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Immer mehr Schweizer lassen sich impfen – andere Länder sind jedoch weit voraus.
Immer mehr Schweizer lassen sich impfen – andere Länder sind jedoch weit voraus.
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80 Prozent Impfquote für Aufhebung der Massnahmen – das schreiben die Sonntagszeitungen

19.09.2021, 07:08

80 Prozent Impfquote würde Corona-Massnahmen aufheben

Die Schweiz könnte nach Ansicht von Experten wohl bei einer Impfquote von gegen 80 Prozent die Corona-Massnahmen aufheben. «Als Vorbild könnte uns Dänemark dienen», sagte Christoph Berger, Präsident der Eidgenössischen Kommission für Impffragen, der «NZZ am Sonntag». Dort sind 84 Prozent der Bevölkerung über 12 Jahre fertig geimpft. Das Land hob sämtliche Corona-Restriktionen auf. In der Schweiz sind gut 60 Prozent der Bevölkerung ab 12 Jahren doppelt geimpft. Epidemiologe Marcel Tanner geht laut der Zeitung davon aus, dass 70 bis 80 Prozent Geimpfte reichen, um neue Perspektiven zu schaffen, um mit dem Virus zu leben.

Die dänische Epidemiologin Lone Simonsen sagte dem «SonntagsBlick», die Welt könne einiges von Dänemark lernen. Dass sich so viele Däninnen und Dänen auch ohne Impfpflicht haben impfen lassen, erklärte sie so: «Durch Vertrauen und richtige Anreize. Wir hatten nie eine Impfpflicht. Aber wir hatten rundum eine gesunde Debatte über den Sinn des Impfens und der Hygienemassnahmen. Zudem gab es genaue Untersuchungen darüber, was die Bevölkerung besorgt. Die Regierung hat entsprechend gehandelt und stets sehr klar informiert.» (sda)

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Die Köpfe der «Freiheitstrychler»

Hinter der Gruppierung der «Freiheitstrychler», die sich unter anderem mit unbewilligten Demonstrationen gegen die Corona-Massnahmen des Bundes wehrt, stehen ein Schwyzer Bauführer und ein Zürcher IT-Unternehmer. Wie der «SonntagsBlick» berichtete, sicherte sich der selbständige Bauführer Andreas Benz aus Altendorf SZ, der auch als Gründer und Sprecher der Gruppierung auftritt, die Markenrechte an den «Freiheitstrychlern». Der IT-Unternehmer Markus Hilfiker aus Glattfelden ZH verantwortet demnach den Webauftritt der Glockenträger. Auf ihn seien auch das Portal patriot.ch sowie diverse weitere Seiten der alternativen Rechten gemeldet, heisst es im Bericht. Vor einigen Jahren sei Hilfiker in den Fokus geraten, weil die rechtsextremistische Seite swissdefenceleague.ch über seinen Server gelaufen sei. Sowohl Benz als auch Hilfiker wollten sich gegenüber der Zeitung nicht äussern.

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Alternativer Impfstoff

Die Schweiz könnte die Durchimpfung der Bevölkerung mit dem Angebot eines alternativen Impfstoffs zu den mRNA-Wirkstoffen von Pfizer und Moderna beschleunigen. Diesen Schluss lässt eine repräsentative Umfrage des Forschungsinstituts Sotomo vom Juli zu, über die die «SonntagsZeitung» berichtet. Weit über eine Million bislang noch ungeimpfter Schweizerinnen und Schweizer würden sich demnach eine Spritze geben lassen, wenn der Bund einen alternativen Impfstoff zur Verfügung stellen würde. 72 Prozent der noch nicht Geimpften nannten als Grund für ihr Zuwarten, Angst vor den mRNA-Impfstoffen. Nur 31 Prozent lehnten hingegen die Impfung grundsätzlich ab. In der Schweiz liegt seit März die Zulassung für einen alternativen Impfstoff von Johnson & Johnson vor. Der Bund verzichtete bislang auf einen Kauf. Zuletzt waren Verhandlungen am Laufen. Offiziellen Angaben zufolge geht es um eine «kleinere Menge», die vorwiegend für Menschen gedacht sei, die aus medizinischen Gründen auf mRNA-Impfungen verzichten müssten.

Mehr Spielsüchtige in der Schweiz

In der Schweiz ist es im vergangen Jahr zu einem markanten Anstieg bei suchtgefährdeten Casino-Spielern gekommen, die sich haben sperren lassen. Letztes Jahr wurden über 10'000 neue Sperren verhängt, während es in den Vorjahren durchschnittlich etwa 400 gewesen waren, wie die «NZZ am Sonntag» berichtet. Ende 2020 gab es damit insgesamt 72’322 gesperrte Spieler. Die Eröffnung von drei weiteren Online-Spielbanken letztes Jahr habe «sicher zum Anstieg beigetragen», sagte Marjorie Perusset, Sprecherin der Eidgenössischen Spielbankenkommission, der Zeitung.

Die markante Zunahme sei vor allem darauf zurückzuführen, dass viele Spieler von Online-Casinos nicht in den terrestrischen Spielbanken verkehrten. Die Stiftung Sucht Schweiz verlangt wegen der zunehmenden Probleme mit Spielern Werbeeinschränkungen und die Schaffung eines Expertengremiums, das Behörden und Anbieter berät. In der Schweiz werden an Kasino-Tischen und online dem Bericht zufolge jährlich rund 650 Millionen Franken Umsatz erzielt, für Lotterien und Sportwetten geben die Spieler fast eine Milliarde Franken aus.

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Berset und die Limousine

Bundesrat Alain Berset hat sich während einer Affäre 2012 und 2013 nach einem Treffen mit seiner Geliebten eine Staatslimousine nach Deutschland bestellt. Dies berichtet die «NZZ am Sonntag». Die Fahrerin musste den Magistraten nach einem zweitägigen privaten Wochenende in Freiburg rechtzeitig zu einer Medienkonferenz nach Bern bringen. Ein Insider erklärte der Zeitung, dass dies nicht zulässig gewesen sei. Den Regeln zufolge sei das Repräsentationsfahrzeug für amtliche Fahrten in der Schweiz vorgesehen.

Die Zeitung berichtet, dass Berset mehrere solche Wochenenden im Schwarzwald verbrachte. Mehr als einmal sei dabei die Limousine benutzt worden. Bersets Sprecher äusserte sich der Zeitung gegenüber nicht zu den Umständen der Limousinen-Fahrten. Derweil mehrten sich laut «SonntagsZeitung» die Stimmen von Bundespolitikern, die Abklärungen zu Vorgängen rund um Bersets Affäre respektive die spätere versuchte Erpressung durch seine Geliebte forderten, darunter Mitte-Fraktionschef Philipp Bregy, SVP-Nationalrat Alfred Heer und FDP-Nationalrat Matthias Jauslin. So solle ein Schlussstrich in der Sache gezogen werden können.

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Frankreich lädt Parmelin aus

Frankreich hat offenbar ein für November angedachtes Treffen von Staatschef Emmanuel Macron mit dem Schweizer Bundespräsidenten Guy Parmelin in Paris platzen lassen. Parmelin wurde durch den französischen Botschafter in Bern, Frédéric Journès, quasi ausgeladen, wie die «SonntagsZeitung» berichtet. Der Diplomat suchte demnach das Aussendepartement auf und überbrachte den Schweizern die Nachricht, dass es kein Treffen mit Macron geben werde.

Auslöser war laut Diplomaten Berns Verhandlungsführung bei der Kampfjet-Beschaffung. Frankreich fühle sich von der Schweiz hintergangen, weil die Schweizer schon während der Verhandlungen mit der französischen Seite gewusst hätten, dass sich Bern für die amerikanische F-35 entscheiden werde, schreibt die Zeitung. Das Schweizer Wirtschaftsdepartement erklärte, der Besuch sei noch nicht definitiv vereinbart worden. Es handle sich deshalb nicht um die Absage eines bestätigten Termins.

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Armee zelebriert Social Media

Die Schweizer Armee betreibt fast 250 Social-Media-Kanäle - fast jedes Bataillon ist auf Facebook vertreten. Dies geht aus einem Bericht der internen Revision des Verteidigungsdepartements VBS hervor, der der «SonntagsZeitung» vorliegt. Alleine bei Facebook ist die Armee demnach mit 137 Seiten präsent, bei Instagram sind es 74, bei der Videoplattform Youtube 20 und beim Kurznachrichtendienst Twitter 13. Der internen Revision ging das zu weit. «Aus unserer Sicht sollte die inhaltliche Qualität stärker gewichtet werden als die Quantität an betriebenen Kanälen», heisst es im Bericht.

Erstaunt zeigten sich die Autoren zudem darüber, dass die Armee vor allem auf Facebook und Instagram setzt – und den chinesischen Kurzvideodienst Tiktok «nur sporadisch» braucht, obwohl Tiktok bei Jungen zwischen 12 und 20 Jahre eine «sehr hohe Reichweite» habe. Bundesrätin Viola Amherd erkannte Handlungsbedarf und verlangte von der Armee in einem Schreiben, bis Mitte des nächsten Jahres die Social-Media-Strategie anzupassen.

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Erste Tests für mehr soziale Durchmischung an Schulen

Für eine bessere soziale Durchmischung in Schulen sind in zwei Zürcher Schulkreisen und in der Stadt Uster erste Tests mit einem Algorithmus angelaufen, der Kinder auf die Schulhäuser verteilt. Die Verantwortlichen wollen so für die Schulkinder mehr Bildungsgerechtigkeit schaffen, wie die «SonntagsZeitung» berichtet. «Kids aus Schulen mit einem hohen Anteil an Kindern aus bildungsfernen Familien haben deutlich weniger Schulerfolg, als wenn dieselben eine sozial weniger belastete Schule besucht hätten», sagte Forschungsleiter Oliver Dlabac vom Zentrum für Demokratie Aarau (ZDA) der Zeitung.

In der Schweiz besuchen Kinder in der Regel das nächstgelegene Schulhaus besuchen. Während Elternkreise die intelligente Zuteilung kritisieren und einen Verlust des durchschnittlichen Leistungsniveaus der Schulen befürchten, unterstützen Bildungsexperten den Vorstoss des ZDA. Das Computerprogramm berücksichtigt bei der Zuteilung unter anderem Geschlecht, Fremdsprachigkeit, Haushaltseinkommen und die Kompetenzen der Kinder sowie Verkehrsdaten.

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