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Die leitende Staatsanwältin Barbara Loppacher.
Bild: KEYSTONE
Interview

«An ein Ende denken wir nicht»: So will die Staatsanwältin die Täter von Rupperswil fassen

Barbara Loppacher ist die leitende Staatsanwältin im Vierfachmord von Rupperswil. Sie und ihr Team machen viele Überstunden zur Zeit. Sie ist sich sicher, dass die Polizei das Delikt «in naher Zukunft» aufklären wird.
19.02.2016, 06:46
David Egger / Nordwestschweiz
Mehr «Schweiz»

Frau Loppacher, die Ermittler haben auch Interpol informiert. Gab es hilfreiche Hinweise aus Europa?
Barbara Loppacher:
Wir haben von verschiedener Seite sehr viele Hinweise bekommen. Inwieweit diese uns weitergebracht haben, dazu kann ich nichts sagen. Wir werten nach wie vor Hinweise aus und verfolgen die Richtungen, die dadurch aufgetan werden.

Das Haus der Familie Schauer ist versiegelt, diese Woche war die Spurensicherung erneut vor Ort. Wann wird das Haus freigegeben?
Es kommt ziemlich sicher zu weiteren Einsätzen der Spurensicherung, darum behalten wir dieses Haus nach wie vor unter Verschluss und können noch nicht sagen, wann es freigegeben wird.

Besteht ein Zusammenhang mit weiteren Mordfällen im Dezember, zum Beispiel jenen in Olten und Laupen?
Wir schliessen absichtlich nichts aus. Wir halten den Fächer offen, aber gewisse Sachen sind für uns wahrscheinlicher und andere stehen eher im Hintergrund. Inwieweit ein Zusammenhang besteht, dazu kann ich mich nicht abschliessend äussern.

Angenommen, es gibt trotz grosser Belohnung keine Erkenntnisse. Wann werden die Ermittlungen sistiert?
Die Ermittlungen werden weiterlaufen, an ein Ende denken wir zurzeit überhaupt nicht. Wir ermitteln auf Hochtouren, wie am ersten Tag. Und wir gehen davon aus, dass wir dieses Delikt in naher Zukunft aufklären werden.

Mit Flugblättern in mehreren Sprachen sucht die Polizei nach Hinweisen auf die Täter. Es winkt eine Belohnung von 100'000 Franken.<br data-editable="remove">
Mit Flugblättern in mehreren Sprachen sucht die Polizei nach Hinweisen auf die Täter. Es winkt eine Belohnung von 100'000 Franken.
Bild: KEYSTONE

Machen Sie viele Überstunden?
Ja, ich und meine Mitarbeitenden bei der Staatsanwaltschaft machen sehr viele Überstunden, wie auch die Polizei. Alle sind sehr, sehr motiviert, dieses wirklich schwere Verbrechen aufzuklären.

Jetzt auf

In wie vielen Tötungsdelikten haben Sie als Staatsanwältin bereits ermittelt?
Da fragen Sie mich jetzt etwas.

Können Sie eine Schätzung abgeben?
Glücklicherweise haben wir nicht so viele Tötungsdelikte im Kanton Aargau. Es ist vielleicht das vierte oder fünfte, bei dem ich an den Ermittlungen beteiligt bin. Aber ich müsste das genau nachschauen.

(trs/aargauerzeitung.ch)

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