Der russische Ex-Wirtschaftsminister Alexej Uljukajew ist in einem Korruptionsprozess schuldig gesprochen worden. Er habe aus Eigennutz zwei Millionen US-Dollar vom Chef des Ölkonzerns Rosneft, Igor Setschin, verlangt, sagte die Richterin am Freitag in Moskau.
Das Strafmass sollte am Ende der Urteilsbegründung verkündet werden, wie es die russische Prozessordnung vorsieht. Die Anklage hatte zehn Jahre Lagerhaft und eine Geldstrafe von 7.2 Millionen Euro gefordert.
Uljukajew hat jede Schuld bestritten. Es war das erste Mal seit Ende der Sowjetunion, dass ein Minister mit derartigen Vorwürfen konfrontiert wurde. (sda/dpa)