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An unidentified member of OSCE Special Monitoring Mission in Ukraine gets out of a vehicle next to Alexander Borodai (R), Prime Minister of the self proclaimed

Der selbsternannte Regierungschef der Region Alexander Borodaj (rechts) - der erste (unidentifizierte) OSZE-Beobachter steigt aus dem Wagen.  Bild: SHAMIL ZHUMATOV/REUTERS

Ukraine

Der entführte Schweizer OSZE-Beobachter ist frei



Die prorussischen Separatisten in der Ostukraine haben vier OSZE-Beobachter nach über einem Monat Gefangenschaft freigelassen. Das gaben die OSZE und die Separatisten in der Nacht auf Freitag bekannt. Unter den Freigelassenen ist auch ein Schweizer OSZE-Beobachter

Die Mitarbeiter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) seien frei und in der Nacht zum Freitag in einem Hotel in Donezk angekommen, sagte Alexander Borodaj, der selbsternannte «Regierungschef» der von den Separatisten ausgerufenen «Volksrepublik Donzek» vor Pressevertretern. Es seien keine Bedingungen für die Freilassung gestellt worden. Ein Flugzeug im Auftrag der OSZE bringt die vier Personen - darunter ein Schweizer - nach Wien, wie das Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) mitteilte.

Bei den Freigelassenen handelt es sich laut Borodaj um einen Schweizer, einen Dänen und einen Türken. Über die Nationalität des vierten Mannes machte er keine klaren Angaben. Wenn er sich nicht irre, handle es sich um einen Esten, sagte er. 

Nach Angaben der OSZE ist der Zustand der Beobachter «gut». 

Die vier Beobachter machten bei ihrer Ankunft einen müden Eindruck, gaben gegenüber Journalisten aber keinen Kommentar ab, berichtete die Nachrichtenagentur AFP. Nach Angaben der OSZE ist der Zustand der Beobachter «gut». 

Besorgt über Verbleib eines weiteren Teams 

Das OSZE-Büro in Kiew bestätigte, dass eines der zwei seit knapp einem Monat festgehaltenen Teams der Organisation freigekommen sei. Nach 32 Tagen seien die vier Beobachter wieder frei, heisst es in einer Mitteilung der OSZE. 

In einer schriftlichen Erklärung zeigte sich Bundespräsident Didier Burkhalter in seiner Funktion als OSZE-Präsident dankbar für die Unterstützung aller Staaten und Stellen, die sich für eine Freilassung eingesetzt haben. Er erinnerte aber daran, dass das zweite OSZE-Team nach wie vor festgehalten wird. 

Head of the Organization for Security and Cooperation in Europe (OSCE), Swiss President and Foreign Minister Didier Burkhalter speaks to media at Georgia's de-facto border with its breakaway region of South Ossetia in the village of Ergneti, north of Tbilisi, June 3, 2014. REUTERS/David Mdzinarishvili (GEORGIA - Tags: POLITICS CONFLICT)

OSZE-Präsident dankt allen beteiligten Staaten für ihre Unterstützung. Bild: DAVID MDZINARISHVILI/REUTERS

Die vier festgehaltenen Beobachter waren in der Region Lugansk tätig und befinden sich dem 29. Mai in den Händen prorussischer Kräfte. Burkhalter forderte die «sofortige und bedingungslose» Freilassung der Beobachter und weiterer als «Geiseln» festgehaltener Personen in der Region. 

Fehlende Kontrolle der Separatistenanführer 

Nach Angaben von Separatistenanführer Borodaj hielt ein Rebellenchef in der benachbarten Region Lugansk das nun freigekommene OSZE-Team fest. Die Anführer der Separatistenbewegung betonen immer wieder, dass sie nicht alle paramilitärischen Gruppen in der Region, die gegen die ukrainischen Sicherheitskräfte kämpfen, unter Kontrolle hätten. 

Für die bedingungslose Freilassung der Beobachter seien intensive Bemühungen unternommen worden, teilte die OSZE mit. Unter anderem hatte OSZE-Präsident Burkhalter am Dienstag in einem Gespräch mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin auf die Freilassung der Beobachter gepocht. Putin hatte versichert, dass er tun wolle, was er könne. 

Weniger Beobachter in Donezk und Lugansk 

Die OSZE spielt eine wichtige Rolle bei den Bemühungen um eine Entspannung der Situation in der Ostukraine, in der prorussische Separatisten die Unabhängigkeit von Kiew anstreben. Derzeit sind mehr als 250 zivile OSZE-Beobachter in der Ukraine aktiv. Eine Vergrösserung des Teams wird diskutiert. 

Laut OSZE werden die Beobachter weiterhin in Donezk und Lugansk tätig bleiben. Angesichts der Sicherheitslage sei aber die Zahl der Beobachter in diesen Regionen vorübergehend reduziert worden. (sda/afp/dpa) 

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