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Nahost: UNO-Generalsekretär ruft in Ramallah zum Ende der Gewalt auf

21.10.15, 14:08


UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon hat bei seinem Besuch in Nahost Palästinenser und Israelis zu einem sofortigen Ende der Gewalt aufgefordert. Ban traf am Mittwoch Palästinenserpräsident Mahmud Abbas in Ramallah.

«Wir bemühen uns weiterhin darum, die Voraussetzungen für echte Verhandlungen zu schaffen», sagte Ban am Mittwoch nach einem Treffen mit Palästinenserpräsident Mahmud Abbas in Ramallah.

Letztlich sei es aber an den Palästinensern und den Israelis, sich für den Frieden zu entscheiden. Derzeit sei es am dringlichsten, die aktuelle Gewaltwelle zu stoppen und weitere Tote zu verhindern.

Der einzige Weg, Gewalt zu verhindern, sei echter Fortschritt hin zu einer politischen Lösung, vor allem das Ende der Besatzung durch Israel in den Palästinensergebieten, sagte Ban. Er appelliere an die politische Führung Israels und der Palästinenser, «durch Worte und Taten zu zeigen, dass sie Partner des Friedens sind».

Ban hatte am Dienstag Israels Staatschef Reuven Rivlin und Regierungschef Benjamin Netanjahu getroffen und kam am Mittwoch mit Abbas und dem palästinensischen Regierungschef Rami Hamdallah zusammen.

Zugang zum Tempelberg freigeben

Abbas rief Israel auf, die Regelungen hinsichtlich des Zugangs zum Gelände der Al-Aksa-Moschee auf dem Tempelberg in Jerusalem zu respektieren. «Die anhaltende Besetzung und Aggression gegen heilige christliche und muslimische Stätten in Ost-Jerusalem, vor allem gegen Al-Aksa, öffnet die Tür zu einem Religionskonflikt, der leider schon begonnen hat», sagte Abbas. «Wir wollen das nicht und warnen vor den Konsequenzen.»

Israel und die Palästinensergebiete werden seit Anfang Oktober wieder von neuer Gewalt erschüttert, Auslöser war unter anderem der Streit um den Tempelberg. Palästinenser begehen täglich Attacken gegen Israelis, israelische Soldaten wiederum schiessen auf palästinensische Angreifer. Seit Monatsbeginn wurden bereits mehr als 40 Palästinenser und acht jüdische Israelis getötet. (sda/afp)

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.

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    Alle Leser-Kommentare
  • ferox77 21.10.2015 15:39
    Highlight Eine Zweistaatenlösung bedeutet keine Lösung des Konfliktes. Solange die Existenz Israels immer wieder in Frage gestellt wird, kann und wird es auch keinen Frieden geben. Die benachbarten arabischen Staaten, aber auch beinahe alle islamische Staaten, mit dem Iran an der Spitze, wollen einen Frieden nur ohne Israel. Dies wird auch immer wieder, mehr oder weniger, aber durchaus deutlich ausgedrückt. R. Erdogan zeichnet sich inzwischen durch eine einseitige antiisraelische Politik aus. Man spricht immer von einer Zweistaatenlösung, meint aber in Wirklichkeit die Einstaatenlösung Palästina.
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