Billag
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Gregor Rutz, SVP-ZH, und Natalie Rickli, SVP-ZH, sprechen an der Herbstsession der Eidgenoessischen Raete, am Mittwoch, 21. September 2016, im Nationalrat in Bern. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Zwei der pointiertesten SRG-Kritiker in der Volkspartei: Gregor Rutz und Natalie Rickli. Bild: KEYSTONE

Die SVP im No-Billag-Dilemma: «Pest oder Cholera»

Ob die SVP die Initiative zur Abschaffung der TV-Gebühren unterstützt, dürfte für deren Erfolgschancen entscheidend sein. Doch die Partei tut sich schwer mit einer Entscheidung. Am Dienstag werden in Zürich erste Weichen gestellt.



Nun steht fest, worüber schon seit geraumer Zeit spekuliert wurde: Die No-Billag-Initiative kommt im März an die Urne. Dies gab der Bundesrat heute bekannt. Klar ist auch: Von den Parteien dürfen sich die Initianten wenig Unterstützung erhoffen. SP, Grüne, CVP, FDP, BDP und GLP werden mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit die Nein-Parole beschliessen.

«Je länger ich hier zuhöre, desto mehr bin ich versucht, dieser Initiative zuzustimmen.»

Toni Brunner, Ex-SVP-Chef

Nun richten sich alle Augen auf die SVP. Denn aus den Reihen der Volkspartei kamen bislang gemischte Signale. «Eigentlich war ich nie ein besonderer Freund dieser No-Billag-Initiative», sagte etwa Ex-Parteichef Toni Brunner in der Herbstsession im Nationalrat. «Aber je länger ich hier zuhöre, desto mehr bin ich versucht, dieser Initiative zuzustimmen.»

Fraktionschef Adrian Amstutz räumte in derselben Debatte ein: «Wir sind im Dilemma in der SVP.» Eine Parole zur No-Billag-Initiative zu fassen, sei eine Entscheidung zwischen «Pech oder Schwefel», «Pest oder Cholera». Die Partei hatte im Parlament als «Mittelweg» einen Gegenvorschlag zur Halbierung der Gebühren beliebt gemacht – dieser blieb jedoch chancenlos.

Ob die SVP in der Konsequenz die Ja-Parole beschliesst, wie dies mehrere Exponenten im Rat angedroht hatten, ist allerdings noch offen. Denn medienpolitisch zieht sich ein Graben durch die Partei. Während sich im Nationalrat 39 SVP-Exponenten dafür aussprachen, die Initiative zur Annahme zu empfehlen, konnten sich 21 weitere nicht dazu durchringen, den entsprechenden Knopf zu drücken.

«Mir geht No Billag zu weit, da die SRG Aufgaben wahrnimmt, die private Sender nicht im gleichen Ausmass erfüllen könnten.»

Werner Salzmann, Berner SVP-Nationalrat

13 Fraktionsmitglieder enthielten sich, acht weitere plädierten für ein Nein. Zu den Gegnern der Initiative zählen zahlreiche Romands, aber auch Deutschschweizer Exponenten wie der Berner Nationalrat Werner Salzmann. Er sagt: «Mir geht No Billag zu weit, da die SRG Aufgaben wahrnimmt, die private Sender nicht im gleichen Ausmass erfüllen könnten.»

Werner Salzmann (SVP/BE) waehrend den  Beratungen ueber den Voranschlag 2016 am Donnerstag, 3. Dezember 2015 im Nationalrat in Bern. (KEYSTONE/Lukas Lehmann)

Werner Salzmann ist kein Fan von No Billag. Bild: KEYSTONE

Mit der heutigen Situation sei er allerdings auch nicht glücklich. Insbesondere die Gebührenpflicht für Unternehmen steht für ihn «quer in der Landschaft». «Wir werden in der SVP darüber diskutieren müssen, wie wir mit dieser unbefriedigenden Situation umgehen.»

Eine erste Weichenstellung erfolgt nächsten Dienstag. Dann hält die Zürcher Kantonalpartei ihre Delegiertenversammlung ab, die Parole zu No Billag ist der dritte Punkt auf der Traktandenliste. Auf nationaler Ebene wird sich die Partei wohl erst im Januar definitiv auf eine Position festlegen.

«Die Delegierten müssen entscheiden, ob für sie ein staatlicher Moloch oder ein kompletter Verzicht auf einen medialen Service public das geringere Übel ist.»

Albert Rösti, SVP-Präsident

Parteipräsident Albert Rösti erwartet «spannende Diskussionen» an der Delegiertenversammlung: «Die Haltung der SVP ist klar: Wir wollen das Budget der SRG reduzieren. Ebenso klar ist für uns aber, dass es nicht zielführend ist, den Sprachregionen die Unterstützung komplett zu entziehen.»

SVP-Nationalrat und Parteipraesident Albert Roesti, BE, aeussert sich an einer Medienkonferenz zur

Parteipräsident Albert Rösti stimmte im Rat für die Initiative. Bild: KEYSTONE

Es werde an den Delegierten sein, diesen Konflikt zu lösen. «Sie müssen entscheiden, ob für sie ein staatlicher Moloch oder ein kompletter Verzicht auf einen medialen Service public das geringere Übel ist.» Rösti selber drückte im Nationalrat den Knopf für ein Ja zu No Billag.

«So parolentreu die SVP-Wähler sonst sein mögen, so sehr liegen ihnen Institutionen wie die Post, die Swisscom oder eben vielleicht auch die SRG am Herzen.»

Louis Perron, Politologe

Politologe Louis Perron spricht von einer «Knacknuss» für die grösste Partei der Schweiz: «Einerseits profiliert sich die SVP seit Jahren erfolgreich als scharfe Kritikerin der SRG. Andererseits könnte es auch den eigenen Wählern in den falschen Hals geraten, wenn die Partei eine so urschweizerische Institution einfach zerschlagen wollte.» Gerade in ländlichen Gegenden könnte dies schlecht ankommen, vermutet der Politikberater.

Viele Beobachter gehen davon aus, dass eine Ja-Parole der SVP die Chancen des Begehrens auf einen Schlag markant erhöhen würde. Perron ist allerdings skeptisch: «So parolentreu die SVP-Wähler sonst sein mögen, so sehr liegen ihnen Institutionen wie die Post, die Swisscom oder eben vielleicht auch die SRG am Herzen.» In Service-public-Fragen stimmten sie deshalb häufig eher mit dem Gewerkschaftsbund als gemäss der Weisung aus Herrliberg.

Gebühren sinkt – 1 Franken pro Tag

Der Bundesrat legte in seiner heutigen Sitzung nicht nur den Abstimmungstermin für die No-Billag-Initiative fest. Zeitgleich gab er auch bekannt, dass die Radio- und TV-Gebühr per 2019 deutlich sinken soll – von heute 451 auf neu 365 Franken pro Jahr. Grundlage dafür ist das neue Radio- und TV-Gesetz, das das Schweizer Stimmvolk vor zwei Jahren hauchdünn angenommen hatte. Es bewirkt, dass künftig auch Haushalte ohne Radio- oder TV-Gerät die Empfangsgebühr bezahlen müssen.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Schneider Alex 20.10.2017 06:49
    Highlight Highlight Entwicklung der SRG-Gebühreneinnahmen und Service public

    Von 1987 bis 1990 betrugen die SRG-Gebühren Fr. 279.60, 2017 sind es Fr. 451.10, also plus 61,3 Prozent. Der Index der Konsumentenpreise stieg von 1987 bis 2017 aber nur um 43 Prozent. Zudem hat die Bevölkerungszahl von 1987 bis 2016 um 1,87 Mio oder 29 Prozent zugenommen. Die Gebühreneinnahmen der SRG betrugen 2016 1,3 Mia CHF. Das ist rund das Doppelte von 1987. Damit konnte im Laufe der Jahre eine grosse Programmausweitung finanziert werden, obwohl die zusätzlichen Nutzer keine zusätzlichen Kosten für die SRG verursachten!
    • Daniel Brunner (1) 20.10.2017 09:38
      Highlight Highlight Geduld ist angesagt, ab 2019 wird es deutlich günstiger, dann sind die Gebühren unter dem Index.
    • Schneider Alex 21.10.2017 06:48
      Highlight Highlight Aber die gesamten Gebühreneinnahmen gehen nicht zurück! Die Diskussion über die Höhe der Gebühreneinnahmen und die Programminhalte war in den letzten Jahrzehnten in der breiten Öffentlichkeit inexistent.
  • Lusch 18.10.2017 16:23
    Highlight Highlight Diese Initiative ist ein massiver Angriff auf die Pressefreiheit in diesem Land, eine Annahme derselben entspräche einem Supergau!
  • patnuk 18.10.2017 15:10
    Highlight Highlight 60 Millionen chf erhalten die privaten Radio und Fernsehsender heute mit der Billag Gebühren, zusätzliche Millionen für private Unternehmen die sich für Kultur und Unterhaltung einsetzten. Es geht um das überleben diese Privatsender wie zum Beispiel die Stationen in Biel die 2 Sprachig senden, ohne diese Gebühren werden zig Radio und Fernsehstationen dicht machen, die heutige Medienvielfalt in der Schweiz hat damit ein Ende.
    Mit No Billag geht es nicht um SRG sondern um die Finanzierung und ein neues Monopol der rechten Szene.
  • The_ugly_truth 18.10.2017 15:03
    Highlight Highlight Ich bin gegen die Initiative. Aber: Sendungen wie die Tagesschau, das Wetter, der Samstagjass usw. würde es bei einer Annahme auch in Zukunft von privaten CH-Anbietern geben, weil diese Formate hohe Quoten bringen und sich easy refinanzieren lassen. Das Problem ist, dass wahrscheinlich die Qualität sinken würde und die Abhängigkeit von den Geldgebern steigt. Auch die Sprachminderheiten lassen sich zudem kaum rentabel mit hochwertigen Infos beliefern.

    Es wäre ein Kompromis gefragt gewesen. Aber der Nationalrat hat es verbockt, und jetzt kriegt man halt die Quittung.
    • Hoopsie 18.10.2017 22:41
      Highlight Highlight Glaube ich nicht, dass es zB. einen Samstigjass geben würde. Wenn ja, warum gibt es ihn dann jetzt noch nicht. Zum Beispiel ein Freitagsjass?
      Es gibt in der Schweiz keine Chance gutes TV per Werbung zu finanzieren. Null, Zero, Nada. Wenn die SRG weg ist, werden einfach die internationalen Konzerne das "Vakuum" füllen. Und glaubt ja nicht, dass Netflix einen Rappen in Schweizer Inhalte investieren wird. Die Werbegelder würden auch nicht zu Tele Züri wandern, sondern ins Ausland zu Facebook oder Google. Wir würden einen Kahlschlag der elektronischen Medien erleben. Wäre unglaublich schade!
  • Lowend 18.10.2017 14:59
    Highlight Highlight Es ist für mich ein Rätsel, warum diese Partei, die die Schweiz angeblich so toll findet, dauernd alles schlecht redet, um die Schweiz, wie wir sie kennen, in den Grundfesten zu erschüttern, um sie dann nach ihrem Willen umzubauen?

    Die Billag Initiative ist genau ein solches destruktives Anliegen, dass unsere gesamte Medienlandschaft umpflügen würde und am Schluss nur Verlierer zurücklässt, denn glaubt wirklich noch einer, dass die Privaten die Sache günstiger produzieren, oder dass Qualität und Ausgewogenheit bei total privatisierten Medien auch nur ansatzweise eine Chance hätten?
  • Tolot 18.10.2017 13:29
    Highlight Highlight Wenn Bachelor und Co. das Niveau ist, welches uns ohne Billag und SRF erwartet, dann dürfen es sogar noch ein paar Franken mehr sein für die öffentlich Rechtlichen!
  • häfi der Spinat 18.10.2017 13:24
    Highlight Highlight Stimmt es, das der Gegenvorschlag (200 Stutz) vom Parlament abgelehnt wurde, weil diei Gefahr bestand, das er angenommen würde?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Wilson_Wilson 18.10.2017 13:05
    Highlight Highlight Erneut interessiert sich die SVP nicht für eine Initiative an sich, sondern wie sie den grössten Vorteil daraus ziehen könnte.

    Das ganze zeigt auch, wie SVP-Wähler funktionieren. Ein Beispiel: Man wählt SVP. Die Partei treibt die Privatisierung der Post voran. Und die Wähler nerven sich dann, weil in ihrem 500-Einwohner-Dörfchen niemand mehr acht Stunden am Tag in der Poststelle höckelt, um einen B-Post-Brief entgegenzunehmen und ein Schwatz zu halten.

    Und bei den nächsten Wahlen wird wieder SVP eingeworfen.
  • Spiessvogel 18.10.2017 12:49
    Highlight Highlight Einen Vorgeschmack auf No Billag gibt Thomas Matters Facebook-Video über das Aussehen der JUSO-Chefin Tamara Funiciello. So geschmacklos tief ist noch keine Sendung der SRG gefallen.
    • Roterriese 19.10.2017 12:37
      Highlight Highlight Wer austeilt, muss auch einstecken können.
  • Therealmonti 18.10.2017 12:26
    Highlight Highlight Die Radio- und Fernsehgebühr ist obligatorisch für alle. Das schleckt keine Geiss weg. Also ist sie nichts anderes als eine Steuer. Eine Steuer kann der Staat einziehen. Dazu braucht es keine Billag. Schafft die Billag ab! So spart man einen ganzen Millionen-Apparat.
    • reaper54 18.10.2017 13:54
      Highlight Highlight Die Firma Billag hat den Auftrag verloren, das wird eine andere Firma übernehmen. Aber Hauptsache hier gross rummotzen...
    • Snowy 18.10.2017 14:15
    • Therealmonti 19.10.2017 03:01
      Highlight Highlight @reaper54. Um eine Steuer einzufordern, braucht es weder eine Billig noch sonst eine Firma. Da genügt die Steuererklärung, wo das Steueramt allenfalls ein Feldchen einfügen muss, das man ankreuzen kann.
    Weitere Antworten anzeigen
  • glointhegreat 18.10.2017 12:25
    Highlight Highlight Ganz klar wurde der Mittelweg abgelehnt um jetzt auch eine totale No Billag beim Volk zu verhindern. Der Mittelweg wäre ziemlich sicher angenommen worden und die Gelder wären gekürzt worden. Jetzt kann die SRG weiter alles verprassen und die Billag teure Verwaltungsräte beschäftigen. Viele werden denken "lieber so als gar keine SRG mehr" Ganz ehrlich, wenn unsere teuren Politiker nichts besseres zu Stande bringen um dem Volk vorzulegen, für was braucht es sie dann noch? Ich fühle mich verarscht.... Immer mehr und ich bin aus meinem Umfeld nicht der einzige.
  • Thinktank 18.10.2017 12:25
    Highlight Highlight Jeder sollte mal SRF auf seiner Fernbedienung auf Platz 999 setzen und einen Monat nicht benutzen und dann entscheiden, ob ihm irgendwas fehlt, das er nicht anderswo auch erhält.
    • Hoopsie 18.10.2017 14:14
      Highlight Highlight Und wie ist es mit dem Radio und dem Web und dem Teletext? Das alles wäre von NoBillag auch betroffen!
    • Lusch 18.10.2017 16:28
      Highlight Highlight Aber das scheint sie ja nicht zu interessieren was verloren gehen würde! Ihre Infoquelle ist wahrscheinlich 20min und die ist gratis, warum wohl??
    • Roterriese 19.10.2017 12:38
      Highlight Highlight @Sportfan "Und wie ist es mit dem Radio und dem Web und dem Teletext? Das alles wäre von NoBillag auch betroffen!" Nutz ich alles nicht. Das Web gibt es auch ohne Bilag, die Seite von SRF nutz ich nicht.
  • El Vals del Obrero 18.10.2017 12:20
    Highlight Highlight «... ob für sie ein staatlicher Moloch oder ein kompletter Verzicht auf einen medialen Service public das geringere Übel ist.»

    Warum denn? Nur weil man immer solche Alles-Oder-Nichts-Initiaven macht. (Das ist eine Kritik an Rechts und in anderen Fällen auch an Links)

    Man hätte ja auch eine Initiave machen können, die z.B. die Anzahl Sender beschränkt oder Maximalgebühren festlegt oder die Werbung regelt oder inhaltliche Unterscheidungskriterien zum Privat-TV feslegt oder andere Stellschrauben.

    Aber das eignet sich halt schlechter für Boulevard und Stammtisch.
    • Pisti 18.10.2017 19:29
      Highlight Highlight Der Gegenvorschlag der SVP wurde ja abgelehtn. Ich glaube kaum dass No Billag angenommen wird, falls doch hat sich das Parlament aber gehörig verzockt.
  • praxis 18.10.2017 12:14
    Highlight Highlight Die No-Billag-Initiative ist viel zu extrem. In einer Demokratie braucht es zwingend öffentlich-rechtliche Sender, die eben alles bringen, darunter sind Dinge, die ich nicht so mag. Das ist ok so und muss so sein. Der No-Billag geht es zu sehr darum, den privaten Pay-TV-Schrott unters Volk zu jubeln. Die Aufgaben eines öffentlichen Senders kann kein Pay-per-View-Sender übernehmen, unmöglich.
    • bcZcity 18.10.2017 12:22
      Highlight Highlight Für „neutrale“ Berichterstattung braucht es nicht so viel Gebühren! Unterhaltungskram (Auch Fussball, den ich gerne schaue) kann man gegen Bezahlung anbieten. Ganz einfach!!
    • Silent_Revolution 18.10.2017 13:50
      Highlight Highlight Wenn die Billag eine Steuer sein soll, dann bitte. Aber wenn sie wie jetzt eine Gebühr darstellt, will ich gerne entscheiden können ob ich die Dienste nutze oder nicht.

      Die fadenscheinige Begründung : "Sie besitzen ein Empfangsgerät und könnten ja theoretisch" ist lächerlich. Verschlüsselt eure Sender bietet ein Abo an und die Gebühr ist gerechtfertigt, aber so wie jetzt nie und nimmer.

      Ich brauche die SRG weder für Informationen, Sport oder sonstige Unterhaltung und bezahle dafür separat. Sehe nicht ein weshalb ich also Billag bezahlen sollte, solange es lediglich eine Gebühr ist!
    • Rookie 18.10.2017 14:23
      Highlight Highlight Es fehlt die Definition des Leistungskatalogs, eine Begrenzung der durch Zuwanderung stetig steigenden Ausgaben sowie eine klare Abgrenzung was die Privaten Sender anbieten und wie weit (meist linkes) Staatsfernsehen gehen soll. Dass die SVP sich hier schwertut verstehe wer wolle...
  • walsi 18.10.2017 12:00
    Highlight Highlight Ich überleg mir gerade was die Alternative ist wenn die Gebühren abgeschafft werden? RTL2 und co. ! Dann doch lieber SRF.
    • TanookiStormtrooper 18.10.2017 12:32
      Highlight Highlight Die Alternative sind:
      3+ 4+ 5+
      US-Serien in Endlosschlaufe. Das ist billiger als selber produzieren.
      Teleshopping, Mike Shiva usw. Den ahnungslosen Trottel über den Tisch ziehen.
      Bauer sucht Frau, Bachelor... Damit selbst die grössten Assis sich überlegen fühlen.

      Dann gibt es noch TeleZüri, wo Gilli immer wieder der Quote wegen den momentan am lautesten Brüllenden SVP-Trottel (Glarner, Mörgeli, Heer,...) vor die Kamera zerrt.

      Eine Konsumentensendung à la Kassensturz gibts schon gar nicht, da springen sonst Werbekunden ab.
    • jMe 18.10.2017 12:49
      Highlight Highlight Gute Frage. Hmm.. ja gut, dann eben doch SRF. Ist aber ehrlich gesagt auch nicht gerade die positivste aller Resonanzen!
    • El Vals del Obrero 18.10.2017 12:51
      Highlight Highlight Noch schlimmer: z.B. BlocherTV vs. Tamedia-TV.

      Dann hätten wir die selbe Situation in den USA mit z.B. Vox und MSNBC.

      Jedem seine Filterblase, keine Kommunikation oder gegenseitiges Nachvollziehenkönnen zwischen verschiedenen Lagern mehr und noch mehr Polarisierung und noch mehr Einfluss des Geldes auf die Meinungen (wer das Geld hat, einen Sender zu betreiben, hat mehr politische Macht).
    Weitere Antworten anzeigen
  • Alex_Steiner 18.10.2017 11:47
    Highlight Highlight Sorry - aber ich will nur die Billag abschaffen. Die Radio- und Fernsehempfangsgebühren sollen einfach in die Steuern aufgenommen werden. Jetzt muss ja sowieso jeder einfach Billag bezahlen - also warum nicht in die Steuern aufnehmen?

    Ich will den Gebühreneintreiber nicht bezahlen. Das ist das einzige was mich stört.
    • Snowy 18.10.2017 12:24
      Highlight Highlight Haben wir nicht über genau das vor ein paar Jahren abgestimmt? und angenommen? Wird per 2019 (?) glaubs so gehandhabt.

      Ja, ich weiss könnnte googeln. Machs doch selber. ;-)
    • max bruppbacher 18.10.2017 12:30
      Highlight Highlight danke! aber ich glaube sie und ich sind die einzigen die das so wollen.. leider
    • seventhinkingsteps 18.10.2017 12:31
      Highlight Highlight Über das wurde doch schon mal abgestimmt?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Makatitom 18.10.2017 11:47
    Highlight Highlight Die SVP ist schon lange im Dilemma, und zwar im Dilemma, mit was für einer unnötigen Scheinititiative das Volk jetzt wieder beschäftigt werden könnte, so dass niemandem in den Sinn kommt, mal richtige Politik von denen zu verlangen. Bspw. dass sie mal etwas dagegen machen, dass die CH in sachen Arbeitnehmerschutz, zusammen mit der Ukraine und Ungarn in Europa das Schlusslicht bildet. Oder dass die Panama-papers endlich untersucht und die Steuerbetrüger zur Rechenschaft gezogen werden
    • rudolf_k 18.10.2017 12:42
      Highlight Highlight Da bin ich doch froh, kümmern sich sämtliche anderen Parteien rührend darum dass wir in der Schweiz so bald wie möglich 10 und dann 12 Millionen Menschen haben!
    • Makatitom 18.10.2017 13:51
      Highlight Highlight Was nicht so kommen wird, aber problemlos finanzierbar wäre, wenn die schlimmsten und schädlichsten Flüchtlinge, nämlich die Steuerflüchtlinge, auch endlich etwas genauer unter die Lupe genommen werden würden
    • Rookie 18.10.2017 14:26
      Highlight Highlight Steuerflüchtlinge? Studier einmal die Progressionskurve in der Schweiz und dann reden wir mal darüber wer prozentual wieviel der Steuern in der Schweiz trägt.
      Hint: Die Flüchtlinge aus Afrika sind es nicht...
    Weitere Antworten anzeigen
  • reaper54 18.10.2017 11:20
    Highlight Highlight Schade wurde ein Mittelweg abgelehnt. Denn weder die aktuelle Situation noch diese Initiative sind zukunftsorientierte Lösungen.
    Leider scheint es aktuell jedoch allgemein der Tenor zu sein nur noch extreme Positionen zu vertreten und Mittelwege abzulehnen.
    • seventhinkingsteps 18.10.2017 12:30
      Highlight Highlight Der "Mittelweg" hätte geheissen, dass Billag Gebühren für Unternehmen ganz wegfallen. Das ist alles andere als ein Mittelweg.
    • Madison Pierce 18.10.2017 13:33
      Highlight Highlight Ich mag die SRG eigentlich und höre viel Radio. Aber jetzt muss ich mich echt zusammenreissen, dem Parlament an der Urne nicht einen Denkzettel zu verpassen.

      Mit dem Gegenvorschlag hätte der Stimmbürger drei Varianten gehabt: Gebühren so belassen, Gebühren senken, keine Gebühren mehr. Aber nein, man pokert hoch: man hofft, das Volk werde keine Extremlösung wollen und deshalb die Initiative ablehnen.

      Werde mich dann wohl am besten der Stimme enthalten.
    • reaper54 18.10.2017 13:48
      Highlight Highlight @seventhinkingsteps 1. 3/4 der Unternehmen bezahlen ab 2019 sowieso keine Gebühr mehr...
      2. Die Ratsmitte hätte auch einen Vorschlag machen, oder mitdiskutieren können. Nur wollen sie am Status quo festhalten...
  • seventhinkingsteps 18.10.2017 11:17
    Highlight Highlight Wenn die SRG ein staatlicher Moloch ist, was ist dann die Armee?
    • Snowy 18.10.2017 12:21
      Highlight Highlight Finds immer wieder herrlich wie man sich über 40.- Autobahnvignette oder 400.- Mediengebühr unglaublich stark aufregen kann - im gleichen Atemzug aber Steuererleichterungen für Superreiche und die Unternehmenssteuerreform locker durchwinken kann...

      Die SVP gibt durch solche Scheingefechte vor die Partei des kleinen Mannes zu sein - wenns wirklich ums Geld geht, verhaltet sie sich exakt konträr.
    • Roterriese 18.10.2017 13:00
      Highlight Highlight Die Armee ist hier für die Sicherheit des Landes, was gewährleistet "Glanz&Gloria"?
    • seventhinkingsteps 18.10.2017 13:54
      Highlight Highlight @rotterriese

      Die Tagesschau gewährleistet aktuelle Berichterstattung, was gewährleistet ein sinnloser WK?
  • Snowy 18.10.2017 11:07
    Highlight Highlight Team SRG.

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