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Post-Covid-Syndrom: Ärzte beobachten Beschwerden nach Corona-Erkrankung

Die Auswirkungen des Coronavirus auf Körper und Psyche sind vielseitig. Ärzten bereitet aktuell das Post-Covid-Syndrom Sorgen. Dieses bleibt bei vielen Patienten unentdeckt.
04.07.2020, 20:57
Melanie Weiner / t-online
Ein Artikel von
t-online

Nach einer überstandenen Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 berichten einige Menschen von Symptomen wie ständiger Müdigkeit und Schwächegefühl.

Mediziner sprechen bei diesen Auffälligkeiten vom Post-Covid-Syndrom. Insbesondere Patienten mit leichten Covid-19 -Verläufen sind davon betroffen, schreibt die Deutsche «ÄrzteZeitung».

Symptome nach leichten Erkrankungsverläufen

Zu den aufgetretenen Symptomen bei genesenen Covid-19-Patienten zählen:

  • anhaltende Müdigkeit
  • Erschöpfung (Fatigue)
  • Belastungsintoleranz
  • Vergesslichkeit
  • Albträume

Grund für diese Beschwerden könnte Experten zufolge ein psychologisches Trauma durch die Krankheit sein. Aber auch direkte Auswirkungen des Virus seien möglich. Nach bisherigem Kenntnisstand über Spätfolgen gehen Mediziner davon aus, dass das Coronavirus nicht nur die Lunge, sondern den gesamten Körper angreifen kann – darunter auch das Gehirn.

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat auf erste wissenschaftliche Studien hingewiesen, die nahelegen, dass SARS-CoV-2 das zentrale Nervensystem schädigen könnte.

Chronisches Erschöpfungssyndrom als Folgeerkrankung

Auch das Chronische Erschöpfungssyndrom – oder Chronisches Fatigue-Syndrom (kurz CFS) – kann nach Covid-19 auftreten. Die Krankheit entsteht häufig nach überstandenen Infektionen und äussert sich durch folgende Symptome:

  • Schlafstörungen
  • Muskel- und Gelenkschmerzen
  • Gedächtnis- und Konzentrationsprobleme
  • Kopfschmerzen

Einige Betroffene leiden auch unter Depressionen. Dabei halten die Symptome mehr als sechs Monate an und werden zu chronischen Beschwerden.

Ärzte rechnen in den kommenden Monaten weltweit mit einer starken Zunahme von CFS. «Besorgniserregende Daten liefern frühere SARS- und MERS-Epidemien, nach denen CFS gehäuft aufgetreten ist», erklärte Professor Dr. Carmen Scheibenbogen von der Charité Berlin dem Medizinmagazin «Medscape».

Auch Studien würden den Zusammenhang zwischen neu auftretenden Infektionskrankheiten und einem Anstieg von CFS untermauern.

Betroffene sollten sich an ihren Arzt wenden

Wenn Sie nach einer Covid-19-Erkrankung Symptome des Post-Covid-Syndroms feststellen, sollten Sie diese nicht herunterspielen und die andauernde Müdigkeit beispielsweise als Stress abtun. Ein Arztbesuch kann klären, ob Ihre Beschwerden möglicherweise mit Corona zusammenhängen oder ob bereits ein CFS vorliegt. Ausserdem erhalten Sie dort Informationen zu Behandlungsmöglichkeiten.

Professor Tobias Welte, Direktor der Klinik für Pneumologie an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) sagte etwa der «ÄrzteZeitung», man sei dabei, gezielte Rehabilitationsprogramme zu schaffen. In Hannover würden derzeit rund 100 Menschen mit einem Post-Covid-Syndrom behandelt.

«Die Patienten müssen ernst genommen werden», appellierte Welte an Ärzte in Kliniken und Praxen. Viele Betroffene würden sich beklagen, dass ihre Beschwerden einfach abgetan würden.

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