Türkei
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Khashoggi wurde laut türkischem Staatsanwalt erwürgt



epa07119344 Protestors hold candles and pictures of Jamal Khashoggi during the demonstration in front of Saudi Arabian consulate in Istanbul, Turkey, 25 October 2018. Turkish President Erdogan addressed the parliament on the case of Saudi journalist Jamaal Khashoggi on 23 October 2018, media reported that he said that Turkish investigators have strong evidence that Khashoggi's death was planned, and demanded that the whereabouts of the dead journalist's body be revealed and the suspects face trial in Turkey. Saudi Arabian official media on 19 October reported that journalists Jamal Khashoggi died as a result of a physical altercation inside the kingdom's consulate in Istanbul, where he was last seen entering on 02 October for routine paperwork. On 24 October, Mohammed bin Salman spoke of the killing of Khashoggi for the first time, describing it as 'a heinous crime that cannot be justified', and that Saudi Arabia and Turkey will work together to punish all culprits.  EPA/ERDEM SAHIN

Bild: EPA/EPA

Der saudische Regierungskritiker Jamal Khashoggi ist nach Angaben der türkischen Staatsanwaltschaft erwürgt und der Leichnam dann beseitigt worden.

Khashoggi sei «gemäss eines zuvor gemachten Plans erwürgt worden, gleich nachdem er das Konsulat betreten hatte», teilte die Istanbuler Staatsanwaltschaft am Mittwoch nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu mit. Der Leichnam Khashoggis sei zunächst «in Stücke zerteilt» und dann «vernichtet» worden.

Der Journalist Khashoggi war Anfang Oktober im Konsulat Saudi-Arabiens in Istanbul getötet worden. Saudi-Arabien hatte dies erst nach internationalem Druck eingeräumt.

Killer-Kommando

18 Verdächtige wurden in Saudi-Arabien festgenommen, darunter nach türkischen Angaben ein Killer-Kommando, das aus Saudi-Arabien angereist sei, um Khashoggi zu töten. Die Türkei will die Auslieferung der 18 Verdächtigen. Riad lehnt das ab.

Ermittlungsergebnisse waren bislang vor allem über türkische oder US-Medien bekannt geworden. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte den Tod Khashoggis vergangene Woche zwar einen «geplanten» und «politischen» Mord genannt, war aber nicht darauf eingegangen, wie Khashoggi genau getötet wurde.

Die Istanbuler Staatsanwaltschaft erklärte laut Anadolu weiter, dass das Treffen mit dem saudischen Generalstaatsanwalt «keine klaren Ergebnisse» gebracht habe. Der Staatsanwalt und sein Team seien nach Saudi-Arabien eingeladen worden.

Der saudische Generalstaatsanwalt Saud al-Mudschib war von Sonntagnacht bis Mittwoch in Istanbul und hat sich zweimal mit dem türkischen Staatsanwalt Irfan Fidan getroffen, der die Ermittlungen zum Tod Khashoggis leitet. Nach Angaben türkischer Medien besuchte Al-Mudschib zudem das saudische Konsulat und die Residenz des Konsuls. (aeg/sda/afp)

Die Chronologie des Falls Khashoggi

Das könnte dich auch interessieren:

CVP fährt grosse Negativ-Kampagne gegen andere Parteien – die Reaktionen sind heftig

Link zum Artikel

Wo du in dieser Saison Champions League und Europa League sehen kannst

Link zum Artikel

Migros Aare baut rund 300 Arbeitsplätze ab

Link zum Artikel

Eine Untergrund-Industrie plündert Banking-Apps wie Revolut – so gehen die Betrüger vor

Link zum Artikel

YB droht Bickel mit Gericht, nachdem er als Sportchef 40 Mio. verlochte

Link zum Artikel

Warum wir bald wieder über den Schweizer Pass reden werden

Link zum Artikel

«Ich hatte Sex mit dem Ex meiner besten Freundin…»

Link zum Artikel

Die amerikanische Agentin, die Frankreichs Résistance aufbaute

Link zum Artikel

Matheproblem um die Zahl 42 geknackt

Link zum Artikel

Wie gut kennst du dich in der Schweiz aus? Diese 11 Rätsel zeigen es dir

Link zum Artikel

«In der Schweiz gibt es zu viel Old Money und zu wenig Smart Money»

Link zum Artikel

So schneiden die Politiker im Franz-Test ab – wärst du besser?

Link zum Artikel

Röstigraben im Bundeshaus: «Sobald ich auf Deutsch wechsle, sinkt der Lärm um 10 Dezibel»

Link zum Artikel

So erklärt das OK der Hockey-WM in der Schweiz die Ähnlichkeit zum Tim-Hortons-Spot

Link zum Artikel

Die Geschichte von «Ausbrecherkönig» Walter Stürm und seinem traurigen Ende

Link zum Artikel

«Informiert euch!»: Greta liest den Amerikanern bei Trevor Noah die Leviten

Link zum Artikel

Keine Angst vor Freitag, dem 13.! Diese 13 Menschen haben bereits alles Pech aufgebraucht

Link zum Artikel

Der Kampf einer indonesischen Insel gegen den Plastik

Link zum Artikel

«Ich bin … wie soll ich es sagen … so ein bisschen ein Arschloch-Spieler»

Link zum Artikel

Alles, was du über die neuen iPhones und den «Netflix-Killer» von Apple wissen musst

Link zum Artikel

15 Bilder, die zeigen, wie wunderschön und gleichzeitig brutal die Natur ist

Link zum Artikel

Shaqiri? Xhaka? Von wegen! Zwei Torhüter sind die besten Schweizer bei «FIFA 20»

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

16
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
16Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Ueli der Knecht 01.11.2018 03:09
    Highlight Highlight In den 1980er-Jahren hofierte die westliche Welt Saddam Hussein, weil der kämpfte gegen den Iran, er brauchte jede Menge teure Waffen, und er war solvent, weil er alles mit Öl bezahlen konnte.

    Mohammend bin Salman bekämpft den Iran (und Assad und die Palästinenser uvm), er bestellt jede Menge teure Waffen, und er ist dank dem Öl der Aramco solvent.

    Ergo:

    Mohammed bin Salman ist der nächste Saddam Hussein.
    • Saraina 01.11.2018 11:41
      Highlight Highlight Das denke ich mir auch, und bin nicht sicher, ob MbS in seiner gnadenlosen Selbstüberschätzung das klar ist.
  • Freilos 31.10.2018 17:46
    Highlight Highlight Letzte Woche war das noch nicht so. Nach damaligem Stand hat man ihm bei lebendigem Leib die Finger abgeschnitten und man hörte seine Schreie 7 Minuten lang....
    • mukeleven 31.10.2018 18:30
      Highlight Highlight im anschluss daran werden sie ihn stranguliert und dann zersägt haben.
      wie barbarisch und bestialisch das zu- und herging.
      ich hoffe einfach das MbS dafuer die konsequenzen spührt - das wird wohl ein hoffen bleiben. und das macht es unerträglich.
    • Heinz Maag 01.11.2018 01:08
      Highlight Highlight Die Türkei hat schon 2 Tage nach dem Mord den Fall aufgeklärt. Das Problem ist nur die Medien die das ganze hin und her schieben.
  • Vanessa_2107 31.10.2018 16:23
    Highlight Highlight Und MbS wird alles schadlos überstehen. Es wäre schön zu wissen, wenn schlechte Menschenn, die für ihre Untaten auf der Erde nie büssen mussten, im Jenseits dafür an die Kasse kommen.
    • Jungleböy 31.10.2018 17:16
      Highlight Highlight Liebe vanessa, nie. Im gegenteil, sie werden im leben sogar noch dafür belohnt. Das konnte ich immer wieder beobachten.
    • Vanessa_2107 01.11.2018 09:24
      Highlight Highlight @Jungleböy - ja leider, und das alles kann er sich ja vor allem erlauben, weil er so unermesslich reich ist. Seine Familie das Glück hat aus einem Land zu kommen wo es das schwarzes Gold hat. Wieso fällt gerade diesen Menschen ein solcher Reichtum zu? Es gäbe 100000000x bessere Menschen, die das verdient hätten, die teilen und etwas für die Umwelt tun würden, die nicht nur den Reichtum noch vermehren wollten. Manchmal denke ich schon, eigentlich bist du ein Depp, was bringt es dir ehrlich zu sein, freiwillig zu arbeiten, usw. mach es doch wie viele Egoisten, die kommen mit allem durch.
  • Charlie Runkle 31.10.2018 16:00
    Highlight Highlight Ich würd nicht gehen wenn ich der staatsanwalt wäre....
    • Forcat 31.10.2018 18:51
      Highlight Highlight Wo möglich sind die 18 Verdächtigen gar nicht in Haft und warten auf die "Gäste" zum Abendessen, vielleicht auch nicht, wer weiss das schon so genau...
    • Saraina 31.10.2018 22:41
      Highlight Highlight Sicher nicht, wenn man bedenkt, dass die Saudi schon Saad Hariri, den Ministerpräsidenten des Libanon festhielten und zwangen zu demissionieren, bis Macron anrückte und ihn gnädigerweise mitnehmen durfte.
  • drüber Nachgedacht 31.10.2018 15:51
    Highlight Highlight "Demnach wurde der Istanbuler Staatsanwalt nach Saudi-Arabien eingeladen."

    Also mit dem Istanbuler Staatsanwalt will wohl niemand tauschen.



    • Wenn Åre = Are dann Zürich = Zorich 31.10.2018 17:18
      Highlight Highlight Er wird mit besten Empfehlungen Stückchenweise zurückgesendet
  • Saraina 31.10.2018 15:33
    Highlight Highlight Die Türken wissen fürwahr wie man eine Suppe am köcheln hält...

    • Clife 31.10.2018 15:39
      Highlight Highlight Und die Saudis, wie man das Süppchen durch andere kochen lässt
    • Skeptischer Optimist 31.10.2018 15:44
      Highlight Highlight Das nennt sich News Management und wird vielerorts praktiziert.

      Ist nicht mal schwer.

Für Trump ist billiges Benzin wichtiger als ein Krieg gegen Iran

Nach dem Drohnenangriff auf Ölanlagen in Saudi-Arabien nimmt die Gefahr eines Kriegs in der Golfregion weiter zu. US-Präsident Donald Trump kann ein solches Szenario nicht gebrauchen.

Einmal mehr brennt es am Persischen Golf, im wahrsten Sinne des Wortes. Bei mutmasslichen Drohnenangriffen auf saudische Ölanlagen am Samstag wurde unter anderem die grösste Raffinerie des Landes in Abakik getroffen. Die Feuer sollen unter Kontrolle sein, doch die Einschränkung der Produktion sorgte prompt für einen Anstieg des Ölpreises.

Die Verantwortung für den Angriff übernahmen die Huthi-Rebellen in Jemen, die seit 2015 von einer Allianz unter Führung von Saudi-Arabien mit Luftangriffen …

Artikel lesen
Link zum Artikel