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FILE - In this July 28, 2012, file photo, fireworks illuminate the sky over the Olympic Stadium during Opening Ceremonies at the 2012 Summer Olympics in London. Always splashy affairs, the parade of athletes this time around will take place Friday night, Aug. 5, 2016,  at Maracana Stadium with a country-by-country show of fashion, along with speeches, flag-raising and the lighting of the Olympic cauldron. The idea is to showcase the host country's culture, something that has earned oohhs and aahhs through time, usually also accompanied by some head-scratching as traditions and history play out. (AP Photo/Mark J. Terrill, File)

So bombastisch war das Feuerwerk bei der Eröffnungsfeier 2012 in London. Bild: AP/AP

«Vereint durch Emotionen» – die olympische Eröffnungsfeier wird für einmal etwas anders

Die Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in Tokio, die heute ab 13.00 Uhr über die Bühne geht, wird etwas anders als bei früheren Austragungen – nicht nur wegen der Corona-Pandemie, sondern auch wegen Neuerungen des IOC.



Gemäss japanischen Medienberichten wird die rund dreieinhalbstündige Show dem Motto «vereint durch Emotionen» folgen und «fantastische Tänze» sowie Elemente der japanischen traditionellen Kultur wie den «Matsuri», ausgelassene Volksfeste, enthalten. Die Feier wolle das «wa» vermitteln, das für Harmonie und Japan steht. Es wird zugleich erwartet, dass es eine den besonderen Umständen durch die Corona-Pandemie entsprechende schlichte Darbietung werden wird.

In Japan gehen sie davon aus, dass Kaiser Naruhito die Spiele vor lediglich rund 950 VIPs für eröffnet erklären wird. Am Vortag der Eröffnung empfing er IOC-Chef Thomas Bach in seinem Palast. Es sei «nicht einfach», die Spiele mit strikten Corona-Massnahmen zu veranstalten, sagte der Monarch und drückte gegenüber Bach seinen «tiefen Respekt» für die Arbeit aus.

So war die Eröffnungsfeier 2016 in Rio:

Das Konzept der wegen Corona um ein Jahr verschobenen Spiele lautet «Einheit in Vielfalt». Es soll die Wichtigkeit betont werden, die Unterschiede der Menschen wie Geschlecht, Religion und jeweiligen Fähigkeiten zu akzeptieren. Das IOC passte deshalb den olympischen Eid an.

Parmelin einer der wenigen Politiker

Aus demselben Grund werden auch zum ersten Mal je eine Athletin und ein Athlet pro Delegation als Fahnenträger amten. Für die Schweiz tragen Mujinga Kambundji und Max Heinzer die Flagge ins fast leere Olympiastadion. Die offizielle Schweiz wird durch Bundespräsident Guy Parmelin vertreten, der als einer der wenigen Politiker nach Japan reiste. Prominentester Staatschef aus dem Ausland vor Ort dürfte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron sein.

«Sehr emotional» werde die Eröffnungsfeier für ihn werden, beteuerte derweil Thomas Bach einen Tag vor dem Einmarsch der 204 teilnehmenden Nationen. Das erste Mal seit Beginn der Pandemie sei dann «die ganze Welt an einem Ort». Nach den Herausforderungen sagte der Deutsche mit Blick auf die Eröffnungsfeier: «Wenn man am 23. Juli einige Steine fallen hört, dann kommen sie vielleicht von meinem Herzen.»

Personeller Wirbel

Im Vorfeld gab es rund um die Eröffnungsfeier viel Wirbel in Japan. Führenden Mitgliedern des Kreativ-Teams wurden plötzlich jahrzehntealte Verfehlungen zum Verhängnis. Nur einen Tag vor der Zeremonie entliessen die Organisatoren den populären Kreativdirektor der Feier, Kentaro Kobayashi (48). Anlass war ein plötzlich im Internet aufgetauchter Videoclip von einem Sketch von 1998, in dem er als junger Komiker einen Witz über den Holocaust riss.

epa09357840 Pedestrians walk past a huge display showing news report about the Tokyo 2020 Organising Committee sacking of Tokyo Olympic Opening Ceremony director Kentaro Kobayashi, in Tokyo, Japan, 22 July 2021. Just a day before the opening ceremony is due to be held, the organizing committee of the Tokyo 2020 Olympic and Paralympic Games decided to sack Kentaro Kobayashi, director of the opening and closing ceremonies, after footage from the late 1990s recently emerged of a skit in which he appears making jokes about the Holocaust.  EPA/KIMIMASA MAYAMA

Bild: keystone

Nur Tage zuvor musste auch der Komponist der Eröffnungsfeier, Keigo Oyamada (52), zurücktreten. Ihm wurde Mobbing während der Schulzeit zum Verhängnis. Bereits im März hatte sich der damals Verantwortliche Hiroshi Sasaki wegen erniedrigender Äusserungen über eine japanische Entertainerin zurückgezogen. (pre/sda)

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Die Schweizer Fahnenträger bei Olympia

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Die Schweizer Fahnenträger bei Olympia
quelle: keystone / laurent gillieron
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Das passiert mit den Olympia-Städten nach den Spielen

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