Zahl der Masernfälle steigt

09.02.17, 11:20

Die Masern breiten sich aus. Allein seit Anfang Jahr sind in der Schweiz 21 Personen erkrankt. Betroffen sind Kinder und Erwachsene in allen Landesteilen.

Zum Vergleich: Im ganzen Vorjahr wurden 70 Fälle verzeichnet, 2015 waren es lediglich 36 Masernfälle, 2014 gar nur deren 22. Betroffen von der jüngsten Ausbreitung der Infektionskrankheit sind mehrere Kantone, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Donnerstag mitteilte. Gemeldet wurden Fälle aus den Kantonen Tessin, Graubünden, Freiburg, Solothurn, St. Gallen und Zürich.

Einige Infektionen seien während der Ferienzeit aufgetreten, schreibt das BAG. Da dann viele Leute unterwegs seien, sei das Übertragungsrisiko in der ganzen Schweiz angestiegen.

Hoch ansteckend

Die Masern gelten als eine der ansteckendsten Infektionskrankheiten. Eine komplikationsfreie Masernerkrankung dauert fünf bis zehn Tage. Treten Komplikationen auf, kann die Krankheit mehrere Wochen oder sogar Monate dauern. Die häufigste schwerwiegende Folge ist eine Lungenentzündung. In Europa kommt es zu einem Todesfall pro 3000 gemeldeter Masernfälle.

Das BAG ruft aufgrund der neuesten Entwicklung zur Kontrolle des eigenen Impfstatus auf. Ein vollständiger Schutz besteht erst nach zwei Impfdosen, ruft das BAG in Erinnerung. Wer mit Fieber und roten Flecken erkranke, solle telefonisch einen Arzt konsultieren. Nach einem Kontakt mit einer an Masern erkrankten Person könne man sich noch innerhalb von 72 Stunden nachimpfen lassen.

Elimination verzögert sich

Eigentlich sollten die Masern in der Schweiz bereits ausgerottet sein. Mit einer Nationalen Strategie wollte der Bund die Masern bis Ende 2015 besiegen. Mitte Februar soll ein Bericht zur Umsetzung der Strategie veröffentlicht werden. (sda)

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
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    Alle Leser-Kommentare
  • MaTalk 11.02.2017 06:43
    Highlight Es wird gerne und häufig klassifiziert. Trotzdem besteht die Menscheit nicht nur aus Impfgegnern und Befürwortern. Ich gehöre zu keiner der Gruppen. Vorliegend darf man sich die Frage stellen, warum trotz der hohen Impfrate die Problematik der Masern offenbar eher zunimmt. Eine mögliche Antwort habe ich hier gefunden: https://www.zentrum-der-gesundheit.de/impfung-gegen-masern-ia.html
    Fehlender Nestschutz wegen geimpfter Mütter führt dazu, dass Säuglinge Masern kriegen. Vor den Impfprogrammen steckte man sich erst in der Schule an. Ev. waren aber Babys noch nicht so oft in der Kita? Fakten her!
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