DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Football Soccer - Bayern Munich v RB Leipzig - German Bundesliga - Allianz-Arena, Munich, Germany - 21/12/16 - RB Leipzig and Bayern Munich players stand during a minute of silence for the 12 killed victims of the truck that ploughed through a Berlin Christmas market before their German first league Bundesliga soccer match in Munich, Germany, December 21, 2016.      REUTERS/Michaela Rehle     DFL RULES TO LIMIT THE ONLINE USAGE DURING MATCH TIME TO 15 PICTURES PER GAME. IMAGE SEQUENCES TO SIMULATE VIDEO IS NOT ALLOWED AT ANY TIME. FOR FURTHER QUERIES PLEASE CONTACT DFL DIRECTLY AT + 49 69 650050

Krasse Neuzugänge bei den Bundesliga-Spitzenreitern Leipzig und Bayern: keine. Bild: MICHAELA REHLE/REUTERS

Transfersieger in der Bundesliga? Die Vernunft und die Konstanz

Dieses Wochenende erwacht die Bundesliga endlich wieder aus dem Winterschlaf. Diese Formulierung ist insofern zutreffend, als dass es in der Transferphase verdächtig ruhig zu und her ging. Das wird aber zum Glück keine ähnlich friedliche Rückrunde zur Folge haben.

Donat Roduner
Donat Roduner



Das Wechselfieber ist in der Bundesliga nicht so ausgeprägt wie in anderen Ligen, aber für gewöhnlich passiert doch einiges Bemerkenswertes. Nicht so diesen Winter. Haarsträubende Gerüchte? Wenige. Hochkarätige Transfers? Praktisch keine.

Dies liegt simplen Faktoren zugrunde. Beispielsweise wird andernorts momentan mit viel mehr Geld um sich geworfen als in Deutschland – man denke an China und England. Geld ist ein zentraler Katalysator, der es dem Transfer-Motor erlaubt, im Dunkelroten zu drehen. In Deutschland sind in diesem Fenster aber höchstens zwei Zylinder im Einsatz, weil keine Kaskade losgetreten wurde (und voraussichtlich auch nicht mehr wird).

Mario Goetze of Bayern Munich is sandwiched by Borussia Dortmund Mats Hummels (L) and Neven Subotic during their German first division Bundesliga soccer match in Dortmund April 4, 2015.  REUTERS/Wolfgang Rattay
DFL RULES TO LIMIT THE ONLINE USAGE DURING MATCH TIME TO 15 PICTURES PER GAME. IMAGE SEQUENCES TO SIMULATE VIDEO IS NOT ALLOWED AT ANY TIME. FOR FURTHER QUERIES PLEASE CONTACT DFL DIRECTLY AT + 49 69 650050

Wechselten im Sommer quasi die Leibchen: Mats Hummels (l.) und Mario Götze. Bild: WOLFGANG RATTAY/REUTERS

Doch wer sich jetzt Sorgen um die Rückrunde macht, weil ja die Verstärkungen bei den meisten Teams ausgeblieben sind, der sei beruhigt. Wieso haben wohl besonders die Teams aus der oberen Tabellenhälfte, die teils überraschend dort anzutreffen sind, weitestgehend auf Transferaktivitäten verzichtet? Weil sie bereits letzten Sommer gute Arbeit geleistet haben und mit dem Abschneiden und ihrem Kader zufrieden sein können.

Die Tabelle

Bild

In solchen Fällen ist es für einen Trainer viel einfacher, mit dem bestehenden Spielermaterial weiterzuarbeiten und dieses weiterzuentwickeln. Wieso soll Niko Kovac Frankfurts Gefüge mit einem High-Risk-High-Reward-Zuzug aufs Spiel setzen, wenn doch die Hinrunde auf dem prächtigen 4. Platz abgeschlossen wurde? Stattdessen ist es viel schlauer, das Vertrauen in das existente System aufrechtzuerhalten.

So überrascht es wenig, dass bei den Traditionsteams in der Nähe der Abstiegsplätze am meisten Transferbetrieb herrschte. Die hochkarätigsten Transfers vollzog Wolfsburg, das den unwilligen Julian Draxler nach Paris verkaufte und dafür Yunus Malli (Mainz), Paul-Georges Ntep (Rennes), Riechedly Bazoer (Ajax) und den nigerianischen Junioren-Internationalen Victor Osimhen (Ultimate Strikers Academy) verpflichtete.

Er soll die Offensive der Wölfe beleben: Paul-Georges Ntep.

Ebenfalls eine Steigerung erwarten der HSV und Schalke. Der «Bundesliga-Dino» aus Hamburg, der im letzten Quartal 2016 immerhin ein Lebenszeichen von sich gegeben hat, erhofft sich von Mergim Mavraj (Köln) und Kyriakos Papadopoulos (zuletzt von Leverkusen an RB Leipzig ausgeliehen) mehr Stabilität in der Defensive – eventuell auf Kosten des Schweizer Ex-Captains Johan Djourou. Schalke seinerseits leiht sich von Bayern Holger Badstuber für ein halbes Jahr aus und holte Guido Burgstaller aus Nürnberg. Wichtiger ist den «Königsblauen» allerdings die Rückkehr von Rekordtransfer Breel Embolo nach seiner Verletzung.

Erstaunlich ruhig geblieben ist es bei Borussia Mönchengladbach, dessen Krise zum Schluss immer bedrohlichere Züge angenommen hat. Einziger Zuzug bis jetzt ist Verteidiger Timothée Kolodziejczak, der bei Konsonanten-Phobie auch einfach «Kolo» genannt werden darf. Allenfalls kommt bei den «Fohlen» bis zum Ende der Transferperiode noch Bewegung auf, da Spielmacher Mahmoud Dahoud ein erstes Verlängerungsangebot ausgeschlagen hat.

Sevilla, 15.09.2015, Fussball UEFA Champions League, FC Sevilla - Borussia Moenchengladbach, 
Timothee Kolodziejczak (Sevilla), Raffael (Gladbach) (Ramon Navarro/Marca/EQ Images) SWITZERLAND ONLY

Timothée Kolodziejczak (l.) noch im Tenue von Sevilla gegen seinen neuen Teamkollegen Raffael. Bild: Marca

Insgesamt aber bleibt zu konstatieren: Trotz ausgebliebenem Transferhammer dürfen wir uns auf eine spannende Rückrunde gefasst machen. Auch ohne frisches Blut werden die Teams gestärkt aus der Winterpause zurückkehren, der Eingespieltheit sei Dank. Das ist unter dem Strich, angesichts der Millionenbeträge, die sonst in der Szene kursieren, auch ein Sieg der Vernunft.

Die längsten Liga-Serien im Fussball ohne Niederlage

Das könnte dich auch interessieren:

4 Gründe, weshalb die Corona-Zahlen des BAG wenig mit der Realität zu tun haben

Link zum Artikel

Lasst meinen Sex in Ruhe, ihr Ehe- und Kartoffel-Fanatiker!

Link zum Artikel

Das iPad kriegt Radar? Darum ist der Lidar-Sensor eine kleine Revolution

Link zum Artikel

Der Mann, der es wagt, Trump zu widersprechen

Link zum Artikel

Magic Johnson vs. Larry Bird – ein College-Final als Beginn einer grossen Sportrivalität

Link zum Artikel

Die Schweiz befindet sich im Notstand – die 18 wichtigsten Antworten zur neuen Lage

Link zum Artikel

Wie ansteckend sind Kinder wirklich? Was die Wissenschaft bis jetzt dazu weiss

Link zum Artikel

So lief Tag 1 nach Bekanntgabe der «ausserordentliche Lage» für die Schweiz

Link zum Artikel

Ein Virus beendet Jonas Hillers Karriere: «Es gäbe noch viel schlimmere Szenarien»

Link zum Artikel

Corona International: EU beschliesst Einreisestopp ++ Italien mit 345 neuen Todesopfern

Link zum Artikel

Wie ich nach 3 Stunden Möbelhaus von Wolke 7 plumpste

Link zum Artikel

Die Fallzahlen steigen wieder leicht an – so sieht's in deinem Kanton aus

Link zum Artikel

Die Franken-Schwäche hält an

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Unvergessen

Vom 2:5 zum 6:5 – GC holt sich im Cup-Halbfinal den wohl dramatischsten Derbysieg

3. März 2004: Bei GC macht sich im Derby nach gut 60 Minuten die Angst vor einer Kanterniederlage breit. Doch die Hoppers kommen zurück – und sorgen für eines der denkwürdigsten Cup-Spiele der Schweizer Fussballgeschichte.

63 Minuten sind im altehrwürdigen Hardtum gespielt, als sich für die heimischen Grasshoppers eine kolossale Blamage anzubahnen scheint. 2:5 liegen die Hoppers im Cup-Halbfinal zurück, ausgerechnet gegen den Stadtrivalen FC Zürich. Der FCZ, trainiert vom jungen Lucien Favre, hat von erstaunlichen Schwächen in der Hoppers-Abwehr profitieren können.

Schon früh liegt GC mit 0:2 zurück. Daniel Gygax trifft nach sechs Minuten zur Führung, der zweite Treffer ist ein Slapstick-Eigentor, verursacht …

Artikel lesen
Link zum Artikel