Gesellschaft & Politik
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Swiss People's Party (SVP) newly elected National Councillor Roger Koeppel waits for the swearing-in ceremony of the Swiss Parliament at the beginning of the winter parliament session in Bern, Switzerland November 30, 2015. REUTERS/Ruben Sprich

Seine Rechnung ist aufgegangen: SVP-Nationalrat Roger Köppel.
Bild: RUBEN SPRICH/REUTERS

Warum jeder Rülpser von Köppel und Blocher verbreitet wird? Weil Journis wie Finanzanalysten ticken

Die Empörungspolitik von Blocher, Köppel & Co. geht meistens auf, weil es dem Anreizsystem des Journalismus entgegenkommt. Eine Erklärung.



Der Fall Köppel/Sommaruga wirft einmal mehr die Frage auf: Warum reagieren die Medien auf jeden Rülpser eines politischen Flegels? Weshalb breiten sie nicht einfach den Mantel des Schweigens über den neuesten Holocaust-Unsinn von Blocher? Um diese Frage zu beantworten, braucht es ein bisschen Spieltheorie und eine Prise Psychologie.  

«Die Menschen reagieren auf Anreize.» So lautet der psychologische Grundsatz, der unser wirtschaftliches Handeln bestimmt. In der Ökonomie ist dieser Grundsatz deshalb allmächtig, Sigmund Freud und Adam Smith werden nie zusammenfinden.  

This undated image released courtesy of Brian Silver shows author and statistician Nate Silver in Tokyo. The 34-year-old statistician, unabashed numbers geek, author, and creator of the much-read FiveThirtyEight blog at the New York Times, correctly predicted the presidential winner in all 50 states, and almost all the Senate races. (AP Photo/Robert Gauldin)

Magier mit Zahlen: Nate Silver.
Bild: AP courtesy of Brian Silver

Wie ein Anreizsystem funktioniert, erklärt Nate Silver in seinem Buch «The Signal and the Noise» am Beispiel von Finanzanalysten. Silver hat die Resultate der US-Präsidentschaftswahlen 2012 exakt vorausgesagt und wurde damit weltberühmt. Sein Modell für die Analyse des Handelns von Finanzanalysten hat grosse Ähnlichkeit mit der Art und Weise, wie Journalisten ticken. Schauen wir es uns also an.

Finanzanalysten sind notorische Optimisten. Ihre Prognosen sehen meist steigende Märkte voraus. Diesem Optimismus liegt keine böse Absicht zugrunde, sondern Kalkül. Diese vier Szenarien zeigen, weshalb:

Warum Finanzanalysten Optimisten sind

  1. Der Analyst gibt eine optimistische Prognose, und der Markt steigt. Alle sind glücklich und verdienen Geld. Der Analyst erhält einen fetten Bonus und kauft sich einen Porsche.
  2. Der Analyst gibt eine optimistische Prognose ab, und der Markt crasht: Niemand ist glücklich. Bank und Kunden haben zwar viel Geld verloren, doch die anderen Analysten sind in der gleich misslichen Lage. Die Banken bauen Personal ab. Etwa ein Fünftel der Analysten wird entlassen. Der einzelne Analyst hat trotz Fehlprognose eine 80-Prozent Chance, seinen Job zu behalten. Der Porsche allerdings muss warten, bis der nächste Boom kommt.
  3. Der Analyst gibt eine pessimistische Prognose ab, und der Markt crasht tatsächlich. Der Analyst wird mit positiven Artikeln in der Finanzpresse belohnt. Was Boni betrifft, ist aber tote Hose. Niemand hat Geld verdient und die Nachfrage nach Genies ist beschränkt.
  4. Der Analyst gibt eine pessimistische Prognose ab, und der Markt boomt. Für den Analysten ist dieses Szenario ein Desaster. Bank und Kunden haben es verpasst, viel Geld zu verdienen und sind megasauer. Der Analyst wird gefeuert.

Fazit: Die Chancen, mit einer optimistischen Prognose falsch zu liegen sind etwa gleich hoch wie bei einer pessimistischen. Nicht aber die Konsequenzen. Mit einer optimistischen Prognose hat der Analyst sehr gute Chancen, ungeschoren davon zu kommen, auch wenn er falsch liegt. Mit einer pessimistischen setzt er seinen Job aufs Spiel.  

Kein Porsche, aber gleiches System

Wenden wir dieses Modell nun auf den Journalismus an. Auf Redaktionen werden zwar in der Regel keine Boni verteilt – der Porsche fällt leider weg – aber das Anreizsystem funktioniert sehr ähnlich.

  1. Wenn einer der Krawallbrüder zuschlägt und der Journalist rasch reagiert, dann hat er eine sehr hohe Einschaltquote und viele Kommentare. Das freut seine Vorgesetzten und stärkt das Selbstbewusstsein. Das Motzen von ein paar politisch Korrekten kann man getrost ignorieren.
  2. Verbreiten die Krawallbrüder warme Luft, die keine Wirkung zeigt – auch das kommt gelegentlich vor –, dann sind die Sanktionen gering. Die Kollegen von NZZ über «Blick» bis «Tages-Anzeiger» haben ja auch mitgemacht. Dumm gelaufen, mehr nicht.
  3. Geht der Journalist den Krawallbrüdern nicht auf den Leim und hält sich vornehm draussen, dann sind die daraus entstehenden Vorteile überschaubar. Ein lobender Eintrag im Qualitätsjahrbuch des Journalismus und eine Einladung in eine Diskussion auf SRF2 vielleicht. Das ist nett, aber leider auch alles.
  4. Lässt der Journalist die Krawallbrüder links liegen und die Story dreht wie verrückt, dann hat er ein echtes Problem. Er muss sich vorwerfen lassen, die News verschlafen und das Leserinteresse missachtet zu haben. Zur Strafe muss er zwei Wochenenddienste und drei Strassenumfragen machen.

Fazit: Wenn Journalisten den Unsinn der Krawallbrüder hypen, werden sie nicht von Sensationsgier getrieben. Sie handeln rational und nach den Regeln des bestehenden Anreizsystems. Seid also bitte nachsichtig.

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88Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • http://bit.ly/2mQDTjX 11.06.2016 03:37
    Highlight Highlight "Organismen, die dazu tendieren nachsichtig zu sein, werden nach Tausenden von Generationen ausgesondert."

    http://www.swissinfo.ch/ger/schlechte-erinnerungen-bleiben-laenger-haften/7168386
  • swissPHANTOM 01.05.2016 11:42
    Highlight Highlight TEIL1

    Herr Löpfe sie sind ein inteligenter Mensch und genau dieser Umstand macht es so beängstigend dass sie die Bevölkerung mit ihren Buchstaben beniesseln.

    Obwohl Sie in der Lage sind zusammenhänge und pararellen zuerkennen, aufmerksam aktuelle Geschehnisse verfolgen und intelligent verarbeiten, kommen sie auf das gegenteilige Fazit als Sie selbst erkennt und uns darüber informiert haben.
    • swissPHANTOM 01.05.2016 12:37
      Highlight Highlight wieso senden sie nicht den 2 ten Teil?
      Es verfälscht meine Beitrag!
      Das ist nicht zuakzeptieren dass sie die Beiträge zensieren! Ich halte mich ganz klar an die Regeln und bitte sie hiermit meinen zweiten Teil meines Komentars (normal) zuveröffentlichen.
    • Leo Helfenberger 01.05.2016 12:43
      Highlight Highlight Schicken Sie uns doch nochmals den abgemilderten 2. Teil. Den wollte ich freischalten, doch anscheinend ist da etwas schief gegangen. Tut mir leid!
    • swissPHANTOM 01.05.2016 12:48
      Highlight Highlight TEIL2

      Wieso bitten Sie Uns jetzt zur Nachsicht mit Ihnen dass sie genau dass System unterstützen welches sie uns erklärten auf falsche Anreize aufgebaut und zur Verfälschung führt ?! ! !

      Damit es Ihren Vorgesetzten freut und Ihr Selbstwergefühl steigert, ist das Ihr Ernst ? ? ? ? ! ! ! !

      Wenn sie ja schon so bemerkenswert ehrlich sind, können sie uns ja b i t t e noch die risiken der Bargeldlosengesellschaft erklären, obwohl sie dafür sind.
  • Crecas 01.05.2016 10:10
    Highlight Highlight Obwohl ich Nate Silver überalles schätze, ist seine Analyse der Finanzanalysten nicht richtig, bzw. die Arbeit eines Statistiker, der eine Korrelation findet und alles darauf reduziert. Die Komplexität der Wirklichkeit ist aber eine andere.

    Was stimmt: Der Grossteil der Analysten sind chronisch zu optimistisch. Der Grund liegt aber darin, dass sie den immer positiven Aussagen der Unternehmenslenkern glauben. Das kritische Denken ist zu wenig ausgebildet. Stars in der Branche sind aber diejenigen, welche genau dieses kritische Denken haben. Genau die Anti-Konsensus Calls machen dich zum Star.
  • Rotirösli 30.04.2016 23:25
    Highlight Highlight Wie wäre es, wenn watson ein Pilotprojekt starten würde? Vier Wochen kein Wort über Blocher, Köppel und co. Neues konstruktives kommt von dort einewäg nicht und destruktives mag ich nicht lesen.
  • Schneider Alex 30.04.2016 05:48
    Highlight Highlight Watson sollte sich eigentlich mehr mit der politischen Sachlage beschäftigen statt ständig versuchen, den SVP-Politikern ein schmutziges Etikett auf die Stirn zu kleben. People-Journalismus von der übelsten Sorte!
  • 8004 Zürich 29.04.2016 21:03
    Highlight Highlight Ich weiss nicht, was mir unsympathischer ist. Jemand der es einfach nicht sehen will oder jemand der zwar zugibt, dass es so ist, aber meint, "dass das halt so sei" und dafür auch noch um Verständnis bittet (guter Versuch..).

    Aber Revoluzzer wart Ihr eh bloss höchstens punkto Form. Dennoch macht es mehr Spass Euch als andere zu konsumieren.

    Nur, es macht mir weiterhin ein zwiespältiges Gefühl: Soll ich diese Offenheit schätzen oder mich verschaukelt fühlen?

    Danke Löpfe!
    • swissPHANTOM 01.05.2016 12:26
      Highlight Highlight Herr Löpfe

      Wieso bitten Sie Uns jetzt zur Nachsicht mit Ihnen dass sie genau dass System unterstützen welches sie uns erklärten auf falsche Anreize aufgebaut und zur Verfälschung führt ?! ! !

      Damit es Ihren Vorgesetzten freut und Ihr Selbstwergefühl steigert, ist das Ihr Ernst !

      Wenn sie ja schon so bemerkenswert ehrlich sind, können sie uns ja b i t t e noch die risiken der Bargeldlosengesellschaft erklären, obwohl sie dafür sind.

  • Luca Brasi 29.04.2016 16:30
    Highlight Highlight Was? Ihr Journalisten fährt keinen Porsche? Nicht einmal Ferrari oder -wenn es sein muß- Tesla? Der Chef könnte euch auch mal etwas gönnen. Das steigert dann auch die Motivation. ;)
  • Soli Dar 29.04.2016 13:49
    Highlight Highlight Danke für diesen Artikel!
  • Spooky 29.04.2016 13:28
    Highlight Highlight Warum jeder Rülpser von Köppel und Blocher auf Watson verbreitet wird?

    Weil Watson wieder in die schwarzen Zahlen kommen will.
    • Philipp Löpfe 29.04.2016 14:17
      Highlight Highlight Wieder?
    • Spooky 29.04.2016 16:03
      Highlight Highlight @Philopp Löpfe
      Ich wollte ein bisschen beschönigen ;-)
  • Lowend 29.04.2016 13:17
    Highlight Highlight Wenn es nur um die politische Arbeit der Völkischen Partei gehen würde, hätten die Journalisten eigentlich rein gar nichts zu schreiben.
    • Lowend 30.04.2016 11:26
      Highlight Highlight Da gebe ich Ihnen recht und wäre auch sehr glücklich, weil wir dann wieder einen normalen, lösungsorientierten politischen Betrieb ohne Krawall, Pöbeleien und Erpressungen hätten.
  • Maett 29.04.2016 11:07
    Highlight Highlight Primär würde mich nach wie vor interessieren, ob Köppel denn nun Recht hatte oder nicht. Scheint für Watson (und auch andere Medien) aber nicht so wichtig zu sein, da vorgeführte Argumente anscheinend ungültig werden, wenn der oder die Befragte einfach davonläuft.
    • seventhinkingsteps 29.04.2016 11:38
      Highlight Highlight Ah shit, wollte dich nicht blitzen, sorry.

      Jap, bitte macht das Watson, das hat noch keiner gemacht bis jetzt.

      Die Argumente sind aber auch nicht sehr schlagfertig.

      Also mit was er Recht hat ist dass der Bundesrat Kehrtwenden macht. Verfassungsbruch ist Interpretationssache, das Koratienprotokoll muss man nicht als völkerrechtlichen Vertrag bezeichnen, kann man aber natürlich.

      Das mit den Enteignungen und Wohnungen wegnehmen ist einfach rechte Polemik
    • Scott 29.04.2016 12:44
      Highlight Highlight "Das mit den Enteignungen und Wohnungen wegnehmen ist einfach rechte Polemik"

      Polemik? Stimmt das mit den Enteignungen den etwa nicht?
    • seventhinkingsteps 29.04.2016 13:01
      Highlight Highlight @Scott

      Zitat Operation Libero:

      "Enteignungen auf Grund dieser Revision sind enorm unwahrscheinlich: Für die Mehrheit der geplanten 15-20 Bundeszentren sind die Standorte mit den Kantonen und Gemeinden bereits definiert. Plangenehmigungsverfahren dienen dem Abbau von Bürokratie und werden auch für Armeebauten sowie beim Bau von Autobahnen und andern grossen Projekten des Bundes angewandt. Sie geben dem Bund im äussersten Fall die Kompetenz zur Enteignung."
    Weitere Antworten anzeigen
  • Herbert Anneler 29.04.2016 11:02
    Highlight Highlight Wer sich von Anreizen leiten lässt, ist nicht Herr seiner selbst. Es ist das Menschlichste des Menschen, dass er zu seinen Gefühlen und Gedanken Abstand nehmen und sie bewerten kann. Dass Journis jeden Furz durchpusten, hat damit zu tun, dass alle Angst haben, dass es die andern auch tun. Tragisch: Sie tun es nicht des Publikums wegen, das solche Anreize längst satt hat. Indiz: im TV wird gezappt und gezappt in der Hoffnung auf etwas Schlaues - es kommt aber selten etwas, die Leite sind frustriert - "Zuckerwattenmedien" - Hoffnung auf Genuss, aber schaler "Abgang" - Ursache der Medien-Sucht!
    • seventhinkingsteps 29.04.2016 11:40
      Highlight Highlight Du hast das vielleicht satt, der Rest der Schweiz sicher nicht, sonst gäbe es ja keinen Anreiz
    • Philipp Löpfe 29.04.2016 12:04
      Highlight Highlight Dann stimmt leider nicht. Diese Stories werden immer mit vielen Clicks belohnt. Ist nun mal so.
    • Herbert Anneler 29.04.2016 12:30
      Highlight Highlight Wie sagt doch Gerald Hüther: Wenn du nicht kriegst, was du brauchst, nimmst du das, was es gibt. Ihr Argument ist ein fataler Zirkelschluss: Die RezipientInnen auf Hypes konditionieren und dann behaupten, die Menschen möchten es so... Das ist das Argumentarium der Konsumpropheten. Dazu zähle ich Sie keineswegs - ich schätze Ihre kritische Haltung - , es ist jedoch der Mainstream in den Medien- und Wirtschaftswissenschaften. Es ist auch eine Mär zu glauben, die Printauflagen und TV-Quoten sänken nur des Internets wegen... Immer mehr können mit der Daueralarmiertheit nichts mehr anfangen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • nongi 29.04.2016 10:59
    Highlight Highlight Herr Loepfe wieso schon wieder mit diesem Wort "Flegel"?
    Könnt ihr Jurnalisten nicht einmal ganz normal Berichte verfassen ohne Schimpf und Schande? ich störe mich wahnsinnig daran und glauben Sie mir nicht nur ich.
    • Philipp Löpfe 29.04.2016 12:05
      Highlight Highlight Fällt Ihnen zu Roger Köppel eine bessere Bezeichnung ein?
    • zeromg 29.04.2016 12:59
      Highlight Highlight Wäre der Hübsche, Sympathische besser? Nein, den Ironie verstehen noch weniger.
  • Big ol'joe 29.04.2016 10:35
    Highlight Highlight Sie sprechen von einem Anreizsystem... Wie ist das mit anderen Medien?
    Die NZZ z.B. zieht bei diesen Hypes selten mit, vor allem damals bei Spielmann. Dafür geniesen sie hohes ansehen bei intellektueller Leserschaft (auch bei linker, trotz wirtschaftsliberaler Positionierung). Nun gut, wäre ich Journi, dann würde ich auch lieber bei der NZZ schreiben und Ansehen bei gebildeten haben, als bei 20min/watson/blick etc. irgendwelche Sensationsstorys ohne Inhalt liefern.
    Das Anreizsystem kann auch Qualität anstatt Quantität bieten, dies erfordert aber einen gewissen intellektuellen Geist ;)
    • Philipp Löpfe 29.04.2016 12:06
      Highlight Highlight Diese Zeiten sind längst auch bei der NZZ vorbei, übrigens auch unter Spillmann. Oder wie war das damals mit den Aktfotos einer Sekretärin im Bundeshaus?
    • Big ol'joe 29.04.2016 14:20
      Highlight Highlight Ja, das mit der Sekretärin ist auch so ein Fall, da muss ich Ihnen recht geben. Aber während die NZZ vielleicht 5-10x im Jahr Boulvardess ist, brauchen Watson/20Minuteb/Blick täglich Clickbait. Natürlich, Sie leben von Werbung und dementsprechend auch von einer hihen Anzahl Besucher, während bei Print (eben NZZ, Süddeutsche,Zeit, Pspiegel) der Leser in Form eines Abonnements zahlt. Ich wollte nur sagen: Es geht auch anders! Und vor allem sind die Onlinemedien dafür (mehr) verantwortlich, weil sie eben Clickbait betreiben. (Nicht alles: Siehe Loepfe)
  • Statler 29.04.2016 10:13
    Highlight Highlight Es muss mal wieder gesagt werden: Watson kann sich dem nicht gänzlich entziehen, weil eben auch werbefinanziert.
    Was Euch aber von den anderen unterscheidet ist, dass Ihr diese Mechanismen immer wieder analysiert und tiefer geht, als Blick & Co. - also, das Eine tun, das Andere nicht lassen.
    Dass Ihr damit Erfolg habt zeigt, dass es durchaus ein Bedürfnis nach tiefer gehenden Analysen gibt.
  • Töfflifahrer 29.04.2016 09:37
    Highlight Highlight Es gäbe schon griffige Schlagzeilen (aus Knackeboul, http://bit.ly/1YV5pF7 ):

    "Während sich hier ein schreiender Multimilliardär als Opfer darstellt, ertrinken im Mittelmeer leise die wahren Opfer."

    Aber das würde dann wohl noch einiger Anzeigen kosten.

  • meerblau 29.04.2016 09:32
    Highlight Highlight Boulevard lässt grüssen. Brot und Spiele für Volk und Medien, damit die hässlichen Kröten so unauffällig wie möglich in den offen Rachen, nach Emotionen und Unterhatung schreiend, gestopft werden können.
  • Licorne 29.04.2016 09:10
    Highlight Highlight Viele Newsportale berichten (fast) ausschliesslich von "Skandalen" und Provokationen/Polemik einzelner Exponenten. Hier kann besonders die Rechte auftrumpfen - die Linke ist halt einfach zu anständig/zu leise. Es geht immer weniger um die Sache und die Abstimmungen im NR/SR. Das ist gefährlich.

    Dass die SVPler gestern den Bauern (resp. den Reichen) jährlich 400 Mio. schenken und sie für die Väter keine 200 Mio. übrig haben, geht hingegen unter. Ist keine Sensation, sondern trockene Materie. Das will ja niemand auf dem Handy lesen auf dem Weg zur Arbeit.

    Schade.
    • Scott 29.04.2016 12:54
      Highlight Highlight Die Linke ist nicht zu anständig oder zu leise, sie beherrschen es einfach nicht. Zudem setzen sie sich nicht (mehr) für ihre Grundwerte ein, mit denen sie gewachsen sind.

      Die SVP hat übrigens keine Mehrheit im Parlament. Bauern sind ja auch Väter...
  • Töfflifahrer 29.04.2016 09:05
    Highlight Highlight Ihre Erläuterungen in allen Ehren, ich war ganz kurz versucht, das zu akzeptieren. Aber es heisst nicht von ungefähr die 3te Macht im Staat. Das heisst nichts anderes, als dass die Journalisten (und Redaktoren) die verschiedenen Lager betrachten und über Unkorrektheiten und Fehlleistungen neutral berichten müssen. Dazu haben Journalisten spezielle Rechte erhalten. Wir, die Wähler und die Bevölkerung im Allgemeinen, sind darauf angewiesen. Es gibt aber leider immer weniger Journalisten, die in ihre Berichte noch eine Analyse mitliefern. Zuviel ist nur noch Sensationsheischen, ergo überflüssig.
    • DerTaran 29.04.2016 09:53
      Highlight Highlight Die vierte Macht: Executive, Legislative und Judicative sind die anderen Drei.
    • http://bit.ly/2mQDTjX 11.06.2016 03:03
      Highlight Highlight Irrtum, DerTaran, die fünfte Macht. "Gott der Allmächtige" steht an erster Stelle. Die Bundesverfassung wurde in seinem Namen verfasst! Auch dort steht er an erster Stelle.

      https://www.admin.ch/opc/de/classified-compilation/19995395/index.html
    • DerTaran 11.06.2016 10:02
      Highlight Highlight Irrtum, Lorent Patron, da ist kein Gott, selbst wenn er in der Bundesverfassung erwähnt wird.

      Und auch wenn es ihn geben würde, er übt im Diesseits aktiv keine Macht mehr aus und deshalb kann man Gott als moralische Instanz akzeptieren aber nicht als Macht im staatspolitischen Sinn.
      Sie als Gläubiger sollten übrigens von der absoluten Macht von Gott ausgehen, sprich er vereinigt die obigen 3 Mächte auf sich und verbietet sich eine Kontrolle durch Journalisten. Mit anderen Worten, er ist ein (wenn auch seit dem NT wohlwollender) Diktator. Deshalb ist er ja, wie sie schreiben, der Allmächtige!
    Weitere Antworten anzeigen
  • DerTaran 29.04.2016 08:56
    Highlight Highlight Wenn ein Analyst eine Crash vorhersagt, dann kann er sich seinen Porsche durch Leerverkäufe sichern.
    Man kann auch schlechte Neuigkeiten versilbern. Insofern zweifele ich die Obige Theorie an.
  • Rotirösli 29.04.2016 08:47
    Highlight Highlight Das mag schon stimmen. Aber die Erklärung kommt mir vor, wie wenn der Grossverteiler behauptet: die Kundschaft verlange halt im Januar nach Erdbeeren.
  • Wolfsblut 29.04.2016 08:44
    Highlight Highlight Die Medien spiegeln, was heute in der Politik abgeht. Vornehme Zurückhaltung wird als solche gar nicht wahrgenommen. Oder sie wirkt einfach nur arrogant. Nach dem Motto, Nein, ICH mache mir die Hände nicht schmutzig. Mir ist Nussbaumer von der SP in Erinnerung, der sich scheinbar gelangweilt in der Arena aus der gehässig geführten Diskussion verabschiedete. Die Politiker müssen kämpfen. Nicht mit Hass zwar, aber mit Leidenschaft.
    • Töfflifahrer 29.04.2016 09:11
      Highlight Highlight Bei einigen habe ich aber Verständnis, wenn sie sich zurückhalten und beobachten. Muss man es sich wirklich antun wenn nur noch unter der Gürtellinie und auf den Mann gezielt argumentiert wird, dabei aber die Fakten keine Rolle mehr spielen?
      Kämpfen ja, aber zur Sache!
    • FrancoL 29.04.2016 09:32
      Highlight Highlight @Hass stellen Sie in Abrede, gut kann ich verstehen und ist sicherlich auch wünschenswert.

      Aber aus Kampf wird häufig Hass.
    • Wolfsblut 29.04.2016 10:57
      Highlight Highlight @FrancoL: Was wann die richtige Reaktion ist, ist eine philosophische Frage, weil es kein Rezept dafür gibt. Doch die SVP folgt einem immer gleichen Muster: Sie überschüttet Andersdenkende mit Häme. Das ist die feigste Art der Kommunikation, die es gibt. Hat man das gecheckt und durchschaut, könnte man z.B. gelassen mit einem herzlichen Lachen darauf reagieren. Wut ist als Energiequelle auch gut. Vorausgesetzt, sie ist nicht blind und kommt aus einem Gefühl der Ohnmacht.
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  • Kibar Feyzo 29.04.2016 08:14
    Highlight Highlight BITTE (nicht) FÜTTERN!

  • Humbolt 29.04.2016 08:12
    Highlight Highlight Da habt ihr aber ein geiles Vorbild! Ist ja nicht so, dass uns der Kapitalismus im Endstadium um die Menschlichkeit bringt...wart mal kurz, doch eigentlich schon!

    Im Moment habt ihr vielleicht zu wenig Einfluss und ihr könnt es euch nicht leisten zu rebellieren, aber wenn sich das mal hoffentlich ändert, be the change you want to see in the world!
  • Statler 29.04.2016 08:11
    Highlight Highlight Was einmal mehr bestätigt, dass die Anreizsysteme in unserer Gesellschaft falsch gesetzt sind.
  • blueberry muffin 29.04.2016 08:03
    Highlight Highlight Das Problem dabei ist, das sie wiederholt nur Werbung für die SVP machen. Und das jedesmal in Kauf nehmen.

    Postet lieber mal ein paar Katzengifs mehr :p Gleicher Effekt und Profit für alle.
  • HomoSapiens 29.04.2016 07:55
    Highlight Highlight Es geht nicht darum mit zu machen, sondern darum um solche Krawallbrüder wie Köppel, C. Blocher etc. zu entlarven, nicht mit Fakten argumentieren, einfach Kontrollieren was die hervorbringen.
    Gutes bsp http://www.tageswoche.ch/de/2016_18/schweiz/717817/nicht-lachen-entwaffnen.htm
    • Töfflifahrer 29.04.2016 09:24
      Highlight Highlight Aber wie bringt man das für BLICK-Leser in eine Schlagzeile? Da wäre dann zu lesen "Blocher hat die Keule wieder gefunden!", "Blochers Heim ein KZ?", "Köppel verbaler Dünnschiss bekämpfen mit Imodium!", "SVPs Versuch Aufmerksamkeit zu erheischen!"

      Heute interessieren Bilder, und Schlagzeilen evtl. noch die ersten 3 Sätze, das wars dann. Tiefergehende Analysen und Erläuterungen werden von der Mehrheit nicht mehr gelesen.

      Mir stellt sich bei Journalismus à la Blick nur die Frage ob die eigentlich ihren Medienauftrag noch erfüllen.
  • G. Schmidt 29.04.2016 07:55
    Highlight Highlight Simple, aber wahr.
  • Bruno Wüthrich 29.04.2016 07:52
    Highlight Highlight Sehr interessant, Herr Löpfe. Und auch lehrreich. Doch wir können leider nicht nachsichtig sein. Denn letztendlich hat das Vorgehen auch mit Faulheit zu tun. Der Journalist weiss, dass sogar der Rülpser von Köppel funktioniert. Also sorgt er mit wenig Arbeit für viele Klicks und Kommentare und begeistert seine Chefs. Er muss nichts weiter dafür tun. Die Arbeit (Artikel über Köppels Rülpser) ist in einer Viertelstunde erledigt, und gut ist. Zwar gibt es keinen Porsche, aber bei der nächsten Sparrunde auf der Redaktion hat er gute Chancen zu überleben, ohne sich dabei besonders anzustrengen.
  • Wolfsblut 29.04.2016 07:51
    Highlight Highlight Hoffentlich liest Christian Levrat diesen Beitrag! 👍
  • rodolofo 29.04.2016 07:49
    Highlight Highlight Messerscharfe Analyse!
    Zwischen politischen Rowdies und den Medien gibt es eine Art "Symbiose", ähnlich wie zwischen unfähigen PolitikerInnen und SatyrikerInnen.
    Obwohl sich sowohl KomikerInnen als auch JournalistInnen über unfähige und korrupte PolitikerInnen lustig machen, leben sie doch davon, dass es solche gibt...
    Und das ist nur die Spitze des Eisbergs!
    Die Aufregung über "Skandale" geht bis hinunter zu den Kommentaren auf watson, dem modernen "Dorf-Klatsch" des zusammenwachsenden "Globalen Dorfes" und noch viel tiefer hinunter bis in den braunen Schlamm von Facebook-shitstorms.
  • Zeit_Genosse 29.04.2016 07:49
    Highlight Highlight Und Journalisten rechnen bei jeder Gelegenheit mit Finanzanalysten ab, fahren aber keinen Porsche.

    Da könnte man ketzerisch Fragen: Wer hat mehr Spass im Leben? War das überhaupt die Frage?

    Ich finde gerade Journalisten sollten dieses Muster durchbrechen, sonst werden sie von einem Algorithmus abgelöst. Man muss nicht jede Sau durchs Dorf treiben und kann sich wohlwollend durch Ignoranz redaktionell niederschwelliger Hülsen abheben. Eine Erwartung die ich habe, weil ich das Ignoranz- und Relevanzmanagement an eine Redaktion delegiere. Sonst braucht es diese Gilde nicht mehr.
    • R&B 29.04.2016 09:33
      Highlight Highlight @Zeit_Genosse: Finde ich auch. Watson könnte sich vielleicht dadurch profilieren und somit in der Schweizer Medienlandschaft noch mehr abheben, in dem es investigativen Journalismus betreibt. Aber à la Watson, ohne belehrend zu sein gepaart mit leichter Kost à la Pic-Dump oder "Die 10..."
      Und somit: Welche Parlamentarier und Lobbies profitieren von der Unternehmenssteuerreform III? Ich finde dies eine Schw.... und möchte mehr darüber wissen.
  • Confusel 29.04.2016 07:31
    Highlight Highlight Das Problem ist das gesamte Mediensystem der Gratismentalität.
    Dadurch, dass ihr größtenteils durch Werbung finanziert seid, habt ihr keine grosse Möglichkeit gegen den Strom zu schwimmen. Ihr seid auf die Quote angewiesen.
    Ich persönlich wäre bereit in einer Art Abosystem monatlich Geld für diese Dienstleistung zu zahlen, wenn dadurch die Qualität eures Produktes steigt.
    Dann könntet ihr auf solchen Müll verzichten.
    • FrancoL 29.04.2016 09:39
      Highlight Highlight Habe dieses angedachte Abo-System bereits an anderer Stelle als sehr bedenkenswerte Lösung taxiert und wäre auch sofort bereit meinen Beitrag zu leisten.
    • Confusel 29.04.2016 09:57
      Highlight Highlight Watson könnte hier eine Vorreiterrolle übernehmen.
      Aber ich denke das wäre für sie zu riskant.
      Ob es genug Leser geben würde, welche das Problem anerkennen und für die Dienstleistung bezahlen würden, wage ich zu bezweifeln.
      Jedoch sollte die Thematik neu lanciert und eine Diskussion gestartet werden. Vielleicht muss der ganze Medienverband zusammen eine Lösung finden.
    • Statler 29.04.2016 09:59
      Highlight Highlight Meine Rede - schon länger...

    Weitere Antworten anzeigen
  • -woe- 29.04.2016 07:30
    Highlight Highlight Das ist die eine Seite, die andere ist der Leser/Konsument.

    Warum interessiert es die grosse Mehrheit brennend, ob die Blase voll ist und ein anderer nur Seich raus lässt, aber scheinbar nur eine kleine Minderheit, dass gleichentags rund 10'000 Bauern ein 400-Mio-Geschenk gemacht wurde, aber rund 85'000 werdende Väter leer ausgehen?
    • FrancoL 29.04.2016 09:40
      Highlight Highlight Lenken und gelenkt werden, das ist der Hintergrund.
    • Statler 29.04.2016 10:01
      Highlight Highlight @-woe- - das wäre noch zu beweisen, ob das wirklich so ist.
      Mir kommt da «Rainer - dein Fernseher lügt» in den Sinn... ;)
  • Herr Je 29.04.2016 07:24
    Highlight Highlight Dazu kommen dann jeweils noch die Pawlowschen Kommentierenden...
  • SaveAs_DELETE 29.04.2016 07:22
    Highlight Highlight ...und es muss auch gepusht werden?!
  • thestruggleisreal 29.04.2016 07:12
    Highlight Highlight comedy!🙈
  • HansDampf_CH 29.04.2016 07:03
    Highlight Highlight Sehr gute Analogie wir erhalten ein System in dem niemand mehr verantwortung trägt.

Wie man jedes Einfamilienhaus in eine Wasserstoff-Tankstelle verwandeln kann

EPFL-Professor Andreas Züttel hat eine Art «Wasserstoff»-Batterie entwickelt. Er will damit unsere Energieversorgung revolutionieren.

Ein geläufiges Bonmot über Brasilien lautet: «Es ist das Land der Zukunft – und wird es immer bleiben.» Ältere Wirtschafts- und Wissenschaftsjournalisten haben gegenüber Wasserstoff eine ähnlich zynische Haltung entwickelt. Seit Jahrzehnten werden sie periodisch zu Anlässen eingeladen, in denen Wasserstoff als das Wunder beschrieben wird, das sämtliche Probleme der Menschheit lösen wird – ausser vielleicht Liebeskummer. Stets sind diese Versprechungen danach irgendwie versandet.

Andreas Züttel …

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