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FILE - In this Jan. 19, 2014 file photo, Philip Seymour Hoffman poses for a portrait at The Collective and Gibson Lounge Powered by CEG, during the Sundance Film Festival, in Park City, Utah. Hoffman, 46, who won the Oscar for best actor in 2006 for his portrayal of writer Truman Capote in

Bild: VICTORIA WILL/INVISION/AP/Invision

«Dämonen», Scham und eine Geliebte

Hoffmans Tagebücher geben einen Einblick in das Leben eines verwirrten Mannes



Philip Seymour Hoffman starb am 2. Februar an einer Überdosis – in seinem Arm steckte noch die Nadel von seinem letzten Heroin-Schuss. Während der Hausdurchsuchungen fanden Ermittler zwei seiner Tagebücher. Der 46-Jährige habe seine Gedanken aufs Papier gebracht: Die Einträge sind teilweise bei klarem Verstand geschrieben, teils aber völlig wirr verfasst, weiss NBC News von einem Ermittler. 

In einem Satz erzählt Hoffman von einem gewissen «Frank», der immer Schulden bei ihm hätte. Gleichzeitig erwähnt er aber auch ein 15-jähriges Mädchen aus Texas. «Seine Gedankengänge sind schwer nachzuvollziehen», zitiert NBC die Quelle. 

Hoffman fühlte sich in seiner Dreiecksbeziehung «gefangen»

Einige der Aufzeichnungen sollen aus der Zeit stammen, als sich Hoffman 2013 im Heroin-Entzug befand. Diese Passagen seien sehr viel klarer verfasst. Wie die Newssite «New York Post» weiss, hätte er sich sehr dafür geschämt, nach so langer Zeit wieder «auszugehen, herumzuhängen und zu trinken». Hoffman war seit seinem 22. Lebensjahr trocken.

Zusätzlich hätte ihm die Situation mit seiner Lebensgefährtin zu schaffen gemacht. Angeblich fühlte Hoffman sich in einer Dreiecksbeziehung «gefangen». Neben Mimi O'Donnell, der Mutter seiner Kinder, habe es noch eine Geliebte gegeben.

Er wurde von «Dämonen gejagt»

Das sei auch einer der Gründe, warum der Schauspieler drei Monate zuvor aus der gemeinsamen Wohnung ausgezogen ist. O'Donnell wollte den verwirrten und drogenabhängigen Hoffman nicht in der Nähe der Kinder haben. Sie hatte gehofft, dass er durch ihr radikales Handeln schneller clean werden würde. 

Das wollte Hoffman auch. Er schreibt über seine Besuche bei anonymen Selbsthilfegruppen, vom Versuch, sein Drogenproblem in den Griff zu bekommen. Den Kampf gegen die «Dämonen», von welchen er sich gejagt fühlt, hat er allerdings verloren.

(lis)

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