Formel 1
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03.10.2014; Suzuka; Formel 1 - Training GP Suzuka 2014;
Monisha Kaltenborn (AUT) Sauber Teamchefin und Giedo van der Garde (NDL) Sauber Test- und Reservefahrer (Sutton/freshfocus)

Wer zahlt Van der Garde aus? Die Einigung wird dem Sauber-Team finanzielle Schmerzen bereiten.  Bild: Sutton/freshfocus

Einigung im Cockpit-Streit – Sauber zahlt van der Garde 15 Millionen Euro

Sauber und Giedo van der Garde haben ihren Rechtsstreit offenbar beigelegt. Das Schweizer Formel-1-Rennstall zahlt dem holländischen Piloten 15 Millionen Euro, damit er nicht weiter gegen das Team vor Gericht zieht.



Der Rechtsstreit zwischen Sauber und Giedo van der Garde ist offenbar aussergerichtlich beendet worden. Wie der renommierte Formel-1-Blogger Adam Cooper berichtet, haben sich das Team und der Holländer auf eine Zahlung in Höhe von rund 15 Millionen Euro geeinigt.

Van der Garde verzichtet somit darauf, seinen Anspruch auf ein Renncockpit gerichtlich geltend zu machen. Das Geld soll über die Credit Suisse innerhalb der nächsten zwei Tage auf sein Konto transferiert werden, berichtet motorsport-magazin.com.

Ein offizielles Statement von Sauber gibt es noch nicht. Das Management von van der Garde wird sich gemäss «De Telegraaf» bis am Donnerstag dazu äussern.

Woher hat Sauber das Geld?

Es ist davon auszugehen, dass Millionen-Zahlung Beträge beinhaltet, die van der Garde und seine Entourage für den Platz im Sauber-Cockpit bereits bezahlt haben. Wie das finanziell angeschlagene Sauber-Team die 15 Millionen Euro aufbringt, ist noch unklar und sorgt für grosse Verwunderung. Momentan wird spekuliert, dass die Sponsoren von Marcus Ericsson und Felipe Nasr das Geld einschiessen. Auch ein Engagement von Peter Sauber persönlich wird für möglich gehalten.

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Das Sauber-Team hatte vor dem Saisonstart wie drei weitere Teams um einen Vorschuss aus dem Vermarktungstopf gebeten, um die Reise nach Melbourne überhaupt antreten zu können. Formel-1-Boss Bernie Ecclestone half den Teams mit jeweils zehn Millionen Euro aus. Das Geld musste aber sogleich wieder ausgegeben werden, um offene Rechnungen – beispielsweise bei Reifenlieferant Pirelli – zu bezahlen.

Die Protagonisten im Sauber-Knatsch

Was plant Ecclestone mit Boekhoorn?

Für van der Garde endet mit dem Cockpit-Verzicht ein grosses Missverständnis. Der 29-jährige Holländer war in der letzten Saison Testfahrer bei Sauber und schloss mit dem Team einen Vertrag als Stammfahrer für die Saison 2015 ab. Kolportierte zehn bis zwölf Millionen Euro soll Marcel Boekhoorn, Sponsor und Schiegervater des Holländers, dafür an Sauber überwiesen haben.

Sauber entschied sich später jedoch dazu, mit Marcus Ericsson und Felipe Nasr zwei Fahrer unter Vertrag zu nehmen, die über eine noch höhere finanzielle Mitgift verfügen. Je 20 Millionen Franken sollen die beiden Piloten eingeschossen haben.

15.03.2015; Melbourne; Formel1 -  GP Australien;
Marcus Ericsson (SWE) Sauber and Felipe Nasr (BRA) 
(Daniel Kalisz/Sutton Images/freshfocus)

Im ersten Rennen haben Ericsson (l.) und Nasr mit den Rängen 8 und 5 bereits 14 Punkte für das Sauber-Team eingefahren. Bild: Sutton Motorsport Images

Van der Garde klagte seinen Sitz im Cockpit daraufhin vor einem Schweizer Gericht ein. In der vergangenen Woche gab ihm auch ein Gericht in Australien Recht. Erst ein Startverzicht von van der Garde vor dem Qualifying verhinderte, dass die Situation komplett aus den Fugen geriet.

Bei der Einigung der beiden Parteien soll auch Bernie Ecclestone seine Finger im Spiel haben. Der Formel-1-Boss soll sich am vergangenen Wochenende mit Van-der-Garde-Investor Boekhoorn getroffen und vermittelt haben. Holländische Medien hoffen noch immer, dass der Bekleidungsunternehmer Anteile des Sauber-Teams übernehmen wird. (pre)

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2Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Valentin A.Vieli 17.03.2015 15:51
    Highlight Highlight Sauber wird kaum aus der Privatschatulle 15 Mio zahlen können, wenn das Betreibungsregister gegen den Rennstall in Hinwil immer noch randvoll ist. Die Sponsoren von Nasr und Ericsson wohl auch nicht, sie haben für IHRE Fahrer bereits 20 Mio. eingebracht. Könnte Ecclestone der "liebe Mann" sein. Blocher könnte ja locker mal eisteigen und endlich etwas Gutes für die Schweizer Wirtschaft tun. Er hat soviel von diffusen Geschäften profitiert. Der Kauf der Emserwerke für damals 20 Mio (mit Kredit) war ein fieser Deal gegenüber Besitzerfamilie. Das Werk, die Immobilien hatten einen Wert von 100 Mio.
  • herschweizer 17.03.2015 14:06
    Highlight Highlight Gut, ich höre auf Lotto zu spielen

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