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epa07241920 German journalist Claas Relotius holds his award trophy of the CNN Journalist Award 2014, in Munich, Germany, 27 March 2014 (issued 20 December 2018). German weekly magazine 'Der Spiegel' announced on 19 December 2018 that their reporter Claas Relotius had falsified a number of stories in the past years. This was uncovered by his colleague Juan Moreno after he worked together with Relotius on the story 'Jaegers Grenze' (Jaeger's border').  EPA/GERT KRAUTBAUER

Relotius gewann für seine Texte zahlreiche Preise. Bild: EPA/EPA

Nach Fälschungsskandal: Star-Reporter soll auch Spendengelder veruntreut haben



Der Skandal um den «Spiegel»-Reporter Claas Relotius weitet sich aus: Offenbar hat Relotius auch Spendengelder veruntreut. So soll Relotius Lesern des Magazins einen Spendenaufruf geschickt haben, um Geld für Waisenkinder in der Türkei zu sammeln - das Geld landete aber offenbar auf seinem privaten Konto, wie der «Spiegel »berichtet. 

Die Redaktion habe nichts von der Spendenaktion gewusst. Leser hätten sie nun darauf aufmerksam gemacht. Wie viele Leser dem Aufruf gefolgt und wie viel Geld zusammengekommen seien, ist derzeit noch nicht bekannt. Relotius habe am 9. Juli im Magazin eine Reportage über zwei syrische Geschwister veröffentlicht und für die Kinder zu Spenden aufgerufen. Das Magazin schreibt, es werde alle gesammelten Informationen der Staatsanwaltschaft im Rahmen einer Strafanzeige zur Verfügung stellen.

Diese Woche war bekannt geworden, dass der Reporter in grossem Umfang seine eigenen Geschichten gefälscht und Protagonisten erfunden hat. (kün)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Thinkdeeper 24.12.2018 11:07
    Highlight Highlight Ich wage die Frage zu stellen: Wie gross wird wohl mittlerweile der Erfolgsdruck und die finanzielle Verknüfung auf die Journalisten sein, dass es zu solchen Missbräuche kommt und gar serlöse Blätter dem Ruf Fake News einbringt?
    Welche systembedingte Ursachen liegen dahinter?
  • Bruno Meier (1) 24.12.2018 07:18
    Highlight Highlight Dass sich Ulrich Wickert von den Tagesthemen dazu geäussert hat passt doch perfekt: bei denen hat sogar ein ganzes Team gefälschte Mitschnitte eingefügt, siehe ARD Tagesthemen Chemnitz. Was passierte nach dem dies aufgeflogen war? Kurze Entschuldigung, aber nicht Einsicht, sondern dass dies gängige Praxis sein, es hätte aber einen Hinweis dazu gegen sollen. Vielen Dank, dass nun sogar die Staatsmedien uns genau vorgeben was wir zu denken und zu glauben hätten. Warum wurde dies in der Presse nicht zu einem Skandal, wie Claas Relotius? Ist das etwa die normale Vorgehensweise der Presse?
  • Der Kritiker 23.12.2018 22:32
    Highlight Highlight Die WW findet sich in einer Schmieren Komödie von GZSZ wieder. Lügenmärchen weiterpubliziert, ohne die wesentlichsten journalistischen Abklärungen zuvor getroffen zu haben. Vielleicht bleibt ja auch zu wenig Zeit, seriöse Arbeit abzuliefern, wenn man von TV Show zu TV Show seckeln muss, um seine gepuderte Fratze mit einigen Schlagwörtern zum Besten zu geben. Nur, Köppel ist bestgewählte Nationalrat im Kanton Zürich. Dies sagt vieles über den ehemals progressiven und führenden Kanton unseres Landes aus. Es ist Zeit für die Revolution, liebe Zürcherinnen und Zürcher!
  • koks 23.12.2018 16:36
    Highlight Highlight Es scheint mir, es wird jetzt ein bisschen zu eifrig versucht, die Lügen als ein Problem eines einzigen Menschen abzutun. Sprechen wir doch treffender von einem strukturellen Problem bestimmter Medien; ein System, innerhalb dessen Lügen bestimmert politischer Couleur gefordert und bejubelt werden: Arme Flüchtlingsfrauen- und Kinder, böse waffentragende Trumpwähler, rechtsextreme Rechtswähler etc.

    Oder, wie es die Chefredaktion Tagi heute auf den Punkt bringt: Groschenprosa für Gutmenschen

    https://www.tagesanzeiger.ch/kultur/groschenprosa-fuer-gutmenschen/story/18562248
  • wasps 23.12.2018 11:19
    Highlight Highlight Und wann reagiert Köppel? Relotius lieferte ja auch der Weltwoche seinen Schmarren. Wäre ja nett zu wissen, welche Artikel dort publiziert worden sind und wie es um deren Wahrheitsgehalt steht. Volle Transparenz, das ist man seiner Leserschaft eigentlich schuldig.
  • Füdlifingerfritz 23.12.2018 10:33
    Highlight Highlight Momomoll, 1 nicer dude.
  • Gipfeligeist 23.12.2018 09:51
    Highlight Highlight Vielleicht sollte man Relotius zur Reportage von Neonazi Märschen schicken. Dann kann er fröhlich "Lügenpresse" mitsingen
  • redeye70 23.12.2018 07:13
    Highlight Highlight Der wäre besser Schriftsteller geworden. Nun kann er bald über den Gefängnisalltag schreiben.
  • Angelo C. 22.12.2018 23:27
    Highlight Highlight Der SPIEGEL scheint sich, ähnlich wie vor Jahren der STERN mit den gefälschten Hitler-Tagebüchern, aktiv um das Prädikat Lügenpresse zu bemühen 😉.

    Passt...


    • Mimimimi 23.12.2018 00:03
      Highlight Highlight Inwiefern "aktiv"?
    • stalker 23.12.2018 03:39
      Highlight Highlight Ach komm, ernsthaft? Welche Printmedien nutzt du zu deiner Information? Woher weisst du, dass in 'deinen' Redaktionen so gut geprüft wird, das jedes Wort wahr ist?
    • Mia_san_mia 23.12.2018 06:04
      Highlight Highlight Gar nichts Lügenpresse. Der Typ ist ja weg.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Adumdum 22.12.2018 22:03
    Highlight Highlight Da hält sich doch das Mitleid schnell in engen Grenzen... Bin gespannt was noch kommt.
  • Spooky 22.12.2018 21:59
    Highlight Highlight Ein Genie!
  • EhrenBratan. Hääää! 22.12.2018 21:46
    Highlight Highlight Ekelhaft. Und zwar richtig! Ich hoffe im Zug der Ermittlungen kommen noch weitere Betrüger zum vorschein!
  • Scaros_2 22.12.2018 21:30
    Highlight Highlight Wenn schon ein schlechter Mensch dann gleich richtig oder?
  • anundpfirsich 22.12.2018 21:30
    Highlight Highlight Läuft ja richtig bei dem.

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