Justiz
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ZUM SDA VORAUSBERICHT UEBER DAS TOETUNGSDELIKT MARIE, WELCHES AB NAECHSTE WOCHE IM KANTON WAADT VOR GERICHT VERHANDELT WIRD, STELLEN WIR IHNEN AM MONTAG 29. FEBRUAR 2016 FOLGENDES ARCHIVBILD ZUR VERFUEGUNG. - Une femme depose une fleur sous un portrait de Marie devant le Tribunal des mesures de contrainte de l'office du juge d'application des peines du canton de Vaud lors d'une marche blanche organisee en souvenir de Marie, entre le Tribunal cantonal de Montbenon et le Tribunal des mesures de contrainte de l'office du juge d'application des peines ce lundi 20 mai 2013 a Lausanne. (KEYSTONE/Laurent Gillieron)

Angehörige trauern um die verstorbene Marie. (Bild aus dem Jahr 2013) Bild: KEYSTONE

Keine lebenslängliche Verwahrung für den Mörder im Fall Marie



Das Bundesgericht hat die lebenslängliche Freiheitsstrafe für den Mörder der jungen Frau «Marie» bestätigt. Die vom Kantonsgericht Waadt angeordnete lebenslängliche Verwahrung haben die Lausanner Richter hingegen aufgehoben.

Das Bundesgericht führt aus, dass die gesetzlichen Voraussetzungen dafür nicht erfüllt seien. Nur ein Sachverständiger gehe davon aus, dass der Verurteilte «dauerhaft untherapierbar» sei. Für eine lebenslängliche Verwahrung brauche es zwei unabhängige Gutachten, die zu diesem Schluss kämen.

Der Verurteilte war im Jahr 2000 wegen Mordes und weiterer Delikte zu einer Zuchthausstrafe von 20 Jahren verurteilt worden. 2012 erfolgte eine bedingte Entlassung. Ab März 2013 stand er in Kontakt mit Marie. In der Nacht vom 14. Mai 2013 erdrosselte der Mann die junge Frau.

Das Kantonsgericht Waadt bestätigte die Verurteilung zu einer lebenslänglichen Freiheitsstrafe und die lebenslängliche Verwahrung. In einem Entscheid vom 26. Februar hat das Bundesgericht die Beschwerde des Mörders im Punkt der lebenslänglichen Verwahrung gutgeheissen.

Das Kantonsgericht ist gemäss Bundesgericht fälschlicherweise davon ausgegangen, dass beide Gutachter den Verurteilten für dauerhaft untherapierbar hielten. Einer der Gutachter habe dies nicht ausdrücklich festgestellt. (cma/sda)

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17Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • redeye70 07.03.2018 18:54
    Highlight Highlight Sind diejenigen die diese Gutachten stellen auch jene, die dann solche Typen „therapieren“ dürfen?
  • RatioRegat 07.03.2018 17:46
    Highlight Highlight Zur Klarstellung:
    Dass das Bundesgericht die lebenslängliche Verwahrung nach Art. 64 Abs. 1bis StGB verneint hat, bedeutet nicht, dass er gar nicht verwahrt wird.

    Stattdessen dürfte er nach Art. 64 Abs. 1 StGB verwahrt werden, was im Ergebnis auf dasselbe hinauslaufen wird, nur dass er alle paar Jahre ein Überprüfungsgesuch stellen kann.

    Und diese Gesuche werden mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit alle paar Jahre abgelehnt - bis an sein Lebensende oder kurz davor, wenn er so gebrechlich ist, dass von ihm keine Gefahr mehr ausgeht.
  • Fulehung1950 07.03.2018 15:37
    Highlight Highlight Man hat 2004 die zwei Gutachter in die BV aufgenommen. Aus meiner Sicht wurde damals die EMRK, der ich die Schweiz. Rechtssprechung unterstellt wissen will, falsch interpretiert.

    Es geht um Art. 3, welcher unmenschliche Behandlung untersagt, und Art. 5, wonach jeder Inhaftierte die Rechtmässigkeit seiner Haft überprüfen lassen kann.

    Verwahrung in einer geschlossenen Anstalt stellt keine unmenschliche Behandlung dar; die Rechtmässigkeit seiner Haft überprüfen zu lassen ist ebenfalls gewahrt.

    So schützt das BGer die Gemeinschaft nicht und zurück zu „Rübe ab“ will ja hoffentlich niemand.
    • Astrogator 07.03.2018 17:35
      Highlight Highlight Es gibt immer noch die so genannte "kleine Verwahrung" bei der alle 5 Jahre der Zustand des Verwahrten geprüft wird. Er wird also voraussichtlich auch so nicht mehr frei kommen.
      Es zeigt aber gut wie sinnlos populistische Initiativen sind.
  • Fly Baby 07.03.2018 14:53
    Highlight Highlight Es war sein zweiter Mord, im Freigang, das sollte doch reichen für eine Verwahrung.
    • satyros 07.03.2018 15:18
      Highlight Highlight Gehe davon aus, dass das Urteil ans waadtländer Obergericht zurückgewiesen wurde und er im neuen Verfahren, das sich auf diese Frage beschränkt, genau das bekommen wird. Einfach keine lebenslängliche, was aber in der Praxis keinen Unterschied machen wird. Der kommt nie mehr raus.
    • roger_dodger 07.03.2018 17:23
      Highlight Highlight Nach zwölf Jahren Knast und Therapie folgt der zweite Mord,. Wie absolut weltfremd muss man sein anzunehmen, man könnte diese Person therapieren? Wenn er wieder frei kommt folgt der nächste Mord, garantiert.
    • LouisvanGaal 07.03.2018 18:09
      Highlight Highlight Er wird ja regulär verwahrt. Zudem bereits zu lebenslänglicher Haft verurteilt. Die ganze Unterscheidung zwischen "normaler" und lebenslänglicher Verwahrung ist in den meisten Fällen eine reine dogmatische Formalität. Und bevor ein Shitstorm ausbricht: Ich bin Jurist, ich weiss schon in etwa, von was ich schreibe ;)
    Weitere Antworten anzeigen
  • Armend Krasniqi 07.03.2018 13:26
    Highlight Highlight Ist ja auch ganz ein Armer mit schwerer Kindheit und und überhaupt wie kann man es solch einer Person zumuten eingesperrt zu bleiben 😥😥
    • satyros 07.03.2018 14:46
      Highlight Highlight Den Teil mit der lebenslänglichen Freiheitsstrafe hast Du wohl überlesen. Und wo etwas zu seiner Kindheit steht, ist mir nicht aufgefallen. Wenn im Gesetz steht, es brauche zwei unabhängige Gutachten, dann braucht es zwei unabhängige Gutachten. Egal, wer der Beschuldigte ist und was er gemacht hat.
    • Fly Baby 07.03.2018 15:11
      Highlight Highlight @satyros kaum hatte er die Gelegeheit dazu, hat er erneut gemordet. Und so jemand soll therapierbar sein?
    • Armend Krasniqi 07.03.2018 15:24
      Highlight Highlight Zynismus/Sarkasmus scheint dir nicht bekannt zu sein.
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Sie wollte Aufmerksamkeit: Die Basler Kindsmörderin tötete nicht im Affekt

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