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«Sensationell» oder «transfeindlich»? Ösi-Tatort spaltet das Publikum

Am Sonntagabend erzeugte der Wiener «Tatort» eine beklemmende Stimmung. Die Ermittler hatten es mit doppelter Kindesentführung zu tun. Der Täter war ein skrupelloser, gruseliger Mann in Frauenkleidern und genau das sorgt für Diskussionen.
29.03.2021, 10:4529.03.2021, 13:43
«Tatort: Die Amme»: Moritz Eisner (Harald Krassnitzer) und Bibi Fellner (Adele Neuhauser) wird der Fund einer Toten in einer trostlosen Wohngegend gemeldet.
«Tatort: Die Amme»: Moritz Eisner (Harald Krassnitzer) und Bibi Fellner (Adele Neuhauser) wird der Fund einer Toten in einer trostlosen Wohngegend gemeldet.Bild: ARD Degeto/ORF/Prisma Film/Petro Domenigg.

Moritz Eisner (Harald Krassnitzer) und Bibi Fellner (Adele Neuhauser) untersuchten in ihrem jüngsten Fall eine Mordreihe mit anschliessender Kindesentführung. Schnell war den Wienern klar, dass es sich um einen Serientäter handeln musste. Der Zuschauer erfuhr, anders als die Kommissare, schnell, wer dahintersteckte. Ein unheimlicher Drogensüchtiger, der sich als Mutter zwei entführter Jungen sah, ging skrupellos und hart vor.

Bei vielen Zuschauern, die sich auf Twitter zum jüngsten «Tatort» äusserten, erregte eben jene Figur des Mörders Aufmerksamkeit. Der Täter präsentierte sich immer wieder in Frauenkleidern, warum er das tat, blieb unklar. Das TV-Publikum war in grossen Teilen verärgert.

«Uralte Grusel-Klischees über Trans-Personen»

Bis zuletzt war das Motiv des Mörders nicht eindeutig. «Ich glaube, ich kenne das Motiv der Produzenten», schreibt dazu jemand auf Twitter. «Uralte Grusel-Klischees über Trans-Personen reproduzieren und vermitteln.» Diese Meinung teilen viele Zuschauer. Etliche Twitter-Nutzer beschreiben den «Tatort» als «transfeindlich». Von einer «hässlichen Linie» ist die Rede, die sich bereits seit den 1960er-Jahren in Filmen wiederfinde. Schon in «Psycho», «Dressed to Kill» oder «Das Schweigen der Lämmer» habe es «crossdressende Serienmörder» gegeben.

Anderen Zuschauern schien das nicht aufgefallen zu sein. Sie freuten sich über die gruselige Stimmung, die der Film transportierte und loben den «Tatort».

Generell erfreut sich der Wiener Krimi meistens über viel Zuspruch. Auch «Die Amme» erzielte wieder viel positive Kritik. Vor allem die schauspielerische Leistung von Max Mayer, der den psychopathischen Mörder spielte, kam gut an. Als «sensationell» und «sagenhaft gut» beschreiben einige Zuschauer den Film.

In der kommenden Woche sind die Kommissare Franz Leitmayr (Udo Wachtveitl) und Ivo Batic (Miroslav Nemec) aus München an der Reihe. Sie haben es mit einem Angriff auf einen Surfer zu tun.

(JaH, t-online)

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«Tatort» – Kuss an der Grenze

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So reagiert das Publikum auf den neuen Schweizer «Tatort»

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69 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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James R
29.03.2021 11:52registriert Februar 2014
Ich fand den Tatort echt gut und weiss durchaus zu differenzieren zw. Fiktion und Realität. Leider darf ein Täter nur weiss, erwachsen und männlich sein. Bei jeder anderen Zugehörigkeit des Täters setzt man sich als Macher dem Risiko aus, jemanden beleidigen zu können oder zu diskriminieren.
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Paillette_geht_immer
29.03.2021 12:37registriert Juni 2018
Für mich stand in der Figur des Täters die primäre Sozialisation mit seiner Mutter im Vordergrund. In der Übertragung seiner eigenen Vergangenheit und im kriminellen Akt schlüpfte er in die Rolle seiner Mutter.
Dieses gestörte Verhalten habe ich zu keinem Zeitpunkt mit Transsexualität kombiniert, da der Täter sich nie dazu äusserte, im falschen Körper zu sein. Verstehe die Kritik nicht.
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Peter Vogel
29.03.2021 14:21registriert Juni 2020
Die Täter der letzten 20 Folgen waren weisse Männer. Trotzdem hat keiner rumgeheult deswegen.
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