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Die besten Bilder der Olympischen Spiele 2020 in Tokio

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Die besten Bilder der Olympischen Spiele 2020 in Tokio
quelle: keystone / martin meissner
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Flückiger-Silber, Tischtennis-Sensation & Turn-Thriller – das Wichtigste des Olympia-Tages

Dritter Tag der Olympischen Spiele in Tokio, zweite Schweizer Medaille: Mountainbiker Mathias Flückiger hält dem Druck stand und gewinnt Silber. Eine Sensation ereignet sich im Tischtennis.



Silber und Leder für die Schweizer Biker

Die schöne Serie der Schweizer Medaillen im olympischen Cross-Country-Rennen der Mountainbiker geht weiter. Weltcup-Leader Mathias Flückiger gewann Silber – wobei sich der Berner zunächst vor allem über das verpasste Gold ärgerte. Dieses ging an den erst 21 Jahre jungen Engländer Tom Pidcock, der auch ein herausragender Strassen- und Quer-Fahrer ist.

Die Zusammenfassung des Rennens. Video: SRF

Flückiger im Interview – direkt nach dem Rennen und mit der Medaille um den Hals. Video: SRF

Nino Schurter konnte seiner einzigartigen Karriere keine weitere Medaille hinzufügen. Der Olympiasieger von 2016 wurde Vierter. Dabei spielte ihm die Konkurrenz in die Karten: Topfavorit Mathieu van der Poel schied nach einem spektakulären Sturz verletzt aus, für den Tschechen Ondrej Cink war der Kampf um die Medaillen nach einem Plattfuss vorbei. Bronze sicherte sich im Duell mit dem 35-jährigen Schurter der Spanier David Valero Serrano.

Chinas seltene Tischtennis-Pleite

28 der bislang 32 olympischen Tischtennis-Wettbewerbe gingen an China. Das Final-Resultat der Premiere des Mixed-Doppels ist deshalb eine faustdicke Sensation: Gold geht an Japan.

epa09368060 Mima Ito (L) and Jun Mizutani  (center-R) of Japan, backed by Xin Xu (center-L) and .Shiwen Liu (R) of China, react at the end of the Mixed Doubles Gold Medal Table Tennis Match China vs Japan of the Tokyo 2020 Olympic Games at the Tokyo Metropolitan Gymnasium arena in Tokyo, Japan, 26 July 2021.  EPA/HEDAYATULLAH AMID

Bild: keystone

Jun Mizutani und Mima Ito setzten sich in einer packenden Partie nach 77 Minuten gegen das chinesische Duo Xin Xu und Shiwen Liu durch. Nachdem zunächst alles den gewohnten Gang zu nehmen schien, gewannen die Olympia-Gastgeber in sieben Sätzen mit 5:11, 7:11, 11:8, 11:9, 11:9, 6:11 und 11:6.

Weiterhin das einzige europäische Olympia-Gold im Tischtennis:

Thriller in der Turnhalle

Der «Zufallswert» von 0,103 Punkten entschied über Gold und Silber im Team-Final der Männer. Eine Winzigkeit, betrug das Siegertotal doch 262,500 Punkte. Der Russe Nikita Nagorni hielt dem Druck, als Letzter turnen zu müssen, stand. So setzte sich seine Equipe vor Japan und China durch.

Das bange Warten auf die finale Wertung. Video: SRF

Den Schweizern Christian Baumann, Pablo Brägger, Benjamin Gischard und Eddy Yusof gelang ein fehlerfreier Wettkampf. Den Dreikampf um Rang 6 entschieden sie dadurch gegen die Ukraine und Deutschland klar für sich. Letztmals turnte eine Schweizer Mannschaft 1984 so stark: Als der Ostblock die Spiele von Los Angeles boykottierte, schaute Rang 5 heraus.

Ein Genuss: Pablo Brägger am Reck. Video: SRF

Teenager gleiten über Treppengeländer

Das IOC hielt es für eine gute Idee, Skateboarden olympisch zu machen und so die Jugend zu erreichen. Nun, ich habe mir die Zusammenfassung des Frauen-Wettbewerbs angeschaut und kann mir als Nicht-Jugendlicher nicht vorstellen, dass man das spannend finden kann. Wobei dies ja auch auf zahlreiche «alte» Sportarten zutrifft …

Skateboard-Gold und -Silber jedenfalls holten sich zwei 13-Jährige, Momiji Nishiya aus Japan gewann vor Rayssa Leal aus Brasilien. Bronze sicherte sich mit Funa Nakayama eine zweite Japanerin – mit 18 Jahren geht sie schon fast als «Rollbrett-Grosi» durch.

Leal feiert mit Volleyballerinnen, die drei Köpfe grösser sind

Hoffnung auf Schweizer Finalisten im Schwimmen

Dank neuen Schweizer Rekorden dürfen Maria Ugolkova (200 m Lagen) und Noè Ponti (200 m Delfin) auf den Einzug in den Final hoffen. In den Vorläufen gelang ihnen jeweils die fünftschnellste Zeit.

epa09367301 Maria Ugolkova of Switzerland in action during the Women's 200m Individual Medley Heats during the Swimming the Swimming events of the Tokyo 2020 Olympic Games at the Tokyo Aquatics Centre in Tokyo, Japan, 26 July 2021.  EPA/VALDRIN XHEMAJ

Bild: keystone

«Wenns nun für den Final reicht, ist das schön, wenn nicht, ist es trotzdem eine gute Erfahrung», sagte Ugolkova. Sollte sie oder Ponti es schaffen, im Halbfinal in die Top 8 zu schwimmen, hätte dies durchaus historischen Charakter. Letztmals stand 2008 mit Dominik Meichtry ein Schweizer in einem olympischen Schwimm-Final.

Schweiz – Japan im Tennis 1:1

Für Viktorija Golubic ist das Einzel-Turnier nicht unerwartet in der 2. Runde zu Ende gegangen. Die Zürcherin schied gegen die einheimische Topfavoritin Naomi Osaka aus. Dafür gewann Belinda Bencic gegen eine Japanerin, sie schlug Misaki Doi.

«Es war nicht mein bestes Spiel, aber eine solide Leistung», meinte Bencic. Sie trifft nun auf Barbora Krejcikova – eine happige Aufgabe. Die Tschechin gewann drei der letzten vier Turniere, an denen sie teilnahm, darunter das French Open.

Bencic im Interview. Video: SRF

Bei den Frauen lichtet sich das Favoritinnen-Feld. Nach der Weltnummer 1 Ashleigh Barty scheiterten auch Aryna Sabalenka (WTA 3) und Iga Swiatek (WTA 8). Bei den Männern kam Novak Djokovic, der den «Golden Slam» anstrebt, gegen den Deutschen Jan-Lennard Struff sicher weiter. Nächster Gegner des Serben ist Alejandro Davidovich Fokina aus Spanien.

Vergé-Dépré/Heidrich mit weisser Weste

Die Beachvolleyballerinnen Anouk Vergé-Dépré und Joana Heidrich haben sich mit dem zweiten Sieg im zweiten Spiel vorzeitig für die Achtelfinals qualifiziert. Gegen die Niederländerinnen Katja Stam/Raisa Schoon wehrten sie im ersten Durchgang fünf Satzbälle ab, sie gewannen 22:20 und 21:18.

Die grosse Aufholjagd am Ende des 1. Satzes. Video: SRF

Nun geht es für die Europameisterinnen im letzten Gruppenspiel am Donnerstag gegen die Weltmeisterinnen Sarah Pavan/Melissa Humana-Paredes aus Kanada noch um den Gruppensieg und damit (vermutlich) einfachere Gegnerinnen im Achtelfinal.

Gastgeber mit Bock auf Olympia

Trotz Zuschauerausschluss stossen die Spiele in Tokio auf ein riesiges Interesse in Japan. Allein die Eröffnungsfeier im Olympiastadion sei von mehr als 70 Millionen Menschen am Fernseher verfolgt worden, teilten die Organisatoren mit. Die durchschnittliche Einschaltquote lag im Grossraum Tokio bei 56,4 Prozent.

epa09366772 Japanese spectators looking at Silver medal winner Mathias Flueckiger of Switzerland reacting with his medal during the victory ceremony after the men's Cross-country Mountain Bike, MTB, race at the 2020 Tokyo Summer Olympics in Izu near Tokyo, Japan, 26 July 2021.  EPA/LAURENT GILLIERON EDITORIAL USE ONLY

Wo sie dürfen, kommen sie: Fans bei der Siegerehrung mit Mathias Flückiger. Bild: keystone

«Japaner sind begeistert von den Spielen», erklärte der Sprecher des Organisationskomitees. Das Interesse an den Spielen boome. «Tag für Tag» verzeichne man bei den digitalen Zugriffen neue Rekordwerte.

Mit 8x Gold, 2x Silber und 3x Bronze führt Japan im Medaillenspiegel vor den USA und China – die vielen Erfolge sind sicher auch ein Grund für das steigende Interesse.

Premieren für die Philippinen und Hong Kong

Hidilyn Diaz schrieb philippinische Geschichte: Die Gewichtheberin holte das erste Olympia-Gold in der Geschichte des Landes. Diaz gewann in der Kategorie bis 55 Kilogramm.

epa09367829 Gold medalist Hidilyn Diaz of the Philippines celebrates after the Women's 55kg Snatch in the Weightlifting events of the Tokyo 2020 Olympic Games at the Tokyo International Forum in Tokyo, Japan, 26 July 2021.  EPA/JEON HEON-KYUN

Bild: keystone

Hong Kong durfte sich derweil über einen Olympiasieg bei den Männern freuen. Florettfechter Cheung Ka Long triumphierte und bescherte dem Kleinstaat das zweite Gold, nachdem dies Windsurferin Lee Lai Shan bereits 1996 gelungen war.

epa09367902 Golden medalist Cheung Ka Long of Hong Kong posse on the podium at the victory ceremony of the Men's Foil Individual event during the Fencing events of the Tokyo 2020 Olympic Games at the Makuhari Messe convention centre in Chiba, Japan, 26 July 2021.  EPA/KIYOSHI OTA

Bild: keystone

Der ewig-junge Turmspringer

Erst 27 Jahre alt ist Tom Daley, aber der Brite ist seit einer gefühlten Ewigkeit an der Weltspitze. 2009 als 15-Jähriger wurde er erstmals Weltmeister vom 10-Meter-Turm, nach zwei olympischen Bronze-Medaillen gewann er nun bei Olympia erstmals Gold. Daley siegte in der Synchron-Konkurrenz aus zehn Metern gemeinsam mit Matty Lee. Dauer-Sieger China hatte das Nachsehen.

Ein Trainer eskaliert vor Freude

Die Australierin Ariarne Titmus fügte der Fünffach-Olympiasiegerin Katie Ledecky über 400 m Crawl deren erste Niederlage überhaupt in einem Olympia-Einzelrennen zu. Was nicht nur Titmus freute, sondern auch ihren Coach Dean Boxall:

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Video: streamable

Der Fecht-Ronaldo

Der ägyptische Fechter Mohamed Elsayed stiess in der Degen-Konkurrenz bis in die Viertelfinals vor. Gleich im ersten Gefecht schlug er den hochdotierten Franzosen Yannick Borel – und feierte dies mit dem Torjubel von Cristiano Ronaldo:

(Mit Material von Keystone-SDA)

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