Kultur
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Schweizer sind kulturell sehr interessiert (Wer diese Meldung nicht liest, ist ein Barbar!)



Schweizerinnen und Schweizer sind sehr kulturbeflissen. Eine grosse Mehrheit geht mehr oder weniger regelmässig ins Konzert oder ins Kino. Vorrang vor der Kultur haben indes Freizeitaktivitäten wie Wandern und Ausgehen.

Eine Besucherin in der aktuellen Ausstellung ueber den ersten Weltkrieg im Museum fuer Geschichte in der Barfuesserkirche in Basel am Donnerstag, 21. August 2014. Die Sonderausstellung

Schweizer gehen gerne ins Museum, an Konzerte oder zu Denkmälern, wie eine Umfrage des Bundes zeigt. Im Bild: Die Ausstellung über den Ersten Weltkrieg im Museum für Geschichte in der Barfüsserkirche in Basel im August 2014.
Bild: KEYSTONE

Das Bundesamt für Statistik (BFS) hat das Kultur- und Freizeitverhalten der Bevölkerung im Rahmen der neuen Volkszählung untersucht. Demnach besuchen rund 70 Prozent mindestens einmal pro Jahr Museen, Konzerte, Denkmäler oder Kinos, und knapp die Hälfte geht ins Theater.

Der Anteil der Personen, die mehr als dreimal pro Jahr Kulturinstitutionen frequentieren, liegt bei jeweils rund 20 Prozent, wie das BFS am Freitag mitteilte. Zwischen einzelnen Bevölkerungsgruppen gibt es allerdings grosse Unterschiede.

Städter besuchen häufiger solche Einrichtungen, ebenso junge Leute. Eine Ausnahme bilden das Theater und klassische Konzerte, wo eher die reiferen Jahrgänge anzutreffen sind.

Frauen singen, Männer filmen

Eine grosse Rolle beim Kulturverhalten spielt auch das Bildungsniveau. So besuchen mehr als acht von zehn Personen mit abgeschlossenem Studium Konzerte, von jenen mit dünnem Schulsack aber nur etwa die Hälfte.

Insgesamt knapp zwei Drittel der Befragten sind auf die eine oder andere Art selber kreativ tätig. Am verbreitetsten sind Fotografieren, Zeichnen und Malen sowie Singen mit je rund 20 Prozent. Männer sind öfter am Computer oder beim Filmen kreativ, hingegen ist Zeichnen, Singen, Schreiben und insbesondere Tanzen eher Frauensache.

Fotoserie «Freckles»: So verschossen in Sommersprossen

So wichtig die Kultur für die Mehrheit der Bevölkerung auch ist - Vorrang hat die Freizeit, wie die BFS-Umfrage bei über 16'000 Personen weiter zeigt. Von den zehn meistausgeübten Aktivitäten sind die ersten sieben Freizeitbeschäftigungen, erst danach folgen die Museumsbesuche.

Lieber einen Jass klopfen als gamen

Wandern, mit Freunden in den Ausgang gehen, sich sportlich betätigen, aber auch spezielle Gerichte kochen und traditionelle Karten- und Gesellschaftsspiele kommen an erster Stelle - mit Beteiligungsquoten bis zu 95 Prozent.

Als auffällig wertet es das BFS, dass nicht grosse Stadtfeste oder traditionelle Feiern wie der 1. August am meisten Leute anziehen, sondern Dorf- Quartier- und Vereinsfeste. Zudem frönen mehr als drei Viertel der Befragten traditionellen Gesellschaftsspielen, während nur gut die Hälfte Video- oder Computerspiele spielen.

(sda/aargauerzeitung.ch)

Das könnte dich auch interessieren:

Wie ich nach 3 Stunden Möbelhaus von Wolke 7 plumpste

Link zum Artikel

4000 positiv Geteste in Genf, 3000 in Zürich – so sieht's in deinem Kanton aus

Link zum Artikel

Der Mann, der es wagt, Trump zu widersprechen

Link zum Artikel

Magic Johnson vs. Larry Bird – ein College-Final als Beginn einer grossen Sportrivalität

Link zum Artikel

4 Gründe, weshalb die Corona-Zahlen des BAG wenig mit der Realität zu tun haben

Link zum Artikel

Wie ansteckend sind Kinder wirklich? Was die Wissenschaft bis jetzt dazu weiss

Link zum Artikel

Das iPad kriegt Radar? Darum ist der Lidar-Sensor eine kleine Revolution

Link zum Artikel

Lasst meinen Sex in Ruhe, ihr Ehe- und Kartoffel-Fanatiker!

Link zum Artikel

So lief Tag 1 nach Bekanntgabe der «ausserordentliche Lage» für die Schweiz

Link zum Artikel

Corona International: EU beschliesst Einreisestopp ++ Italien mit 345 neuen Todesopfern

Link zum Artikel

Die Schweiz befindet sich im Notstand – die 18 wichtigsten Antworten zur neuen Lage

Link zum Artikel

Chinesin kauft GC

Link zum Artikel

Ein Virus beendet Jonas Hillers Karriere: «Es gäbe noch viel schlimmere Szenarien»

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

4
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
4Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Schneider Alex 16.04.2016 22:03
    Highlight Highlight Sind wir wirklich kulturbeflissen?

    Sind die 70 Prozent, die mindestens einmal pro Jahr eine Kultureinrichtung (z. B. ein Kino) besuchen kulturbeflissen? Sind die 20 Prozent, die mehr als dreimal eine Kulturinstitution besuchen, kulturbeflissen? Ein angemessenes Mass der Kulturbeflissenheit wäre meines Erachtens der durch Einnahmen der Kulturbeflissenen geleistete Kostendeckungsbeitrag der hoch subventionierten Kultureinrichtungen.
  • Schneider Alex 16.04.2016 06:23
    Highlight Highlight Wenn die im Kulturbetrieb engagierten Leute es nicht schaffen, den Leuten, die diesen Kulturbetrieb finanzieren, ihre Werke zu erläutern und - nicht unwichtig - sie dafür sogar zu begeistern, so ist nicht einzusehen, wieso die Mehrheit der StimmbürgerInnen diese Werke unterstützen müssen. Dann sind diese eben ein Hobby der Kulturschaffenden wie jedes andere Hobby. Wenn sie zahlende Kundschaft finden umso besser, aber bitte keine Steuergelder.
  • DaveKnobs 15.04.2016 23:24
    Highlight Highlight Nur 1/5 der Bevölkerung geht alle 4 Monate an einen Kulturevent und alle anderen noch weniger?? Sehr in Kultur interessiert nenn ich das ja nicht gerade.
  • Olmabrotwurst vs. Schüblig 15.04.2016 15:03
    Highlight Highlight
    läuft ja nix im tv.. darum brauchen wir doch andere unterhaltung und darum nutzen wir auch das angebot.. als die scheisse in der glotze zu schauen...

Frauen der Geschichte

Frida Kahlo: Die Frau, die den Tod auslachte

Willkommen zu einem weiteren Teil Frauen in der Geschichte. Heute wollen wir uns mit der mexikanischen Künstlerin Frida Kahlo beschäftigen. Einer Frau, die es verstand, ihren Schmerz in Bildern auszudrücken.

Am 17. September 1925 rammt in Mexiko City eine Trambahn einen hölzernen Omnibus. Die 18-jährige Frida Kahlo sitzt drin, wird nach vorne geworfen – und von einer eisernen Griffleiste durchbohrt.

«Sie war fast nackt; bei dem Zusammenstoss waren ihr die Kleider vom Leibe gerissen worden. Jemand im Bus, wahrscheinlich ein Anstreicher, hatte ein Paket mit Goldpulver bei sich gehabt, das aufgegangen war; und nun war das Gold über Fridas blutenden Körper gestäubt.»

Sie habe wie eine Ballerina …

Artikel lesen
Link zum Artikel