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Roger Federer nach dem Achtelfinal-Aus beim US Open – wann tritt er endgültig ab?
Roger Federer nach dem Achtelfinal-Aus beim US Open – wann tritt er endgültig ab?Bild: AP/FR103966 AP

Soll Federer zurücktreten? Das sagen Becker, McEnroe und Wilander zur Frage aller Fragen

11.09.2018, 19:5412.09.2018, 12:22

Roger Federer betont es bei jeder Gelegenheit. Auch nach der 1. Runde beim US Open wiederholte er den Satz, den alle ständig von ihm hören wollen: «Ich denke nicht daran, bald zurückzutreten.»

Doch nach seinem unerwarteten Achtelfinal-Aus gegen John Millman (ATP 37) mehrten sich einmal mehr die Stimmen, dass der 20-fache Grand-Slam-Sieger vielleicht doch eher früher als später zurücktreten sollte. Vor allem in den sozialen Medien wird das Thema immer heiss diskutiert. 

Die «Lowlights» beim Federer-Aus gegen Millman.Video: streamable

Die Frage aller Fragen beschäftigt natürlich auch die Experten. Der frühere Wimbledon-Sieger Pat Cash sagte nach dem jüngsten Federer-Out gegenüber der BBC unlängst, dass er sich gut vorstellen könne, dass «sich Roger vielleicht irgendwann denkt: ‹Genug ist genug!›»

Beim Legenden-Talk auf Eurosport diskutierten nun auch die einstigen Weltnummern 1 Boris Becker, John McEnroe und Mats Wilander, ob die Zeit für einen Federer-Rücktritt reif sei. Und die drei waren sich einig: So bald wird Federer die Tennisschuhe nicht an den Nagel hängen. Doch die drei glauben zu wissen, wenn es so weit sein könnte ...

Das sagen die «Eurosport»-Experten:

John McEnroe:

«Ich glaube nicht, dass Federer zurücktreten sollte. Wie er nach seiner sechsmonatigen Verletzungspause zurückgekommen ist und drei von fünf Majors gewonnen hat, so etwas habe ich im Tennis noch nie gesehen. Gegen Millman wirkte Federer für einmal menschlich. Es war das erste Mal, dass er merklich müde wirkte. Er verlor wegen des Wetters, nicht weil Millman spielerisch besser war.

Doch er liebt Tennis mehr als jeder andere, den ich habe spielen sehen. Der Laver Cup in Genf im nächsten Jahr und die Olympischen Spiele 2020 in Tokio werden ihn motivieren, weiterzumachen. Solange er daran glaubt, einen weiteren Grand-Slam-Titel gewinnen zu können, wird er nicht aufhören. In Wimbledon hat er sicher noch ein-, zweimal die Chance dazu. Interessant könnte es werden, wenn er immer wieder gegen tiefer klassierte Gegner verlieren sollte.»
McEnroe glaubt, dass Federer noch mindestens zwei Jahre spielen wird.
McEnroe glaubt, dass Federer noch mindestens zwei Jahre spielen wird.bild: screenshot eurosport

Boris Becker:

«Ich habe Roger auch zum ersten Mal menschlich erlebt. Er ist zwar 37, aber er spielt manchmal so, als wäre er erst 27. Doch die unerwarteten Niederlagen summieren sich in letzter Zeit ein bisschen – Kokkinakis in Miami, Anderson in Wimbledon, Millman beim US Open. Auf Gras wird er auch in drei, vier Jahren noch zu den Favoriten gehören, aber auf den anderen Unterlagen tickt die Uhr gegen ihn.»

«Roger ist der beste Spieler der Welt, er wird auf dem Papier immer zu den Favoriten gehören, so lange er spielt. Aber das Ende kommt für jeden und es wird für ihn nicht einfacher werden. Er ist immer noch gut genug, um 95 Prozent aller Spieler zu schlagen. Er wird an den Grand Slams immer noch den Halbfinal oder den Final erreichen. Aber dann trifft er auf einen Jungen, der vielleicht das Match seines Lebens spielt. Deshalb ist die Frage, ob ein 20-facher Grand-Slam-Sieger auf Dauer glücklich sein wird, wenn er im Halbfinal oder Final verliert.»
Becker ist skeptischer als McEnroe.
Becker ist skeptischer als McEnroe.bild: screenshot eurosport

Mats Wilander:

«Ich denke nicht, dass Roger zurücktreten sollte. In allen Matches, die er in diesem Jahr verloren hat, war er der bessere Spieler. Es hat bei ihm viel mit den Courts zu tun. Beim Australian Open waren die Bedingungen blitzschnell, hier in New York mit der Feuchtigkeit extrem langsam. Die Frage wird am Ende sein, wie er sich in Matchform hält, wenn er nicht spielt. Wie viele Spiele kann er auf langsamen Unterlagen verlieren, ohne zu viel Selbstvertrauen zu verlieren.»
Wilander glaubt nur noch auf schnellen Courts an Federer.
Wilander glaubt nur noch auf schnellen Courts an Federer.bild: screenshot eurosport

(pre)

Federers Niederlagen, bei denen er Matchbälle vergab

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Federers Niederlagen, bei denen er Matchbälle vergab
quelle: epa / laurence griffiths / pool
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