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Two persons passe near a homeless which sleeps warp in a carpet on the sidewalk, in Geneva, Switzerland, Saturday, June 29, 2013. (KEYSTONE/Salvatore Di Nolfi)

Obdachloser in Genf. Bild: KEYSTONE

Armut in der Schweiz

Diese sechs Zahlen zeigen, warum es im reichsten Land der Welt eine Million Arme gibt

Das neue Handbuch der Caritas zeigt auf: In der Schweiz leben mehr als eine Million Menschen an der Armutsgrenze.



2000 Franken

Wer ist überhaupt arm? Diese Frage lässt sich nicht absolut beantworten. Für die Ärmsten der Welt gilt: Wer weniger als 1.25 Dollar pro Tag zur Verfügung hat, der ist vom Hungertod bedroht. In der Schweiz gilt als arm, wer eine unerwartete Rechnung, etwa für eine Zahnbehandlung, in der Höhe von 2000 Franken nicht bezahlen kann. 

460'000 Franken

So viel beträgt das Durchschnittsvermögen pro erwachsener Person. Damit hat die Schweiz das weltweit grösste Durchschnittsvermögen überhaupt. Doch dieses Vermögen ist extrem ungleich verteilt. Die jüngsten Zahlen (2009) zeigen, dass ein Viertel der Schweizer überhaupt kein Vermögen ausweist. 31 Prozent verfügen über weniger als 50'000 Franken, 33 Prozent zwischen 50'000 und 500'000 Franken, 6 Prozent zwischen 500'000 Franken und einer Million und knapp 5 Prozent über mehr als eine Million. 

512 Milliarden Franken

Das ist gemäss der «Bilanz» das Gesamtvermögen der 300 reichsten Schweizer. Das zeigt, dass auch in der Schweiz der Reichtum auf eine winzige Elite konzentriert ist. 

580'000 Menschen

leben in der Schweiz an der Armutsgrenze. Dazu kommen 400'000, deren Einkommen knapp darüber liegt. 250'000 Menschen sind von Sozialhilfe abhängig. Dazu kommen 226’ 400 Personen, die auf Ergänzungsleistungen angewiesen sind, wobei in Heimen lebende Personen nicht mitgerechnet sind. 

2200 Franken

Bei diesem Einkommen liegt die Armutsgrenze für eine Einzelperson ohne durchschnittliche Krankenkassenprämie. Für zwei Erwachsene liegt sie bei 3050 Franken, für alleinerziehende Eltern mit zwei Kindern bei 3600 Franken und bei einem Elternpaar mit zwei Kindern bei 4050 Franken. 

13'841 Franken

Bei diesem Jahreseinkommen fängt in der Schweiz die Armutsgefährdungsgrenze an. Paradoxerweise ist gerade hierzulande ein grosser Anteil der Bevölkerung davon betroffen. Nur in Norwegen und Luxembourg ist dieser Anteil noch höher. Gerade in reichen Länder sind die Menschen wegen den hohen Lebenskosten besonders gefährdet, in Armut zu geraten.

Quelle: Claudia Schuwey, Carlo Knöpfel: Neues Handbuch Armut in der Schweiz, Caritas-Verlag, Luzern, 2014. 

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13Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Riccardo 02.07.2014 12:00
    Highlight Highlight Als Student verdient man beispielsweise keine CHF 2'000.-. Das ist daher nicht weiter schlimm, da man fast keine Steuern bezahlen muss. Eines ist jedoch schlimm: die Billag! Man wird vom Staat fürs Steuerzahlen verschohnt, muss aber CHF 460.-/Jahr Gebühren fürs Schweizer Fernsehen bezahlen, während Moderatoren im Schweizer Fernsehen 6-Stellige Summen abräumen. Gerecht wäre die Billag abzuschaffen um die Bevölkerungsschicht mit niedrigen Einkommen zu schützen.
    • Tux 04.07.2014 09:06
      Highlight Highlight ....oder die Billag-Gebühren als normale Steuern behandeln. Dann würden diejenigen für TV etc mehr in den Topf geben, als die weniger gut bestückten...
      Das schlimmste an der Sache; Mit der neuen Regelung werden ALLE Zahlpflichtig - obwohl es noch viele Menschen gibt, die weder ein Tablet, noch ein Handy oder ein TV oder Radio haben... Trotzdem müssen sie bezahlen - für eine Leistung die sie nicht beziehen....
      BILLAG gehört einfach abgeschafft
    • Riccardo 04.07.2014 11:21
      Highlight Highlight Folgende Personene müssen ebenfalls Billag gebühren bezahlen:

      gehörlose
      blinde

      Bitte um Vernunft und Fairness: http://www.nobillag.ch/

      Unterschreiben und abschaffen
  • simonline 01.07.2014 16:41
    Highlight Highlight Ich kenne ganz viele Leute, die recht am rudern wären, wenn sie plötzlich 2000.- für den Zahni zahlen müssten. Aber das liegt nicht daran, dass sie arm sind, sondern weil sie das Geld verprassen für Parties, Kleider und Weekendtrips in hippe Städte. Ich finde dieser Massstab für Armut ist ein Affront für alle, die wirklich arm sind.
  • Xandi 01.07.2014 15:11
    Highlight Highlight Wenn wir Alles gleich verteilen gibt es keinen Anreiz mehr sich bilden zu lassen...wieso auch und so wird bald das ganze Geld verbrannt sein und die Schweiz ein armes Land....dann könnten alle Armen froh sein sie hätten Fr. 2000.-- und die Absicherungen die sie jetzt erhalten
    • Tux 01.07.2014 16:19
      Highlight Highlight ...und wie sollen sich dann die Armen weiterbilden ?
      Wer soll das denn bezahlen.
      Es ist immer einfach solche Äusserungen zu machen, wenn man selber nicht betroffen ist. Es gibt viele Menschen in unserem Land, welche einfach durch "spezielle" Umstände verarmten - sei es durch Krankheit, Unfall, Scheidung - was immer...
      Bitte nicht einfach verurteilen....
    • Matthias Studer 01.07.2014 17:36
      Highlight Highlight Es geht nicht darum, dass alle gleich viel haben sollen. Es geht darum, dass die einen nicht wissen wohin mit dem Geld während die anderen nicht wissen, woher sie die zweite Monatshälfte leben sollen. Es gibt einen Weg dazwischen.
    • Xandi 02.07.2014 08:27
      Highlight Highlight Ist das Geld verteilt und verprasst, werden die Armen immer noch arm sein, nur noch viel ärmer.
      Dass wollte ich damit sagen.
      Unser Kapital ist Wissen, nicht Ressourcen!
  • Bene883 01.07.2014 13:47
    Highlight Highlight Mag sein, der Punkt ist bloss dass bei uns jemand der als "arm" taxiert wird ein Auto, Fernseher, Internetanschluss hat, nicht verhungert und im Krankheitsfall trotzdem geholfen wird. Das gibts sonst nirgendwo. In der Schweiz verhungert niemand! Aber wenn jemand nicht allen Luxus hat, wie der Durchschnitt gilt er als arm...
    • Matthias Studer 01.07.2014 17:39
      Highlight Highlight Jemand mit diesem Einkommen hat weder ein Auto, noch ein Mobile-Abo noch geht er in die Ferien. Das Geld genügt erwiesenermaßen nicht. Meist helfen Freunde und die Familie aus. Das ist ein grosser Unterschied. Der Staat hilft einem überhaupt nicht weiter.
      Ich kenne einige Ausgesteuerte die lieber arbeiten würden als Sozialhilfe zu beziehen. Aber die, die zu viel haben, haben kein Gehör.
    • Blue64 01.07.2014 21:47
      Highlight Highlight Das gibt es sehr wohl in den Nachbarländern! Aber dort blickt man nicht dermassen arrogant auf "Arme" hinunter, wie es die Aussagen hier zeigen! Niemand ist freiwillig arm und niemand geniesst so einen Zustand!
  • El Schnee 01.07.2014 13:22
    Highlight Highlight Also das ist jetzt etwas verwirrend: einerseits wird die Armutsgrenze pro Person bei 2'200.– Monatseinkommen angegeben, aber dann auch bei 13'841.– Jahreseinkommen, was ja einem Monatseinkommen von etwa 1'150.– entspräche. ??? Wo liegt mein oder euer Denkfehler?
    • Tux 01.07.2014 16:18
      Highlight Highlight Stimmt so nicht - sie schreiben, dass man als arm gilt, wenn man eine unerwartete Rechnung vom Zahnarzt in der Höhe von 2000.-- nicht bezahlen kann....
      Diese knapp 14.000.-- sind schon richtig

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