Grossbritannien
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Britisches Parlament bezeichnet Facebook als «digitale Gangster» – und fordert Kontrolle



FILE- In this May 1, 2018, file photo, Facebook CEO Mark Zuckerberg delivers the keynote speech at F8, Facebook's developer conference, in San Jose, Calif. In his first State of the State address, Tuesday, Feb. 12, 2019, California Gov. Gavin Newsom said the state's consumers should get a piece of the billions of dollars that technology companies make off the personal data they collect. California-based Facebook and Google aren't commenting on the idea. (AP Photo/Marcio Jose Sanchez, File)

Facebook-Chef Mark Zuckerberg ein «digitaler Gangster»? Bild: AP/AP

Facebook hat nach Einschätzung des britischen Parlaments «vorsätzlich und wissentlich» gegen Datenschutz- und Wettbewerbsrecht verstossen.

In einem am Montag veröffentlichten Bericht fordern Abgeordnete in London, dass Social-Media-Unternehmen für Inhalte, die auf ihren Seiten geteilt werden, Verantwortung übernehmen. «Unternehmen wie Facebook sollten sich nicht wie »digitale Gangster« in der Online-Welt verhalten dürfen», zitiert der «Guardian» aus dem Bericht.

Seit 2017 hatten Parlamentarier mitunter untersucht, welche Rolle «Fake News» beim US-Wahlkampf sowie beim Brexit-Referendum gehabt haben könnten. Der Bericht befasst sich auch mit dem Datenskandal um Cambridge Analytica. In dem Fall hatte der Entwickler einer Umfragen-App vor rund fünf Jahren Informationen von Dutzenden Millionen Facebook-Nutzern an die Datenanalyse-Firma Cambridge Analytica weitergegeben.

In dem Parlamentsbericht heisst es nun, Facebook sei bereit, sich über Datenschutzeinstellungen seiner Nutzer hinwegzusetzen, um Daten an App-Entwickler weiterzugeben.

Die Parlamentarier fordern einen verbindlichen Verhaltenskodex, auf dessen Basis Technologieunternehmen gegen «schädliche und illegale Inhalte» auf ihren Seiten vorgehen müssten. Eine unabhängige Regulierungsbehörde sollte dies überwachen und hohe Bussgelder verhängen, wenn Unternehmen sich nicht daran hielten, heisst es in dem Bericht des Ausschusses für Digitales, Kultur, Medien und Sport.

Die Abgeordneten werfen Facebook-Chef Mark Zuckerberg darin auch «Missachtung» des britischen Parlaments vor, weil er sich geweigert hatte, dort zum Umgang seines Unternehmens mit Nutzerdaten auszusagen. Der Ausschuss hatte Zuckerberg im Zuge des Datenskandals um Cambridge Analytica aufgefordert, persönlich zu erscheinen. (sda/awp/dpa)

Twitter und Facebook über russischen Einfluss bei US-Wahlen

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Video: srf

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12Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Madison Pierce 18.02.2019 11:49
    Highlight Highlight Ich denke hier ist Aufklärung die bessere Lösung als Verbote.

    Das Problem ist ja nicht, dass Facebook auf facebook.com Daten sammelt. Das wird mittlerweile jeder wissen und wer es nicht will, ist nicht dabei.

    Das Problem ist, dass Facebook auch auf anderen Seiten, wo ihre Scripts eingebunden sind, Daten sammelt. Das weiss der technisch nicht versierte Otto Normalsurfer nicht.

    Wenn ich im Coop meine Supercard zeige, ist es logisch, dass meine Daten gespeichert werden. Es läuft mir aber nicht ein Coop-Mitarbeiter getarnt in alle anderen Läden nach und protokolliert, was ich dort einkaufe.
  • MacB 18.02.2019 10:35
    Highlight Highlight Die analogen Gangster im britischen Parlament bezichtigen die digitalen Gangster.
  • Maedhros Niemer 18.02.2019 10:19
    Highlight Highlight Ich sehe bei den grossen Internet Firmen immer mehr Parallelen zu Standard Oil (Rockefellers Quelle des Reichtums). Damals brauchte es auch starke regulatorische Eingriffe des Staates um diese Krake in Zaum zu kriegen und schlussendlich zu splitten
    • Gurgelhals 18.02.2019 11:21
      Highlight Highlight Dazu bräuchte es halt aber auch entsprechende politische "Siebesieche" vom Schlage eines Teddy Roosevelts, welche diese notwendigen Antitrust-Massnahmen dann auch konsequent durchsetzen. Und diesbezüglich sehe ich leider ziemlich schwarz...
    • Maedhros Niemer 18.02.2019 12:32
      Highlight Highlight Ja, ich sehe da leider weit und breit auch keinen Politiker, der auch nur annähernd genug Biss, Fachwissen und Durchhaltevermögen hat um diesbezüglich etwas zu bewegen. Es ist zum heulen 😭
    • DemonCore 18.02.2019 14:43
      Highlight Highlight Ist halt alles Neuland.
  • Fehler beim Bearbeiten der Anfrage vong OLAF her 18.02.2019 09:05
    Highlight Highlight FB oder Instagram zu löschen ist das kleinere Problem. WhatsApp ist viel schwieriger, wegen der gruppenchats. Bin gerade dabei, den kompletten Zuckerberg-Ausstieg vorzubereiten...
  • NotWhatYouExpect 18.02.2019 09:03
    Highlight Highlight Also dieser Artikel ist ja mal richtig mau... keine genauen Details über den Bericht nur, dass ein paar Parlamentarier etwas darüber sagen.... und, dass muss ja nicht immer übereinstimmen.

    Bezüglich Brexit, Fake News und was das für ein einfluss auf die Wahlen gehabt haben könnte würde doch alle Interessieren.

    Aber das wird wohl kaum was ausgemacht haben, denn der grossteil der Wähler ist über 40? und von denen ist nur ein sehr kleiner Teil auf FB.

    Dazu hatte der Pressesprecher von CCC Deutschland mal eine gute aussage gemacht. Wo die Deutschen Politiker damit befasst haben. Me *suche Link*
  • DemonCore 18.02.2019 08:30
    Highlight Highlight Seit langem wieder mal ein sinnvolles Dokument aus Westminster.
  • Flötist 18.02.2019 08:26
    Highlight Highlight Hier braucht es tatsächlich staatliche Regulation. Das Volk wird nichts gegen Facebook unternehmen, da die meisten Nutzer abhängig sind von der Plattform, ohne dass sie es gross merken. Facebook ist bewusst so designed dass man es immer wieder aufmacht weil man dann einen kleinen Dopamin fix bekommt und das macht süchtig.
  • Denk Mal 18.02.2019 08:15
    Highlight Highlight Das Wirkungsvollste gegen Zuckerberg wäre nicht mehr Kontrolle, sondern genug User, die Facebook den Rücken kehren. Die Socialmedia-Generation müsste wieder lernen, SELBST Verantwortung zu übernehmen.
    • äti 18.02.2019 10:25
      Highlight Highlight ... bei Whatsapp ist es ähnlich, bloss, dort gibt es bessere Alternativen und nur wenige steigen um.

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