Interview
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Für FDP-Präsidentin Petra Gössi ist Umwelt- und Klimapolitik eine Herzensangelegenheit geworden, wie sie vor den Delegierten in Zürich sagte. (Archivbild)

«Wir wollen endlich eine Vorwärtsstrategie»: FDP-Präsidentin Petra Gössi. Bild: KEYSTONE

Interview

FDP-Chefin Petra Gössi attackiert SVP-Bundesrat Guy Parmelin: «Ich erwarte mehr von ihm»

FDP-Präsidentin Petra Gössi wirft SVP-Bundesrat Parmelin Passivität vor bei den Freihandelsabkommen. Sie fordert ein Revitalisierungsprogramm, damit die Schweiz nicht in eine Rezession rutscht.

Othmar von Matt / ch media



Einen Termin zu finden mit FDP-Präsidentin Petra Gössi erweist sich als schwierig. Ihre Agenda ist voll. Das Interview klappt dann doch: in der zweiten Woche der Herbstsession.

Es dauert noch einen Monat bis zu den Wahlen. Sind Sie nervös?
Petra Gössi: Nein. Wahlen auf nationaler Ebene werden von langer Hand vorbereitet. Für uns sind die Arbeiten heute sehr weit fortgeschritten. Jetzt geht es darum, die Leute zu mobilisieren. Die Schlussmobilisierung läuft vor allem über unsere Kandidaten, aber auch über die 1800 Leute des Teams FDP. Die Stimmung ist super. Wir arbeiten mit Vollgas.

Ihr Terminkalender muss sehr voll sein.
Das ist er. Ich war im Juli in den Ferien. Am 1. August ging es richtig los. Seither hatte ich keinen einzigen freien Tag mehr. Am Sonntag hatte ich aber frei und ging wandern.

«Aktuell schlafe ich etwa sieben Stunden. Bei acht Stunden bin ich superglücklich.»

Wie behalten Sie das Gleichgewicht? Sie müssen ja immer in Kameras lächeln.
Ich mache das gerne. Es bedrückt mich nicht, macht mich auch nicht nervös. Wichtig ist für mich, dass ich genug schlafe. Darauf achte ich. Ich weiss, wie viel Schlaf ich benötige.

Wie viele Stunden sind es?
Aktuell schlafe ich etwa sieben Stunden. Bei acht Stunden bin ich superglücklich. Mein Glück ist, dass ich ins Bett liegen kann und sofort einschlafe. Zu kurz kommen im Moment aber der Sport und das Wandern in den Bergen. Das fehlt mir.

Was im Wahlkampf auffällt: Bisher gab es kaum einen Themenwettbewerb zwischen den Parteien. Deckt das Thema Klima alles zu?
Es war für uns extrem schwierig, ein anderes Thema zu setzen. Wir machten vor drei Wochen eine Medienkonferenz zur Wirtschaftspolitik. Die wirtschaftlichen Aussichten verdunkeln sich bekanntlich aktuell sehr schnell. Es gibt erste Firmen, die Kurzarbeit ankündigen. Doch wir stiessen auf sehr geringes mediales Interesse. Das kann doch nicht sein. Immerhin geht es um ein Thema, das die ganze Schweiz und die Menschen angeht.

Welche Überlegungen machen Sie sich?
Diese mediale Entwicklung hat Folgen. Wir werden neue Absatzkanäle für unsere Informationen aufbauen müssen. Über die traditionellen Medien geht das je länger desto weniger. Bei einer Medienberichterstattung, die nur über Klicks funktioniert, können wir in der Tat nur noch über Stilfragen oder besondere Ereignisse diskutieren. Das hat aber nichts mehr mit Sachpolitik zu tun. Und es entspricht auch nicht den Erwartungen der Menschen an die Politik. Sie wollen nämlich Lösungen.

«Wir werden neue Absatzkanäle für unsere Informationen aufbauen müssen. Über die traditionellen Medien geht das je länger desto weniger.»

Was wollen Sie tun?
Wir werden in den nächsten Jahren unsere parteieigenen Kanäle noch mehr stärken, über die wir unsere Mitteilungen absetzen können. Wir haben bereits angefangen, auf diese Entwicklung zu reagieren. Kampagnen von Tür-zu-Tür und Social-Media-Kanäle werden immer wichtiger. US-Präsident Donald Trump funktioniert vor allem über Tweets. Er setzt die wichtigsten Mitteilungen zuerst in einem Tweet frei. Da sind riesige Umwälzungen im Gang.

So weit ist man aber noch nicht bei der FDP?
Nein. Politik via Twitter kommt einer Radikalisierung gleich und entspricht nicht unserem Stil. Da gibt es nur noch schwarz oder weiss. Es verändert sich viel.

Das zeigt auch die Online-Kampagne der CVP.
Die Kampagne ist handwerklich schlecht gemacht. Da wurde etwa ein Ständerat in Verbindung mit einer vergangenen Debatte im Nationalrat gebracht, ohne dass sich der Ständerat dazu bisher geäussert hätte. Natürlich kann man Parteiprofile angreifen. Aber nicht mit konkreten Namen, die nachweislich falsch zitiert werden, und nicht mit inhaltlichen Fehlern.

Zur Wirtschaft: Steckt die Schweiz bereits in einer Rezession?
Nein. Aber wir befinden uns in einer sehr schwierigen Situation. Es kann so nicht weitergehen.

Weshalb?
Die grosse Frage ist: Wie verhalten wir uns? Sollen wir eine Rezession zulassen, um dafür aus dieser expansiven Geldpolitik herauszukommen? Auch wenn es Arbeitsplätze kosten wird?

Sie sprechen die Negativzinsen an. Müssen sie weg? Das fordert Axel Weber, Verwaltungsrats-Präsident der UBS.
Ich weiss. Doch niemand hat eine Antwort auf die Frage, wie wir aus dieser Geldpolitik herauskommen.

Sie tendieren dazu, dass die Negativzinsen weg müssen?
Die Schweiz ist eingebunden in die Weltwirtschaft. Sie kann gar nicht alleine agieren. Die Situation muss sich weltweit ändern.

Inzwischen ist klar, dass die Nationalbank zumindest den Negativzins nicht erhöht.
Mit einer Erhöhung des Negativzinses wird die politische Unabhängigkeit der Nationalbank noch stärker unter Druck kommen. Dessen muss man sich bewusst sein. Es ist darum jetzt sehr wichtig, dass wir den Wirtschaftsstandort Schweiz wettbewerbsfähiger gestalten. So lässt sich eine Rezession verhindern.

Was schlagen Sie vor?
Wir wollen endlich eine Vorwärtsstrategie für die Wirtschaft. Sonst sind bald tausende von Arbeitsplätzen in akuter Gefahr. Wir haben ein breites Massnahmenpaket, in dem wir unter anderem den Einheitssatz in der Mehrwertsteuer fordern. Die unterschiedlichen Sätze verursachen administrative Kosten von über 1.7 Milliarden. Geld, das für Investitionen fehlt. Zudem sollte die Stempelsteuer abgeschafft werden. Sie macht den Wirtschaftsstandort unattraktiv. Und wir sollten die Überregulierung bekämpfen, damit die Wirtschaft grössere Freiheiten hat.

Was braucht es noch?
Wir brauchen Rechtssicherheit mit der EU und müssen über Freihandelsabkommen mit Drittstaaten neue Märkte erschliessen. Dort scheitern wir immer wieder am selben Problem: der Landwirtschaft. Da müssen wir einen Schritt weiterkommen.

Dafür ist Wirtschaftsminister Guy Parmelin zuständig.
Ja. Nur spüren wir nicht wirklich, dass Bundesrat Parmelin sehr viel gemacht hätte. Ich erwarte mehr von ihm. Er ist prädestiniert dafür, das Problem zu lösen, da er aus der Landwirtschaft kommt. Er sollte endlich aufzeigen, wie wir künftig mit Freihandelsabkommen umgehen. Unser Aussenminister Ignazio Cassis hat klar gemacht, dass Freihandelsabkommen dann gut sind, wenn sie auch nachhaltig sind. Also muss man sich mit Umweltschutz und Palmöl auseinandersetzen. Allmählich sollte man spüren, dass dies auch Wirtschaftsminister Parmelin tut.

Deutschland diskutiert ein staatliches Konjunkturprogramm. Müsste die Schweiz das auch tun?
Nein, in der Schweiz rollt schon einiges an. Beispielsweise wird mit dem neuen CO2-Gesetz der Gebäudepark der Schweiz deutlich rascher saniert. Damit kommt eine gewaltige Investitionswelle auf die Bauwirtschaft zu.

«Persönlich bin ich überzeugt, dass man das Rentenalter erhöhen muss. Ob auf 66 oder auf 67, das muss man diskutieren.»

Die Initiative des Jungfreisinns zur Erhöhung des Rentenalters auf 66 Jahre liegt bei der Bundeskanzlei. Wo steht hier die FDP?
Ich begrüsse, dass sich die Jungfreisinnigen mit dieser Frage auseinandersetzen. Die FDP sieht ein dreistufiges Verfahren. In einem ersten Schritt gab man der AHV mit der Steuervorlage STAF mehr Geld, um Zeit für eine umfassendere Reform zu erhalten. In einem zweiten Schritt braucht es nun 65/65, die Angleichung des Rentenalters der Frauen an jenes der Männer. Mit einer sozialen Abfederung. Unser Vorschlag liegt hier klar tiefer als der Bundesrat, der 700 Millionen vorschlägt.

Und dann?
Wir werden in einem längerfristigen dritten Schritt auch über eine Erhöhung des Rentenalters sprechen müssen, um die zweite Säule nachhaltig für die Zukunft zu sichern. Das darf kein Tabu sein.

Denken Sie an AHV-Alter 66? Oder sogar 67?
Persönlich bin ich überzeugt, dass man das Rentenalter erhöhen muss. Ob auf 66 oder auf 67, das muss man diskutieren. Als die AHV in den 1940ern eingeführt wurde mit Rentenalter 65/65, lag die Lebenserwartung bei etwa 70 Jahren. Inzwischen ist sie auf 82 Jahre gestiegen. Die beiden Altersdurchschnitte haben sich also nicht im Gleichschritt entwickelt. Eine Erhöhung könnte über eine Koppelung an die Lebenserwartung stattfinden. Will man das Rentenalter nicht erhöhen, müsste die Mehrwertsteuer massiv angehoben werden. Das wäre nicht sozialverträglich. Und eine Kürzung der Renten hat politisch keine Chance.

Wie lange werden Sie arbeiten, wenn Sie pensioniert sind?
Ich hoffe, dass ich dann von einer Flexibilisierung des Rentenalters profitieren und mit Freude bis 70 Jahre arbeiten kann. Nicht wegen des Rentenalters. Sondern weil ich mich freiwillig dafür entscheide. Ich arbeite eben gerne. Und ich glaube, dass es vielen anderen auch so geht.

Jodel gibt Politiker neue Berufe – und das Resultat ist 😂

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53Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • dho 24.09.2019 13:12
    Highlight Highlight Wenn wir einen steuerpolitischen Systemwechsel wünschen, heisst das Zauberwort:

    "TransaktionsSteuer".

    Jeder Franken, der sich in der Schweiz bewegt, wird minimal besteuert. Dann kann man alle anderen Steuern streichen. ALLE.
  • joevanbeeck 23.09.2019 15:13
    Highlight Highlight Vor vier Jahren haben die Schwyzer SP-Fraktionschef Andy Tschümperlin in die Wüste geschickt. Dieses Jahr geht diesen Weg vielleicht sogar eine Parteipräsidentin.
  • hopplaschorsch12 23.09.2019 14:35
    Highlight Highlight die FDP, die lächerliche, alte Filzpartei!
  • Fairness 23.09.2019 12:11
    Highlight Highlight In nicht allzu ferner Zukunft wird es sowieso nur noch eine Lösung ähnlich Thomas Pikettys Idee geben: https://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/standardstaroekonom-fordert-90prozentsteuer-auf-milliardenvermoegen/story/29649023
  • Black Cat in a Sink 23.09.2019 10:32
    Highlight Highlight Ach Frau Gössi, Themen setzen ist BlaBla. Darüber nachzudenken, wie sich die Gesellschaft und die Arbeitswelt entwickelt in den nächsten 20 - 50 Jahre ist halt anstrengend und bedeutet, auch Unangenehmes anzusprechen. Was passiert mit den Menschen, die durch Digitalisierung abgehängt werden. Wie geht ihre Partei mit der Altersdiskriminierung um, was tut sie dagegen. Die bürgerliche Politik, die ihre Partei die letzten 4 Jahre mit gestaltet hat, ist gescheitert, weil sie keine Antworten haben weder für die Jungen noch für die Alten.
  • dorfne 23.09.2019 09:47
    Highlight Highlight Rentenalter 67! Die AHV hinkt der Lohnentwicklung um 10% hinterher, in der 2. Säule steigen die Beiträge und sinken die Renten. Das will die FDP vertuschen mit Rentenalter 67. In wenigen Jahren wird Schluss sein mit der steigenden Lebenserwartung. Aber offenbar kann man den Sozialabbau und die Tatsache, dass es immer mehr Reiche gibt nur noch mit dem Erzählen von Bullshit rechtfertigen und dabei auf die Dummheit des Wahlvolkes hoffen.
  • Nüübächler 23.09.2019 09:43
    Highlight Highlight Die FDP versucht aus Wahlkampftaktik einen Spagat zu machen der ihr am Schluss eine Wahlschlappe bescheren könnte.
    Auf der einen Seite die gewohnte profitorientierte und menschenverachtende Wirtschaftsausrichtung symbolisiert durch weltweiten ungehinderten Handel, auf der anderen Seite sich der Linksgrünen anbiedernde wahltaktische verbrüderung in Sachen Klimawandel. Eigentlich wohlwissend dass der globalisierte Handel in vielerlei Hinsicht einer der wichtigsten Ursachen für die Umweltverschmutzung ist.
  • Fairness 23.09.2019 09:42
    Highlight Highlight So mancher, nicht nur FDPler, würde gescheiter beginnen, die Wirtschaft umzubauen. Ein Anfang wäre Frédéric Lalouxs „Reinventing Organizations“ zu lesen.
  • Gipfeligeist 23.09.2019 09:34
    Highlight Highlight "Bei einer Medienberichterstattung, die nur über Klicks funktioniert, können wir in der Tat nur noch über Stilfragen oder besondere Ereignisse diskutieren"

    Ich glaube jedoch, dass diese konkreten Fragen ein Parteiprofil eher schärfen, und somit den Wählern zeigen wo seine Interessen vertreten werden. Zum Beispiel beim Klima. Da kann die FDP weniger um den heissen Brei herumschwafeln
    Benutzer Bild
  • dorfne 23.09.2019 09:32
    Highlight Highlight Gössi redet eine Rezession herbei um wieder ihr neoliberales Programm auf die Titelseiten hieven zu können: Rentenalter rauf; Unternehmenssteuern runter; MwSt rauf; undurchsichtige Freihandelsabkommen mit Schurkenstaaten her, inkl.. Waffenlieferungen an Kriegstreiber und Menschenverächter usw.. Wer das will soll ruhig FDP wählen und sich dann aber nicht bei den Falschen über die Konsequenzen dieser Politik beklagen.
  • Goldcobra 23.09.2019 09:10
    Highlight Highlight Sind wir mal ehrlich unter uns Pastorentöchtern. Parmelin wurde bloss Bundesrat, weil er kein Deutschschweizer ist. Dass der nicht viel taugt, war wohl den meisten bewusst.
    • FrancoL 23.09.2019 09:16
      Highlight Highlight Den meisten schon nur nicht der Partei die immer wieder erwähnt, dass SIE die Durchsicht hat und die besten Politiker in seinen Reihen wähnt.
      Mit dieser Besetzung sieht man deutlich wie ernst es die einzige Partei, die nicht in der Class Politikum mitmacht, mit dem BR meint. Das sollte man so nicht weiter stützen, denn es kann ein böses Ende nehmen.
    • Tjuck 23.09.2019 09:43
      Highlight Highlight Den anderen Parteien war es wohl recht, eine Niete aus dieser Partei in den Bundesrat zu wählen. Die Partei musste ja berücksichtigt werden, sonst gibt es wieder vier Jahre Zetermordio aus der erwähnten Partei. Ist sein Nutzen gering, ist auch sein Schaden gering, werden sie sich gesagt haben. Und Hardliner aus der SVP sind sowieso nicht mehrheitsfähig.
    • dorfne 23.09.2019 10:17
      Highlight Highlight Der gilt aber bei der Partei der Sonne, in der sich nur die Reichen sünnelen dürfen als "ganzer Bundesrat".
    Weitere Antworten anzeigen
  • tinu77 23.09.2019 09:06
    Highlight Highlight Ich teile ihre Meinung bezüglich Parmelin. Er ist nicht nur unsichtbar so der auch inkometent. Eine Fehlbesetzung sondergleichen und ein grosses Risiko für den Wirtschaftsstandort Schweiz.
    • FrancoL 23.09.2019 09:14
      Highlight Highlight Das ist eben so wenn man immer die besten Politiker in seinen Reihen wähnt und die einzige Partei ist die im BR den Durchsicht hat.
    • Fairness 23.09.2019 09:23
      Highlight Highlight Aber, ehrlich gesagt, viel besser war sein Vorgänger und sind gewisse aktuelle BR auch nicht.
    • tinu77 23.09.2019 09:39
      Highlight Highlight @Fairness: bzgl JSA bin ich nicht ganz gleicher Meinung. Er war vielleicht etwas blass und teilweise schrullig aber ein äusserst kompetenter, fleissiger und durchaus weitsichtiger Wirtschaftspolitiker der auch vermocht hatte, die verschiedensten Interessen-Gruppen in den Diskurs einzubinden. Attribute von denen Parmelin Lichtjahre entfernt ist.
    Weitere Antworten anzeigen
  • FrancoL 23.09.2019 08:41
    Highlight Highlight Das Problem Frau Gössi ist nicht das Themen setzen, sondern das Anbieten von Lösungen. Was soll mich Ihr Thema Wirtschaft interessieren, wenn ich schon weiss dass die Lösungen so aussehen wie gehabt und ich damit nichts anderes erreiche als den jetzigen Verlauf mit den sich verdunkelnden Aussichten?
    Was soll ich mit Ihren Lösungen Anfangen, Frau Gössi?
    • Gipfeligeist 23.09.2019 09:36
      Highlight Highlight @Francol
      Deswegen kann ich mich mit den Wirtschafts-Liberalen auch wenig identifizieren. Wenn man den Markt "einfach frei machen lässt" finde ich das keine schlaue Lösungsidee
    • dorfne 23.09.2019 10:15
      Highlight Highlight Die neoliberale Zwillingsschwester von unserem "neoliberalen Raubtierkapitalisten" zeigt in diesem Interview jede Menge Lösungen auf. Halt nicht für uns. Halt nur für die Wirtschaft und die Grossinvestoren: Steuern runter, Sozialstaat weg!
  • benn 23.09.2019 08:37
    Highlight Highlight Ich erwarte von der ganzen gruppe in bern mehr: mehr transparenz, mehr engagement für das volk, weniger korruption bzw lobbyismus und mehr lösungen für die wirklichen probleme!
    • hopplaschorsch12 23.09.2019 14:42
      Highlight Highlight ich rate dir, deine Erwartungen an die in Bern runterzuschrauben. sonst könntest du allenfalls doch recht enttäuscht werden.
  • Triumvir 23.09.2019 08:26
    Highlight Highlight Falls das sie "politischen Lösungen" der FDP sind. Dann ist diese Partei schlicht nicht wählbar. Ich habe nur einmal den Fehler gemacht und FDP gewählt. Diesen Fehler werde ich nicht nicht zweimal machen...Offenbar ist die FDP nach wie vor primär daran interessiert das es der Wirtschaft gut geht. Für die Menschen, die hier in der Schweiz leben, gilt das offenbar nicht im gleichen Masse...So nicht liebe FDP.
    • neoliberaler Raubtierkapitalist 23.09.2019 09:32
      Highlight Highlight Man kann Wirtschaft und Menschen nicht entkoppeln. Unsere hohen Löhne kommen nicht von nichts. Diese kommen von gutem wirtschaften unter akzeptablen Rahmenbedingungen.
    • dorfne 23.09.2019 10:10
      Highlight Highlight Die neoliberale Fratze von FDP/SVP wird mit der Digitalisierung noch hässlicher werden. Weil durch die Digitalisierung das Kapital gegenüber der Arbeit noch mächtiger wird.
  • Fairness 23.09.2019 07:42
    Highlight Highlight Wiekomm Gössi auf Kosten von 1,7 Mia. für verschiedene MwSt-Sätze? Das st praktisch null Aufwand. Ein Mal den Satz erfassen und der Rest funktioniert automatisch. Mehr Sätze müssten her: Abgestufte Luxussteuern für die AHV und Krankenkassenverbilligung, die auch eine ist. Z.B. für Autos wie in Finnland, Singapur usw., wo der teuerste Porsche der Steuern wegen rund 1 Mio. kostet.
    • dorfne 23.09.2019 09:24
      Highlight Highlight Das Problem ist, dass viele Firmen die MwSt gar nicht abliefern und auch nicht zur Kasse gebeten werden. Mangels Kontrolle, vielleicht sollte man da ansetzen
    • Mad Heidi 23.09.2019 11:01
      Highlight Highlight "Einmal den Satz erfassen und der Rest funktioniert automatisch."

      Ich habe mal gelernt, dass Schweigen die beste Option ist, wenn man keine Ahnung hat. Oder Fragen.
    • Aschi44 23.09.2019 15:39
      Highlight Highlight Könnte ich absolut unterstützen!
  • ain hasardeur 23.09.2019 07:27
    Highlight Highlight "Doch niemand hat eine Antwort auf die Frage, wie wir aus dieser Geldpolitik herauskommen."

    Was schlagen Sie denn selber vor, Frau Gössi?

    (Gehen Sie mit Guy Parmelin ins Lavaux und sprechen Sie ihn direkt an, bei einem Gläschen Wein).
  • _kokolorix 23.09.2019 07:20
    Highlight Highlight Das umfassende Massnahmempacket ist ja ungeheuer innovativ. Die Stempelsteuer fällt nur beim Wertschriftenhandel an und betrifft damit die allermeisten Firmen nur am Rande. Zumal die Steuer nur ein Bruchteil der kartellmässig erhobenen Gebühren von Banken und Börsenmaklern beträgt.
    Wenn sich die Konzerne mal an den Grundsatz, dass nicht alles erlaubt ist was nicht explizit verboten ist, halten würden, dann wäre der Regulierungsflut schon stark Einhalt geboten. Aber solange ein Heer von Winkeladvokaten jedes Gesetz nach potentiell profitablen Schlupflöchern abklopft, muss halt gestopft werden
    • dorfne 23.09.2019 09:56
      Highlight Highlight Interessant in diesem Zusammenhang: die Bankgebühren sind in den letzten 11 Jahren (seit der Finanzkrise) um über 27% gestiegen. Dies als Zugabe zu der Nullzinspolitik und zum Risiko, dass der Bankkunde sein ganzes Geld an die Bank verlieren könnte. Der Mittelstand wird ausgeblutet.
  • Schneider Alex 23.09.2019 05:57
    Highlight Highlight Die langfristige Sicherstellung der AHV-Finanzierung kann nicht über die Anpassung des normalen Renteneintrittsalters an die veränderte Lebenserwartung erfolgen. Aufgrund der Arbeitsbelastung und den Anforderungen des modernen Arbeitsmarktes wäre eine generelle Erhöhung des Renteneintrittsalters kontraproduktiv. Gute Alternativen sind: Flexibilisierung des Renteneintrittsalters; Beitragserhöhungen, ev. auf Kosten von Lohnerhöhungen; neue Finanzierungsquellen (Mehrwertsteuererhöhung, Finanztransaktionssteuer, Kapitalgewinnsteuer, Umlagerung des Bundesbudgets zugunsten der AHV).
    • DerTaran 23.09.2019 07:24
      Highlight Highlight Ich glaube nicht, dass sich das AHV Problem langfristig mit mehr Geld lösen lässt. Das Verhältniss zwischen arbeitender und nicht arbeitender Bevölkerung muss vertretbar bleiben. Aber auch ich denke ein flexibles Rentenalter ist sinnvoller als ein fixes Alter.
    • Töröö! 23.09.2019 07:49
      Highlight Highlight Soweit fast mit allem einverstanden, ausser:

      "Beitragserhöhungen, ev. auf Kosten von Lohnerhöhungen"

      1. Welche Lohnerhöhungen?

      2. Noch höhere Beiträge und deswegen a.) noch weniger Geld im Portemonnaie und b.) noch weniger Chancen am Arbeitsmarkt von 55+ jährigen?
    • Fairness 23.09.2019 08:13
      Highlight Highlight Die AHV ist ja bereits einigermassen flexibel. Nur dürfte man sie ohne Einkommen nicht aufschieben dürfen und einen Drittel mehr kassieren, wenn man sie sowieso nicht braucht..
    Weitere Antworten anzeigen
  • pamayer 23.09.2019 05:57
    Highlight Highlight So, so, die cvp an den Pranger stellen, weil diese Namen nennt, und im nächsten Satz Parmelin abqualifizieren.
    Das kommt gut.
    • Input 23.09.2019 06:12
      Highlight Highlight Äpfel und Birnen.
      Bitte entsprechenden Abschnitt nochmals lesen.
    • Peter R. 23.09.2019 07:45
      Highlight Highlight Es ist halt Wahlkampf - da versuchen alle auf die anderen Parteien einzudreschen.
      Statt sich den Problemen zu stellen, wird so wertvolle Zeit vergeudet nur weil im Oktober gewählt wird.

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