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Der Mörder von Moderatorin Marinowa muss für 30 Jahre ins Gefängnis



Ein halbes Jahr nach dem Mord an der bulgarischen Journalistin Viktoria Marinowa ist der Angeklagte zu 30 Jahren Haft verurteilt worden. Ein Gericht der nordbulgarischen Stadt Ruse sprach den Mann schuldig, die TV-Moderatorin vergewaltigt und ermordet zu haben.

epa07077515 An undated handout photo made available by TVN on 07 October 2018 shows late 30-year-old's journalist Viktoria Marinova at a local television station, TVN in the town of Ruse, Bulgaria. The body of Viktoria Marinova was found in a park in the northern city of Ruse, near the River Danube on 06 October 2018. .  EPA/TVN RUSE / HANDOUT  HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Viktoria Marinowa. Bild: EPA/TVN RUSE

Der 21-Jährige, der nach der Tat in Deutschland gefasst worden war, hatte sich vor dem Urteil am Montag schuldig bekannt und vermied damit eine lebenslange Haftstrafe.

Der Mord an der Journalistin hatte international Entsetzen ausgelöst. Der Täter hatte Marinowa im vergangenen Oktober am Ufer der Donau angegriffen, als die Journalistin joggen war. Der unter Alkoholeinfluss stehende Mann vergewaltigte und tötete die Moderatorin. Drei Tage später wurde er im niedersächsischen Stade festgenommen, wo er sich bei Verwandten aufhielt.

Der Staatsanwaltschaft zufolge lagen der Tat «sexuelle Motive» zugrunde und nicht der Beruf des Opfers. Die 30-Jährige arbeitete als Moderatorin für den Lokalsender TVN, der wenige Tage vor ihrer Ermordung ihre Interviews mit zwei investigativen Journalisten ausgestrahlt hatte. Die Reporter berichteten über ihre Recherchen zur mutmasslichen Veruntreuung von EU-Geldern in Bulgarien durch Geschäftsleute und Politiker. (sda/afp)

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Fall Khashoggi: Ein Mord mit politischen Konzequenzen

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    Alle Leser-Kommentare
  • Gregor Hast 24.04.2019 15:27
    Highlight Highlight Leider bringt der Gefängnisaufenthalt die Dame auch nicht mehr zurück. Für ihre Angehörigen allerdings ist dies eine Genutuung, dass es irgendwo da draussen doch noch eine Art Gerechtigkeit gibt. Ob er das von sich aus getan oder beauftragt wurde - wird wohl nie ans Tageslicht kommen. Trotzdem ist diese Strafe mehr als gerechtfertigt.
  • H. L. 23.04.2019 10:51
    Highlight Highlight Ich glaube nicht, dass der Mord nicht mit ihren Recherchen in Verbindung steht. Um die Pressefreiheit in Bulgarien steht es alles andere als gut. Schade, dass sie für ihre wertvolle Arbeit scheinbar mit ihrem Leben bezahlen musste.

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