des Opfers. Die Frage ist aber: gibt es ein Gesetz, dass einen Ersatz vorsieht, wenn ein Gegenstand im Zusammenhang mit einer Straftat emotional negativ behaftet wird. Meines Wissens (bin kein Jurist) gibt es das nicht. Somit kann der Richter einzig prüfen, ob ein Sachschaden am Gegenstand vorliegt. Und dazu stellt er entsprechende Fragen. Der Richter kann sich auch nur innerhalb der gegebenen Gesetzen bewegen.
    • milkdefeater 22.05.2019 12:05
      Highlight Highlight Thelastpanda

      Ich weiss ja nicht ob ich nach einer Vergewaltigung noch wüsste ob und welches Hemd ich anhatte. Was ich meinte hat Asho schon sehr gut beschrieben.
    Weitere Antworten anzeigen
  • koks 21.05.2019 20:38
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
  • MBär 21.05.2019 20:37
    Highlight Highlight Die Zahlen sind schockierend....
    Es ist sehr gut & wichtig, dass Forderungen nach einem härteren Vorgehen gegen Täter laut werden & die Netze enger geknüpft um sie zu verurteilen!

    (Und nun der Teil, in welchem ich mich ziemlich sicher in die Nesseln setze...)

    Auch wäre ein Gesetz denkbar, welches jemanden, der eine andere Person fälschlicherweise und in böser Absicht eines (eben nicht stattgefundenen) Sexualdeliktes beschuldigt, härter bestraft. Gerade dann, wenn der unschuldige "Täter", bzw hier eben das Opfer, fälschlicherweise verurteilt wurde. Auch dies war schon der Fall. Meinuungen?
    • Na_Ja 21.05.2019 23:06
      Highlight Highlight Ich bin absolut dafür, dass Falschaussagen hart bestraft werden müssen. Trotzdem sind sie meisten Vergewaltigungen nicht erfunden. Etwa die Hälfte der Kommentare erwähnen die Falschaussagen, diese Denkweise zeigt, dass den Opfern oftmals nicht geglaubt werden will.
    • Thomas Lieven 21.05.2019 23:23
      Highlight Highlight Natürlich dürften die Hürden für eine Anzeige nicht zu hoch sein. Sonst kommen noch weniger Frauen, als das offenbar schon jetzt der Fall ist...
      Kommt dazu, dass gerade bei 4-Augen-Deliken bereits der Nachweis der Haupttat äusserst schwer ist. Der Nachweis der falschen Anschuldigung ist darum noch schwieriger, zumal die meisten Freisprüche nur "in dubio" erfolgen.
    • olmabrotwurschtmitbürli aka Pink Flauder 21.05.2019 23:31
      Highlight Highlight Falsche Anschuldigung einer Straftat ist bereits strafbar (StGB 303). Das Problem ist aber immer die Beweislage. Wenn der Beschuldigte freigesprochen wird, heisst das noch nicht, dass die Anschuldigung falsch war. Bei unklarer Beweislage (was bei sex. Delikten oft so ist) gilt die Unschuldsvermutung eben in beide Richtungen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Borki 21.05.2019 20:37
    Highlight Highlight Geschätzte Frauen
    Würde es helfen, wenn jede Kantonspolizei eine eigene Anlaufstelle mit weiblichem Personal für dieses Thema haben würde?

    Falls ja, sollte das ungeachtet der Kosten quasi sofort eingerichtet werden.
    • Tagedieb 21.05.2019 23:20
      Highlight Highlight "irgendeine" Frau bringt nichts. Mindestens eine die weiss, wie mit Traumatisierten umgehen sollte es sein. (Und am besten sowohl ein Mann wie eine Frau - gibt auch Männer, die eine Anlaufstelle brauchen.)
      Da sieht sie ja auch das Problem: Der Richter checkt nicht, dass sie das teure Kleid, welches sie trug, nicht einfach mit Waschpulver "reinigen" kann.
    • öpfeli 21.05.2019 23:20
      Highlight Highlight Eine Freundin von mir wurde als Teenie vergewaltigt, ihre eigene Mutter redete es schön und nichtig.
      Frauen sind nicht per se geeignet.
      Die Ansprechspersonen müssen geschult sein und von Grund auf die Charaktereigenschaften dafür besitzen.
      Grundsätzlich kann ich deine Idee aber unterstreichen 👍
    • RatioRegat 21.05.2019 23:42
      Highlight Highlight Was sicherlich hilft ist das sog. "Berner Modell". Opfer von Sexualdelikten können in Berner Spitälern Beweise an ihren Körpern sichern lassen, ohne dass sie gleich eine Anzeige erstatten müssen.

      Sie haben dann etwas Bedenkzeit, ohne dass die Beweise verloren gehen. Das ist für Verfahren extrem wichtig.

    Weitere Antworten anzeigen
  • Angelo C. 21.05.2019 20:31
    Highlight Highlight Um unverschuldetem Ärger, aber auch um durchaus möglicher rachsüchtiger oder bewusster Falschbeschuldigung nachträglich aus dem Wege zu gehen, müsste man(n) wohl - zumal bei Neubekanntschaften - auf einer schriftlich unterzeichneten Bestätigung bestehen, dass es sich um einvernehmlichen Sex handelt, den man da gerade vollziehen will. Eine Art Sexualvertrag also....

    Könnte der möglichen Romantik, oder auch nur dem (vorerst) gegenseitigem Wunsch zum Beischlaf schon im Vorfeld des geplanten Sexualverkehrs entschieden Abbruch tun.

    Fazit : ich beneide unsere Jungmänner in keine Weise 🙄.

    • RatioRegat 21.05.2019 23:45
      Highlight Highlight Ich brauche doch kein Gesetz oder Vertrag, um der romantischen oder erotischen Stimmung Abbruch zu tun.
    • RatioRegat 21.05.2019 23:49
      Highlight Highlight Es wird natürlich keine Verträge, Notare ect. brauchen. Partner, die heute respektvoll miteinander umgehen, erfüllen die geforderten Anforderumgen bereits jetzt.

      Und auch in Zukunft wird die Unschuldsvermutung und die in dubio pro reo-Regel gelten, weshalb im Zweifel freizusprechen wäre.
    • Zwei Fallende Stimmen 22.05.2019 00:11
      Highlight Highlight Und hier meine Damen und Herren, ein weiterer Mythos. Fakt ist: es gibt keine seriösen Beweise, dass Falschbeschuldigungen bei Sexualdelikten häufiger vorkommen als bei anderen Delikten. Sexuelle Selbstbestimmung ist wichtig und Verletzungen strafwürdig.
      Können wir nicht einfach sachlich diskutieren ohne die Sarkasmuskeule auszufahren?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Kong 21.05.2019 20:21
    Highlight Highlight Es löst nicht das grundlegende Problem, aber ich kenne Selbstbehauptungskurse, welche wir für Frauen gegeben haben. Diese stärkten das Selbstbewusstsein (sprich sich auch wehren zu dürfen) und könnten einige Fälle verhindern oder vermindern. Quasi Mindset 'fighting' statt 'freezing' und Awarness (Umgebung, etc.). Würde das sicherlich schon in jüngeren Jahren einem Mädchen (eigentlich auch Jungs) empfehlen. Keiner darf dich anfassen, wenn Du das nicht möchtest.
    Eine Gesetzesanpassung ist auf jeden Fall überfällig zum Schutz der Opfer.
  • Bijouxly 21.05.2019 19:41
    Highlight Highlight Stimme dem Artikel absolut zu. Ausser hier:
    Das Vergewaltigungsopfer verlangt vor Gericht vom Täter 100 Franken Entschädigung für das Kleid, das sie an jenem Abend trug und bei der Tat schmutzig wurde. Der Richter erkundigte sich danach bei der Frau, ob sie denn das Kleid nicht einfach waschen könne.

    Da muss ich dem Richter irgendwie Recht geben.
    • Na_Ja 21.05.2019 23:02
      Highlight Highlight Weil man das Kleid, in dem man vergewaltigt wurde, unbedingt weiterhin anziehen möchte und jedes Mal daran erinnert wird. Darum kann man das Kleid nicht einfach waschen.
    • Thomas Lieven 21.05.2019 23:17
      Highlight Highlight Wahrscheinlich wollte die Frau das Kleid, welches sie an dieses traumatische Ereignis erinnert, gar nicht mehr anziehen. Die Forderung nach einem neuen Kleid ist nicht so abwegig...
    • Beat-Galli 22.05.2019 00:52
      Highlight Highlight Rxtrem unpassender Witz, wenn du behauptest, dem Artikel zu zu stimmen!
    Weitere Antworten anzeigen

Reis zum selber Abfüllen – so sagen die Detailhändler dem Plastik den Kampf an

Das Plastik muss weg. Das haben auch die Detailhändler erkannt. Intensiv arbeiten sie an alternativen Verpackungsmöglichkeiten. In fünf Migros-Filialen wird derzeit gar ein Offenverkauf von Reis und Hülsenfrüchten getestet.

Geschälte Orangen in Plastik verpackt, gedämpfte Kartoffeln frisch vakuumiert: Immer wieder ernten Detailhändler für ihre Verpackungsmethoden harsche Kritik in den sozialen Medien.

Die hiesigen Detailhändler wehren sich gegen die Vorwürfe und gehen in die Offensive. In fünf Migros-Filialen in Genf wird derzeit der Offenverkauf von Reis und Hülsenfrüchten getestet.

«Die Kunden sind begeistert vom Angebot, auch weil sie kleinere Mengen abfüllen können», sagt Mediensprecher Tristan Cerf. …

Artikel lesen
Link zum Artikel