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Trotz Alk-Fauxpas: SVP belässt Vizepräsidentin Amaudruz im Amt



Celine Amaudruz, SVP-GE, spricht zur Grossen Kammer, an der Sondersession des Nationalrats, am Mitttwoch, 27. April 2016 in Bern. (KEYSTONE/Alessandro della Valle)

Hatte zu viel intus: Céline Amaudruz. Bild: KEYSTONE

Die SVP Schweiz trifft vorläufig keine Massnahmen gegen ihre Vizepräsidentin Céline Amaudruz. Die Nationalrätin war im Kanton Genf angetrunken am Steuer erwischt worden und hatte Bundesrat Parmelin angerufen. Die SVP will den Ausgang des Strafverfahrens abwarten.

Die Genfer Nationalrätin behalte ihre Funktionen innerhalb der SVP, sagte Generalsekretär Gabriel Lüchinger am Freitag der Nachrichtenagentur sda. Amaudruz habe Parteipräsident Albert Rösti und Fraktionschef Adrian Amstutz kontaktiert.

Sie habe ihnen mitgeteilt, dass sie nach der Kontrolle durch die Polizei SVP-Bundesrat Guy Parmelin angerufen habe, aber keinen Grund angegeben, sagte Lüchinger. Die Genfer Tageszeitung «Le Temps» berichtete, dass sie den Anruf «im Zustand der Panik» getätigt habe, damit Parmelin mit einem Polizisten spreche.

Amaudruz' Anwalt Christian Lüscher sagte dazu, dass sie in einem Moment starker Verunsicherung Zuspruch eines ihr sehr nahen Freundes gesucht habe. Einer dieser Freunde sei Parmelin. Er selber habe ihr geraten, zu kooperieren und sich bei der Polizei für ihr unangemessenes Verhalten auf der Strasse zu entschuldigen.

Laut «Le Temps» hatte Amaudruz auf ihrer Blaufahrt 1.92 Promille Alkohol intus - eine zweite Quelle bestätigte den Wert. Es ist allerdings nicht ausgeschlossen, dass ein zweiter, im Verfahren vorgesehener Test einen tieferen Wert ergeben wird.

Amaudruz hatte die Öffentlichkeit am Mittwoch selbst über die Polizeikontrolle und ihre Blaufahrt informiert, allerdings ohne einen Promillewert anzugeben. Sie hatte sich vor zehn Tagen auf dem Heimweg von einem Pferdesportanlass alkoholisiert ans Steuer gesetzt. (sda)

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