Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

IWF-Mitglieder verzichten auf Bekenntnis gegen Protektionismus

22.04.17, 19:52


Die Mitgliedsländer des Internationalen Währungsfonds (IWF) haben bei ihrer Frühjahrestagung in Washington Abstand von ihrem Bekenntnis gegen Protektionismus genommen. Vor kurzem hatte der IWF noch vor Protektionismus gewarnt.

Der IWF-Lenkungsausschuss (IMFC) teilte am Samstag in Washington lediglich mit, dass die Staaten von einer Abwertung bei den Wechselkursen zur Erlangung von Wettbewerbsvorteilen absehen wollten. Die Mitglieder wollten zusammenarbeiten, um mit geeigneten Massnahmen die exzessiven globalen Ungleichgewichte zu reduzieren.

Der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble hatte indes zuvor das deutsche Bekenntnis zu einer offenen Weltwirtschaft, zu einer Fortsetzung der internationalen wirtschafts- und finanzpolitischen Zusammenarbeit und zur wichtigen Rolle multilateraler Institutionen erneuert. Zudem müsse mehr dafür getan werden, die Früchte von Globalisierung und freiem Handel gerechter in der Welt zu verteilen, sagte er in Washington.

Gegen Handelsüberschüsse

US-Finanzminister Steven Mnuchin seinerseits forderte den IWF auf, die Wechselkurse der Mitgliedsländer besser zu überwachen. Ausserdem müsse die Organisation verstärkt ein Auge auf globale Ungleichgewichte wie hohe Handelsüberschüsse haben.

Grosse Ungleichgewichte schadeten dem «freien und fairen Handel», sagte er am Samstag vor dem IWF-Lenkungsausschuss. Mnuchin bat zudem die Länder mit hohen Überschüssen und gesunden öffentlichen Finanzen, mehr zu investieren, um das Wirtschaftswachstum anzukurbeln und die Ungleichgewichte zu verringern.

US-Präsident Donald Trump hatte bereits angedroht, aus diesem Grund Massnahmen zur Einfuhrbeschränkung zu ergreifen. Der Republikaner kritisierte Länder wie China, Deutschland und Japan für ihre hohen Handelsüberschüsse und niedrigen Wechselkurse. (sda/reu)

Abonniere unseren Daily Newsletter

1
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1Kommentar anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Share 22.04.2017 20:38
    Highlight Da schwanke ich zwischen: Gib uns nur die Schuld, es trifft auf keinen Fall den Falschen und Darling, it`s not you, it`s me.
    0 0 Melden