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Im Januar findet die traditionelle «Hexenabfahrt» auf der Belalp im Oberwallis statt. Vergangenes Jahr hatte es genug Schnee und viel Sonnenschein, ob es 2017 auch wieder so sein wird? Bild: KEYSTONE

Das Wetter bestimmt den Preis fürs Skibillett

11.01.17, 19:04 11.01.17, 19:15

Wer bei schlechtem Wetter am Pizol SG oder auf der Belalp im Oberwallis Ski fährt, bekommt einen Rabatt auf die Tageskarte. Das neue Preissystem ist Teil eines Forschungsprojekts der Fachhochschule St. Gallen (FHS).

Die wetterabhängigen Tageskarten, die ab sofort in den beiden Skigebieten angeboten werden, seien ein europaweites Novum, teilte die Fachhochschule St. Gallen am Mittwoch mit. Es handelt sich um ein zweijähriges Forschungsprojekt, an welchem neben den beiden Bergbahnen auch SRF Meteo und die Firma tipo ticketing beteiligt sind.

Mit dem dynamischen Preismanagement, das bei Fluggesellschaften längst gängige Praxis sei, könnten die Bergbahnen die Gäste auch bei weniger gutem Wetter auf den Berg locken. «Je nach Wetterlage gibt es bei uns bis zu 50 Prozent Rabatt auf die Tageskarte», sagte Jürg Vollmer, Leiter Kommunikation der der Pizolbahnen, gegenüber der Nachrichtenagentur sda.

«Je nach Wetterlage gibt es bei uns bis zu 50 Prozent Rabatt auf die Tageskarte»

Jürg Vollmer, Leiter Kommunikation Pizolbahnen

Am Freitag und Samstag wird es im Ostschweizer Skigebiet zeitweise schneien, die Preise sind an diesen Tagen deshalb um 38 Prozent tiefer. Wer vom neuen Angebot profitieren will, kann auf der Website der Pizolbahnen einen Gutschein ausdrucken und erhält die Vergünstigung an der Kasse. Die Wetterprognosen und Preise sind jeweils für sieben Tage im Voraus ersichtlich.

Der Schnee ist knapp: Abfahrt in Davos. Bild: KEYSTONE

Es gibt keine Wundermittel

Die FHS sei mit der Idee für das Forschungsprojekt auf die Pizolbahnen zugekommen, sagte Projektleiter Dietmar Kremmel vom Kompetenzzentrum Marketing Management der FHS. Das St. Galler Skigebiet nahe an der Grenze zu Österreich leide wegen des starken Frankens an einem markanten Rückgang an Tagesgästen. Statt zu jammern habe sich der Bahnbetreiber zum Handeln entschlossen.

Das neue Preissystem sei ein kleiner von vielen Schritten, welche ein mittelgrosses Skigebiet wie die Pizolbahnen gehen müsse, um überleben zu können, sagte Vollmer. Wundermittel gebe es nicht, die Bahnbetreiber müssten vielseitiger werden.

Hohe Fixkosten

Die Pizolbahnen AG, an welchen auch die Gemeinden der Region beteiligt sind, verkaufen in der Wintersaison durchschnittlich 210'000 Tageskarten. «Diese Saison lief bisher schlecht. Über Weihnachten/Neujahr konnten wir wegen des Schneemangels lediglich drei von 30 Pisten öffnen und dies nur dank Kunstschnee», sagte Vollmer. Entsprechend seien die Gäste ausgeblieben. Die Fixkosten mit 100 Angestellten seien jedoch immer gleich hoch.

Wer vom neuen Angebot profitieren will, kann auf der Website der Pizolbahnen einen Gutschein ausdrucken und erhält die Vergünstigung an der Kasse. Die Wetterprognosen und Preise sind jeweils für sieben Tage im Voraus ersichtlich. bild:maxpixel

Neue Daten gewinnen

Das Forschungsprojekt wird von der Schweizerischen Kommission für Technologie und Innovation unterstützt mit einem Betrag von rund 220'000 Franken, wie Kremmel sagte. Mit den Bundesgeldern werde die FHS-Forschungsarbeit im Umfang von rund 250 Stellenprozenten finanziert.

Das laut Kremmel weltweit einzigartige Forschungsprojekt könnte nicht nur darbenden Skigebieten auf die Beine helfen, sondern auch der Gewinnung neuer objektiver und subjektiver Daten dienen. Wer eine vergünstigte Tageskarte gekauft hat, wird nach dem Skitag zu einer online-Befragung eingeladen. Dabei könne eruiert werden, ob die Wetterprognosen für das Gebiet tatsächlich eingetroffen seien und wie der Gast das Wetter subjektiv empfunden habe. (sda)

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
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4Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • BoomBap 11.01.2017 21:12
    Highlight Der Pizol müsste auch nach starkem Wind einen Rabatt gewähren, denn dann ist der Schnee weg und man fährt auf Steinen. 😄 Zumindest auf der Ragazer Seite.
    0 0 Melden
  • Saul_Goodman 11.01.2017 19:57
    Highlight Ab wann und wo bekommt man die tickets der belalp?
    0 0 Melden
    • Fendant Rüpel 11.01.2017 23:04
      Highlight Das Angebot gibt es ab Morgen Donnerstag

      Bis acht Tage im Voraus können Wintersportler eine Tageskarte zum wetterabhängigen Preis kaufen. Die Buchung des Tickets muss in jedem Fall vorgängig online über die Website der Bergbahn erfolgen. So heisst es in einer Mitteilung./vi
      3 0 Melden
  • Gelöschter Benutzer 11.01.2017 19:26
    Highlight Ich muss gestehen: Ich weiss nicht, ob das Wetter 2017 so gut ist wie 2016. Entschuldigung.
    3 0 Melden

Sagt mal, bin ich hier der Einzige, der Skiferien doof findet?

Sorry, liebe Bündner, Walliser und andere Bergler, es ist nichts Persönliches. Nur ein Grumpy-Old-Man-Rant, halt.

Winter! Schnee! Skifahren! Bergdorf-Romantik! Guckt mal, wie schön:

Ja, in der Tat, stünde ich in jenem Moment dort an jenem verschneiten Hang, würde ich sehr wohl konstatieren: Jap, ordentlich hübsch.

Doch um dort zu stehen, bräuchte es ein wenig Kontext. Und auf diesen, verehrte Wintertourismusbegeisterte, kann ich getrost verzichten. Winter-Bergdorf-Romantik gibt es nun mal nicht gratis. Es gibt sie nur mit einer längeren Packungsbeilage an Nervigkeiten.

Fangen wir gleich doch beim …

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