DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Drei weitere Schweizer Banken legen Steuerstreit mit USA bei

16.07.2015, 18:06

Drei weitere Schweizer Banken haben ihren Steuerstreit mit den USA beigelegt. Die Mercantil Bank (Schweiz) sowie die Kantonalbanken von Neuenburg und Nidwalden bezahlen dafür eine Busse von über 3.1 Mio. Dollar.

Im Gegenzug würden sie nicht weiter von der US-Justiz verfolgt, teilte das US-Justizministerium (DoJ) am Donnerstagnachmittag mit. Im einzelnen zahlt die Mercantil Bank (Schweiz) eine Busse von 1.172 Mio. Dollar, die KB von Neuenburg (BCN) muss 1.123 Mio. Dollar berappen, während die Nidwaldner Kantonalbank (NKB) mit 856'000 Dollar Strafe davonkam.

20 Banken haben sich mit den USA geeinigt

Die Mercantil Bank hatte 116 Konten mit US-Bezug mit verwalteten Vermögen von schätzungsweise 59.8 Mio. Dollar. Die BCN hatte 190 US-Kunden mit 595 Konten mit US-Bezug, auf denen zeitweise bis zu 67.6 Mio. Dollar gelegen hatten. Die NKB hatte 95 Konten mit US-Bezug mit einem verwalteten Vermögen von maximal 30.5 Mio. Dollar.

Die drei Banken gehören der sogenannten Kategorie 2 des Programms an, das die US-Behörden zur Beilegung des Streits um unversteuerte Vermögen von Amerikanern auf Schweizer Bankkonten aufgelegt haben. Die Kategorie 2 ist für Banken bestimmt, die mutmassliche US-Steuersünder in ihrem Kundenkreis hatten.

Damit haben inzwischen 20 Schweizer Banken eine Einigung mit dem US-Justizministerium erzielt. Die Banken zahlten dabei Bussen in der Höhe von bis zu zehn Prozent der verwalteten problematischen Vermögen. Die USA wollen den Steuerstreit mit den Schweizer Banken bis Ende Jahr beilegen. (sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Affären ohne Ende: Die Credit Suisse steckt tief im Skandalsumpf
Das Archegos- und das Greensill-Debakel haben Bilanz und Image der Credit Suisse verhagelt. Nun wird die Grossbank auch noch von zwei früheren Skandalen eingeholt: Der Beschattungsaffäre und dem Mosambik-Kredit.

Die Diagnose der NZZ ist vernichtend: «Die Credit Suisse hat die Deutsche Bank auf dem Bankenplatz als Skandalproduzentin Nummer eins abgelöst.» Tatsächlich haben sich bei der Schweizer Grossbank die Affären in letzter Zeit regelrecht aufgetürmt. Allein dieses Jahr geriet sie zweimal mit riskanten Geschäften und hohen Verlusten in die Schlagzeilen.

Zur Story