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Aufräumen nach dem Anschlag: An der Dschalalabad-Strasse in Kabul liegen viele Büros der UNO.<br data-editable="remove">
Aufräumen nach dem Anschlag: An der Dschalalabad-Strasse in Kabul liegen viele Büros der UNO.
Bild: OMAR SOBHANI/REUTERS

Selbstmordanschlag auf Minibus: Taliban wüten in Kabul

20.06.2016, 07:0020.06.2016, 08:57

Bei einem Taliban-Selbstmordanschlag auf einen Minibus in Afghanistans Hauptstadt Kabul sind 14 internationale Angehörige einer Sicherheitsfirma getötet worden. Acht seien verletzt worden, sagte am Montagmorgen der Sprecher des Innenministeriums, Sedik Seddiki.

Der frühere Polizeichef der Stadt, General Ajub Salangi, gab an, in dem Bus hätten nepalesische Sicherheitskräfte gesessen, sogenannte Gurkas. An der grossen Dschalalabad-Strasse, wo sich der Anschlag ereignete, liegen zahlreiche Büros und Wohnareale der Vereinten Nationen. Sie werden oft von Gurkas geschützt. Die radikalislamischen Taliban bekannten sich auf Twitter zur Tat.

Die Wucht der Explosion liess die Fenster dieses Gebäudes bersten.&nbsp;<br data-editable="remove">
Die Wucht der Explosion liess die Fenster dieses Gebäudes bersten. 
Bild: JAWAD JALALI/EPA/KEYSTONE

Die Extremisten haben in den vergangenen Monaten zunehmend Busse der Regierung, der Sicherheitskräfte und anderer Organisationen angegriffen. Erst vor drei Wochen wurden nahe Kabul zehn Menschen bei einem Anschlag auf einen Bus mit Mitarbeitern eines Gerichtshofs getötet.

Ausserdem halten die Aufständischen zunehmend Fernbusse an und durchsuchen sie nach Regierungsangestellten, Soldaten und Polizisten. Ende Mai erschossen sie in der Provinz Kundus zwölf Passagiere und nahmen viele Geiseln. Acht sind weiterhin in ihrer Gewalt. (kad/sda/dpa)

Drogenernte in Afghanistan

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