Katze
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bild

Strassenkatzen gehören in Jerusalem zum Stadtbild. facebook/cats of jerusalem

In Jerusalem verschwinden hunderte Katzen auf mysteriöse Weise – was ist bloss los?

Wer Katzen liebt, der reist am besten nach Jerusalem. Dort soll es weltweit am meisten Katzen geben. Nur, wo sind sie alle? Seit ein paar Wochen vermissen die Bewohner ihre Strassenkatzen – jetzt gibt's eine Notfallnummer

Dario Cantieni
Dario Cantieni



Die Ausgangslage

Auf knapp eine Million Einwohner kommen in Jerusalem fast eine Viertelmillion Strassenkatzen. Das sind 2000 Katzen pro Quadratkilometer. So viele, wie weltweit wahrscheinlich nirgends. Im grossen Stil eingeschleppt wurden die Katzen im letzten Jahrhundert von den Briten, um die Rattenplage zu bekämpfen. Geblieben sind die vielen Katzen bis heute.

Das mag Katzenfreunde freuen, die Tiere sind jedoch nicht überall beliebt und teilweise ein grosses Problem. Vorstösse, sie in grossem Stil einzufangen und zu kastrieren, lösten bis jetzt regelrechte Entrüstungswellen aus. Tierschützer verbündeten sich mit ultraorthodoxen Juden, die gegen solche Eingriffe sind, weil den Kreaturen damit ihr gottgegebenes Recht auf Vermehrung genommen werde. Das schreibt die Süddeutsche Zeitung.

Das aktuelle Problem

Doch seit ein paar Wochen berichten Bewohnerinnen und Bewohner von Jerusalem, dass Katzen aus ihren Viertel verschwunden seien. Und zwar im grossen Stil. Was auf den sozialen Netzwerken begann, ist unterdessen eine Polizeiangelegenheit. Inklusive Notfallnummer, wo man sich melden kann, wenn man etwas weiss. Bis jetzt wird nur spekuliert.

Sind Katzenfeinde am Werk, die die Katzen beseitigen? Gift? Entführung? Wurden sie von der Hitzewelle dahingerafft? Man weiss es nicht. Was man weiss ist, dass das Veterinäramt nicht dahinter steckt. Sprich, nicht im grossen Stil Katzen einfängt, um sie zu sterilisieren.

Gefunden hat man bis jetzt nur wenige Kadaver. Einer davon war in der Mitte durchtrennt, wie The Jerusalem Post schreibt. Ein zu sauberer Schnitt, um von einem Tier zu sein, sind sich viele in Jerusalem sicher.

Die grosse Katzenliebe

Wenn sie jedoch nicht gerade verschwinden, haben die Katzen in Jerusalem ein feudales Leben. Der neue Bürgermeister ist bekennender Katzenfreund und hat in letzter Zeit für 25'000 Euro hunderte Futterstationen eingerichtet. Ausserdem hat er veranlasst, dass in verschiedenen Vierteln Jerusalems Komitees gegründet wurden, die sich um die Katzen kümmern. Die ihnen Futter zur Verfügung stellen und die verletzten Katzen zum Tierarzt bringen.

Orte, an denen sich deine Katze gerne mal verkriecht

Im Moment haben sie nicht viel zu tun, denn die Katzen fehlen. Eine weitere Theorie zum Verschwinden gibt es: Die Tiere könnten sich wegen der Sommerhitze verkrochen haben und somit schon bald wieder auftauchen.

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

21 Vorteile, eine Katze zu haben

So hilft künstliche Intelligenz den Strassenkatzen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Interview

Quarantäne-Regeln in Südkorea: «Ich fragte mich, warum die Schweiz das nicht so macht»

Südkorea brachte die erste Corona-Welle schnell unter Kontrolle und als sich eine zweite andeutete, wurde auch diese früh gestoppt. Was macht man im asiatischen Land richtig? Wir haben mit einem gesprochen, der auch die Schweiz kennt und in Südkorea in Quarantäne musste.

Südkorea hat trotz seiner Nähe zum Ursprungsland China die Coronakrise bisher gut gemeistert. Ein früher Peak von Neuinfektionen Ende Februar/Anfangs März konnte schnell unter Kontrolle gebracht werden und als die Fallzahlen Ende August stiegen und sich eine zweite Welle abzeichnete, reagierte man erneut rigoros und bremste den Anstieg schnell, Seit einigen Wochen übersteigen die Neuinfektionen im Land mit rund 52 Millionen Einwohnern die 100er-Grenze praktisch nie mehr.

Gerechnet auf 100'000 …

Artikel lesen
Link zum Artikel