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President Donald Trump walks down the steps of Air Force One at Austin-Bergstrom International Airport in Austin, Texas, Sunday, Jan. 19, 2020. Trump is in Austin to speak at the American Farm Bureau Federation's convention. (AP Photo/Susan Walsh)
Donald Trump

Donald Trump gibt sich siegessicher. Bild: AP

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5-Minuten-Farce oder Trump-Debakel – was morgen im Impeachment-Prozess passiert

Morgen beginnt im US-Senat, was bereits als «grösstes Polit-Spektakel aller Zeiten» bezeichnet wird: der Impeachment-Prozess. Und das musst du wissen.



Von wegen «grösstes Polit-Spektakel»: Es könnte bereits nach wenigen Minuten vorbei sein. Dann nämlich, wenn ein Senator eine Abstimmung darüber verlangt, ob der Fall ohne Anhörungen verworfen werden soll. Stimmt eine einfache Mehrheit der Senatoren zu, ist bereits Ende Feuer.

Donald Trump und seine Hofberichterstatter bei Fox News haben sich lauthals für ein solches «Dismissal» stark gemacht. Wahrscheinlich wird daraus jedoch nichts werden. Der starke Mann im Senat, Mitch McConnell, der Mehrheitsführer der Republikaner, findet es keine gute Idee. Zu Recht befürchtet er, dass ein solches Vorgehen selbst einige Senatoren der Grand Old Party (GOP) vor den Kopf stossen und landesweit für wenig schmeichelhafte Schlagzeilen sorgen würde.

epa07465264 US President Donald J. Trump (C), along with Republican Senate Majority Leader Mitch McConnell (L) and Republican Senator from Missouri Roy Blunt (R), speaks to reporters as he arrives to the US Capitol to meet with Senate Republicans in Washington, DC, USA, 26 March 2019. the Trump administration is beginning a renewed push to repeal Obamacare.  EPA/Chip Somodevilla / POOL (AFP OUT)

Ein seltsames Paar: Mitch McConnell (links) und Donald Trump. Bild: EPA/Getty Images North America POOL

Obwohl sie völlig verschieden sind, haben sich Trump und McConnell in den letzten drei Jahren gefunden. Der narzisstische Präsident und der schweigsame Mehrheitsführer sind ein funktionierendes, wenn auch seltsames Paar geworden. Trump weiss die Verschlagenheit und Detailkenntnisse McConnells zu schätzen. Umgekehrt hat McConnell den Kultstatus Trumps akzeptiert und öffentlich erklärt, alle seine Schritte mit dem Weissen Haus abzusprechen.

McConnell wird daher im Sinne des Präsidenten alles daransetzen, den Prozess möglichst rasch und möglichst reibungslos über die Bühne zu bringen. Gerüchteweise soll er gar anordnen, dass die Senatoren in den nächsten vier Tagen jeweils zwölf Stunden im Kongress ausharren müssen, um sich zuerst die Anklage und danach die Replik darauf anzuhören.

Es ist ihnen dabei weder erlaubt, Fragen zu stellen, noch den Saal zu verlassen. Ebenso sind keine Tonaufnahmen oder Telefonate zugelassen. McConnell hat zudem angeordnet, dass nur eine einzige TV-Kamera das Geschehen aufzeichnen darf.

epa08127706 US Speaker of the House Nancy Pelosi (C) departs a Democratic caucus meeting after announcing the House will vote on 15 January to send the articles of impeachment to the Senate in the US Capitol in Washington, DC, USA, 14 January 2020. The Senate impeachment trial against US President Donald J. Trump, on the charges of abuse of power and obstruction of Congress, awaits the House resolution to appoint impeachment managers and send over the two articles of impeachment across the Capitol.  EPA/SAM CORUM

Hat gezeigt, wo es langgeht: Nancy Pelosi. Bild: EPA

Das sind ein paar der wenigen Regeln, die bisher bekannt sind. Sonst sind Überraschungen jederzeit möglich, denn eine der Besonderheiten des Impeachment-Prozesses besteht darin, dass die Regeln nicht klar definiert sind, sondern jeweils von einer Mehrheit der Senatoren beschlossen werden.

Das betrifft auch die heiss umstrittene Zeugen-Frage. In jedem normalen Prozess werden Zeugen angehört. Die Republikaner stellen sich jedoch im Impeachment-Prozess auf den Standpunkt, das sei nicht mehr nötig, mit dem Argument, die Demokraten im Abgeordnetenhaus hätten es verpasst, die Zeugen vorzuladen.

Dieser Vorwurf ist absurd. Der Präsident hat es all seinen Mitarbeitern, auch den ehemaligen, verboten, als Zeugen bei den Hearings aufzutreten. Es hätte daher Jahre dauern können, bis etwa der ehemalige Sicherheitsberater John Bolton oder der Stabschef Mick Mulvaney in den Zeugenstand getreten wären, denn zuvor hätten Richter in allen Instanzen dies verordnen müssen.

McConnell und die Republikaner wollen Zeugenaussagen verhindern, weil sie befürchten, dass der Präsident dabei sehr schlecht aussehen würde. Mit guten Gründen: So haben in den letzten Tagen die verschiedenen Interviews von Lev Parnas, dem ehemaligen Assistenten von Rudy Giuliani, ergeben, dass Trump persönlich die Erpressung der ukrainischen Regierung angeordnet hat.

epa08127463 Democratic Representative from California Adam Schiff (L) arrives to attend a Democratic caucus meeting on Capitol Hill in Washington, DC, USA, 14 January 2020. The Senate impeachment trial against US President Donald J. Trump, on the charges of abuse of power and obstruction of Congress, awaits the House resolution to appoint impeachment managers and send over the two articles of impeachment across the Capitol.  EPA/JIM LO SCALZO

Verliest die Anklage: Adam Schiff. Bild: EPA

In der Zeugen-Frage sitzt die GOP in der Falle: Zwei Drittel der Amerikaner – auch ein grosser Teil der Republikaner – will ausdrücklich, dass Zeugen vorgeladen werden, vor allem John Bolton. Zudem gibt es einige Senatoren, die im kommenden November enge Wahlen in Gegenden gewinnen müssen, die von Demokraten dominiert werden.

Einige dieser Senatoren – vor allem Mitt Romney, Susan Collins, Lisa Murkowski und Gory Gardner – haben angedeutet, dass sie in der Zeugen-Frage mit den Demokraten stimmen könnten. Es ist daher denkbar, dass McConnell zähneknirschend nachgeben muss.

Wie geht es nun weiter? Unter der Leitung von John Roberts, dem obersten Bundesrichter, der den Prozess leitet, werden die 100 Senatoren zunächst die Anklageschrift anhören. Verlesen wird sie von den sieben Managern aus dem Repräsentantenhaus, die von der demokratischen Mehrheitsführerin Nancy Pelosi ernannt worden sind. Zu den Managern gehören auch Adam Schiff und Jerrold Nadler, die Vorsitzenden der Ausschüsse, welche die Hearings durchgeführt haben.

epa08127577 Republican Senate Majority Leader Mitch McConnell walks to his office before opening the Senate on Capitol Hill in Washington, DC, USA, 14 January 2020. The Senate impeachment trial against US President Donald J. Trump, on the charges of abuse of power and obstruction of Congress, awaits the House resolution to appoint impeachment managers and send over the two articles of impeachment across the Capitol.  EPA/JIM LO SCALZO

In Bedrängnis: Mitch McConnell, Mehrheitsführer der Republikaner im Senat. Bild: EPA

Danach werden die Verteidiger des Präsidenten unter der Führung von Pat Cipollone, dem Anwalt des Weissen Hauses, ihre Gegenargumente ausführen. Trump hat sein Verteidigungsteam mit telegenen Stars ergänzt. Dazu gehören Alan Dershowitz, ein emeritierter Harvard-Professor und permanenter Gast bei Fox News, und Ken Starr, seinerzeit Sonderermittler im Clinton-Impeachment. Dann kommt es wahrscheinlich zum Showdown in der Zeugen-Frage.

Obwohl der Ausgang des Prozesses mit grösster Wahrscheinlichkeit bereits feststeht – Trump wird freigesprochen – ist für Spannung gesorgt. Sollte McConnell mit seiner Zeugenblockade scheitern und John Bolton, aber eventuell auch Lev Parnas und andere aussagen, dann wäre plötzlich alles wieder offen und der Ausgang ungewiss. Selbst eine Amtsenthebung von Trump wäre dann nicht mehr undenkbar.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Nischi91 21.01.2020 07:26
    Highlight Highlight Schon klar, dass es fraglich ist, ob es je passieren wird, und wenn, dann wird es nicht so schnell passieren! Trotzdem finde ich die Vorstellung witzig: Trump kommt mit allen Pauken und Trompeten ans WEF, und zurück fliegt er alleine first class mit American Airlines!
  • TodosSomosSecondos 21.01.2020 03:09
    Highlight Highlight interesting times.. interesting times..
    Play Icon
  • Darkside 21.01.2020 01:35
    Highlight Highlight Es wird genau gar nichts passieren. Dank den rückgratlosen Reps. Die wissen zwar auch dass Trump eigentlich untragbar ist, ihre Wiederwahl ist ihnen jedoch jederzeit wichtiger als das Wohl der Nation. Shame on them.
  • Noblesse 20.01.2020 23:19
    Highlight Highlight "Ä bitz rumplä muuäsäs", sonst mächä ja das Thema im Senat keinen Sinn. Leider hat dann am Schluss die Abstimmung keine Chance. Aber wenn Zeugen zugelassen werden, dann sag ich: jetzt fang's aber au no a stiiinkää...
  • NoRepFly 20.01.2020 22:19
    Highlight Highlight Ich würde den Artikel gerne lesen, aber wenn ein voreingenommener Anti-Trumpist wie Herr Löpfe in die Tasten greift, dann bekomme ich leider keine neutrale Einschätzung der Sachlage.
    • El Tirador 21.01.2020 11:43
      Highlight Highlight neutral betrachtet ist der Präsident nun mal schuldig...
      "read the transcript", da steht es schwarz auf weiss.
      Oder doch lieber FOX News vertrauen und es nicht lesen?
  • Spooky 20.01.2020 22:13
    Highlight Highlight "...dann wäre plötzlich alles wieder offen und der Ausgang ungewiss. Selbst eine Amtsenthebung von Trump wäre dann nicht mehr undenkbar."

    Wollen wir wetten? 😆
  • Sherlock_Holmes 20.01.2020 21:56
    Highlight Highlight «Sollte McConnell mit seiner Zeugenblockade scheitern und John Bolton, aber eventuell auch Lev Parnas und andere aussagen, dann wäre plötzlich alles wieder offen und der Ausgang ungewiss. Selbst eine Amtsenthebung von Trump wäre dann nicht mehr undenkbar.»

    Ein Strohhalm, der aus der dem Sumpf – sprich aus der Sch....e ragt...
  • roger.schmid 20.01.2020 21:05
    Highlight Highlight Das Problem: Für die Republikaner ist Machtmissbrauch und Betrug (solange sie es sind, die das betreiben) kein Makel, sondern eine Notwendigkeit um an der Macht zu bleiben.
    Wenn es bei zukünftigen Wahlen mit einigermassen rechten Dingen zugehen würde, wäre dies ihr Ende. Deshalb wäre es politischer Selbstmord, ihren Oberbetrüger, den von ihrem fanatischen Todeskult verehrten DT fallen zu lassen.
    Wenn dies noch lange so weiter geht, wird das Land komplett zugrunde gerichtet und auseinander fallen. Putin kann jubilieren.
    • TodosSomosSecondos 21.01.2020 02:46
      Highlight Highlight Das Problem in Amerika - und irgendwie auch bei uns - ist, dass die Wahlsysteme föderalistischer Demokratien nach 100 Jahren Urbanisierung völlig aus dem Gleichgewicht geraten sind.

      Es ist zwar alles in allem für die Republikaner schwieriger geworden zu gewinnen, aber umso brutaler verteidigen sie die Mehrheiten in den Swing-States. Von Ballungszentren geprägte Land-Staaten wie Virginia und Texas sind bald schon ganz in der Hand der Demokraten.

      Der Zeitpunkt sich zu reformieren wurde verpasst und jetzt kämpft man mit allen Mitteln ums überleben.. zugrunde gehen wird die GOP nicht die USA.
    • roger.schmid 21.01.2020 07:16
      Highlight Highlight "zugrunde gehen wird die GOP nicht die USA."

      Das hoffe ich auch - doch ich befürchte, eine Organisation mit soviel Boshaftigkeit und krimineller Energie in der obersten Führung ("gefährlichste Organisation der Welt" Noam Chomsky) wird dies so nicht einfach zulassen.
      Die Basis besteht zu grossen Teilen aus einem rassistischen, religiösen Todeskult (Endzeit, Armageddon) und wird lieber das ganze Land mit in den Abgrund reissen.
    • TodosSomosSecondos 21.01.2020 11:40
      Highlight Highlight Mich beunruhigt eher, was das massive sozial-konservative / neoliberale Grosskapital (Mercer, Kochs, Addelson etc - bzw deren Erben) in einer post-GOP Aera macht. Wahrscheinlich zerreissen sie dann die Demokraten auf ähnliche Weise, wie sie das mit der GOP gemacht haben und dann ist die Welt wieder genau gleich am Allerwertesten..
  • locogoa 20.01.2020 20:55
    Highlight Highlight Am Ende muss man fast noch auf eine Wiederwahl Trumps hoffen...
    Die einzige Möglichkeit die republikanischen Speichellecker los zu werden....
    Bleibe bei meiner Meinung, sollte Trump wiedergewählt werden, werden die Republikaner danach in selbstauflösung übergehen....
    Was ich eigentlich bedaure, aber die GOP hat sich lange vor Trump von ihren Werten entfernt, nur das Tempo und Ausmass unter Trump hätt ich mir nie träumen lassen
  • koks 20.01.2020 19:59
    Highlight Highlight Finde ich sehr clever von den Demokraten. Wenn man schon bei den Wählern nicht punkten kann, kann man wenigstens versuchen, mit Anwälten und Intrigen den Präsidenten zu stürzen. Machiavelli hätte seine helle Freude dran.
    • El Tirador 21.01.2020 11:47
      Highlight Highlight stürzen? da übernimmt jemand ungefiltert die Fox bubble.
      die Dems haben gar keine andere Wahl als die Verfassung umzusetzen. Und das Telefonat bzgl Quid pro Quo wäre nicht mal der einzige Grund für ein Impeachment...
  • Nilda84 20.01.2020 18:07
    Highlight Highlight McConnell hat sehr wohl auf eine „Motion to dismiss“ hingearbeitet, hat aber nicht genügend Stimmen dafür (35 sind‘s glaub‘).
  • CalibriLight 20.01.2020 18:00
    Highlight Highlight Reps, habt wenigstens den "Mut" und beendet das Ganze in 5 Minuten. Ihr wollt die Wahrheit ja sowieso nicht hören.
    Ich bin immer wieder und immer aufs Neue geschockt, wie ein Lügner und Betrüger, ein hässlicher Hochstapler und Bully von diesen Menschen unterstützt wird.

  • ray c 20.01.2020 17:57
    Highlight Highlight Trump bleibt weitere 4 Jahre. Lieber Trump als diese unsägliche Elizabeth Warren. Wäre ein absoluter Albtraum die Frau.
    • ChlyklassSFI 21.01.2020 10:05
      Highlight Highlight Was ist an Trump besser?
  • TodosSomosSecondos 20.01.2020 17:18
    Highlight Highlight Das Problem ist, dass wir nur ein paar Monate vor den Wahlen stehen. Die Republikaner - selbst wenn sie wirklich, wirklich wollten - können Trump schlicht nicht des Amtes entheben. Weil sie keine Chance haben mit Pence oder einem anderen Kandidaten die Wahlen zu gewinnen. Deswegen werden sie das nie tun und daran ändert alles Geschreibe nichts.

    Das zweite Problem, ist, dass Pence in die Sache verwickelt ist, was bedeutet, dass bei einer Amtsenthebung Trumps plötzliche die Gefahr droht, dass Pence mitfällt und Pelosi Präsidentin wird. Das Risiko kann und wird die GOP niemals eingehen.
    • Normal 20.01.2020 18:19
      Highlight Highlight Die berechtigte Frage ist doch, ob Trump nicht den grösseren Schaden anrichten kann als ein Demokrat. Seobst aus der sicht der Republikaner.
      Trump ist unberechenbar und wird es nach der Widerwahl und dem erfolglosen Impeachment umsomehr sein.

      Da kann er die Republikaner auch für 12 Jahre schwächen, in dem er etwas richtig übles abzieht.
    • TodosSomosSecondos 20.01.2020 20:36
      Highlight Highlight Es geht um Machterhalt nicht Schadensbegrenzung... leider. Es ist 100% unmöglich, dass die GOP Trump vor den Wahlen abserviert. Selbst wenn er in aller Öffentlichkeit jemanden erschiesst, wird das nicht passieren.

      Nach den Wahlen irgendwann ja. Weil die Wahlen 2024 können sie mit Trump im Weissen Haus nicht gewinnen. Deswegen wurden auch nur 2 von vielen möglichen Anklagepunkten in dieses Impeachment aufgenommen.

      Wenn Trump gewinnt, dann folgt ein nächstes Impeachment relativ zeitnah und dieses Mal wird die GOP dann mitziehen, sofern Pence safe ist.
    • René Obi (1) 20.01.2020 23:02
      Highlight Highlight Ausserdem ist es so, dass die Demokraten in einigen Staaten mit dem Argument "Ihr habt einen Kriminellen gestützt" den Republikanern im November ein paar Sitze im Senat entreissen könnten. Also eigentlich in allen Staaten, in denen es noch ein paar aufrechte, gesetzestreue und anständige Wechselwähler gibt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Füürtüfäli 20.01.2020 17:05
    Highlight Highlight Also lautet das Hauptargument der Verteidigung: " Ja, unser Klient hat versucht Druck auszuüben auf den Staatschef der Ukraine um Ermittlungen gegen Biden zu verkünden damit Trump das im Wahlkampf nutzen kann, aber das ist nicht illegal.“

    Großartig.
    • Nilda84 20.01.2020 18:10
      Highlight Highlight Nein - das Hauptargument lautet „das Impeachment ist verfassungswidrig“. Sie haben sich jetzt auf diese Schiene geeinigt... 😌
      Aus diesem Grund ist auch Dershowitz an Board - er ist der Meinung, einen Präsidenten darf man nicht impeachen. Egal für was...
    • El Tirador 21.01.2020 11:52
      Highlight Highlight mündet auf der Idee, das der POTUS immer Recht hat und unantastbar ist.
      Naja ist der Präsident ein Republikaner ist er der König und ist er Demokrat ein Diktator, der kritisiert wird und und bei jeder Handlung überwacht wird.
      Bizarre Vorstellung der Reps, wie das Amt zu definieren ist
  • landre 20.01.2020 16:51
    Highlight Highlight Nicht dass Nancy Pelosi die Prinzessin Leia verkörpert oder Mitch McConnell den Imperator Sheev Palpatine...DJT hat aber schon was von Jabba the Hutt...

    Allegorien beiseite, es könnte in den USA auch diesmal einmal mehr spektakulär, spannend und emblematisch werden.
    (Leider geht es hier aber bitterernst nixht nur um Werte und Prinzipien, sondern auch um die gesellschaftliche Basis von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit...)
  • Bert der Geologe 20.01.2020 16:43
    Highlight Highlight Das höchste der Gefühle wäre ja schon, wenn es ein "im Zweifel für den Angeklagten"-Freispruch wird und nicht ein Freispruch ohne wenn und aber. Die Frage ist auch, wer kann den "Prozess" besser vermarkten im Hinblick auf die Wahlen. Ebenso interessant wird das Verhalten Trumps nach den Verhandlungen. Ist er danach vorsichtiger, oder haut er gleich den nächsten Skandal raus.
    • wasps 20.01.2020 17:09
      Highlight Highlight Bei ihm gilt das Motto: Nach dem Skandal ist vor dem Skandal.
    • Lunaral 20.01.2020 18:01
      Highlight Highlight Welche Zweifel? 🤔
      Wenn die Reps endlich mal entscheiden würden sich an den vorliegenden Fakten zu orientieren anstatt blind ergeben Trumpels Lügengeschwätz zu folgen sind eigentlich keine Zweifel mehr vorhanden was seine Schuld anbelangt.
    • NoRepFly 20.01.2020 22:20
      Highlight Highlight Im Zweifel für den Angeklagten gibts hier aber nicht.
  • Ottomane 20.01.2020 16:27
    Highlight Highlight Nicht aufgeben Herr Löpfe! 2024 Ist er weg ;-)
    • LaPalomaOhe 20.01.2020 16:46
      Highlight Highlight ;-))))
    • bebby 20.01.2020 17:27
      Highlight Highlight Ausser er benutzt den Xi-Trick :-)
    • [CH-Bürger] 20.01.2020 18:50
      Highlight Highlight @bebby:
      wärs nicht so tragisch, würd ich mich kugeln vor lachen!! 😂😣
    Weitere Antworten anzeigen
  • Charlie B. 20.01.2020 16:16
    Highlight Highlight Unglaublich dieser Aufwand und all das wegen eines "perfekten" Telefonats.
    • max julen 20.01.2020 16:50
      Highlight Highlight don corleone bezeichnete seine verhandlungen auch als perfekt! ;)
    • Nilda84 20.01.2020 18:12
      Highlight Highlight Find‘ ich auch @Charlie B - jeder andere hätte bereits den Abgang gemacht (s. Nixon)...
  • Relativist 20.01.2020 16:14
    Highlight Highlight Dershowitz, der sich mit illustren Klienten wie Mike Tyson, O.J. Simpson und Jeffrey Epstein schmücken kann. Da weiss man wenigstens, dass ihm Gerechtigkeit und Wahrheit über alles geht.
  • Hercanic 20.01.2020 16:13
    Highlight Highlight Währenddessen:
    Benutzer Bild
    • [CH-Bürger] 20.01.2020 17:26
      Highlight Highlight @Hercanic:
      häää?! covfefe?!?! 🤯
    • Fisherman 20.01.2020 19:33
      Highlight Highlight Hamberder
  • Count Suduku 20.01.2020 16:12
    Highlight Highlight Impeachment ist ein schlechter Witz um Wähler bei Laune zu halten.
    • max julen 20.01.2020 16:56
      Highlight Highlight einem kriminellen und verfassungswiedrigen politiker die grenzen zu zeigen ist schlecht???

      ja, lieber count, plötzlich sind alle anti "gutmenschen" gutmenschen!

      welch ironie, lächerlicher könnt ihr nicht sein!!!!

  • Quacksalber - Fehler beim bearbeiten der Anfrage 20.01.2020 16:10
    Highlight Highlight Nichteintreten des Senats wäre für die Demokraten m.E. optimal. Sie hätten ihre Pflicht getan und könnten sich auf ihre Themen konzentrieren. Eine Wochenlange Inszenierung mit abschliessendem Freispruch kann nur schaden.
    • RicoH 20.01.2020 17:38
      Highlight Highlight Kommt drauf an, wie die Inszenierung verläuft.

      Falls Zeugen zugelassen werden, könnte das meines Erachtens doch noch Republikaner zum Nachdenken anregen, ob ihr (für alle offensichtliches) Schmierentheater bei ihren Wählern ev. schlecht aufgenommen werden könnte.
  • [CH-Bürger] 20.01.2020 16:02
    Highlight Highlight "grösstes Politspektakel aller Zeiten"?!
    wohl eher "grösstes Schmierentheater aller Zeiten"... 🙄
  • Matti_St 20.01.2020 15:54
    Highlight Highlight Was muss man über den Richter wissen?
    • Nilda84 20.01.2020 18:22
      Highlight Highlight Eigentlich nichts - er hat nichts zu sagen... jede Regel die er machen will, kann vom Senat mit 51 Stimmen wieder gekippt werden.

      Aber wenn es Sie doch interessiert: es ist Oberster Richter im Supreme Court (noch von Bush ernannt) und Trump mag ihn nicht, obwohl er eher zu den konservativen Richtern zählt. Zitat „Ihm haben wir Obamacare zu verdanken!“
    • Matti_St 21.01.2020 01:00
      Highlight Highlight @Nilda, Merci für die Infos.
  • MartinZH 20.01.2020 15:53
    Highlight Highlight Jetzt kommen sicher – wie das Amen in der Kirche – zahlreiche Voten à la "...und Trump ist am WEF in Davos". Das ist aber egal, denn Trump wäre bei diesen Anhörungen ja sowieso nicht dabei. Interviews und Tweets dazu kann er auch aus den Schweizer Bergen machen – so lange das Netz nicht wieder ausfällt... 😉
    • robo07 20.01.2020 16:09
      Highlight Highlight Dann würde ich meinen, dass das sonst mehr oder minder zuverlässige CH- Netz just dann ausfällt ...
    • ursus3000 20.01.2020 16:40
      Highlight Highlight nein , so sicher wie das Amen in der Kirche , ist dass Martin wieder eine Meinung hat . Dem Tom, Hans und Zwerg den Musk und Martin den Trump
    • MartinZH 20.01.2020 16:57
      Highlight Highlight @ursus3000: dito! 😉👍
  • Bruno Zehr 20.01.2020 15:40
    Highlight Highlight "Spannend obwohl der Ausgang feststeht"... Momol...
  • Fountain Pen 20.01.2020 15:34
    Highlight Highlight Ausser Spesen nichts gewesen. Es ist undenkbar, dass Trump seines Amtes verwiesen wird.
    • [CH-Bürger] 20.01.2020 16:07
      Highlight Highlight @Fountain:
      nicht ganz... das Impeachment dient ja genau dazu, alle Vorwürfe und Unregelmässigkeiten auf den Tisch zu bringen - und die Abgeordneten dann darüber abstimmen zu lassen, ob das Wirken des POTUS unrechtmässig war oder nicht, resp. ob er aufgrund seines Verhaltens des Amtes enthoben werden solle oder nicht.

      Dies funktioniert aber nur, wenn das Verfahren korrekt und mit fundierten Argumenten/Gegenargumenten abgewickelt wird.

      schon mal "amüsant" (oder eher "pikant"!) dass DT sämtlichen potentiellen Zeugen einen Auftritt im Zeugenstand VERBOTEN hat.
      => mit welchem Recht, bitteschön?!
    • häxxebäse 20.01.2020 16:28
      Highlight Highlight Schon nur, dass er es verbieten konnte, finde ich fragwürdig! Von wegen weltmacjt - weltschnurris - mehr nicht.
    • [CH-Bürger] 20.01.2020 17:25
      Highlight Highlight @Häxxebäse:
      wenn einer zuviel Macht hat, kuschen alle und scheuen sich davor, die Wahrheit mitzuteilen.

      Trumps Strategie beruht auf Einschüchterung, Denunziation und Beleidigungen.
      die einzige Hoffnung ist, dass sich einer des inneren Zirkels persönlich so stark angegriffen fühlt, dass er gegen den Signore auspackt.

      ^^Parallelen zu Untergrundorganisationen jeglicher Art sind rein zufällig!^^
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Analyse

Die Impeachment-Farce im US-Senat: «Möge Gott uns helfen!»

Die Senatoren werden den Präsidenten freisprechen, vielleicht noch heute. Dabei wissen selbst die Republikaner, dass Donald Trump seine Macht missbraucht hat. Sie haben Trump damit einen Freibrief für weitere Schandtaten erteilt.

Lamar Alexander hat den letzten Funken Hoffnung ausgetreten. Er werde nicht dafür stimmen, dass weitere Zeugen vorgeladen werden, liess er gestern verlauten. Obwohl der republikanische Senator aus dem Bundesstaat Tennessee nicht mehr zur Wiederwahl antritt und damit frei gewesen wäre, sich dem gewaltigen Druck der Grand Old Party (GOP) zu entziehen, hat er sich dagegen entschieden.

Damit steht mehr oder weniger fest: Die Demokraten werden die nötigen 51 Stimmen für weitere Zeugen nicht …

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